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Die Weltwunder der Antike (und wie sie heute ausgesehen hätten)
Rekonstruktion der sieben Weltwunder
By Gemma Prince · March 4, 2025
Originally published on loveEXPLORING
Digital rekonstruiert
Wenn Sie ein Tourist in der Antike wären, gäbe es einige beeindruckende Sehenswürdigkeiten zu bestaunen: allen voran die sieben Weltwunder. Vom Leuchtturm von Alexandria bis zu den Hängenden Gärten von Babylon – die Bauwerke der alten Griechen und Ägypter waren sowohl menschliche als auch technische Meisterleistungen. Zu schade, dass heute nur noch eines – die Pyramiden von Gizeh – erhalten ist. Doch mithilfe von Budget Direct und NeoMam Studios haben wir hier zusammengestellt, wie die sieben Weltwunder heute ausgesehen hätten.
Adaptiert von Sandra Schröpfer
Die Ruinen: Das Mausoleum von Halikarnassos, Türkei
Das prachtvolle Grabmal von König Maussolos von Karien wurde zwischen 353 und 350 v. Chr. in der antiken griechischen Stadt Halikarnassos errichtet, dem heutigen Bodrum in der Türkei. Das von Maussolos selbst entworfene Grabmal war so beeindruckend, dass es das heutige Wort Mausoleum prägte.Die Rekonstruktion: Das Mausoleum von Halikarnassos, Türkei
Der römische Gelehrte Plinius der Ältere berichtete, das prächtige Grabmal sei aus weißem und goldenem Marmor aus Athen sowie rotem Marmor aus der Türkei erbaut worden. 36 ionische Säulen sollen ein pyramidenförmiges Dach mit 24 Stufen getragen haben, auf dem Maussolos als der antike Held Herkules in einer Marmor-Quadriga verewigt war. Das Weltwunder wurde jedoch durch mehrere Erdbeben zwischen dem 11. und 15. Jahrhundert zerstört. Die Trümmersteine sollen abgetragen und für den Bau anderer Gebäude verwendet worden sein.
Die Ruinen: Die Zeusstatue von Olympia, Griechenland
Der altgriechische Bildhauer Phidias erschuf um das Jahr 436 v. Chr. eine zwölf Meter hohe Statue aus Gold und Elfenbein, die im Zeustempel von Olympia aufgestellt wurde. Die Statue, die den gleichnamigen griechischen Göttervater auf einem Thron aus Zedernholz zeigte, hatte einen großen Einfluss auf die römische und griechische Kunst. Sie war unter anderem auf Keramiken und Münzen abgebildet.Die Rekonstruktion: Die Zeusstatue von Olympia, Griechenland
Der Thron des Zeus war mit Gold, Elfenbein, Ebenholz und Edelsteinen verziert. In seiner linken Hand hielt der Gott ein Zepter mit einem Adler, in der rechten eine Statue der griechischen Siegesgöttin Nike. Rund eintausend Jahre lang faszinierte die Statue die antike Welt und wurde zu einer Sehenswürdigkeit, zu der bei den Olympischen Spielen alle Teilnehmer pilgerten. Niemand weiß genau, wie die Zeusstatue ihr Ende fand. Der Zeustempel wurde 426 n. Chr. zerstört. Zu dem Zeitpunkt mag auch die Statue verschwunden sein, oder aber etwa 50 Jahre später bei einem Brand, als sich die Statue einer Legende nach in Konstantinopel (heutiges Istanbul) befand.
Die Ruinen: Die Hängenden Gärten von Babylon, Irak
Kein anderes der sieben Weltwunder ist wohl so sagenumwobenen wie die Hängenden Gärten von Babylon, die sich südlich des heutigen Bagdad im Irak befunden haben sollen. Es heißt, dass der babylonische König Nebukadnezar die aufwendigen Gärten zwischen 605 und 561 v. Chr. für seine Frau Amytis anlegen ließ, die angeblich die Landschaft ihrer Heimat in Persien vermisste. Da die Gärten jedoch in keiner Aufzeichnung aus der Zeit erwähnt wurden, gehen einige Forscher davon aus, dass sie nur ein Mythos gewesen sein könnten.
Die Rekonstruktion: Die Hängenden Gärten von Babylon, Irak
In späteren Texten beschreiben die Autoren die Hängenden Gärten als aus Stein gebaut (selten für die Region) und als stufenförmige Anlage. Exotische Pflanzen und Bäume sollen über die Mauern gehangen haben. Um die Pflanzen in der Wüste am Leben zu erhalten, muss es ein Bewässerungssystem mit einem Brunnen oder dem nahe gelegenen Euphrat als Quelle gegeben haben.
Die Ruinen: Der Tempel der Artemis in Ephesus, Türkei
Der Tempel der Artemis in Ephesus wurde von dem römischen Gelehrten Plinius dem Älteren auch als „das schönste Monument griechischer Pracht“ bezeichnet. Das Denkmal wurde im 6. Jahrhundert v. Chr. zu Ehren der olympischen Göttin der Jagd an der Westküste der heutigen Türkei, dem damaligen griechischen Ephesus, errichtet. Laut Plinius war der Tempel 129 Meter lang und 68 Meter breit – und damit fast doppelt so groß wie der Parthenon in Athen.Die Rekonstruktion: Der Tempel der Artemis in Ephesus, Türkei
Der Artemistempel wurde mehrmals angegriffen. Das erste Mal soll der Tempel im Jahr 356 v. Chr. zerstört worden sein, als der Überlieferung nach der fürchterliche Herostratus die hölzernen Säulen des Tempels in Brand steckte, um unsterblichen Ruhm zu erlangen. Nach dem Wiederaufbau wurde der Tempel 262 n. Chr. auf einem Kriegszug der Goten erneut zerstört. Heute ist nur noch das Fundament und eine einzige Säule von dem einstigen Weltwunder übrig.Die Ruinen: Die Pyramiden von Gizeh, Ägypten
Das älteste und einzige Weltwunder, das heute noch weitestgehend steht, sind die Pyramiden von Gizeh, von denen die Cheops-Pyramide die älteste und größte ist. Sie wurde um das Jahr 2570 v. Chr. am westlichen Rand des Niltals fertiggestellt und diente als Grabmal für den ägyptischen Pharao Cheops der vierten Dynastie. Der Bau beschäftigte vermutlich 20.000 Arbeiter rund 20 Jahre lang.
Die Rekonstruktion: Die Pyramiden von Gizeh, Ägypten
Die Cheops-Pyramide besteht aus rund 2,3 Millionen Kalksteinblöcken mit einem Gewicht von jeweils 2,5 bis 15 Tonnen. Insgesamt wiegt das beeindruckende Bauwerk damit vermutlich 5,7 Millionen Tonnen. Über die Jahrtausende war die Pyramide jedoch erheblicher Erosion ausgesetzt, sodass sie heute statt der ursprünglichen 147 Meter nur noch 138 Meter hoch ist. In der Rekonstruktion ist zu sehen, dass die äußeren Steine früher einmal weiß und glänzend waren. Von der Schicht existieren heute nur noch wenige Steine. Ein Exemplar ist zum Beispiel im schottischen Nationalmuseum in Edinburgh ausgestellt.
Die Ruinen: Der Leuchtturm von Alexandria, Ägypten
Der Leuchtturm von Alexandria, auch der Pharos von Alexandria genannt, war angeblich das größte Leuchtfeuer, das jemals gebaut wurde. Es befand sich auf der kleinen Insel Pharos vor den beiden Häfen von Alexandria und soll mehr als 110 Meter hoch gewesen sein. Errichtet wurde das Bauwunder angeblich zwischen 300 und 280 v. Chr.Die Rekonstruktion: Der Leuchtturm von Alexandria, Ägypten
Nach den Pyramiden von Gizeh war der Leuchtturm vermutlich das zweithöchste Bauwerk der Antike. Es bestand rund 1.600 Jahre lang, doch drei Erdbeben zwischen 956 und 1333 n. Chr. beschädigten das Wunderwerk schwer. 1477 würden die Trümmer dann angeblich in eine Festung, die Qaitbay-Zitadelle, umgebaut. 1994 entdeckten Archäologen Überreste des Leuchtturms am Meeresboden des Osthafens.Die Ruinen: Der Koloss von Rhodos, Griechenland
Diese mächtige Statue wurde nicht umsonst der Koloss von Rhodos genannt. Der Bau der 32 Meter hohen Bronzeskulptur, die den griechischen Sonnengott Helios zeigte, soll zwölf Jahre gedauert haben, von 294 bis 282 v. Chr. Sie wurde nach der glücklich ausgegangenen Belagerung von Rhodos durch Zypern (305-304 v. Chr.) im Hafen von Rhodos errichtet.
Die Rekonstruktion: Der Koloss von Rhodos, Griechenland
Nur rund 60 Jahre nach der Errichtung (225/226 v. Chr.) stürzte der Koloss infolge eines schweren Erdbebens jedoch ein. Noch etwa 800 Jahre lang waren die Trümmer der Bronzestatue im Hafen von Rhodos zu sehen. Als arabische Truppen die Insel im 7. Jahrhundert eroberten, schmolzen sie die Skulptur ein. Das Altmetall soll mit mehr als 900 Kamelen abtransportiert worden sein.
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