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Instagram vs. Realität: So überlaufen sind diese beliebten Reiseziele
Reiseziele, die nicht so idyllisch wie bei Instagram sind
By Karlina Valeiko · August 9, 2024
Originally published on loveEXPLORING
Die größten Reise-Enttäuschungen in Bildern
Neue Reiseziele zu erkunden, ist aufregend und bringt eine gewisse Vorfreude mit sich. Doch manchmal entspricht die Realität so gar nicht den Social-Media-Fotos und Bildern in der Broschüre.
Wir haben uns auf die Suche nach den größten Reise-Enttäuschungen rund um den Globus begeben. Bei den folgenden Urlaubsdestinationen sollten Sie sich nicht zu viel Hoffnung auf Idylle machen ...
Adaptiert von Sandra Schröpfer
Altstadt von Dubrovnik, Kroatien
Diese Hafenstadt im Süden Kroatiens gehört mittlerweile zu den Top-Urlaubzielen in Europa. Und nicht umsonst wird Dubrovnik auch Perle der Adria genannt. Der historische Stadtkern aus dem 13. Jahrhundert ist gepflastert mit mittelalterlichen Palästen, herrlichen Plätzen und historischen Kirchen. Und von der fast sechs Meter dicken Stadtmauer aus hat man einen spektakulären Blick auf die Stadt, den Hafen und das saphirblaue Meer. Doch für seine Schönheit zahlt Dubrovnik einen hohen Preis…
Altstadt von Dubrovnik, Kroatien
Und das nicht erst, seit Dubrovnik in zahlreichen Szenen der beliebten Fantasy-Serie „Game of Thrones“ zu sehen ist. Schon viel früher war die wunderschöne Stadt von Urlaubern überlaufen. Fast täglich spazieren mehr als 10.000 Touristen an den mittelalterlichen Mauern entlang. Da kann es schon mal beengter werden. Um in Zukunft überfüllte Straßen und Gassen zu umgehen, will Dubrovnik nur noch eine begrenzte Anzahl von Besuchern in die Stadt lassen.
Machu Picchu, Peru
Diese Inka-Ruinenstadt aus dem 15. Jahrhundert ist Perus berühmteste Sehenswürdigkeit, eine der meistbesuchten Touristenattraktion der Welt und eins der sieben neuen Weltwunder. Bilder von Machu Picchu aus der Vogelperspektive – mit viel Sonnenschein und ohne Touristen – gibt es im Netz zuhauf. Jedoch entsprechen diese leider nicht mehr ganz der Realität.
Machu Picchu, Peru
Leider ist Machu Picchu zu einer Art Aushängeschild für den Übertourismus verkommen. Mehr als 1,5 Millionen Schaulustige pro Jahr strömen zum UNESCO-Welterbe. Viele von ihnen nehmen die mehrtägige Wanderung über den beliebten Inkapfad zum historischen Heiligtum, was nicht weniger zur Überfüllung beiträgt. Zwar sollen die mittlerweile eingeführte Besucherzeiten, Reglementierung der Besucherzahlen (rund 4.000 Personen pro Tag) und Buchungssysteme die Massenansammlungen reduzieren. Doch so wirklich scheinen diese Maßnahmen nicht zu greifen. Noch immer gehören lange Warteschlangen zum Alltag in der Inka-Zitadelle.
Times Square, New York City, USA
Keine Frage, der New Yorker Times Square gehört wohl zu den berühmtesten Plätzen der USA. Das Zentrum des Broadway-Theaterviertels lockt mit seinen bunten Leuchtreklamen und imposanten Wolkenkratzern jährlich Besucher aus aller Welt an die Kreuzung Ecke Broadway und Seventh Avenue. Dieses Foto zeigt, wie das Treiben am Time Square so aussieht. Oder etwa nicht?
Times Square, New York City, USA
Pro Jahr strömen rund 60 Millionen Besucher nach New York City. Jeder von ihnen will natürlich ein Foto an der berühmten Kreuzung machen. Echte New Yorker laufen deswegen einen großen Bogen um den berühmten Platz in Manhattan.
Vatikanische Museen, Vatikanstadt
Vatikanische Museen, Vatikanstadt
Yosemite-Nationalpark, Kalifornien, USA
Yosemite-Nationalpark, Kalifornien, USA
Chinesische Mauer, China
Chinesische Mauer, China
Capilano Suspension Bridge, Vancouver, Kanada
Capilano Suspension Bridge, Vancouver, Kanada
Mona Lisa im Louvre, Paris, Frankreich
Das wohl berühmteste Gemälde der Welt, die Mona Lisa von Leonardo Da Vinci, ist mit zahlreichen Mythen und Spekulationen verbunden. Mit einem geschätzten Wert von Hunderten von Millionen Euro ist es auch eines der wertvollsten Gemälde der Welt. Es gibt nur ein Problem, wenn man das legendäre Porträt mit eigenen Augen sehen will...
Mona Lisa im Louvre, Paris, Frankreich
So kann es gut sein, dass Sie das Gemälde im Pariser Louvre gar nicht richtig erkennen können. Die Mona Lisa ist tatsächlich viel kleiner als man sich vorstellen mag, nämlich bloß 77 x 53 Zentimeter groß. Zudem wird das Kunstwerk wegen seines unbezahlbaren Wertes durch Glas und eine Barriere geschützt, wodurch es im Januar 2024 selbst einer Suppenattacke zweier Umweltaktivistinnen trotzte. Davor tummeln sich tagtäglich Menschenmassen mit Selfie-Sticks, so dass Sie das berühmte Lächeln womöglich nur erahnen können.
Copacabana, Rio de Janeiro, Brasilien
Copacabana, Rio de Janeiro, Brasilien
Taj Mahal, Agra, Indien
Taj Mahal, Agra, Indien
Im Winter ist die Taj Mahal morgens oft in dicken Nebel gehüllt, so dass die hübschen Sonnenaufgänge verdeckt werden. Im Sommer wiederum kann sich an heißen Tagen eine dicke Smog-Schicht bilden. Viele der jährlichen acht Millionen Besucher wollen zudem ein Foto der weltbekannten „Diana-Bank“ machen, auf der die britische Prinzessin 1992 abgelichtet wurde. Wenn Sie aber nicht stundenlang anstehen wollen, müssen Sie sich durchboxen; die Bank ist in der Regel von Massen umgeben.
Trevi-Brunnen, Rom, Italien
Trevi-Brunnen, Rom, Italien
Allerdings ist der Trevi-Brunnen auch eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Die Lage an der winzigen Piazza de Trevi, die zu allen Seiten hohe Gebäude umgeben, lässt nur wenig Platz für Touristen. Allein ein Foto zu machen, wird hier zur Herausforderung – von der Tradition, eine Münze über die Schulter ins Wasser zu werfen, ganz zu schweigen.
Santorin, Griechenland
Santorin, Griechenland
Spiegelgalerie, Schloss Versailles, Frankreich
Spiegelgalerie, Schloss Versailles, Frankreich
Leider verliert der Raum ein wenig an Charme, wenn Sie ihn mit den mehr als sieben Millionen Menschen teilen, die die Sehenswürdigkeit jedes Jahr besuchen. Unzählige Tripadvisor-Bewertungen klagen über Überfüllung. Um sowohl das Besuchererlebnis als auch den historischen Palast selbst zu schützen, müssen Sie nun online ein Zeitfenster vor ihrem Besuch buchen.
Eiffelturm, Paris, Frankreich
Eiffelturm, Paris, Frankreich
Halong-Bucht, Vietnam
Halong-Bucht, Vietnam
Tatsächlich strömen aber täglich so viele Touristen und Einheimische hierher, dass Hunderte Boote den Ausblick auf die beeindruckenden Felsformationen verdecken können. Das Wetter kann auch etwas knifflig sein: Von Januar bis Mitte März ist die Sicht in der Regel schlecht. Aber auch in den Sommermonaten kann die Bucht in dichten Nebel gehüllt sein. Zudem bleibt bei so vielen Touristen und Booten die Umweltverschmutzung nicht aus: die Bucht hat ein gravierendes Müll- und Dreckproblem. Hier zu schwimmen, sollten Sie noch einmal überdenken.
Kanäle von Venedig, Italien
Kanäle von Venedig, Italien
Der Tourismus in Venedig boomt gewaltig, mit rund 20 Millionen Besuchern pro Jahr. Da ist es keine Überraschung, dass die Kanäle genauso überfüllt sind wie die Straßen. Hier ist ein Gondelstau auch kein ungewöhnlicher Anblick. Die Stadt unternimmt jedoch Schritte, um die Touristenmassen zu bekämpfen. Für 2023 ist eine Kurtaxe angesetzt und große Kreuzfahrtschiffe wurden bereits aus der Altstadt Venedigs verbannt.
Mount Snowdon, Wales
Mount Snowdon, Wales
Strände der Malediven
Strände der Malediven
Die Schönheit der Malediven ist zugleich auch ihr Fluch. Die Inselgruppe hat Probleme mit der Entsorgung des Mülls, den die mehr als eine Millionen Besucher im Jahr zurücklassen. Die Insel Thilafushi wurde vor 25 Jahren künstlich aufgeschüttet, um das Mülldilemma zu lösen. Aber mit gestiegenen Touristenzahlen in den vergangenen zehn Jahren hat die Insel ihre Kapazitäten überschritten. Besonders schlimm ist, dass durch den Wechsel der Gezeiten Müll bereits den Ozean verschmutzt und immer wieder an die Strände vieler der Inseln angespült wird.
Mount Rushmore, South Dakota, USA
Die legendäre Skulptur, die in den Granit des Mount Rushmore gemeißelt wurde, zeigt vier der bekanntesten ehemaligen US-Präsidenten: George Washington, Thomas Jefferson, Theodore Roosevelt und Abraham Lincoln. In Wirklichkeit sind die Gesichter allerdings gar nicht so einfach zu erkennen ...
Mount Rushmore, South Dakota, USA
Obwohl jedes der Porträts etwa 18 Meter hoch ist, befindet sich die Aussichtsplattform so weit vom Felsen entfernt, dass es schwierig ist, die Gesichter mit bloßen Auge zu erkennen.
Äquator, Quito, Ecuador
Äquator, Quito, Ecuador
Der tatsächliche Äquator befindet sich fünf Minuten zu Fuß entfernt nördlich der gelben Linie. Der Grund dafür: Eine französische Expedition kennzeichnete im Jahr 1736 die falsche Stelle als Äquator. Der Fehler wurde erst mit der Erfindung des GPS bemerkt. Wenn Sie also mit einem Bein auf der Nord- und dem anderen auf der Südhalbkugel stehen wollen, müssen Sie ins nahe gelegene Museum Intiñan Solar gehen. Hier finden Sie die weniger spektakulär gestaltete, richtige Äquatorlinie.
Antelope Canyon, Arizona, USA
Antelope Canyon, Arizona, USA
Wegen der hellen aber dennoch begrenzten Lichtreflexion im Canyon werden Fotos oft entweder zu hell oder zu dunkel. Mit den Einstellungen Ihrer Kamera sollten Sie sich also gut auskennen. Zudem ist ein Stativ ein Muss, um ein gutes Foto hinzubekommen. Das Smartphone versagt in der Regel an diesen speziellen Lichtbedingungen.
Trolltunga, Norwegen
Trolltunga, Norwegen
Trolltunga wird als Ausflugsziel zunehmend beliebter und inzwischen von mehr als 100.000 Wanderern jährlich besucht. Obwohl diese Zahl noch moderat wirken mag, verursacht sie dennoch lange Schlangen an den meisten Tagen. Zudem sollte man bedenken, dass in Skandinavien oft kalte Winde herrschen und Trolltunga durchschnittlich 202 Regentage im Jahr verzeichnet. Die Chance auf gutes Wetter ist hier also gering.
Pyramiden von Gizeh, Ägypten
Pyramiden von Gizeh, Ägypten
Naturschutzgebiet Maasai Mara, Kenia
Naturschutzgebiet Maasai Mara, Kenia
Tausende Touristen kommen in ihren Allradfahrzeugen, um diese Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum zu sehen. Erwarten Sie also nicht, dass Ihr Safari-Jeep als einziger durch die Steppe rollt. Die zunehmende Zahl an Besuchern hat das Grasland bereits erheblich beschädigt. Dazu entstehen immer mehr Siedlungen an der Grenze zu dem Naturschutzgebiet, wodurch der Lebensraum der Tiere zunehmend eingeschränkt wird.
Kirschblütenfest, Kyoto, Japan
Kirschblütenfest, Kyoto, Japan
Während der Kirschblütenzeit sind die meisten Parks Kyotos überfüllt mit Touristen und Einheimischen, die unter den Bäumen picknicken. Gut zu wissen ist dabei, dass der am häufigsten vorkommende Kirschbaum in Japan der Somei Yoshino ist; eine Art, deren Blüten fast weiß sind und eben nicht so pink aussehen, wie manche Photoshop-Bilder nahelegen.
Brügge, Belgien
Diese charmante belgische Kleinstadt aus dem 14. Jahrhundert ist berühmt für ihre mittelalterlichen Bauwerke, Kopfsteinpflaster-Gässchen und bezaubernde Kanäle. Wie andere postkartenschöne Städtchen kämpft auch Brügge mit dem sogenannten „Overtourism“.
Brügge, Belgien
Pro Jahr schieben sich rund neun Millionen Menschen durch die schmalen Gassen, belagern die Kanalboote und besetzen die Tische in den Restaurants. Ein entspannter Städtetrip sieht anders aus.
Loch Ness, Schottland
Schottland – bekannt für seine wilde Naturschönheit – ist der Heimatort eines legendären Seeungeheuers. Seit Jahrhunderten soll „Nessie“ immer mal wieder aus den Untiefen des Loch Ness auftauchen. Das lockt natürlich Touristen aus aller Welt in die Highlands und macht den zweitgrößten See Schottlands zu einem der meistbesuchten Orte des Landes. Einen tollen Blick aufs Gewässer – und somit vielleicht auch auf das Seemonster – hat man übrigens von der faszinierenden Ruinenkulisse der mittelalterlichen Festung Urquhart Castle aus.
Loch Ness, Schottland
Wie bei allen meistbesuchten Touristen-Magneten dieser Welt trifft man auch am Loch Ness vor allem eins: viele Menschen. Und unbeständiges Wetter, für das Schottland im übrigen bekannt ist. Aber wenn Sie sich von Heerscharen von Touristen nicht abschrecken lassen, dann können Ihnen Nebel und Regen auch nichts anhaben.
London Eye, London, England
Jeder Touri, der in der englischen Hauptstadt unterwegs ist, hat dieses berühmte Riesenrad auf dem Zettel. Seit der Eröffnung im Jahr 2000 gehört das London Eye zu den meistbesuchten Attraktionen der Metroppole. Die Frage, ob sich die 30-minütige Fahrt in der Glasgondel lohnt, ist durchaus berechtigt.
London Eye, London, England
Denn die Aussicht auf die Londoner Skyline aus 135 Metern Höhe will schließlich jeder der rund 10.000 Besucher pro Tag genießen. Und das bedeutet: Ewig lange Schlangen am Queen’s Walk und Wartezeiten von bis zu zwei Stunden. Da lohnt sich auf jeden Fall die Investition in ein „Fast Track“-Ticket. Und wenn Sie nicht gerade eine Kabine mit fleckigen oder zerkratzten Fensterfronten erwischen, lassen sich von dort oben schöne Panoramafotos von der herrlichen Stadt machen.
Salvation Mountain, Kalifornien, USA
Der Salvation Mountain ist ein von Menschen gemachter Berg, der in der Wüste Kaliforniens nahe der Stadt Slab City zu finden ist. Die Fertigstellung dieser bunten Kunstinstallation dauerte mehr als 28 Jahre und verbrauchte neben Tonnen von Lehm und Stroh fast zwei Millionen Liter Latexfarbe. Der auffällige Berg gehört wohl zu den ungewöhnlichsten Touristenattraktionen Kaliforniens.
Salvation Mountain, Kalifornien, USA
Aber nicht zu den größten. Denn der farbfrohe Hügel ist längst nicht so imposant, wie die Fotos von ihm glauben machen wollen. Aus der Nähe betrachtet scheint das lebenslange Projekt des Künstlers Leonard Knight leider nur wie ein bunter Farbklecks inmitten einer endlos wirkenden Wüste. Trotzdem ist der Salvation Mountain in dem Aussteigerparadies eine interessante Attraktion fernab der ausgelatschten Massentourismuspfade.
Spanische Treppe, Rom, Italien
Spanische Treppe, Rom, Italien
Die 135-stufige Treppe ist bei Touristen wie bei Einheimischen gleichermaßen beliebt, und so kann es dort im Sommer schon mal besonders voll werden. In einem Versuch, die Menschenmassen zu kontrollieren, haben die Behörden den Besuchern nun verboten, auf den Stufen zu sitzen. Touristen, die gegen diese Regel verstoßen, könnten mit einer Geldstrafe von 285 Euro rechnen. Kommen Sie am besten früh morgens oder spät abends vorbei. Dann haben Sie die besten Chancen auf eine unglaublich schöne Kulisse.
Angkor Wat, Kambodscha
Angkor Wat, Kambodscha
Doch die Schönheit ist gleichzeitig auch das Verhängnis des Tempels. Ganz so romantisch, wie es klingen mag, ist es hier in Wahrheit nicht. Im Sommer geht die Sonne bei Angkor Wat um kurz vor sechs Uhr auf.
Aber um einen guten Standort zum Fotografieren zu finden, sollte man bereits eine Stunde früher da sein, wenn es noch stockdunkel und kalt ist. Zudem darf man seinen Standort – sobald gefunden – nicht mehr verlassen. Sobald die Sonne aufgeht, ist jeder Meter umkämpft.
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