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Warum es in diesen 30 Ländern keinen McDonald's gibt
Hier hat McDonald's nie Fuß gefasst
By Miriam Carey · September 2, 2024
Originally published on loveFOOD
Hier gibt es weit und breit keinen Big Mac zu kaufen
Mit über 40.000 Standorten in mehr als 100 Ländern ist McDonald's die größte Fastfood-Kette der Welt. Sie können sich also sicher sein, dass es meist einen McDonald's in Ihrer Nähe gibt. Trotzdem gibt es einige Orte, an denen es der Kette nicht gelungen ist, Fuß zu fassen. Die Gründe dafür reichen von Geschmacksunterschieden bis hin zu politischen Entscheidungen.
Von Island über Barbados bis hin zu Nordkorea: Hier erfahren Sie, wo es keinen McDonald's gibt ...
Adaptiert von Helena Düll und Tascha Walker Dean
Bermuda
In diesem Paradies im Nordatlantik sind Fastfood-Lokale verboten. McDonald's hielt das allerdings nicht davon ab, sein Glück trotzdem ein paar Mal zu versuchen. In der „US Naval Air Station” für Militärangehörige und ihre Familien fand McDonald's beispielsweise ein Schlupfloch. Doch als diese 1995 geschlossen wurde, musste auch das Fastfood-Restaurant gehen. Im Jahr 1999 gab es einen weiteren Versuch. Doch dann wurde McDonald's in Bermuda verboten – denn das Land will das Image einer alten Welt bewahren.
Island
Bis zum Jahr 2009 gab es in Island drei McDonald's-Filialen. Doch die Finanzkrise und der Zusammenbruch der Währung veranlassten das Unternehmen, sich aus dem Land zurückzuziehen. Von oberster Ebene hieß es, dass es zu schwierig sei, in einem isolierten Land mit einer kleinen Bevölkerung zu arbeiten. Bislang gebe es keine Pläne, wieder nach Island zurückzukehren.
Montenegro
In diesem schönen Balkanland gibt es kaum globale Fastfood-Marken, da die Regierung sich gegen die Verdrängung kleinerer Unternehmen durch große internationale Ketten wehrt. Ein mobiles McDonald's-Restaurant schlich sich im Jahr 2003 aber trotzdem in die Hauptstadt Podgorica ein. Doch das Geschäft dort war nur von kurzer Dauer.
Kenia
Kambodscha
Mongolei
Iran
Aufgrund der angespannten Beziehungen zwischen dem Iran und dem Westen hat in Teheran, der Hauptstadt des Landes im Nahen Osten, noch kein McDonald's eröffnet. Was es aber gibt, sind eine Reihe von gefälschten Nachahmer-Marken wie Mash Donald, ein nicht genehmigtes Chipotle und ein nachgemachter KFC.
Nigeria
Obwohl sich mit Lagos die größte Stadt Afrikas in Nigeria befindet, gibt es weder in der 15-Millionen-Metropole noch im Rest des Landes keinen einzigen McDonald's. Grund für diese Abwesenheit könnten Probleme mit Lieferketten sein. Tatsächlich ist McDonald’s nur in vier afrikanischen Ländern vertreten: in Marokko, Ägypten, Südafrika und Mauritius.
Nordmazedonien
Das auf dem Balkan in Südosteuropa gelegene Nordmazedonien hat kulinarisch einiges zu bieten. Die Menschen dort lieben Kebab, Kohlrouladen und Moussaka. Bis 2013 gab es in der Hauptstadt Skopje auch McDonald's-Filialen. Doch das Betreiber-Unternehmen verlor seine Lizenzen und schloss die Läden ohne jede Erklärung.
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Laos
Zwar schreitet die Entwicklung der Wirtschaft von Laos voran, doch Armut und Unterernährung stellen weiterhin große Probleme dar. Deshalb gibt es in dem südostasiatischen Land auch noch keine McDonald's-Filialen. Im Nachbarland Vietnam wurde 2013 die erste Filiale eröffnet, in Thailand gibt es seit den 1980er-Jahren Außenstellen der Kette.
Ghana
Obwohl Konkurrent KFC in diesem westafrikanischen Küstenland ziemlich beliebt ist, hat McDonald's dort noch keinen Laden eröffnet. Doch die Wirtschaft boomt, immer mehr Menschen ziehen in die Hauptstadt Accra und Einkaufszentren werden eröffnet. Deshalb könnte es vielleicht nicht mehr allzu lange dauern, bis die Einwohnerinnen und Einwohner auch hier einen Big Mac essen können.
Bolivien
Die Menschen in Brasilien, Mexiko und Peru mögen McDonald's, aber in diesem lateinamerikanischen Land wollte es dem Franchise-Unternehmen einfach nicht gelingen, sich eine Fangemeinde aufzubauen. Der Burger- und Pommesladen ging im Jahr 1997 in Bolivien an den Start. Doch schon 2002 hatte er mit Schwierigkeiten zu kämpfen und schloss seine acht Filialen. Boliviens ehemaliger Präsident Evo Morales ist ein Gegner von Fastfood, wie er einmal sagte: „[Große Unternehmen] sind nicht an der Gesundheit der Menschen interessiert, sondern nur an ihren Einnahmen und Unternehmensgewinnen.“
Simbabwe
Bei McDonald's hat man schon einige Male darüber nachgedacht, in diesem Land im Süden des afrikanischen Kontinents Fuß zu fassen. Erste Gespräche gab es bereits im Jahr 1999, doch dann wurde Simbabwe von einer Wirtschaftskrise heimgesucht. 2010 kursierten erneut Gerüchte, doch bislang wurden die Pläne nie in die Tat umgesetzt. So müssen Fastfood-Fans ins benachbarte Südafrika reisen, um ihre McNuggets zu bekommen.
Russland
Seit Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine haben sich viele westlichen Konzerne aus Russland zurückgezogen – so auch McDonald’s. Laut der Fastfood-Kette sei der Betrieb von Filialen in dem kriegstreibenden Land „nicht länger vertretbar“ und widerspreche den eigenen Werten. Als der erste McDonald’s-Laden 1991 auf dem Pushkin-Platz in Moskau eröffnete, standen die Menschen Schlange, um die Burger und Fritten zu probieren. 2022 wurde die Flotte von inzwischen 850 Filialen verkauft. Viele davon haben seitdem unter russischen Namen mit ähnlicher Speisekarte wiedereröffnet.
Afghanistan
Als es in Afghanistan noch die britischen und US-amerikanischen Armeestützpunkte Camp Bastion und Kandahar gab, konnten die Truppen ihr Fastfood bei Pizza Hut, Tim Hortons und Burger King bekommen – aber seltsamerweise nie bei McDonald's. Jetzt müssen sich die Fans von Fastfood mit nachgemachten Versionen der Restaurants wie beispielsweise Kabul Fried Chicken in der Hauptstadt des Landes begnügen.
Kuba
Streng genommen stimmt es gar nicht, dass es auf Kuba keinen McDonald’s gibt. Eine Filiale gibt es nämlich, nur dürfen Kubanerinnen und Kubaner dort nicht essen. Und sie liegt nicht auf kubanischem Gebiet. Seit 1986 steht der Laden auf dem US-amerikanischen Marinestützpunkt Guantanamo Bay, auf der auch das berühmt-berüchtigte Gefängnis liegt. Der Fastfood-Laden befindet sich somit im Besitz der US Navy.
Jemen
Auf der arabischen Halbinsel mangelt es nicht an McDonald's. Die Menschen in Dubai und Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten, in Saudi-Arabien, in Katar und im Oman sind allesamt große Fans der Kette. Im ärmeren Nachbarland Jemen, das seit vielen Jahren Schauplatz von Konflikten ist, hat McDonald's hingegen noch keine Filiale eröffnet.
Jamaika
Jamaika ist einer der wenigen Orte, an denen McDonald's gescheitert ist. Bis 2005 gab es dort acht Restaurants, die aber allesamt geschlossen wurden. Der Grund dafür wurde nie erklärt. Man vermutet, dass die Speisekarte einfach nicht den Geschmack der Jamaikanerinnen und Jamaikaner traf.
Malediven
Dieses tropische Paradies im Indischen Ozean ist bekannt für seine luxuriösen Resorts und Sandstrände, aber nicht für sein Fastfood. Auf den Malediven gibt es keine einzige McDonald's-Filiale. Stattdessen kommen dort viel Kokosnuss, Fisch und Reis auf den Tisch. Kurioserweise hat der Tourismusverband sich jedoch kürzlich mit McDonald’s für eine Marketingkampagne zusammengetan, um das Urlaubsziel im deutschsprachigen Raum zu vermarkten.
Barbados
In den 1990er-Jahren eröffnete eine McDonald's-Filiale in Bridgetown, der Hauptstadt von Barbados. Die Bajans, die bereits an ihre eigenen Fastfood-Ketten wie Chefette – dort gibt es Brathähnchen, Burger, Pizza und Pommes frites – gewöhnt waren, ließen sich jedoch nicht überzeugen. Nur sechs Monate später schloss die McDonald's-Filiale und eröffnete seitdem auch keine weiteren Läden in dem Land.
Armenien
Bevor eine McDonald’s-Filiale in einem neuen Land eröffnet wird, werden sämtliche wirtschaftliche und sonstige Faktoren sorgfältig abgewogen. Nach Angaben eines Unternehmenssprechers im Jahr 2017 hat die Fastfood-Kette demnach nicht die Absicht, in Armenien, das zwischen der Türkei, Georgien, Aserbaidschan und dem Iran liegt, Fuß zu fassen.
Tonga
Die Bevölkerung der polynesischen Inselgruppe lebt von Landwirtschaft, Fischerei und Tourismus. Tonga ist kein wohlhabendes Land. Daher werden Sie dort auch keine Menschen finden, die sich in der Mittagspause etwas von McDonald's, Burger King oder KFC mitnehmen. Zu den traditionellen Gerichten gehören Schwein am Spieß, Gerichte mit Süßkartoffeln, Taro – ein violettes Wurzelgemüse – und Kokosnussmilch.
Irak
Sechs Monate nachdem die Terroristen des sogenannten Islamischen Staats zum Rückzug gezwungen wurden, eröffnete in Mossul ein McDonald's. Allerdings handelt es sich dabei um einen Kebab-Laden, der keine offizielle Verbindung zum Konzern hat und lediglich den Markennamen verwendet. Weil sie während der Besatzung verboten waren, werden westliche Marken wie Nike und Adidas nun immer beliebter. Bis die echten Marken den Markt betreten, könnte es allerdings noch ein paar Jahre dauern.
Nepal
Einer der Hauptgründe, warum es in Nepal keinen McDonald's gibt, ist, dass Rindfleisch dort nicht weit verbreitet ist. Das liegt daran, dass die Kuh das Nationaltier und den Hindus heilig ist. Wenn Sie jedoch Lust auf Fastfood haben, sollten Sie in die Hauptstadt Kathmandu fahren. Denn die Brathähnchenkette KFC ist dort an jeder Ecke zu finden.
Tunesien
In diesem nordafrikanischen Land gibt es keinen McDonald's, obwohl es in der Hauptstadt Tunis durchaus einen Markt für Fastfood gibt. Dort finden Sie die Kette Fatburger aus Los Angeles, die weltweit beliebte Kette KFC und die Pizzakette Papa John's.
Nordkorea
Im kommunistischen Nordkorea gibt es keine einzige Fastfood-Filiale von weltweiten Ketten – obwohl es 2011 Berichte gab, der damalige Diktator Kim Jong-il ließe sich jeden Tag McDonald’s ins Land fliegen. Nachdem sich der jetzige nordkoreanische Staatschef Kim Jong-un und der damalige US-Präsident Donald Trump 2018 zu einem Gipfeltreffen getroffen hatten, erwärmten sich die Beziehungen zwischen den beiden Ländern. Es hieß, Kim sei offen für die Idee einer westlichen Hamburger-Kette in seinem Land als Geste des guten Willens. Doch bislang wurde nichts in die Tat umgesetzt.
Kasachstan
Ende 2022 wurden sämtliche 24 McDonald’s-Filialen in Kasachstan geschlossen – und im Januar 2023 folgte die Bekanntgabe, dass sie nicht wieder öffnen würden. Schuld daran sind wohl Lieferengpässe, die durch den Krieg in der Ukraine verursacht werden und Filialen daran hindern, russisches Fleisch zu verarbeiten. Inoffizielle Filialen haben inzwischen jedoch wieder geöffnet.
Seychellen
Auf diesem tropischen Inselparadies werden Sie keine der großen Fastfood-Ketten finden: kein KFC, Burger King oder McDonald’s. Wer aber dennoch gerne einen Burger verputzen möchte, kann die örtliche Kette The Butcher’s Grill aufsuchen.
Belarus
Wie auch in Russland, hat McDonald’s nach dem Angriff auf die Ukraine alle Filialen in Belarus – einem engen Verbündeten des Nachbarlands – geschlossen. Präsident Alexander Lukaschenko hatte offenbar wenig Verständnis für all diejenigen, die der Fastfood-Kette hinterhertrauerten. Er sagte die belarussische Bevölkerung wisse, „wie man ein Brötchen aufschneidet und ein Stück Fleisch dazwischenschiebt“.
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