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Ranking: Wo das Autofahren in Europa besonders gefährlich ist

Sichere und gefährliche europäische Länder im Straßenverkehr

By Ellie Ross · August 21, 2024

Originally published on loveEXPLORING

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17 slides 9 min read
DaLiu/Shutterstock

Lust auf einen Roadtrip durch Europa?

Mit dem Auto lässt sich Europa besonders gut erkunden. Aber wissen Sie, wo das Autofahren am ungefährlichsten und wo am riskantesten ist? Die Unterschiede bei der Verkehrssicherheit sind enorm: In einigen Nationen gibt es jährlich nur sehr wenige Verkehrstote, während in anderen zahlreiche Unfälle verzeichnet werden.

Basierend auf einer Studie von Vignetteswitzerland.com, in der die neuesten Daten des Europäischen Verkehrssicherheitsrates analysiert wurden, haben wir die acht sichersten europäischen Länder für Autofahrer aufgelistet, gefolgt von den acht gefährlichsten.

Erfahren Sie hier, wo Sie sich auf den Straßen besonders in Acht nehmen sollten.

Adaptiert von Rebecca Andel

ArtBBNV/Shutterstock

Platz 8 der sichersten Länder: Finnland (34 Todesfälle pro eine Mio. Einwohner)

Obwohl das nordische Wetter gelegentlich für Überraschungen sorgt, ist Finnland ein ziemlich sicheres Land zum Autofahren und die Straßen sind meist in einem guten Zustand. Den Daten zufolge gab es in Finnland im Jahr 2022 34,43 Verkehrstote pro eine Million Einwohner. Vor zehn Jahren waren es noch 47,21.

Im Jahr 2023 verzeichnete das Land 173 Todesopfer bei Verkehrsunfällen – ein Rückgang gegenüber 2022 (196) und 2021 (225). Dies ist zum Teil auf die Verbesserungen an den Autobahnen und die Umsetzung der „Vision Zero“ zurückzuführen. Hierbei handelt es sich um eine multinationale Initiative mit dem Ziel, schwere Unfälle im Straßenverkehr zu verhindern.

Frolova_Elena/Shutterstock

Platz 7 der sichersten Länder: Deutschland (33 Todesfälle pro eine Mio. Einwohner)

Die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland lag im Jahr 2022 bei 33,35 pro eine Million Einwohner – im Jahr 2012 waren es 44. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Verkehrstoten im Jahr 2022 mit 2.782 allerdings um neun Prozent höher als im Vorjahr.

Deutschland ist bekannt für seine Kfz-Industrie und die Straßeninfrastruktur. Das 13.000 Kilometer lange deutsche Autobahnsystem erlangte für seine Streckenabschnitte ohne Geschwindigkeitsbegrenzung Weltruhm.

Benoit Daoust/Shutterstock

Platz 6 der sichersten Länder: Irland (31 Todesfälle pro eine Mio. Einwohner)

Irland liegt mit 30,83 Verkehrstoten pro eine Million Einwohner im Jahr 2022 an sechster Stelle bei der Verkehrssicherheit in Europa. Im Jahr 2012 waren es 35,57, was einen Rückgang von rund 13 Prozent bedeutet. Nach Angaben der irischen Verkehrssicherheitsbehörde starben im Jahr 2023 184 Menschen bei tödlichen Kollisionen, die große Mehrheit von ihnen (78 Prozent) waren Männer.

Anfang 2024 verabschiedete die Regierung ein neues Straßenverkehrsgesetz, das eine Reform der Strafpunkte und der Drogentests sowie strengere Geschwindigkeitsbegrenzungen vorsieht.

Nick Fox/Shutterstock

Platz 5 der sichersten Länder: Schweiz (28 Todesfälle pro eine Mio. Einwohner)

Die Schweiz bietet wahrscheinlich die schönsten Bergstraßen Europas. Ein hochwertiges Straßennetz mit zahlreichen Tunneln und Brücken durchkreuzt die alpine Landschaft.

Mit 27,58 Verkehrstoten pro eine Million Einwohner im Jahr 2022 gegenüber 42,62 im Jahr 2012 ist es auch eines der sichersten europäischen Länder im Straßenverkehr. Seit 2021 müssen Autofahrer unter 20 Jahren mindestens ein Jahr lang einen vorläufigen Führerschein besitzen, bevor sie den endgültigen Führerschein erhalten.

Kenneth Bagge Jorgensen/Shutterstock

Platz 4 der sichersten Länder: Dänemark (26 Todesfälle pro eine Mio. Einwohner)

Im Jahr 2022 wurden in Dänemark 26,22 Verkehrstote pro eine Million Einwohner gezählt. Dies stellt einen Rückgang gegenüber 29,93 im Jahr 2012 dar. Von den 154 Verkehrstoten im Jahr 2022 waren 29 in alkoholbedingte Unfälle verwickelt.

Und Dänemark kann mit weiteren guten Statistiken aufwarten: Das Land weist die europaweit höchste selbst angegebene Anschnallquote auf dem Rücksitz auf. Auch die selbstberichtete Quote für das Telefonieren mit dem Handy am Steuer liegt unter dem europäischen Durchschnitt. Andererseits schneidet es bei der selbstberichteten Geschwindigkeitsüberschreitung und der Helmnutzung bei Radfahrern schlechter ab als der europäische Durchschnitt.

ESB Professional/Shutterstock

Platz 3 der sichersten Länder: Vereinigtes Königreich (26 Todesfälle pro eine Mio. Einwohner)

Das Vereinigte Königreich gewinnt die Bronzemedaille in der Liste der sichersten Straßen Europas mit 25,89 Verkehrstoten pro eine Million Einwohner im Jahr 2022. Insgesamt gab es 1.711 Todesopfer. Die große Mehrheit davon (76 Prozent) waren Männer.

Im Jahr 2024 investierte die englische Regierung umgerechnet rund 44,8 Millionen Euro, um 17 der risikoreichsten Straßen des Landes sicherer zu machen. In Wales müssen Autofahrer ihre Geschwindigkeit innerhalb geschlossener Ortschaften auf 20 Meilen pro Stunde (ca. 32 km/h) beschränken und in vielen Gegenden Londons wurde dieselbe Höchstgeschwindigkeit eingeführt. Schottland plant, diesem Beispiel zu folgen und so die Regelung bis 2025 landesweit einzuführen.

Christian L Sweden/Shutterstock

Platz 2 der sichersten Länder: Schweden (22 Todesfälle pro eine Mio. Einwohner)

Die 10,5 Millionen Einwohner Schwedens freuen sich bestimmt darüber, dass ihre Straßen die zweitsichersten in Europa sind. Im Jahr 2022 kamen in Schweden 21,72 Verkehrstote auf eine Million Einwohner. 2012 betrug diese Zahl 30,05.

Das ist zum Teil auf die „Vision Zero“ zurückzuführen, die in Schweden seit 1997 verfolgt wird. Sie basiert auf der Idee, dass Straßensysteme und ihre Konstrukteure mehr für Unfälle verantwortlich sind als die Verkehrsteilnehmer.

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Giedrius Akelis/Shutterstock

Platz 1 der sichersten Länder: Norwegen (21 Todesfälle pro eine Mio. Einwohner)

Norwegen mit seinen wunderschönen Fjordstraßen und malerischen Gebirgspässen ist das sicherste europäische Land für Autofahrer. Nur 21,38 Verkehrstote pro eine Million Einwohner wurden im Jahr 2022 verzeichnet, deutlich weniger im Vergleich zu 2012 (29,08).

1999 verabschiedete das skandinavische Land seine eigene Version der „Vision Zero“ und kann auf eine hervorragende Verkehrssicherheitsbilanz verweisen: Die Zahl der Verkehrstoten ist stetig zurückgegangen. Das Jahr 2020 war ein wichtiger Meilenstein – mit 93 Verkehrstoten gab es zum ersten Mal weniger als 100 Verkehrstote auf Norwegens Straßen.

George Trumpeter/Shutterstock

Platz 8 der gefährlichsten Länder: Luxemburg (56 Todesfälle pro eine Mio. Einwohner)

Mit 55,78 Verkehrstoten pro eine Million Einwohner im Jahr 2022 liegt Luxemburg an achter Stelle der gefährlichsten Länder Europas im Straßenverkehr. Dies ist ein Rückgang gegenüber den Zahlen von 2012, als das kleine Binnenland mit 653.000 Einwohnern 64,78 Verkehrstote pro Million Einwohner verzeichnete.

Die meisten dieser Unfälle ereigneten sich auf Landstraßen, während die Straßen im Stadtgebiet eine gute Sicherheitsbilanz haben. Nach Selbstauskünften der Europäischen Beobachtungsstelle für Straßenverkehrssicherheit weist Luxemburg in ganz Europa die meisten Geschwindigkeitsüberschreitungen und Fälle von Fahren unter Alkoholeinfluss auf.

Janis Baiks/Shutterstock

Platz 7 der gefährlichsten Länder: Lettland (60 Todesfälle pro eine Mio. Einwohner)

Trotz der jüngsten Verbesserungen gehören die lettischen Straßen mit 60,24 Verkehrstoten pro eine Million Einwohner immer noch zu den gefährlichsten in Europa. Im Jahr 2012 hatte das baltische Land 86,69 Verkehrstote pro Million zu beklagen, womit es heute in diesem Ranking den ersten Platz belegen würde.

Diese Zahlen sind zum Teil auf die schlechte Straßenqualität und Verkehrsinfrastruktur zurückzuführen. In der Regel sind die Autos deutlich älter als im EU-Durchschnitt und Motorradhelme werden nicht immer getragen. Außerdem herrschen im Winter oft kalte und potenziell gefährliche Witterungsbedingungen, für die eigentlich Winterreifen vorgeschrieben sind.

Roxana Bashyrova/Shutterstock

Platz 6 der gefährlichsten Länder: Griechenland (61 Todesfälle pro eine Mio. Einwohner)

Griechenland weist mit 60,71 Verkehrstoten pro Million Einwohner im Jahr 2022 eine der schlechtesten Verkehrssicherheitsbilanzen in Europa auf. Im Vergleich zum übrigen Europa hat das Land eine geringe Straßenqualität und eine hohe Dichte an Motorrädern – und gerade mit diesen ereignen sich viele tödliche Unfälle im Stadtverkehr. Griechenland hat auch eine niedrige selbstberichtete Anschnallquote und eine überdurchschnittlich hohe selbstberichtete Quote von Alkohol am Steuer.

Im Jahr 2021 hat die griechische Regierung einen Plan für die Straßenverkehrssicherheit beschlossen, mit dem die Zahl der Verkehrstoten bis 2030 um 50 Prozent gesenkt werden soll. Zu den Maßnahmen gehören die Verbesserung der Infrastruktur und die Einführung eines Tempolimits von 30 km/h in städtischen Gebieten.

FranciscoMarques/Shutterstock

Platz 5 der gefährlichsten Länder: Portugal (62 Todesfälle pro eine Mio. Einwohner)

Auch Portugal hat eine überdurchschnittlich hohe Zahl von Verkehrstoten. Trotz einer relativ bescheidenen Bevölkerung von 10,2 Millionen Menschen gab es im Jahr 2022 618 Verkehrstote – oder 62,3 pro Million Einwohner.

Aber das Land hat Fortschritte gemacht: Seit 2012 ist die Zahl der Verkehrstoten von 68,11 gesunken. Der Europäischen Kommission zufolge sind die portugiesischen Straßen relativ wenig befahren und von hoher Qualität – die Infrastruktur scheint also nicht das Problem zu sein.

Ilija Ascic/Shutterstock

Platz 4 der gefährlichsten Länder: Kroatien (71 Todesfälle pro eine Mio. Einwohner)

Mit insgesamt 275 Verkehrstoten im Jahr 2022 – oder 71,2 pro Million Einwohner – ist Kroatien das viertgefährlichste europäische Land im Straßenverkehr. Obwohl diese Zahlen deutlich über dem EU-Durchschnitt liegen, ist die Zahl der Verkehrstoten in Kroatien in den letzten zehn Jahren überdurchschnittlich stark zurückgegangen.

Nach Angaben der Europäischen Kommission ereignen sich Unfälle häufig nach Einbruch der Dunkelheit auf städtischen Straßen. Das Anlegen von Sicherheitsgurten wird nicht konsequent durchgesetzt und die kroatischen Straßen sind oft schmal (dafür aber malerisch, wie z. B. die Adria-Autobahn, die an der Küste des Landes entlangführt).

Viktorio Marianov Nitov/Shutterstock

Platz 3 der gefährlichsten Länder: Bulgarien (78 Tote pro eine Mio. Einwohner)

Im Jahr 2022 verloren 531 Menschen ihr Leben auf bulgarischen Straßen, was 77,64 Todesopfer pro Million Einwohner bedeutet. Bulgarien hat die dritthöchste Rate an Verkehrstoten in Europa, obwohl die Zahlen seit 2012, als das Land 82,62 Tote pro Million Einwohner verzeichnete, gesunken sind.

Hauptgründe für diese Zahlen sind Geschwindigkeitsübertretungen, eine niedrige Gurtanlegequote und Alkohol am Steuer. Bulgarien hat eine überdurchschnittlich hohe Promillegrenze für Autofahrer und die maximale Geschwindigkeit auf Autobahnen ist mit 140 km/h die höchste in der EU.

tismaja/Shutterstock

Platz 2 der gefährlichsten Länder: Serbien (83 Tote pro eine Mio. Einwohner)

Mit 82,65 Verkehrstoten pro eine Million Einwohner liegt Serbien an zweiter Stelle der gefährlichsten europäischen Länder für Autofahrer. Nach Angaben des Weltverkehrsforums ist überhöhte Geschwindigkeit die häufigste Unfallursache, aber auch Alkohol am Steuer und Ablenkungen sind ein Problem.

Die Straßenqualität ist sehr unterschiedlich – in ländlichen Gebieten ist sie in der Regel schlechter, besonders bei ungünstigen Wetterbedingungen. Der Westbalkan-Straßengipfel hat sich für die Verbesserung der Straßensicherheit in Serbien ausgesprochen, u. a. durch strengere Geschwindigkeitskontrollen und eine bessere Infrastruktur.

DaLiu/Shutterstock

Platz 1 der gefährlichsten Länder: Rumänien (86 Todesfälle pro eine Mio. Einwohner)

Rumänien nimmt den traurigen Spitzenplatz ein – es ist das gefährlichste europäische Land für Autofahrer. Die Zahl der Verkehrstoten ist zwar in letzter Zeit gesunken, aber die Zahlen sind mit 1.633 Verkehrstoten im Jahr 2022 – oder 85,81 pro Million Einwohner – immer noch erschreckend hoch.

Zu den Gründen gehören Geschwindigkeitsübertretungen und eine schlechte Straßenqualität, außerdem führt ein uneinheitliches Niveau von Infrastrukturinvestitionen dazu, dass die Verkehrsbedingungen sehr unterschiedlich sind. Das Land hat eine besonders bekannte Straße – die Transfogarascher Hochstraße (Bild), die sich in Serpentinen das Făgăraș-Gebirge in Siebenbürgen hinaufzieht und eine wichtige Touristenattraktion ist.

Weiterlesen: Was diese 30 Touristenattraktionen in Europa so gefährlich macht

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