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Wegen dieser Riesenuhr droht Trump jetzt eine Geldstrafe

Hinter der Fassade von Donald Trumps Wolkenkratzer

By lovePROPERTY team · October 18, 2023

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Evan El-Amin / Shutterstock ; pio3 / Shutterstock

Trump erhält Mahnung wegen Uhr vor Trump Tower

Eine Geldstrafe für illegale Stadtmöbel vor dem Trump Tower in New York ist vermutlich gerade das kleinste von Donald Trumps zahlreichen Justizproblemen. Schließlich sitzt der ehemalige US-Präsident bereits in vier Strafverfahren auf der Anklagebank, für die ihm mehrere Jahre Haft drohen. Das hindert die Verkehrsbehörde der Stadt New York jedoch nicht daran, Trump ebenfalls ins Visier zu nehmen. Der legendäre, knapp fünf Meter große Uhrenturm vor dem Luxus-Wolkenkratzer in Manhattan wurde nämlich ohne Genehmigung errichtet – vor mehr als zwölf Jahren, wie nun herauskam…

Sergii Figurnyi / Shutterstock

Illegal aufgestellt

Stadtmöbel, die auf New Yorker Bürgersteigen installiert werden, müssen von der Stadt genehmigt werden. Dazu zählen Schilder, Bänke, große Pflanzkübel und – sehr zum Leidwesen von Trump – auch dekorative Standuhren. Für eine Zehnjahreslizenz fällt jährlich eine Gebühr von umgerechnet rund 280 Euro an.

Im Jahr 2015 stellte die amerikanische Tageszeitung „New York Times“ dann Nachforschungen zum prachtvollen Zeitmesser an. Die aus Aluminium und Gold gefertigte Uhr an der Fifth Avenue scheint der zuständigen Behörde damals tatsächlich entgangen zu sein. Michael Cohen, Trumps damaliger Anwalt, bestritt zunächst, dass Zahlungen ausstünden. Im Mai 2015 wurde Trump dann aufgefordert, die Uhr zu demontieren. Erst im darauffolgenden Oktober beantragte sein Unternehmen schließlich eine Genehmigung. Nachdem Trump 2016 zum republikanischen Präsidentschaftskandidaten gewählt worden war, rutschte das Anliegen auf der Prioritätenliste jedoch offenbar immer weiter nach unten.

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Muss die Uhr jetzt weg?

Im Juli 2023 schickte die New Yorker Verkehrsbehörde der Trump Organization schließlich eine Mahnung zu. Obwohl der Prozess für die Genehmigung damals eingeleitet wurde, sei dieser nie abgeschlossen worden, heißt es in dem Schreiben. Daher sei das Objekt „weiterhin ein Eingriff in das öffentliche Wegerecht und deshalb genehmigungspflichtig". Trump muss nun sowohl die Uhr als auch einige Pflanzkübel vor dem Gebäude entfernen oder aber die Genehmigung erneut beantragen. Andernfalls tritt das Pfandrecht in Kraft. Der überfällige Betrag wird auf umgerechnet etwa 3.360 Euro geschätzt.

Aber es gibt auch gute Neuigkeiten für Trump: Die Stadt kann keine rückwirkende Zahlung für eine Genehmigung verlangen, die nie beantragt wurde. Ein Sprecher der Trump Organization bestätigte, man arbeite mit der Stadt zusammen, um das Problem der fehlenden Unterlagen zu lösen. Das Debakel um die Uhr ist für Trump und seinen Wolkenkratzer jedoch nur die Spitze des Eisbergs.

Klicken oder scrollen Sie sich jetzt durch die vielen Skandale des Trump Towers …

Joe McNally / Getty Images

MEHR: Hinter der Fassade von Donald Trumps Wolkenkratzer

Wie kaum ein anderes Gebäude spiegelt der Trump Tower in New York den Überfluss der 80er-Jahre mit allem Glanz und Glamour wider. Hinter der schillernden Fassade verbirgt sich jedoch eine Vielzahl von womöglich schmutzigen Geschäften, die sich seltsamer lesen als ein Roman. Von Enthüllungen vermeintlicher Betrügereien über eine „vertrauliche“ Akte, die in der Bar des Gebäudes auftauchte, bis hin zu der zwielichtigen Business School, die einst vom Kardashian-Clan-Mitglied Kris Jenner geleitet wurde und jetzt angeblich im Gebäude untergebracht ist. Im Folgenden erfahren Sie die schockierenden Geschichten, die sich rund um den glänzenden Wolkenkratzer des ehemaligen Präsidenten der Vereinigten Staaten, Donald Trump, abgespielt haben…

Joe McNally / Getty Images

Laut Enthüllungsbericht: Historischer Betrug im Trump Tower

Ein vernichtender Bericht des US-Wirtschaftsmagazins „Forbes“ brachte im Februar 2023 Betrugsvorwürfe im Trump Tower ans Licht. Seit 2022 ist der Wolkenkratzer in Manhattan Gegenstand einer umfangreichen Zivilklage der New Yorker Bezirksstaatsanwältin Letitia James, in der es um einen Betrug in Höhe von 250 Millionen Dollar (235 Millionen Euro) geht. Der Prozess dazu hat Anfang Oktober 2023 begonnen. „Forbes“ will weitere Beweise für historische Betrügereien in Donald Trumps Trophäengebäude entdeckt haben. Etwa zu der Zeit der Eröffnung des Hochhauses im Jahr 1983 soll Trump dem Magazin gesagt haben, dass 85 Prozent der Wohneinheiten im Turm bereits vor der Eröffnung für Preise zwischen damals 500.000 Dollar und zwölf Millionen Dollar verkauft worden seien. Er behauptete demnach auch: „Die Wohnungen werden 268 Millionen Dollar einbringen, alles Gewinn.“

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Auf dem Prüfstand: Wohnungsverkäufe

Den offiziellen Eigentumsurkunden zufolge scheint das allerdings gar nicht zu stimmen. Laut „Forbes“ wurden etwa 60 Prozent der Wohnungen – eine davon ist hier abgebildet – im Eröffnungsjahr verkauft. Die teuerste davon ging für damals zwei Millionen Dollar weg – also zu einem wesentlich geringeren Preis als die von Trump behaupteten zwölf Millionen Dollar. Die günstigste Wohnung brachte sogar nur 130.000 Dollar ein. Im ersten Jahr der Inbetriebnahme des Trump Towers machte er einen Umsatz von 45 Millionen Dollar, inflationsbereinigt sind das umgerechnet etwa 55,6 Millionen Euro – weit entfernt von dem neunstelligen Gewinn, den Trump großspurig angekündigt hatte. Und das reichte bestimmt nicht für die Rückzahlung des Kredits in Höhe von 130 Millionen Dollar für den Bau. Trotzdem aber erwirtschaftete das Gebäude eine stattliche Summe, was zum großen Teil auf seine Einzelhandels- und Büroflächen zurückzuführen ist.

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Quadratmeterzahl der Geschäftsräume aufgeblasen?

Der Vorwurf, Trump habe bei der Größe seines Penthouses im Turm maßlos übertrieben, ist der Schlüssel zur Betrugsklage von Letitia James. Laut „Forbes“ sollen auch die Größe der Geschäftsflächen im Gebäude auf dem Prüfstand stehen. In einer Erklärung der Trump-Organisation heißt es, dass sich Einzelhandelsflächen über rund 11.000 Quadratmeter erstrecken. In einem anderen Dokument wird die Quadratmeterzahl mit nur rund 4.300 angegeben. In der 1983 eingereichten Eigentumserklärung für den Trump Tower wird die gesamte vermietbare Gewerbefläche des Gebäudes mit knapp 17.000 Quadratmetern angegeben. Laut dem Bericht wird von einer vermietbaren Fläche mit knapp 24.000 Quadratmetern in einem offiziellen Dokument gesprochen, und in den Kredit-Unterlagen wiederum von knapp 20.000 Quadratmetern.

Auch bei Leerstandsquoten gibt es Unregelmäßigkeiten: In den Jahren zwischen 2011 und 2017 wurden in offiziellen Dokumenten zwischen elf und 22 Prozent des Gebäudes als leerstehend angegeben. Einem Investitionsprospekt der Trump Organization zufolge lag die Auslastung im Jahr 2012 hingegen bei 99 Prozent.

JIM WATSON / AFP) (Photo by JIM WATSON / AFP via Getty Images

Trump sagt 1997: „275 Millionen Dollar“

Auch bei der Bewertung des Trumps Towers sollen laut „Forbes“ unterschiedliche Zahlen kursieren. Im Jahr 1997 diskutierte ein Reporter des Magazins mit Trump über den Wert des Turms und notierte: „Trump sagt 275 Millionen Dollar“ (rund 243 Mio. Euro). Eine Schätzung aus demselben Zeitraum allerdings bezifferte ihn umgerechnet auf weitaus geringere 65 Millionen Dollar. In einem „Forbes“-Interview aus dem Jahr 2015 behauptete Trump: „Wenn ich den Trump Tower heute verkaufen wollte, würde ich 2,5 Milliarden Dollar bekommen.“ (Was damals umgerechnet etwa 2,2 Milliarden Euro entsprach.)

Auch beim Jahresgewinn stimmen die Zahlen nicht wirklich überein. So bezifferte Trump ihn auf bis zu 90 Millionen Dollar. Steuer- und Kreditunterlagen jedoch zeigen, dass der Nettobetriebsgewinn eher bei 15 Millionen Dollar lag. Die Trump Organization bestreitet jegliches Fehlverhalten und konzertiert sich als Antwort auf die „Forbes“-Behauptungen eher auf die Betrugsklage von Letitia James: „Der Versuch des Generalstaatsanwalts, sich in private Kredittransaktionen zwischen anspruchsvollen Geschäftspartnern einzumischen, entbehrt jeder Grundlage und ist völlig überzogen“, heißt es in der Antwort auf die Vorwürfe.

MANDEL NGAN / Contributor / Getty Images

Der laufende Betrugsprozess

Die Enthüllung von „Forbes“ fällt in die Zeit des bahnbrechenden Zivilprozesses, der den Trump Tower wie das gesamte Trump-Immobilienimperium wie eine Schockwelle erschütterte – zusätzlich zu den aktuellen Strafverfahren gegen Trump. Im September 2022 hatte die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James (Bildmitte) eine Zivilklage gegen den Ex-Präsidenten eingereicht. Der Vorwurf: Betrug. James zufolge habe Trump zusammen mit seinen Kindern und leitenden Angestellten der Trump Organization „sein Vermögen um Milliarden von Dollar aufgebläht“, um sich Bankkredite zu günstigeren Konditionen und Steuervorteile zu sichern. Kurz vor Prozessbeginn am 2. Oktober 2023 sagte der zuständige Richter in einer Vorentscheidung, dass Trump und sein Unternehmen haftbar gemacht werden können – eine erste große Niederlage für den Ex-Präsidenten. In dem Verfahren soll nun das Strafmaß festgelegt werden. Die Staatsanwaltschaft fordert ein dauerhaftes Verbot für Trump, in New York Geschäfte zu führen.

The White House, Public Domain, via Wikimedia Commons

Wie groß ist Trumps Penthouse wirklich?

Die New Yorker Justiz glaubt nicht, dass Trumps Immobilien wirklich so viel wert sind, wie er behauptet. Generalstaatsanwältin James wirft ihm vor, bei der Größe des dreistöckigen Penthouses im Trump Tower gewaltig übertrieben zu haben, um dessen Wert in die Höhe zu treiben. So soll Trump behauptet haben, seine Wohnung sei fast dreimal so groß wie die tatsächliche Größe – 3.000 Quadratmeter, obwohl sie tatsächlich 1.020 Quadratmeter messe. Auf dieser Grundlage soll Trump den Wert seiner Immobilie 2015 auf umgerechnet rund 300 Millionen Euro geschätzt haben. Eine Summe, die die New Yorker Generalstaatsanwaltschaft als „absurd“ bezeichnete. Tatsächlich habe der Wert bei „lediglich“ 15 Millionen Euro gelegen.

Das Foto zeigt Trump 2018 in seinem Penthouse mit dem ehemaligen japanischen Premierminister Shinzo Abe.

Riccardo Sala / Alamy

Betrügerische Wertangaben?

Und nicht nur das Penthouse des ehemaligen US-Präsidenten, sondern auch der Trump Tower selbst ist Gegenstand der brisanten Klage. Generalstaatsanwältin James behauptet, der Wert des Gebäudes basiere auf „herausgepickten“, veralteten und übertriebenen Zahlen. Angeblich wurden im Laufe der Jahre unterschiedliche Methoden verwendet, um den Wert des Gebäudes zu ermitteln, was zu einer erheblichen Steigerung des Betrags führte. Nach einer Änderung der Berechnungsformel im Jahr 2015 wurde der Trump Tower mit 157 Millionen Euro mehr bewertet als im Jahr zuvor und fast 230 Millionen Euro mehr als im Jahr darauf. 

Drew Angerer / Staff / Getty Images

Mehr Ärger im Trump Tower

In den vergangenen zwei Jahren ging es im Trump Tower alles andere als ruhig zu. Am 17. Oktober 2022 veröffentlichte der Ausschuss für Aufsicht und Rechenschaft (House Committee on Oversight and Reform) eine Untersuchung, die preisgab, wie viel der Aufenthalt von Trumps Sicherheitsbeamten in seinen Hotels kostete, die ihn während seiner Zeit als Präsident beschützten. Zwischen Januar 2017 und September 2021 berechneten die Trump-Hotels demnach dem Secret Service mindestens 40 Nächte und umgerechnet bis zu 1.100 Euro pro Nacht. Das ist mehr als das Fünffache des von der Regierung empfohlenen Tarifs. Selbst nach Trumps Ausscheiden aus dem Amt, sollen angeblich noch Rechnungen gestellt worden sein.

Drew Angerer / Staff / Getty

Hotelzimmer für den Secret Service

Es ist gängige Praxis, dass die US-Regierung die Kosten für die Hotelübernachtungen der Secret-Service-Agenten übernimmt, wenn diese zum Schutz des Präsidenten und seiner Familienangehörigen eingesetzt werden. Laut dem Bericht soll der Secret Service während Trumps Amtszeit aber mindestens 40 Verzichtserklärungen unterzeichnet haben. Auf diese Weise konnten mehr als die empfohlenen Tagessätze von umgerechnet durchschnittlich 180 Euro pro Nacht für die Aufenthalte in den Trump-Immobilien – insbesondere im Trump Tower – berechnet werden.

AFP / Stringer / Getty

Von wegen Selbstkostenpreis

Laut Bericht flossen auch die Rechnungen für den Agenten-Schutz von Trumps Söhnen ein. Wenn zum Beispiel Eric Trump seinen Vater in Washington D.C. besuchte, nächtigte er nicht im Weißen Haus, sondern in einem von Papas Hotels. Mit einem gesamten Sicherheitsteam versteht sich. Eric Trump zufolge aber war die Unterbringung des Geheimdienstes in den Trump-eigenen Unterkünften immer „zum Selbstkostenpreis, stark ermäßigt oder kostenlos“. „Das Unternehmen wäre wesentlich besser dran gewesen, wenn die Bewirtungsleistungen an voll zahlende Gäste verkauft worden wären“, so Eric Trump weiter. Das Unternehmen aber hätte alles getan, um den Behörden entgegenzukommen und um sicherzustellen, dass sie ihre Arbeit auf höchstem Niveau erledigen konnten.  

AFP / Stringer / Getty

Verstoß gegen Verfassungsklausel?

Während eines diplomatischen Besuchs in Dublin kam auch der US-Vizepräsident Mike Pence samt Entourage in einem Trump-Hotel unter, das sich allerdings hunderte Kilometer weit entfernt von der irischen Hauptstadt befindet, wie der US-amerikanischer Sender NBC News berichte. Sollte sich dies bewahrheiten, stellen diese – sowie andere Zimmerkosten auch – einen Verstoß gegen die Klausel „Emoluments Clause“ der US-Verfassung dar, die es den Regierungsmitgliedern strikt verbietet, Vorteile oder Nebeneinkünfte aus dem Ausland zu erhalten, die über das vom Kongress festgelegte Gehalt und die Pension hinausgehen. Der Secret Service erklärte, dass er auf die Untersuchungsergebnisse in direkter Kommunikation mit dem Ausschuss reagieren werde.

CNMages / Alamy

Vertrauliches Dokument an Trump-Bar aufgetaucht

Bedenkt man die FBI-Razzia bei Trump im Sommer 2022, bei der es um die Sicherstellung vertraulicher Regierungsdokumente an Trumps Privatwohnsitz ging, sollte man meinen, dass der Ex-Präsident inzwischen verstanden hat, dass Geheimdokumente aus dem Weißen Haus nicht entfernt werden dürfen. Doch Ereignisse an der 45 Wine and Whiskey Bar im Trump Tower deuten auf das Gegenteil hin.

Wie die US-amerikanische Onlinezeitung „HuffPost“ im September 2022 berichtete, wurden in einer Glasvitrine der Bar ein leerer Ordner mit der Aufschrift „Geheim“ und dem Präsidentensiegel sowie eine Werbebroschüre entdeckt. Sollte sie echt sein, wirft die Auslage erneut Fragen zu Trumps entspannter Haltung gegenüber Regierungsdokumenten auf. Außerdem gilt die Verwendung des präsidialen Siegels zur Werbung für ein Unternehmen als illegal.

David Hume Kennerly / Contributor / Getty Images

Millionenstrafe für Trump-Firma

Zu Trumps zivilrechtlichen Problemen kommt eine Millionenstrafe für Trumps Familienunternehmen, die Trump Organization, wegen Steuerbetrugs hinzu. Ein New Yorker Gericht sah es als erwiesen an, dass die Firma jahrelang systematisch den Fiskus hintergangen hatte und verurteilte die Trump Organization deshalb im Januar 2023 zu einer Höchststrafe von umgerechnet rund 1,5 Millionen Euro. 

Zuvor hatte sich der ehemalige Finanzchef der Firma, Allan Weisselberg, schuldig bekannt, über einen Zeitraum von 15 Jahren seine Spitzenmanager „inoffiziell“ vergütet zu haben, um Steuern zu sparen. Trump will von den kriminellen Geschäftspraktiken seiner Firma nichts gewusst haben. Die Anwälte der Trump Organization haben Berufung angekündigt.

Dieses Bild von 2016 zeigt das damalige Büro des Ex-Präsidenten im Trump Tower. 

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Klage gegen Kris Jenners ehemalige Firma

Von der Politik zum Showbusiness: Im Trump Tower kam es vor Kurzem auch zu einer brisanten Geschichte mit einem Reality-Star. Die Kardashian-Clan-Matriarchin Kris Jenner berichtete in einem Interview mit dem „Commercial Observer“ davon, dass die Trump Organization ein Unternehmen im Trump Tower verklage, von dem sie einst Vorsitzende war. Gegen die Legacy Business School, die 2016 ihren Hauptcampus in Trumps Wolkenkratzer eröffnet hatte, wurde im September 2022 eine Klage wegen Mietrückständen in Höhe von umgerechnet mehr als einer Million Euro eingereicht. Und das, obwohl die Hochschule von ihren Studierenden stolze 105.000 Euro Gebühren im Jahr verlangte.

Alpha Space NYC

Trump veranlasst Räumung

Im Juli 2022 kündigte die Trump Organization den Mietvertrag mit der Hochschule und brachte kurz darauf eine Räumungsklage auf den Weg. Immer wieder hatte es in der Vergangenehit Ungereimtheiten mit der privaten Bildungseinrichtung gegeben. 2020 hatten Investoren der Legacy Business School den Gründer der Hochschule mit der Begründung verklagt, sie betrogen sie haben.

Dieses Bild zeigt eine zur Miete angebotene Gewerbefläche im Trump Tower, die den Räumen der Hochschule ähnelt. 

Legacy Business School

Nur eine Kopie?

Kris Jenner, die hier in einem Werbespot für die Hochschule zu sehen ist, war das Gesicht der Einrichtung, als diese im Trump Tower ihre Türen öffnete. Die ersten 100 Studierenden wurden Berichten zufolge zu einem „exklusiven Abendessen“ mit dem Reality-Star eingeladen. Jenner trennte sich jedoch von der Legacy Business School, nachdem in Medienberichten davon die Rede war, dass das New Yorker Bildungsministerium die Hochschule für eine Umfirmierung der European School of Economics halte. Die Hochschule wurde bereits mehrmals verklagt, weil sie Schulden nicht zurückzahlen konnte. Es gibt keine Hinweise darauf, dass Kris Jenner von den Praktiken des Instituts wusste.

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MEHR: Die schockierenden Geheimnisse des Trump Tower

Die jüngsten Ereignisse sind allerdings nur die Spitze des Eisbergs, wenn es um Donald Trumps berüchtigten Wolkenkratzer geht. Von zwielichtigen Bewohnern und fragwürdigen Baumethoden bis hin zu einem fatalen Brand und dubiosen Plänen mit Russland, blicken wir jetzt hinter die Fassade des berüchtigten Wolkenkratzers…
Bettmann / Getty

Trump bezahlte nichts für den Bau

Als Immobilienentwickler verstand Donald Trump etwas davon, seine eigenen Finanzen von den Investitionen in seine Gebäude zu trennen. So steckt auch in seinem 300-Millionen-Dollar-Wolkenkratzer an der Fifth Avenue so gut wie kein Cent aus seiner eigenen Tasche. Laut einem „New York Times“-Artikel von 1983 erhielt Trump für den Bau rekordverdächtige Kredite von unter anderem der Versicherungsgesellschaft Equitable und der Chase Manhattan Bank. Als die Finanzierung stand, begannen 1979 die Bauarbeiten für den 58-stöckigen Tower.

Bettmann / Getty

Trump bekam eine enorme Steuervergünstigung

Der gewitzte Immobilienentwickler sicherte sich sogar eine massive Steuervergünstigung von schätzungsweise bis zu 50 Millionen Euro für seinen Wolkenkratzer, die eigentlich als Anreiz für den Bau von Sozial- und Mittelklassewohnungen, nicht aber Luxuswohnungen, gedacht war. Die „New York Times“ geht davon aus, dass Trump während seiner Karriere in der Immobilienbranche umgerechnet mindestens 885 Millionen Euro an Steuern erlassen wurden.
Chris Hatch / Newsday RM via Getty

Trump legte sich mit New Yorks Bürgermeister an

Der Steuernachlass wurde zunächst von der Stadt New York abgelehnt, in der damals Bürgermeister Ed Koch, ein langjähriger Trump-Gegner, das Sagen hatte. Trump klagte, bezeichnete den Bürgermeister als „Idioten“ und gewann den Prozess. Demokrat Koch bezeichnete Trump daraufhin als einen der unsympathischsten Menschen, die er je getroffen habe und nannte ihn „gierig, gierig, gierig“.
Bettmann / Getty

Auf dem Grundstück stand ein Wahrzeichen

Trump hatte sich für seinen Wolkenkratzer auf das Grundstück neben dem weltbekannten Juwelier Tiffany an der Fifth Avenue festgelegt, auf dem damals das Art-déco-Kaufhaus Bonwit Teller stand. Er schmeichelte sich beim Großaktionär von Genesco, dem Eigentümer des altehrwürdigen Kaufhauses, ein und bekam schließlich einen Pachtvertrag, der den Weg für den Abriss des zwölfstöckigen Gebäudes und die Errichtung seines Luxushochhauses ebnete.
Museum of the City of New York

Historische Reliefs gingen verloren

Das 1929 erbaute denkmalgeschützte Gebäude war mit zahlreichen architektonischen Schätzen versehen, darunter zwei Art-déco-Flachreliefs der „Tanzenden Dame“ von Bildhauer Rene Paul Chambellan. Trump versprach die Kunstwerke, deren Wert auf umgerechnet rund 200.000 Euro geschätzt wurde, dem Metropolitan Museum of Art, arrangierte laut der „New York Times“ aber heimlich deren Zerstörung mit dem Presslufthammer.
George Rinhart / Corbis via Getty

Auch das Art-déco-Gitterwerk wurde zerstört

Das kunstvolle Art-déco-Gitterwerk, das den Eingang des Kaufhauses geschmückt hatte, war ebenfalls für das Kunstmuseum bestimmt gewesen und ging doch verloren. Trump soll gesagt haben, die Kunstwerke seien „Müll“ gewesen und argumentiert haben, dass ihre Erhaltung zu teuer gewesen wäre. Die „New York Times“ prangerte ihn wegen „ästhetischen Vandalismus“ an und auch Bürgermeister Ed Koch kritisierte ihn scharf.
Genesco

Illegale Einwanderer wurden mit dem Abriss beauftragt

Als US-Präsident ging Trump besonders hart gegen illegale Einwanderer vor, 1980 aber stellte er selbst 200 polnische Arbeiter ohne Papiere ein, um das Kaufhaus Bonwit Teller abzureißen. Die nicht gewerkschaftlich organisierten Arbeiter bekamen einen Hungerlohn von nur vier Dollar die Stunde bezahlt, weniger als die Hälfte des damaligen Mindestlohns. Viele wurden überhaupt nicht bezahlt.
Bettmann / Getty Images

Die Arbeiter waren Gefahren ausgesetzt und klagten

Das Schlimmste aber war, dass die illegalen Arbeiter zwölf Stunden am Stück unter unsicheren Bedingungen schufteten. Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften wurden nicht eingehalten, die Arbeiter hatten keine Schutzhelme, Masken oder Handschuhe und waren Asbest und anderen Giftstoffen ausgesetzt. Sie taten sich schließlich zu einer Sammelklage zusammen und bekamen umgerechnet 1,4 Millionen Euro ausgezahlt. Die Summe war 20 Jahre unter Verschluss gehalten worden und wurde erst durch Einsicht der Gerichtsdokumente durch das „Time Magazine“ öffentlich.

Bettmann / Getty Images

Während des Baus gab es drei Brandanschläge

Brandanschläge waren Anfang der 80er-Jahre auf Baustellen in New York an der Tagesordnung. Auch der Trump Tower musste drei Brände überstehen, die während des Baus absichtlich gelegt worden waren. Hinzu kam im Januar 1982 ein weiteres Feuer, das sich durch einen Heizlüfter entzündete.
Bettmann / Getty Images

Trump war gegen eine Sprinkleranlage

Trotz der Brände setzte sich Trump Ende der 1990er-Jahre gegen einen Gesetzentwurf ein, der die Installation von Sprinklern in New Yorker Wolkenkratzern vorsah, einschließlich des Trump Towers. Wie bei vielen seiner Entscheidungen ging es Trump ums Geld – die Nachrüstung einer Sprinkleranlage hätte umgerechnet 44 Euro pro Quadratmeter gekostet. Seine Entscheidung sollte ihn allerdings später noch einholen…

Bettmann / Getty Images

Die Mafia lieferte den Beton

Im Gegensatz zu den meisten anderen New Yorker Hochhäusern, die Ender der 70er- und in den 80er-Jahren aus Stahl gebaut wurden, besteht der Trump Tower hauptsächlich aus Beton. Damals kontrollierte die Mafia die Materiallieferungen in der Bauindustrie ziemlich genau, weshalb es kaum überrascht, dass Trump seinen Beton von einer Firma namens S&A Concrete bekam – die dem Gangster Anthony „Fat Tony“ Salerno gehörte. Dieser ließ sich seinen Beton extrem überteuert bezahlen.
Ernst Haas / Getty Images

Für den Marmor wurde ein ganzer Berg abgebaut

In einem Interview mit dem „GQ“-Magazin 1984 prahlte Trumps damalige Ehefrau Ivana damit, dass ein ganzer Berg in Italien für die 240 Tonnen weiß-rosa Breccia-Pernice-Marmor im Atrium des Trump Tower abgebaut worden sei. Der Architekt des Gebäudes, Der Scutt, bestätigte: „Wir haben den ganzen Berggipfel abgetragen… Mehr geht nicht.“
Michael Brochstein / SOPA Images / LightRocket via Getty

Trump nennt seinen Tower „Tiffany's“

Berichten zufolge nennt Trump seinen Tower „Tiffany's“ in Anlehnung an den weltbekannten Juwelier von nebenan. Tatsächlich kaufte er dem Schmuckgeschäft für umgerechnet fünf Millionen Euro das Recht ab, in die Höhe zu bauen. Seine jüngste Tochter benannte er nach dem Juwelier. Allerdings vermietete Trump die Ladenflächen in seinem Hochhaus an Tiffany’s Konkurrenten, darunter Asprey, Cartier und Harry Winston. Auch das spanische Luxusmodehaus Loewe hat im Trump Tower ein Geschäft eröffnet.
City Realty

Die Wohnungen sind überraschend einfach

Nach seiner Fertigstellung hatte der Trump Tower 263 Eigentumswohnungen, von denen 91 mindestens eine Million Euro kosteten. Die Apartments verkauften sich wie warme Semmeln, sodass Trump seine Baukredite im Handumdrehen abbezahlte. Im Vergleich zu vielen anderen Luxuswohnungen heutzutage sind die des Trump Towers jedoch relativ einfach, mit kleinen, fensterlosen Küchen, und vielen fehlt die Luxusausstattung, wie man sie erwarten würde, etwa ein begehbarer Kleiderschrank oder zwei Waschbecken im Bad.

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Die Meinungen waren gespalten

Die Reaktionen auf den Trump Tower waren ausgesprochen gemischt. Die „New York Times“ nannte den Wolkenkratzer „Trumps am wenigsten schlechtes Gebäude“, und obwohl die Top-Kritikerin der Zeitung, Ada Louise Huxtable, das Äußere lobte, nannte sie das Atrium „einen rosa Marmor-Strudel“. Ein anderer Autor hielt das Gebäude für „lächerlich verschwenderisch“, während der Architekturkritiker Paul Goldberger das Atrium lobte, aber das „hyperaktive“ Äußere belächelte.
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Trump behauptet, Charles und Diana wollten eine Wohnung kaufen

Bevor der Tower eröffnet wurde, ging das Gerücht um, dass Prinz Charles und Prinzessin Diana – damals frisch vermählt – planten, in eine der Wohnungen zu ziehen. Obwohl Berichte darauf hindeuten, dass es sich dabei um eine Falschinformation handelte, erwies sich das Gerücht als wunderbar lukrativ für Trump. Laut dem Immobilienmogul habe es der Vermarktung der Wohnungen „sehr geholfen“.
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Wollte Diana im Trump Tower wohnen?

Nach ihrer Scheidung von Prinz Charles veröffentlichte die „New York Post“ das Gerücht, dass Diana geplant habe, im Trump Tower zu wohnen. Zwar bestritten mehrere Quellen im Buckingham Palace die Behauptung, doch wäre der Umzug für Diana eine gute Möglichkeit gewesen, sich unter die New Yorker High Society zu mischen und ein neues Leben in den USA zu beginnen.
Sonia Moskowitz / Getty Images

Im Trump Tower gingen die Promis ein und aus

Trump hat es immer genossen, Prominente in seinem Privatklub Mar-a-Lago zu umwerben, und Anfang der 80er-Jahre tat er das auch gerne im Trump Tower. Über die Jahre begrüßte Trump zahlreiche weltbekannte Gesichter in seinem New Yorker Wolkenkratzer. Hier ist er mit seiner damaligen Frau Ivana (2.v.r.), Hollywoodstar Michael Douglas (r.) und dessen damaliger Frau Diandra sowie Box-Promoter Don King zu sehen.
Steve Allen / Liaison / Getty Images

Michael Jackson wohnte im Apartment von Trumps Eltern

In den 1980er-Jahren lernten sich Trump und Michael Jackson kennen und wurden Freunde. 1994 vermietete Trump dem heute umstrittenen „King of Pop“ und dessen damaliger Frau Lisa Marie Presley die Maisonette-Wohnung, in der seine Eltern Fred und Mary Trump gewohnt hatten. Der Sänger, der darin zehn Monate lebte, soll pro Monat 110.000 Euro Miete gezahlt haben – weit mehr als üblich.

USA TODAY Network / SIPA USA / PA

Steven Spielberg überließ Hillary Clinton seine Wohnung

Hollywood-Regisseur Steven Spielberg ließ sich von der Produktionsfirma Universal Pictures eine Wohnung im Trump Tower kaufen, wohnte darin aber selten. Stattdessen überließ er Trumps zukünftiger Erzfeindin Hillary Clinton im Jahr 2000 das Apartment für deren Kandidatur für den New Yorker Senat. Damals verstanden sich Trump und Clinton noch gut, die spätere Präsidentschaftskandidatin war 2005 sogar zu Trumps Hochzeit mit Melania eingeladen.

Ron Galella / Ron Galella Collection via Getty Images

Sophia Loren und Harrison Ford wohnten im Tower

Zu den Promis, die im Trump Tower wohnten, gehören auch die Schauspieler Sophia Loren (im Bild) und Harrison Ford, der Regisseur Vincent Gallo sowie der Komponist Andrew Lloyd Webber. Letzterer verkaufte seine 490 Quadratmeter große Maisonette-Wohnung 2010 für umgerechnet rund 16,5 Millionen Euro.
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Viele Wohnungen gehören dubiosen Gesellschaften

Laut der Zeitschrift „Vanity Fair“ gehören viele Wohnungen im Trump Tower keinen Privatpersonen, sondern dubiosen Gesellschaften mit beschränkter Haftung (LLCs), die die Identität ihrer Eigentümer verbergen. Die Privatunternehmen sind an mehreren Standorten registriert, darunter auch einige Steueroasen wie die Britischen Jungferninseln, Panama, Puerto Rico und Dubai.
Konstantin Zavrazhin / Getty Images

Russische Gangster wohnten im Trump Tower

Mehrere Wohnungen im Trump Tower gehörten russischen Verbrechern oder wurden von diesen gemietet. Zu den Gangstern zählten der „Boss der Bosse“ Wjatscheslaw Iwankow (im Bild), der 2009 in Moskau erschossen wurde, David Bogatin von der russischen Mafia in New York, der 1984 fünf Wohnungen für umgerechnet rund sechs Millionen Euro kaufte, und das Trio Anatoly Golubchik, Wadim Trincher und Michael Sall, die von dem Hochhaus aus Geldwäsche und Wettgeschäfte betrieben.
Stokkete / Shuttestock

Ein Mafioso wurde wegen Mordes festgenommen

1986 wurde Robert Hopkins, ein Familienmitglied der Lucchese-Mafia, in seiner Wohnung im Trump Tower festgenommen, weil er angeblich ein Attentat auf einen Rivalen angeordnet hatte. Die Anklage wurde später abgewiesen, doch Hopkins wurde für seine Verwicklung in New Yorks größten Glücksspielring, den er von seiner Wohnung aus betrieb, verurteilt. Laut einem Artikel in der „Village Voice“ soll Trump persönlich beim Verkauf der Wohnung dabei gewesen sein und beobachtet haben, wie der Gangster die 200.000 Euro Kaution in bar aus seiner Aktentasche zog.

Couperfield / Shutterstock

Ein verurteilter Drogenhändler war Mieter

Als Politiker setzte sich Trump für die Todesstrafe für Drogendealern ein, allerdings hatte er Ende der 1980er-Jahre eine Wohnung im Trump Tower an die Freundin eines verurteilten Kokainhändlers verkauft. Mehreren Quellen zufolge schrieb Trump sogar an den zuständigen Richter und bat um Nachsicht für den Verbrecher.
Nick Hunt / Patrick McMullan via Getty Images

Ein Kunsthändler betrieb einen Glücksspielring vom Tower aus

Der Kunsthändler Helly Nahmad, dem alle Wohnungen auf der 51. Etage des Trump Tower gehörten, wurde 2014 zu einer Gefängnisstrafe verurteilt, weil er einen 100 Millionen Dollar schweren Poker- und Sportwettring vom Trump Tower aus betrieben hatte. Er zählt zu den verurteilten Schwerverbrechern, die Trump in seinen letzten Tagen im Amt als US-Präsident begnadigte.
Gobierno de Castilla-La Mancha, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Einem verurteilten Betrüger gehörten sechs Wohnungen

Der Kunstsammler Roberto Polo, der 1983 sechs Wohnungen im Trump Tower über eine Offshore-Gesellschaft gekauft hatte, wurde 1995 in Italien wegen Betrugs verurteilt. Dem Urteil nach hatte Polo Kunden um 110 Millionen Dollar betrogen, was dieser bis heute bestreitet.
Donghia

Trumps Penthouse war ursprünglich schwarz

Der Trump Tower beherbergt nicht nur den Hauptsitz der Trump Organization, sondern auch die New Yorker Privatwohnung von Donald Trump, Ehefrau Melania und Sohn Barron. Das dreistöckige Penthouse ganz oben im Turm wurde vom Starinnenarchitekten Angelo Donghia entworfen, dessen Gestaltung relativ zurückhaltend war. Einzelne Goldakzente wurden durch schwarze Wände und Onyxtische kontrastiert, die Möbel waren in gedeckten Farbtönen gehalten.
Bob Sacha / Getty

Heute erstrahlt es ganz in Gold

Nach einem Abendessen mit dem saudischen Waffenhändler Adnan Koshnoggi, der eine größere und luxuriösere Wohnung im Olympic Tower hatte, beschloss Trump sein eigenes Zuhause neu zu gestalten und setzte dabei auf mehr Opulenz im Louis-quatorze-Stil: Gold, Gold und nochmals Gold von 24 Karat.

 

nyker / Shutterstock

Die Anzahl der Stockwerke stimmt nicht ganz

Genau genommen hat der Trump Tower 58 Stockwerke, aber Trump bewarb sein Gebäude als 68-stöckig, was bei dem Architekten Der Scutt nicht so gut ankam. Laut der Zeitschrift „Vanity Fair“ gelangt man mit dem Aufzug bis zur fiktiven 68. Etage. Trump zufolge habe er die Stockwerke so zählen können, da die unteren sehr hohe Decken hätten. So übersprang er einfach zehn Stockwerke.
City Realty

Nach Trumps Wahlerfolg verkauften viele ihre Wohnungen

Nach der US-Präsidentschaftswahl 2016, aus der Trump überraschend als Sieger hervorging, zogen viele Eigentümer aus ihren Wohnungen im Trump Tower aus. Die Mietpreise brachen massiv ein und im Dezember 2017 sollen laut „Vanity Fair“ mindestens 14 Wohnungen zum Verkauf gestanden haben. Die Verkaufspreise sanken demnach um 15 Prozent, zudem sollen viele Mietwohnungen lange leer gestanden haben.
Venturelli Luca / Shutterstock

Das Pentagon zahlte viel zu viel für eine Wohnung...

Die „Vanity Fair“ berichtet weiter, dass das Pentagon für eine Wohnung unter Trumps Penthouse umgerechnet enorme 130.000 Euro Miete im Monat gezahlt haben soll – etwa dreimal so viel wie vergleichbare Mietpreise. Insgesamt soll die für 18 Monate gemietete Wohnung für das US-Verteidigungsministerium den amerikanischen Steuerzahler umgerechnet 2,4 Millionen Euro gekostet haben.
Spencer Platt / Getty Images

...der Geheimdienst nutzte lieber einen Wohnwagen

Im Gegensatz dazu lehnte der amerikanische Geheimdienst die astronomischen Mietpreise, die die Trump Organization verlangte, ab. Als Verhandlungen über die zu teure Miete für eine Wohnung unter der des Pentagon scheiterten, richtete sich der Secret Service in einem Wohnwagen vor dem Wolkenkratzer ein.
Muhammed Said Tanl / Anadolu Agency / Getty

2018 ereignete sich ein tödlicher Brand

Im April 2018 kam es im Trump Tower zu einem Großbrand – bereits der zweite in dem Jahr. Das Feuer loderte im 50. Stock und tragischerweise kam dabei der Kunstsammler Todd Brassner ums Leben, sechs Feuerwehrleute wurden verletzt. Der damalige Brandkommissar Daniel Nigro sagte gegenüber CNN, dass es in den oberen Stockwerken keine Sprinkler gegeben habe. Später stellte sich heraus, dass Brassner unbedingt hatte ausziehen wollen und 2015 Insolvenz angemeldet hatte. Der Vorstand des Trump Tower verklagte schließlich die Erben des Kunstsammlers wegen Nichtzahlung des Wohngeldes.

Compass

Die Wohnungspreise sind eingebrochen

Die Modemarke Gucci, die im Trump Tower ihren Sitz hat und der größte gewerbliche Mieter ist, verlängerte vor Kurzem ihren Mietvertrag bis 2026. Das sind allerdings die einzigen guten Neuigkeiten für den Trump Tower, denn die Wohnungspreise in dem Wolkenkratzer haben gerade ein 15-Jahres-Tief erreicht und werden derzeit unter dem durchschnittlichen Quadratmeterpreis in New York gehandelt. Maklern zufolge zählt das Gebäude nun zu den am wenigsten gefragten Luxusimmobilien der US-Metropole.
Warburg Realty

Cristiano Ronald verlor Millionen mit einer Wohnung

Einer der Eigentümer, die vor Kurzem versuchten ihre Wohnung im Trump Tower zu verkaufen, ist Cristiano Ronaldo. Der portugiesische Fußballstar hatte 2015 ein 230 Quadratmeter großes Apartment für 18,5 Millionen Euro gekauft, 2019 stand dieses für nur noch neun Millionen Euro zum Verkauf. Doch selbst dieser Preis war offenbar noch zu hoch, da sich lange Zeit kein Käufer fand. Für umgerechnet 7,2 Millionen Euro wechselte die Immobilie schließlich den Eigentümer.

 

ED JONES / Contributor / Getty Images

Großmieter zahlten nicht und zogen aus

Der schicke Anzughersteller Marcraft Clothes, der zu Erfolgszeiten von Trumps Reality-Show Trump-Anzüge für 1.400 Euro verkaufte, hatte früher die gesamte 18. Etage gemietet. Laut der „Washington Post“ soll es in den dekadenten Räumen sogar zwei Bars gegeben haben, um Kunden zu imponieren. Doch dann geriet die Marke mit der Miete um 664.000 Euro in Rückstand und ging 2020 pleite – an Vermögenswerten sind laut Gerichtsdokumenten lediglich 40,75 Euro auf einem Konto und „1.200 kaputte Anzüge“ zu holen gewesen. Der Anwalt, den das Unternehmen mit der Abwicklung der Insolvenz beauftragte, bestätigte den Auszug von Marcraft aus dem Trump Tower.

Drew Angerer / Staff / Getty Images

Ivanka Trumps ehemaliger Schuhproduzent schuldet 1,5 Millionen Euro Miete

Ein weiterer Großmieter, gegen den die Trump Organization wegen nicht gezahlter Miete gerichtlich vorging, ist das Unternehmen Marc Fisher Footwear, das die Schuhe für Ivanka Trumps inzwischen eingestellte Schuhmarke produzierte. Der Klage zufolge schuldete die Firma dem Trump Tower umgerechnet rund 1,5 Millionen Euro. Im April 2021 einigte man sich dann auf einen nicht weiter veröffentlichten Vergleich. Berichten zufolge ist Marc Fisher inzwischen aus dem Trump Tower ausgezogen.

 

James Devaney / Contributor / Getty Images

Trumps Wahlkampagne zahlte 37.000 Euro Miete im Monat

Der Trump Tower hat jedoch einen zuverlässigen Mieter: die eigene politische Organisation des Ex-Präsidenten, „Make America Great Again, Again“, die Spendengelder in Millionenhöhe gesammelt hat. Ab März 2021 zahlte sie umgerechnet rund 37.000 Euro im Monat für die Anmietung von Büroflächen im 15. Stock – eine Fläche, die zuvor von Trumps Kampagne gemietet worden war – laut den Unterlagen zur Wahlkampffinanzierung. Ein Insider behauptete allerdings, dass die Mitarbeiter die Räume nicht regelmäßig nutzen, was Fragen über die Verwendung von Spendergeldern aufwarf.

Chris Hondros / Getty Images

Trump soll einen russischen Trump Tower geplant haben

Obwohl Trump darauf beharrt, dass er keine Geschäfte mit Russland abgeschlossen hat, soll die Trump Organization einen Trump Tower in Moskau geplant haben. In seinem 448-seitigen Bericht zur Einmischung Russlands in die US-Präsidentschaftswahl 2016 verweist Sonderermittler Robert Mueller auf drei Entwürfe für eine Immobilie in der russischen Hauptstadt. Hinzu kommen detaillierte Pläne zur Gestaltung, zum Branding und zu Einrichtungen in dem Gebäude, die von einem russischen Geschäftspartner, Andrej Rozow, und Trump unterzeichnet worden sein sollen.

FOTOGRIN / Shutterstock

Ein glitzernder Wolkenkratzer für Moskau

In einem Bericht von „BuzzFeed News“ wird der Entwurf für einen riesigen gläsernen Wolkenkratzer gezeigt, den Rozow und Trump angeblich in Moscow City bauen wollten, einem aufstrebenden Viertel außerhalb der russischen Metropole, in dem bereits einige der größten Wolkenkratzer Europas stehen. Der moderne, 100 Stockwerke hohe Obelisk sollte demnach von einer Raute gekrönt sein und auf mehreren Seiten das Trump-Logo tragen. Einem von Trump unterzeichneten Schreiben aus dem Jahr 2015 zufolge seien für das Gebäude „etwa 250 erstklassige, luxuriöse Eigentumswohnungen“ und „nicht weniger als 150 Hotelzimmer“ geplant gewesen.

Trump International

Das Spa von Ivanka Trump

Die Vereinbarung sah offenbar vor, dass der örtliche Bauunternehmer Andrej Rozow den Wolkenkratzer bauen und Trumps Organisation Zugang zum Familiennamen gewähren und die Luxuseinrichtungen des Gebäudes wie Bars, Restaurants und das Fitnesscenter verwalten würde. Der Wellnessbereich hätte den Namen „The Spa by Ivanka Trump“ tragen können.

Mikhail Svetlov / Getty Images

Putin sollte das 50-Millionen-Euro-Penthouse bekommen

Der geplante Wolkenkratzer sollte das höchste Gebäude Europas werden und das Penthouse in den oberen Etagen die Krönung. Dem Bericht von „BuzzFeed News“ zufolge habe Trumps Berater Michael Cohen mit seinem Pressesprecher darüber gesprochen, Wladimir Putin das Penthouse für umgerechnet rund 50 Millionen Euro anzubieten. Die Idee dahinter sei gewesen, dem russischen Präsidenten das Penthouse zu verkaufen und „für den Rest der Wohnungen 250 Millionen Dollar mehr zu verlangen“, sagte der inzwischen verurteilte Immobilienentwickler Felix Sater zu „BuzzFeed News“. „Alle Oligarchen hätten Schlange gestanden, um im selben Gebäude wie Putin zu wohnen.“

Lesen Sie jetzt: Putins Protzvillen: So dekadent lebt der russische Despot heute

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