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Sensationsfund: Altägyptisches Grab enthält Zaubersprüche gegen Schlangenbisse

Unglaubliche Funde aus dem alten Ägypten

By loveEXPLORING-Team · November 22, 2023

Originally published on loveEXPLORING

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30 slides 13 min read
Petr Kosarek/Tschechisches Institut für Ägyptologie/Karls-Universität

2.500 Jahre altes Grab mit seltenen Zaubersprüchen entdeckt

Die alten Ägypter sind wohl die am besten erforschte antike Zivilisation der Weltgeschichte. Doch selbst heute noch werden jedes Jahr neue Gräber und Tempel in der Wüste freigelegt. Archäologen des tschechischen Instituts für Ägyptologie sind bei Abusir südlich von Kairo auf ein Grab gestoßen, das sie einem königlichen Schreiber namens Djehutiemhet zuordnen. Die Wände seiner Grabkammer waren mit Inschriften versehen, darunter Zaubersprüche gegen Schlangenbisse. Das Grab war offenbar schon vor langer Zeit geplündert worden, enthält aber immer noch den Sarkophag und teilweise erhaltene Skelettreste.

Klicken Sie weiter, um mehr über diese neue altägyptische Entdeckung zu erfahren ...

Petr Kosarek/Tschechisches Institut für Ägyptologie/Karls-Universität

Magische Schutzformeln

Djehutiemhet soll vor rund 2.500 Jahren gelebt haben, also etwa zu der Zeit, als Ägypten unter persischer Kontrolle stand. Die Analyse ergab, dass der Mann im vergleichsweise zarten Alter von 25 Jahren an Osteoporose starb – einer Krankheit, die schwache und brüchige Knochen verursacht. Für gewöhnlich tritt diese Erkrankung bei älteren Menschen auf. Daher könnte sie in diesem Fall genetischer Natur gewesen sein – eine Theorie, die durch das Vorhandensein von Osteoporose in mehreren nahegelegenen Gräbern gestützt wird. Diese wurden möglicherweise von Familienmitgliedern genutzt.

Um den Eingang der Grabkammer herum waren Zauberformeln in die Wand geritzt, die dazu dienen sollen, Schlangenbisse abzuwehren und Schlangen als Beschützer für die Ruhestätte zu gewinnen. Die besondere Betonung von Schlangen dürfte eine persönliche Entscheidung gewesen sein. Denn andere Beispiele dafür, dass diese Tiere eine so herausragende Rolle in Grabinschriften spielen, sind nicht bekannt.

Petr Kosarek/Tschechisches Institut für Ägyptologie/Karls-Universität

Gefährliche Reise in die Unterwelt

Der Sarkophag des Schreibers enthält eine Vielzahl von Texten und Gravuren, einschließlich Passagen aus dem „Totenbuch“ – eine Sammlung von Zaubersprüchen, um Verstorbenen bei der gefährlichen Reise in die Unterwelt zu helfen.

Abusir ist ein weitläufiger Komplex von Pyramiden und Gräbern und Teil des UNESCO-Weltkulturerbes „Memphis und seine Nekropole – die Pyramidenfelder von Giseh bis Dahschur“. Als Hochburg archäologischer Aktivitäten sind die Ausgrabungen an dieser Stelle noch immer in vollem Gange.

Von mumifizierten Tierköpfen bis hin zu einer verschmitzt lächelnden Sphinx – klicken oder scrollen Sie sich jetzt durch weitere altägyptische Funde der vergangenen fünf Jahre ...

KHALED DESOUKI/AFP via Getty Images

Mumifizierte Katzen, Userkaf-Pyramide, Sakkara

Im November 2018 entdeckten Forschende im Pyramidenkomplex von König Userkaf drei Sarkophage mit mumifizierten Katzen sowie eine große Bronzestatue der Katzengöttin Bastet. Häufig wurden Tiere – meist mumifiziert – als religiöse Opfergaben mit den Verstorbenen bestattet. Vor allem einbalsamierte Katzen, denn sie galten im alten Ägypten als heilig. Außerdem wurden mumifizierte Skarabäen gefunden, die als Symbol des Sonnengottes Ra verehrt wurden.

MOHAMED EL-SHAHED/AFP via Getty Images

Mumien, Knickpyramide, Dahschur

Die Knickpyramide von Dahschur wurde um 2650 v. Chr. für Pharao Snofru errichtet. 2019 fanden Forschende in der – aufgrund eines Baufehlers – so besonderen Pyramide und drum herum eine Reihe von gut erhaltenen Mumien. Diese lagen in Stein-, Ton- und Holzsarkophagen beigesetzt. Auf dem Gelände wurden auch eine Vielzahl hölzerner Grabmasken und Instrumente zur Steinbearbeitung entdeckt. Alle gefundenen Artefakte datierten Expertinnen und Experten auf die Spätzeit 664 bis 332 v. Chr. Diese Periode wird allgemein als eine der letzten der ägyptischen Herrschaft angesehen, bevor die Perser um 525 v. Chr. in Ägypten einfielen. 

University of Aberdeen

Antike Holzfragmente, Cheops-Pyramide, Gizeh

Bei diesen Fragmenten aus Zedernholz könnte es sich um die Überreste eines antiken Zollstocks handeln, wie er möglicherweise beim Bau der Cheops-Pyramide verwendet wurde. Es war der schottische Eisenbahningenieur Waynman Dixon, der 1872 in einem Schacht der Großen Pyramide das hölzerne Artefakt, eine Doloritkugel und einen Kupferhaken – die sogenannten „Dixon-Relikte“ – entdeckte. Die Holzfragmente galten über ein Jahrhundert lang als verschollen, bis sie 2020 von einer Assistenzkuratorin der Universität Aberdeen in einer Zigarrenkiste wiedergefunden wurden. Eine Radiokarbondatierung ergab, dass die Holzstücke rund 500 Jahre älter sind als die Cheops-Pyramide. Dieses überraschende Ergebnis veranlasste die Experten, die Entstehungszeit des mächtigen Bauwerks neu zu überdenken.

Khaled Desouki/AFP/Getty Images

Holzsärge, Sakkara

Nachdem Archäologinnen und Archäologen in der altägyptischen Totenstadt Sakkara bereits im November 2020 mehr als 100 intakte Sarkophage entdeckt hatten, stießen sie im Januar 2021 auf Schächte mit weiteren 52 reich bemalten Holzsärgen und Grabbeigaben. In der bedeutenden Nekropole der antiken Hauptstadt Memphis konnte das Team um den Ägyptologen Zahi Hawass zudem weitere Teile des Totentempels der Königin Nearit – die Frau von König Teti – sowie Lehmlagerhäuser freilegen. Die Funde sind über 3.000 Jahre alt und stammen aus der Zeit des Neuen Reiches (16. bis 11. Jh. v. Chr.).

MOHAMED EL-SHAHED AFP via Getty Images

Historische Graffiti, Knickpyramide, Dahschur

Eine der neueren Entdeckungen an der Knickpyramide in Dahschur wurde 2021 vom Forscher Anyextee gemacht. In seiner YouTube-Dokumentation berichtete er von Graffiti am Westeingang, die auf die Wiederentdeckung der Pyramide datiert worden seien. Diese wurden demnach vom Ägyptologen John Shae Perring hinterlassen, der im September 1839 mit der Erforschung der Pyramide begonnen hatte. Anyextee gelang es auch, eine „authentische Indiana-Jones-Falle“ auszumachen. Diese besteht aus einem mächtigen Steintor, das über dem Durchgang herabgelassen werden konnte, um den Weg zu blockieren. 

KHALED DESOUKI/AFP via Getty Images

Antike Stadt Aton, Luxor

Auf der Suche nach Tutanchamuns Totentempel stießen Archäologinnen und Archäologen im April 2021 zufällig auf die rund 3.000 Jahre alte Stadt Aton, die laut dem Ägyptologen Zahi Hawass die bis dato größte und älteste antike Stadt ist, die je in Ägypten gefunden wurde. Sie wird auf die Regierungszeit von Amenophis III. datiert, der zwischen 1391 und 1353 v. Chr. regierte.

KHALED DESOUKI/AFP via Getty Images

Lehmziegel-Strukturen, Aton, Luxor

Bei den Ausgrabungen, die bereits im September 2020 begonnen hatten, fanden die Forschenden gut erhaltene Lehmziegel-Formationen und konnten unter anderem eine Bäckerei, ein Großküche sowie verschiedene Wohn- und Industrieviertel freilegen. Außerdem stießen sie auf zahlreiche wertvolle antike Gegenstände wie Schmuck, Töpferwaren, Skarabäus-Amulette und gestempelte Lehmziegel mit den Kartuschen von Amenophis III. Ein besonders interessanter Fund in der weitläufigen Pharaonenstadt war ein Gefäß, das nach Ansicht der Forschenden mit kiloweise Fleischresten gefüllt war.

Egyptian Ministry of Tourism and Antiquities

Buddha-Statue, Tempel der Isis, Berenike

Ein polnisch-amerikanisches Forschungsteam staunte nicht schlecht, als es Anfang 2022 bei Ausgrabungen in der altägyptischen Hafenstadt Berenike auf eine 71 Zentimeter hohe Buddha-Statue aus Marmor stieß. Das 2.000 Jahre alte Objekt, das in einem der Göttin Isis geweihten Tempel gefunden wurde, zeigt den buddhistischen Religionsstifter Siddhartha Gautama – mit Lotusblüte und Heiligenschein aus Sonnenlicht. Die erste vollständige, jemals in Ägypten gefundene Buddha-Figur wurde vermutlich von reichen indischen Händlern zurückgelassen.

PCMA UW

Krokodilköpfe, Thebanische Nekropole, Luxor

Bei der Untersuchung von zwei Gräbern in der thebanischen Nekropole in Luxor entdeckte ein polnisches Forschungsteam im April 2022 Überreste von neun, in Tücher gewickelten Krokodilköpfen. Das Besondere an diesem Fund ist, dass die Reptilienhäupter weder mumifiziert noch konserviert waren, sodass nur noch Schädel- und Kieferknochenfragmente erhalten geblieben sind. Im alten Ägypten wurden Krokodile als heilige Tiere verehrt und in der Gestalt des Gottes Sobek – Symbol für pharaonische Macht, militärisches Geschick und Fruchtbarkeit – vergöttert.

Dr Zahi Hawass

Neith-Pyramide, Sakkara

Nahe der Teti-Pyramide legten Archäologen im November 2022 die Pyramide einer bisher unbekannten altägyptischen Königin namens Neith frei. Es ist nicht viel über sie bekannt, aber wahrscheinlich wurde sie nach der altägyptischen Göttin der Schöpfung, der Weisheit, der Weberei und des Krieges benannt. Das Bild zeigt die Ausgrabungsstätte vor dem Hintergrund der Teti- sowie der Djoser-Pyramiden.

Dr Zahi Hawass

Särge und Mumien, Teti-Pyramide, Sakkara

In der Teti-Pyramide selbst entdeckten die Archäologinnen und Archäologen außerdem in einer Reihe von miteinander verbundenen Schächten Hunderte von Särgen sowie gut erhaltene Mumien aus dem Neuen Reich (ca. 1539–1075 v. Chr.). Zu den weiteren Fundstücken gehören Statuen des Gottes Sokar, kleine Schabti-Figuren, eine Metallaxt und Teile eines altägyptischen Senet-Spiels. Eine Auswahl der Artefakte wird im Großen Ägyptischen Museum zu sehen sein, das Ende 2023 eröffnet werden soll.

KHALED DESOUKI/AFP via Getty Images

Mumie des Hekaschepes, Sakkara

Im Januar 2023 versetzte ein Fund die archäologische Welt in Aufregung. In einem seit 4.300 Jahren versiegelten Sarkophag fanden Forschende in Sakkara eine mit Blattgold überzogene Mumie, die laut dem Archäologen Zahi Hawass der älteste und vollständigste nicht-königliche Leichnam ist, der je in Ägypten gefunden wurde. Die sterblichen Überreste befanden sich in einem Kalksteinsarg, in einem 15 Meter tiefen Schacht. 

KHALED DESOUKI/AFP via Getty Images

Mumie von Chnumddschedef, Sakkara

Außerdem entdeckte das Team in der alten Nekropole vier weitere Gräber. Die größte Stätte von ihnen war mit Wandmalereien, Hieroglyphen und alltäglichen Szenen aus dem 25. bis 22. Jahrhundert v. Chr. verziert und einem Priester und Aufseher namens Chnumddschedef gewidmet. Hier befanden sich auch die letzten Ruhestätten von Meri, einem hochrangigen Palastbeamten und „geheimen Wächter“, sowie von einem Priester mit dem Namen Messi. 

KHALED DESOUKI/AFP via Getty Images

Mumie von Fetek, Sakkara

Das Grab des altägyptischen Richters und Schreibers Fetek enthielt die größten Statuen, die je in der Region gefunden wurden. Alle Funde, wie die hier abgebildete Figur, sowie Tongefäße und Zeremoniengegenstände stammen aus dem 25. bis 22. Jahrhundert vor Christus.

Fadel Dawod/Getty Images

Schriftrolle aus dem Buch der Toten, Sakkara

Bereits im Mai 2022 machten Archäologinnen und Archäologen nahe der Djoser-Pyramide eine bemerkenswerte Entdeckung: Sie fanden in einem Grab einen 16 Meter langen Papyrus mit Zaubersprüchen, Texten und Gebeten aus dem Buch der Toten. Die Schriftrolle war in Leinentücher eingeschlagen und lag im Sarkophag eines Mannes namens Ahmose, dessen Name in dem Dokument 260 Mal erwähnt wird. Der Papyrus wurde restauriert und ist seit Februar 2023 im Ägyptischen Museum in Kairo ausgestellt (siehe Bild). 

Egyptian Ministry of Tourism and Antiquities

Mumifizierte Widderköpfe, Tempel von Ramses II., Abydos

Im Tempel von Ramses II. in der antiken Stätte Abydos im Süden Ägyptens fanden Forschende der New York University im März 2023 rund 2.000 mumifizierte Widderköpfe sowie Statuen, Papyri, Lederbekleidung und die steinernen Mauern eines großen, über 4.000 Jahre alten Palastes.

Egyptian Ministry of Tourism and Antiquities

Mumifizierte Widderköpfe, Tempel von Ramses II, Abydos

Nach Meinungen der Expertinnen und Experten handelt es sich bei den Tieren um Opfergaben zu Ehren von Pharao Ramses II., der von 1279 bis 1213 v. Chr. herrschte. Außerdem stießen die Forschenden auf mumifizierte Hunde, Ziegen, Kühe, Gazellen und Mangusten. Wie bei den Menschen wurden auch ihre Körper oder Körperteile nach der Entnahme der Organe einbalsamiert und mit Binden umwickelt.

Egyptian Ministry of Tourism and Antiquities

Mysteriöser Geheimgang, Cheops-Pyramide, Gizeh

Dieser seltsame Tunnel wurde im März 2023 mittels Endoskopie im Inneren der Cheops-Pyramide entdeckt. Der giebelförmige Gang ist neun Meter lang und mindestens 1,80 Meter breit. Er befindet sich nahe der Außenwand und nur wenige Meter über dem heutigen Touristeneingang. Die Aufnahme des winzigen Videoendoskops zeigt eine Endkammer mit zwei rauen Kalksteinen, die allerdings von außen nicht betreten werden kann. Wohin der Gang führt und warum er gebaut wurde, darüber rätseln die Forscherinnen und Forscher noch.

Ahmed Emam, Egyptian Ministry of Tourism and Antiquities

Deckengemälde, Tempel von Esna, Esna

Anfang 2023 entdeckte ein deutsch-ägyptisches Forschungsteam im Tempel von Esna am Westufer des Nils farbenprächtige Deckenbilder. Die Fresken zeigen unter anderem den vollständigen Tierkreis (im Bild: Schütze) und wurden während der ptolemäischen und römischen Epoche Ägyptens (40-250 n. Chr.) fertiggestellt. Das Restaurationsteam konnte das Kunstwerk unter einer dicken Schicht aus Ruß und Schmutz freilegen, die das Deckengemälde rund 2.000 Jahre lang gut konservierte. Laut Professor Christian Leitz von der Universität Tübingen sind Darstellungen des Tierkreises in ägyptischen Tempeln sehr selten.

Egyptian Ministry of Tourism and Antiquities

Statuen und Steinmetzarbeiten, Sonnentempel, Heliopolis

Ein deutsch-ägyptisches Forschungsteam entdeckte im März 2023 bei Ausgrabungen im Sonnentempel der antiken Stadt Heliopolis nordöstlich von Kairo neue interessante Relikte. Unter anderem stießen die Archäologinnen und Archäologen auf zahlreiche Steinskulpturen berühmter Herrscher wie Pharao Ramses II., Horemheb, Ramses IX. oder Psammetich II., die alle zwischen 1279 und 589 v. Chr. regierten.

Egyptian Ministry of Tourism and Antiquities

Sonnentempel, Heliopolis

Das Team, das bereits seit 2012 Ausgrabungen an dieser Stätte durchführt, sorgte mit ihren jüngsten Entdeckungen für viel Gesprächsstoff in der Archäologiewelt. Neben den Skulpturen fanden die Forschenden außerdem Böden mit weißem Mörtel, Lehmziegelbauten sowie eine große Inschrift aus rosafarbenem Granit.

Egyptian Ministry of Antiquities/Facebook

Kleine Sphinx, Dendera-Tempelanlage, Qina

Bei Ausgrabungen im ägyptischen Dendera-Tempelkomplex am östlichen Nilufer in Qena machten Forschende eine Entdeckung, die man als die „Mona Lisa“ der ägyptischen Altertümer bezeichnen könnte: eine Miniatur-Sphinx mit einem rätselhaften Lächeln und Grübchen im Gesicht. Laut Dr. Mahdou el Damati von der Ain-Shams-Universität stellt die Statue den römischen Kaiser Claudius dar, der im 1. Jahrhundert n. Chr. für die Expansion Roms in Nordafrika verantwortlich war. Die Sphinx, die das für Pharaonen typisch königliche Nemes-Kopftuch trägt, wurde in einem Wasserspeicherbecken gefunden, das Teil eines Schreins war. Der Tempelkomplex wurde in der Römerzeit (30 v. Chr. bis 642 n. Chr.) errichtet und war der Göttin Harthor sowie dem ägyptischen Kriegsgott Horus gewidmet.

Egyptian Ministry of Tourism and Antiquities

Grabmal von Banhasi, Sakkara

Ein niederländisch-italienisches Team entdeckte im April 2023 bei einer archäologischen Ausgrabung in Sakkara ein 3.000 Jahre altes Grab, dessen Reliefs Aufschluss über den Besitzer geben. Das Bauwerk stammt aus der Ramessidenzeit (von etwa 1292 v. Chr. bis etwa 1070 v. Chr.) und war die letzte Ruhestätte eines Mannes namens Banhasi. Ein Relief stellt Banhasi bei der Verehrung der Göttin Hathor dar, während eine andere Szene den Verstorbenen und seine Frau Paya neben einem Priester zeigt, der ein Leopardenfell über der Schulter trägt und vor einem Opfertisch steht.

Egyptian Ministry of Tourism and Antiquities

Grabmal von Banhasi, Sakkara

Zudem konnte das Team vier kleine Kapellen freilegen, von denen zwei mit Inschriften versehen sind. Eine der Widmungen gehört einer gottähnlichen Person namens Yoyo. Die Szenen zeigen den Trauerzug von Yoyo und die Wiederbelebung der Mumie für das Leben nach dem Tod. Auf dem Foto ist ein Archäologe zu sehen, wie er eines der Kalksteinfragmente restauriert.

Egyptian Ministry of Tourism and Antiquities

Verschiedene Relikte, Nekropole von Meir, Al-Qusiyya

Im Mai 2023 legten Forschende an der archäologischen Stätte Meir in der Stadt Al-Qusiyya Skelettreste, Grabbeigaben wie die abgebildete Maske und Inschriften frei. Im Altertum war Al-Qusiyya als Cusae bekannt, und ihre Nekropole Meir diente während des Alten und Mittleren Reiches (2300–1800 v. Chr.) als Friedhof für Nomarchen (Gaufürsten), Bürgermeister und Stadtpriester. In den Felsengräbern fanden die Archäologinnen und Archäologen auch Schmuck, Keramik und Kupferspiegel.

Egyptian Ministry of Tourism and Antiquities

Verschiedene Relikte, Nekropole von Meir, Al-Qusiyya

Cusae war ein religiöses Zentrum für die altägyptische Göttin Hathor. In den architektonischen Überresten fand das Team einen achtzeiligen Text mit „Gebeten und Bittgebeten der Heiligen“, der mit schwarzer Tinte in koptischer Schrift (ägyptische Sprache mit griechischen Buchstaben) an eine Wand geschrieben waren. Die ebenfalls entdeckten Lehm- und Strohregale dienten vermutlich zur Aufbewahrung von Lebensmitteln und heiligen Manuskripten.

Egyptian Ministry of Tourism and Antiquities

Verschiedene Relikte, Nekropole von Meir, Al-Qusiyya

In der oberen Ausgrabungsebene mit mehreren Mönchszellen, einem Innenhof, einer Feuerstelle sowie einigen Kammern wurden auch persönliche Gegenstände wie blaue und schwarze Fayenceperlen (im Bild) gefunden.

Lesen Sie jetzt: Diese Schätze versteckten die Alten Ägypter in ihren Pyramiden

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