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27 Fakten über Grönland (und warum Trump die Insel haben will)
Was viele über Grönland nicht wissen
By Peter Moore · February 24, 2025
Originally published on loveEXPLORING
Was viele über das Land im Nordatlantik nicht wissen
Seit Präsident Trump verkündet hat, Grönland kaufen und den Vereinigten Staaten angliedern zu wollen, ist der Name dieses arktischen Landes plötzlich in aller Munde. Aber wie viel wissen wir eigentlich über Grönland?
In unserer Galerie erfahren Sie alles Wichtige plus verblüffende Fakten über diese Insel, die ins Blickfeld Trump’scher Expansionspläne geraten ist …
Adaptiert von Barbara Geier
1. Trump ist nicht der erste US-Präsident, der Grönland kaufen möchte
Nachdem der damalige US-Präsident Andrew Johnson 1867 den Russen Alaska abgekauft hatte (Bild), versuchte er ein Jahr später, sowohl Grönland als auch Island für 5,5 Millionen US-Dollar von Dänemark zu erwerben. Der Plan scheiterte letztendlich an der fehlenden Unterstützung seitens des Kongresses.
1910 machte der nächste US-Präsident, William Taft, einen Vorstoß – mit dem Plan, Grönland entweder direkt zu kaufen oder gegen US-Territorium auf den Philippinen zu tauschen. Der drohende Erste Weltkrieg ließ die Verhandlungen aber im Sand verlaufen.
Im Jahr 1946 bot Präsident Truman den Dänen dann Goldbarren im Wert von 100 Millionen US-Dollar für die Insel an. Das entspricht nach heutigem Geldwert umgerechnet rund 1,5 Milliarden Euro. Trump unternahm bereits während seiner ersten Amtszeit einen Versuch, Grönland zu kaufen. Sowohl Dänemark als auch die grönländische Regierung lehnten sein Angebot 2019 mit eindeutigen Worten ab: „Grönland steht nicht zum Verkauf.“
2. Grönland ist die größte Insel der Welt
Wer im Erdkundeunterricht aufgepasst hat, weiß das bereits. (Und, nein, Australien zählt hier nicht, da es als Kontinent klassifiziert wird.)
Grönland erstreckt sich von Norden nach Süden über 2.670 Kilometer und von Osten nach Westen an seiner breitesten Stelle über 1.050 Kilometer. Das entspricht einer Fläche von 2.166.086 Quadratkilometern und ist mehr dreimal so groß wie Texas.
3. Mehr als 80 % der grönländischen Landfläche ist von Eis bedeckt
Eines der charakteristischsten Merkmale Grönlands ist der sogenannte Grönländische Eisschild, der mit rund 1,7 Millionen Quadratkilometern den Großteil der Landfläche bedeckt. Nach dem antarktischen Eisschild ist er die weltweit zweitgrößte permanent vereiste Fläche. Durchschnittlich ist das Eis hier rund 1.500 Meter dick, an einigen Stellen sind es sogar 3.000 Meter.
4. Grönlands Name ist ein frühes Beispiel für PR
Der Name Grönland ist altnordisch für „Grünland“ und geht auf den Wikinger Erik den Roten zurück, der um 985 n. Chr. die ersten Wikinger-Siedlungen im Süden der Insel gründete. Obwohl Grönland auch zu diesem Zeitpunkt kaum grüner war als heute, gab er der Insel ihren verheißungsvoll klingenden Namen, um Siedler in die unwirtschaftliche Gegend zu locken.
Der ursprüngliche Name Grönlands lautet Kalaallit Nunaat, was so viel bedeutet wie „Land der Kalaallit“. Die Kalaallit sind das indigene Volk Grönlands und eine Untergruppe der Inuit.
5. Grönland ist geologisch ein Teil von Nordamerika
Grönland liegt auf der nordamerikanischen tektonischen Platte und bildet eine Verlängerung des Kanadischen Schildes. Diese zerklüftete Hochebene im Norden Kanadas besteht aus Gesteinen, die zum Teil auf die Anfangszeit der Erdgeschichte zurückgehen. Obwohl Grönland geologisch mit dem nordamerikanischen Kontinent verbunden ist, wird es von dessen Festland durch die Labradorsee und die Baffin Bay getrennt.
6. Grönland ist das am dünnsten besiedelte Land der Welt
2021 wurden auf Grönland 56.421 Menschen gezählt, also weniger als 0,14 pro Quadratkilometer. Damit ist die Insel das mit Abstand am dünnsten besiedelte Land der Welt. An zweiter Stelle steht die Monogloei mit 2,14 Menschen pro Quadratkilometer.
7. Grönland wird seit 4.500 Jahren von Menschen bewohnt
Man schätzt, dass die ersten Menschen Grönland um 2.500 v. Chr. besiedelten, nachdem das Meer in der Meerenge bei Thule in Nordgrönland zugefroren war. Im Laufe der Jahrtausende kamen mehrere Inuit-Völker in sechs verschiedenen Wellen auf die Riesen-Insel.
Die letzten waren die Thule, aus denen sich die heutige Inugsuk-Kultur entwickelte. Die bereits erwähnten Wikinger, die mit Erik dem Roten nach Grönland kamen, ließen sich im Süden nieder. Sie verschwanden im 15. Jahrhundert aus bisher nicht geklärten Gründen. Abgesehen von einigen holländischen und englischen Walfängern im 16. und 17. Jahrhundert blieben die Einheimischen auf der Insel seither weitgehend unter sich.
8. Grönland ist ein autonomes Land
Es gibt nicht wenige, die Grönland für einen Teil Dänemarks halten. Das Land erhielt aber bereits 1979 die ersten Autonomierechte, wodurch es zu einem autonomen Land innerhalb des dänischen Königreichs wurde. Mit dem Selbstverwaltungsgesetz von 2009 wurden Grönland zusätzliche Entscheidungsbefugnisse übertragen.
Das Land behält seitdem einen größeren Anteil der Einnahmen aus dem Geschäft mit Öl und Mineralien ein und verwaltet praktisch alle inneren Angelegenheiten. Internationale Beziehungen und Verteidigungsfragen werden gemeinsam mit Dänemark entschieden. Hier sehen wir den Premierminister, der die Abgeordneten zur Eröffnung des Parlaments in der Hauptstadt Nuuk führt.
9. Die meisten Grönländer sprechen drei Sprachen
Mit der 2009 gewährten Selbstverwaltung änderte sich auch die Amtssprache Grönlands. Dänisch wurde abgeschafft und durch die westgrönländische Sprache Kalaallisut ersetzt.
In Politik und Verwaltung wird weiterhin meist Dänisch gesprochen, der Rest der Bevölkerung kommuniziert aber auf Grönländisch. Inzwischen müssen alle grönländischen Kinder in der Schule auch Englisch lernen, sodass Dreisprachigkeit keine Seltenheit ist.
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10. Fast 89 Prozent der Grönländer sind Inuit
Zu den indigenen Volksgruppen in Grönland zählen die Kalaallit (Westgrönländer), Inughuit (in der Thule-Region) und Tunumiit (Ostgrönländer). Ihre Kultur ist von einer reichen mündlichen Tradition geprägt, mit Geschichten und Mythen, die über die Generationen weitergegeben werden.
Ihre traditionelle Kleidung (Bild) ist ein Beispiel dafür, wie gut sich die Menschen an die harten Bedingungen ihrer Umwelt angepasst haben. Früher wurden die Kleidungsstücke aus Robbenfell, Fuchspelz und Rentierfell hergestellt, um vor dem arktischen Klima zu schützen. Inzwischen werden auch helle Baumwollstoffe, Seidenstoffe und Glasperlen eingearbeitet.
11. Inuit-Jäger haben das Kajak erfunden
Das Kajak wurde vom Volk der Thule erfunden, das um 1200 n. Chr. aus Kanada nach Grönland kam. Sie gaben diesem Bootstyp auch seinen Namen, der in ihrer Sprache „Qajaq“ buchstabiert wird.
Traditionelle Qajaqs wurden aus Treibholz- oder Walknochenrahmen gefertigt und mit Robbenhäuten bespannt. Die schnellen und wendigen Gefährte revolutionierten das Fischen und Jagen in den kalten arktischen Gewässern. Sie werden auch heute noch benutzt: Das Bild zeigt einen Jäger in den Gewässern vor Sisimiut in Westgrönland.
12. Noch heute werden die grönländischen Grundnahrungsmittel gejagt
Die kurzen Sommer und das eisige Landesinnere bedingen, dass Fischfang und Jagd einen Großteil der Nahrung liefern, die in grönländischen Speisekammern landen. Fleisch von Walen, Robben, Moschusochsen, Rentieren und Schneehühnern sowie Fische sind bereits seit Jahrhunderten Grundnahrungsmittel.
Durch den Zustrom thailändischer und philippinischer Einwanderer in den letzten Jahren wurde die Küche angereichert. Der Anblick von Tausenden von Fischen, die auf hölzernen Gestellen trocknen, wie hier in der Bucht von Rode, wird auf absehbare Zeit aber weiter zum Landschaftsbild gehören.
13. Grönländische Gebäudefarben sind nicht zufällig
Die bunten Holzhäuser, die grönländische Küstenstädte und -dörfer zieren, sind ein Erbe der dänischen Kolonialzeit. Damals bezeichnete die Farbe eines Gebäudes auch seine Funktion.
Rot stand für Kirchen und Schulen sowie für die Häuser von Lehrern und Geistlichen. Grüne Gebäude waren dem Handwerk und blaue der Fischerei vorbehalten. Die Farbe Schwarz war der Polizei zugeordnet und gelb gestrichene Bauten kennzeichneten Krankenhäuser und die Häuser von Ärzten und Krankenschwestern. Dieses äußerst praktische System wird heute nicht mehr angewandt und Grönländer können ihre Häuser streichen, wie sie möchten.
14. Auf Grönland ist nur eine Hunderasse erlaubt
Es gibt fünf verschiedene Schlittenhunderassen auf der Welt, aber auf Grönland ist nur der passend benannte grönländische Schlittenhund erlaubt. Er wurde zwischen 3000 und 2000 v. Chr. vom Volk der Saraqaq auf die Insel gebracht. Diese zähe und kräftige Rasse ist im unwirtlichen, eisigen Inneren Grönlands ein zuverlässiges Zugtier.
Um die Reinheit der Rasse zu erhalten, ist es illegal, Hunde von außerhalb Grönlands einzuführen, und jeder Hund bekommt bei der Geburt einen Mikrochip. Ausnahmen gibt es nur für speziell ausgebildete Polizei- und Assistenzhunde, aber auch dann nur mit Sondergenehmigung.
15. Nuuk ist die am nördlichsten gelegene Hauptstadt der Welt
64°10′53″N 51°41′39″W – das sind die Koordinaten von Nuuk. Wenn man sowohl abhängige Staaten als auch souveräne Nationen inkludiert, ist sie damit die nördlichste Hauptstadt weltweit. Bei den souveränen Nationen allein trägt das isländische Reykjavík diesen Titel.
Die Einwohner von Nuuk weisen auch gerne darauf hin, dass sie das Tor zum riesigen Nuup-Kangerlua-Fjord sind, dem zweitgrößten Fjordsystem der Welt.
16. Die USA haben die meisten grönländischen Flughäfen gebaut
Grönland liegt auf der direktesten Flugroute zwischen Nordamerika und Europa und war für die Alliierten im Zweiten Weltkrieg daher von strategischer Bedeutung. In einem Kriegsabkommen mit der dänischen Regierung wurde den USA damals erlaubt, eine Reihe von Flughäfen und Militärstützpunkten auf der Insel zu errichten.
Nach dem Krieg wurden zwei dieser Luftwaffenstützpunkte, Narsarsuaq und Kangerlussuaq, zu zivilen Flughäfen. Kangerlussuaq (Bild) war bis 2024 der wichtigste internationale Flughafen der Insel, obwohl er fast 320 Kilometer von der Hauptstadt Nuuk entfernt liegt.
17. Neue Flughäfen machen Grönland so erreichbar wie nie
Im November 2024 wurde die Modernisierung des Flughafens von Nuuk abgeschlossen, in deren Rahmen die Start- und Landebahn verlängert und ein neues Terminal gebaut wurden. Damit können nun erstmals internationale Flüge in der grönländischen Hauptstadt landen. United Airlines startet im Juni 2025 mit zwei wöchentlichen Flügen von New York nach Nuuk.
2026 sollen weitere Flughäfen eröffnet werden: ein zweiter internationaler Flughafen in Ilulissat, einem beliebten Touristenort, der für seine riesigen Eisberge bekannt ist, und ein Regionalflughafen in Qaqortoq. Damit können die meisten Teile des Landes innerhalb von eineinhalb Stunden erreicht werden.
18. Die längste Straße Grönlands ist nur 35 Kilometer lang
Da über 80 Prozent des Landes mit Eis bedeckt sind und fast alle menschlichen Siedlungen an der Küste liegen, verwundert es nicht, dass es in Grönland nur sehr wenige Straßen gibt – oder dass die längste Straße des Landes nur 35 Kilometer lang ist.
Sie führt im Südwesten des Landes von Kangerlussuaq bis zum Rand des riesigen grönländischen Eisschildes bei Point 660 und wurde ursprünglich von Volkswagen als Teststrecke für extrem kaltes Wetter gebaut. Heute wird sie hauptsächlich von Touristen befahren. Derzeit wird an einer neuen, 130 Kilometer langen Straße gebaut, die Kangerlussuaq und die zweitgrößten Siedlung des Landes, Sisimiut, verbinden soll.
19. In Grönland gibt es mehr Boote als Autos
Trotz neuer Infrastruktur auf dem Land sind das Meer und die Fjorde nach wie vor die am meisten genutzte „Autobahn“ des Landes. Daher besitzen mehr Grönländer Boote als Autos. Die meisten Fahrzeuge gibt es in den großen Siedlungen wie Nuuk und Sisimiut. In vielen kleinen Orten sieht man kein einziges Auto, dafür aber umso mehr Boote wie in diesem Hafen in Ilulissat.
20. Unter dem grönländischen Inlandeis liegt ein riesiger Canyon
2013 entdeckten britische Wissenschaftler unter dem grönländischen Eis einen Graben, dessen Ausmaße es mit denen des Grand Canyon aufnehmen können: Die mächtige Schlucht soll 750 Kilometer lang, 10 Kilometer breit und bis zu 800 Meter tief sein. Sie entstand vor der Vergletscherung und dient daher wohl seit vielen Millionen Jahren als Kanal für Schmelzwasser, das unter dem grönländischen Eis ins Meer gelangt.
21. Grönland hat den größten Nationalpark der Welt
Der Nordost-Grönland-Nationalpark ist der größte Nationalpark der Welt und erstreckt sich über den gesamten Nordosten Grönlands. Nach seiner Gründung 1974 wurde er 1988 auf seine heutige riesige Fläche von 972.000 Quadratkilometern erweitert und bietet arktischen Wildtieren wie Moschusochsen (Bild), Eisbären, Walrossen, Narwalen, Wölfen und Lemmingen ein Zuhause.
Zugang zum Nationalpark gibt es nur von der südlich davon gelegenen Siedlung Ittoqqortoormiit, aber auch das nur mit einer Sondergenehmigung der grönländischen Regierung. Die meisten Touristen besuchen das Gebiet im Rahmen von Kreuzfahrtreisen, bei denen alle erforderlichen Genehmigungen bereits inkludiert sind.
22. Auf Grönland gibt es drei UNESCO-Welterbestätten
Die drei grönländischen UNESCO-Welterbestätten, die sich alle im Süden der Insel befinden, sind sehr unterschiedlich und repräsentieren jeweils einen einzigartigen Aspekt der besonderen Natur und Kultur des Landes.
Der Ilulissat-Eisfjord ist bekannt für den sich am schnellsten bewegenden Gletscher der Welt, Jakobshavn, und seit 2004 ein UNESCO-Welterbe. Kujataa (Bild) erhielt die Auszeichnung 2017 und ist eine Kulturlandschaft, die sich über fünf Zonen verteilt und für die Bewirtschaftung des Landes durch die Wikinger und Inuit steht. Aasivissuit-Nipisat, ein Gebiet, in dem die Inuit seit etwa 4.200 Jahren jagen, ist seit 2018 UNESCO-Welterbe.
23. Grönlands Gletscher sind Eisbergfabriken
Der bereits erwähnte Jakobshavn-Gletscher schiebt das Eis mit einer Geschwindigkeit von 17 Kilometer pro Jahr in Richtung des Ilulissat-Eisfjords, der ständig mit beeindruckenden Eisbergen gefüllt ist. Der Gletscher ist damit eine höchst produktive Eisbergfabrik.
Riesige Eisberge, von denen viele mehrere Stockwerke hoch sind, kalben an seinem Ende, um von dort den Fjord hinunter und hinaus in die Diskobucht zu treiben. Sie bahnen sich dann ihren Weg durch den Nordatlantik, bevor sie eine als „Iceberg Alley“ bekannte Strecke an der kanadischen Küste zwischen Neufundland und Labrador durchwandern.
24. Grönlands beliebtestes Souvenir hat eine gespenstische Vergangenheit
Die kleinen Tupilak-Skulpturen (Bild) werden per Hand aus Knochen geschnitzt und sind heute Grönlands beliebtestes Souvenir. Ursprünglich bezeichnete das Wort „Tupilak“ Geister aus der Inuit-Mythologie, die durch Schamanen-Zeremonien zum Leben erweckt wurden, um einem Feind Schaden zuzufügen oder ihn sogar zu töten.
Von den heutigen Tupilak geht keine Gefahr aus und man könnte nur Ärger bekommen, wenn man eine Skulptur kauft, die aus den Zähnen geschützter Tierarten wie Narwalen und Pottwalen hergestellt wurde und nicht aus erlaubten Materialien wie Rentiergeweih oder Moschusochsenhorn.
25. Unter Grönlands Eis liegt eine geheime US-Militärbasis aus dem Kalten Krieg
1951 unterzeichneten die USA mit Dänemark einen Verteidigungspakt für Grönland, der ihnen den Bau von Militärstützpunkten auf der Insel erlaubte. Im Jahr 1959 begannen die Arbeiten am Camp Century – einer Basis für mehr als 200 Personen, die buchstäblich ins Eis gebohrt wurde.
Für diese „Stadt unter Eis“ wurden tiefe Gräben in den Schnee und das Eis gegraben, die dann mit einem Dach aus Stahlbögen bedeckt wurden, das wiederum mit Schnee getarnt wurde. Die Anlage war Teil eines Frühwarnsystems für den Fall eines sowjetischen Raketenangriffs und wurde 1967 aufgegeben.
Die Überreste der geheimen Militärbasis, die heute bis zu 100 Meter unter dem grönländischen Eis liegen, wurden im April 2024 zufällig von einem Forschungsteam während eines Fluges entdeckt.
26. Die USA haben es auf Grönlands Seltene Erden abgesehen …
Mit dem Abschmelzen des grönländischen Eisschilds werden die reichhaltigen Bodenschätze des Landes zugänglicher. Dazu gehören nicht nur Öl und Gas, sondern auch Seltene Erden wie Grafit und Lithium, die für die Produktion von Elektroautos, Windturbinen und militärische Ausrüstung unerlässlich sind.
China ist derzeit Weltmarktführer für Seltene Erden und deckt 72 Prozent der US-Einfuhren und 100 Prozent der EU-Einfuhren ab. Angesichts der geopolitischen Spannungen zwischen den USA und China werden andere zuverlässige Quellen für diese wertvollen Mineralien immer wichtiger.
27. … und auf effiziente arktische Schifffahrtsrouten
Weniger Eis bringt auch potenziell mehr Schifffahrtsrouten mit sich, die für 80 Prozent der wichtigsten Industrienationen schnellere und kürzere Handelswege bedeuten und zu einem enormen Rückgang des Treibstoffverbrauchs und der Kohlenstoffemissionen führen.
Der Nördliche Seeweg könnte eine Alternative zum Suezkanal werden. Einige Analysten gehen davon aus, dass dadurch die Reisezeit zwischen Asien, Europa und der Ostküste der USA um 10 bis 15 Tage verkürzt werden könnte. Damit wird diese Region zu einer der strategisch wichtigsten Seeregionen der Welt.
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