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19 Naturwunder, die so schön wie tödlich sind
Extrem gefährliche Natur-Highlights
By Cath Pound · August 29, 2025
Originally published on loveEXPLORING
Gefährliche Landschaften im Überblick
Von herausfordernden Berggipfeln und heißen Quellen bis hin zu giftigen Seen und tückischen Wanderwegen an steilen Klippen – die gefährlichsten Naturwunder der Welt sind an Schönheit kaum zu übertreffen, doch ihr idyllischer Anblick ist trügerisch. Diese Orte bergen lebensgefährliche Risiken und sollten mit größter Vorsicht erkundet werden, in manchen Fällen nur von Personen mit entsprechender Erfahrung oder Ausbildung.
Entdecken Sie hier 19 der gefährlichsten Naturschönheiten weltweit – ganz ohne Risiko.
Natronsee in Tansania
Das leuchtend rote Wasser des Natronsees in Tansania macht neugierig, doch respektvolles Abstandhalten ist unbedingt angesagt: Mit einem pH-Wert von bis zu 10,5 ist das stark alkalische Wasser extrem ätzend und kann bei längerem Kontakt Haut und Augen reizen oder sogar verätzen.
Die extremen Bedingungen führen dazu, dass Tiere, die im oder am See verenden, außergewöhnlich gut konserviert werden. Ihre Überreste werden durch die spezielle Zusammensetzung der Mineralien regelrecht verkalkt.
Frying Pan Lake in Neuseeland
Der Frying Pan Lake, auch Waimangu-Kessel genannt, entstand auf der Nordinsel Neuseelands nach dem Ausbruch des Mount Tarawera im Jahr 1886 und zählt heute zu den größten, aber zugleich bedrohlichsten heißen Quellen der Welt. Das dampfende, saure Wasser erreicht Durchschnittstemperaturen von 50 bis 60 °C und enthält gelöste Gase wie Schwefelwasserstoff und Kohlendioxid.
Mit seiner brodelnden Oberfläche, den intensiv gefärbten Mineralablagerungen und dem ständigen Nebelschleier ist der See zweifellos ein Hingucker – aber auch lebensgefährlich. Baden kommt hier absolut nicht infrage.
Tafelberg in Südafrika
Die plötzlichen Wetterumschwünge auf dem Tafelberg sind berüchtigt – sowohl Sicht als auch Temperatur können sich innerhalb kürzester Zeit drastisch verändern. Doch nicht nur die Natur birgt Risiken: Auch Überfälle und Angriffe stellen ein Sicherheitsproblem am Wahrzeichen Kapstadts dar.
Zwar ist die Zahl gemeldeter Vorfälle seit dem Rekordjahr 2023 leicht zurückgegangen, dennoch wird Wandernden dringend geraten, in Gruppen von mindestens vier Personen unterwegs zu sein, nur ausgewiesene Wege zu nutzen und abgelegene Bereiche – insbesondere bei Dämmerung oder Dunkelheit – zu meiden.
Trolltunga in Norwegen
Die Trolltunga – auf Deutsch „Trollzunge“ – ragt aus einem schmalen Felsvorsprung in 701 Metern Höhe über den norwegischen See Ringedalsvatnet hinaus und bietet einen atemberaubenden Ausblick. Der spektakuläre Ort und das beeindruckende Panorama bringen allerdings sehr reale Gefahren mit sich.
Rettungseinsätze sind hier keine Seltenheit – Menschen sind mangelhaft vorbereitet, unterschätzen die anspruchsvolle Wanderung zur Trolltunga und verletzen sich. 2015 stürzte eine australische Studentin beim Fotografieren sogar in den Tod.
Danakil-Wüste in Äthiopien
Trotz extremer Bedingungen – oder vielleicht gerade deshalb – zieht die Danakil-Wüste mit ihrer surrealen Landschaft im Nordosten Äthiopiens besonders abenteuerlustige Touristen an. Sie liegt in der Danakil-Senke und zählt zu den heißesten, tiefstgelegenen und lebensfeindlichsten Orten der Welt.
Im Sommer klettern die Temperaturen in dieser fast außerirdisch wirkenden Wüste mit ihren aktiven Vulkanen, Schwefelquellen und Salzstöcken auf bis zu 50 °C. Selbst für erfahrene Reisende stellt die Danakil-Wüste einen echten Härtetest dar. Vor Reisen nach Äthiopien wird derzeit generell abgeraten.
Blue-Mountains-Nationalpark in Australien
Im australischen Blue-Mountains-Nationalpark sind Erdrutsche und Felsstürze allgegenwärtige Risiken – vor allem nach starken Regenfällen. Gefährdete Stellen werden von den lokalen Behörden aktiv überwacht.
Dennoch machen leichtsinnige Touristen, die sich nicht an die Regeln halten, immer wieder Rettungseinsätze erforderlich. Viele Unfälle passieren, wenn Menschen von markierten Wegen abweichen oder über Absperrungen klettern, besonders an beliebten Aussichtspunkten wie Sublime Point (Bild).
El Caminito del Rey in Spanien
Der schmale Caminito del Rey galt einst als der gefährlichste Wanderweg der Welt und schlängelt sich hoch über dem Fluss Guadalhorce entlang steiler Felswände durch eine dramatisch tiefe Schlucht in Andalusien.
Vor der umfassenden Sanierung im Jahr 2015 kam es zu mehreren tödlichen Unfällen. Seit der Wiedereröffnung des offiziellen Wanderweges wurden hingegen keine Todesfälle mehr verzeichnet. Doch in der umliegenden Region lauern nach wie vor Gefahren – etwa auf der Via Ferrata El Chorro im gleichen Nationalpark: 2024 kam dort ein britischer Kletterer auf der sogenannten „Affenbrücke“ (Puente del Mono) ums Leben.
Great Blue Hole in Belize
Das Great Blue Hole, mitten im Korallenriff vor der Küste von Belize, zählt zu den berühmtesten Tauchspots der Welt. Diese Sinkhöhle hat einen Durchmesser von 305 Metern und ist 125 Meter tief, was den Tauchgang sicher faszinierend, aber auch sehr anspruchsvoll macht.
Wer sich in die unteren Bereiche vorwagt, riskiert ohne entsprechende Ausbildung und Ausrüstung einen Tiefenrausch oder die Dekompressionskrankheit. 2018 wurden die Überreste zweier vermisster Taucher am Grund der Höhle entdeckt.
Ätna auf Sizilien, Italien
Der Ätna ist der höchste und aktivste Vulkan Europas und birgt daher naturgemäß gewisse Risiken. Bei den Ausbrüchen im Februar 2025 sorgte aber weniger das Naturspektakel für Besorgnis, sondern vielmehr das unangebrachte Verhalten der Menschen. Tausende strömten zum Vulkan und viele waren unzureichend auf die natürlichen Gegebenheiten vorbereitet oder trugen unangemessene Kleidung. Einige brachten sogar kleine Kinder mit und kamen den Lavaströmen gefährlich nahe.
Rettungsdienste waren rund um die Uhr im Einsatz und mussten sich um erschöpfte Wanderer kümmern, die wegen Verletzungen, Unterkühlung oder Überforderung Hilfe benötigten. Doch damit nicht genug: Die Arbeit der Teams wurde dazu noch durch falsch geparkte Fahrzeuge behindert.
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Heiße Quellen im Yellowstone-Nationalpark, USA
Die Geysire und heißen Quellen des Yellowstone-Nationalparks zählen zu seinen spektakulärsten, aber auch gefährlichsten Naturphänomenen. Über 20 Menschen kamen hier bereits ums Leben, viele weitere wurden durch das heiße Wasser mit Temperaturen von bis zu 93 °C schwer verletzt.
Hier zu sehen ist der Grand Prismatic Spring. Die meisten Unfälle ereignen sich, wenn Besucher von den markierten Wegen abweichen oder auf dem rutschigen Untergrund ausrutschen.
Eiger-Nordwand in der Schweiz
Die Eiger-Nordwand erhebt sich mit einer Wandhöhe von 1.650 Metern aus Kalkstein und Glatteis in den Berner Alpen. Bereits über 60 Menschen sind hier ums Leben gekommen, weshalb der Berg von Einheimischen makaber als „Mordwand“ bezeichnet wird. Und die Gefahren nehmen weiter zu:
Die durch den Klimawandel verursachte Gletscherschmelze wirkt sich auf die Kletterrouten aus, da das Risiko von Lawinenabgängen und Steinschlägen erhöht wird. Nicht-Bergsteiger sollten sich damit begnügen, die Schönheit des Berges aus der Ferne zu bewundern.
Bolton Strid in Großbritannien
Auf den ersten Blick wirkt der Bolton Strid wie ein harmloser, relativ schmaler Abschnitt des ansonsten ruhigen River Wharfe im britischen Yorkshire. Doch der Wasserlauf gilt als einer der gefährlichsten Flussabschnitte des Landes. Die unscheinbare, enge Wasseroberfläche verbirgt starke Strömungen und tiefe Unterwasserhöhlen, die im Laufe der Jahre zu zahlreichen tödlichen Unfällen geführt haben.
Den Legenden zufolge hat noch nie jemand den Sturz in den Strid überlebt – eine eindeutige Warnung. Besucher sollten das Naturspektakel ausschließlich aus sicherer Entfernung betrachten und alle Warnhinweise unbedingt beachten.
Bay of Fundy in Kanada
Dramatische Klippen, lange Strände – die zwischen den kanadischen Provinzen Nova Scotia und New Brunswick liegende Bay of Fundy ist zweifelsohne eine Naturschönheit. Doch die Bucht birgt auch tödliche Gefahren, denn sie weist die höchsten Gezeiten der Welt auf. In Gebieten wie Burntcoat Head kann der Wasserspiegel um bis zu 16,3 Meter steigen – und das schneller, als ein Mensch laufen kann.
Vor allem unvorbereitete Besucher gehen hier ein großes Risiko ein – in den vergangenen Jahren sind mehrere Menschen ertrunken, andere sind nur knapp entkommen. Wer die Bucht besucht, sollte sich unbedingt im Voraus über die Gezeiten informieren und die örtlichen Sicherheitshinweise beachten.
Ben Nevis in Großbritannien
Mit 1.345 Metern ist der schottische Ben Nevis der höchste Berg Großbritanniens und zieht jährlich über 150.000 Besucher an. Viele besteigen ihn über den bekannten „Mountain Track“ – doch das Gelände ist anspruchsvoll und das Wetter kann sich abrupt ändern. Seit 1849 wurden mehr als 100 Todesfälle verzeichnet.
Zu den größten Gefahren zählen Lawinen, besonders an der Nordseite, sowie plötzliche Wetterumschwünge, die zu Orientierungslosigkeit und Stürzen von Klippen führen können, oft mit fatalen Folgen. Eine gute Vorbereitung und Vorsicht sind für jeden Aufstieg unerlässlich.
Half Dome im Yosemite-Nationalpark, USA
Eine der legendärsten, aber auch gefährlichsten Wanderungen der Welt führt zum Gipfel des Half Dome im kalifornischen Yosemite-Nationalpark. Mit einer Höhe von 2.695 Metern zählt der Berg zu den markantesten Wahrzeichen des Parks. Die letzten 122 Höhenmeter führen senkrecht über eine glatte Felswand nach oben, gesichert nur durch Stahlseile und Holzplanken.
Seit 2005 sind mindestens 13 Menschen auf dem Half-Dome-Wanderweg ums Leben gekommen – viele davon im Bereich der Seile und oft bei regnerischem oder stürmischem Wetter. Wanderern wird daher dringend geraten, den Berg bei schlechtem Wetter nicht zu besteigen.
Fuji in Japan
Rund 300.000 Menschen besteigen jedes Jahr Japans höchsten Berg. Doch die Gefahren des Fuji sind keineswegs zu unterschätzen, wie eine Reihe tödlicher Unfälle zu Beginn der Klettersaison 2024 erneut zeigte. Allein im Juli wurden sechs Todesfälle gemeldet, verursacht durch Höhenkrankheit, plötzliche Wetterumschwünge und Abstürze.
Ein riskantes Vorgehen, das als „Bullet Climbing“ bekannt ist, wird immer häufiger zum Verhängnis: Dabei wird versucht, den Gipfel ohne Übernachtung zu erreichen – eine Praxis, die das Risiko für Unterkühlung und höhenbedingte Gesundheitsprobleme deutlich erhöht. Die Behörden haben darauf reagiert und inzwischen neue Sicherheitsmaßnahmen eingeführt, darunter Beschränkungen für nächtliche Aufstiege.
Cliffs of Moher in Irland
Eine Küstenidylle mit Risiko: Ihre steilen Klippen und der spektakuläre Blick auf den Atlantik machen die Cliffs of Moher zu einer der meistbesuchten Natursehenswürdigkeiten Irlands. Doch die Schönheit der Landschaft birgt auch ernste Gefahren.
An einigen Stellen führt der Wanderweg direkt bis an die ungesicherten Klippenränder, was immer wieder und so auch 2024 zu tödlichen Unfällen führt. Um die Sicherheit der Besucher zu gewährleisten und Erosion zu verhindern, ist ein größerer Abschnitt des Pfads derzeit gesperrt, während entsprechende Schutzmaßnahmen umgesetzt werden.
Mount Everest in Nepal
Er ist der berühmteste Berg der Welt – und tragischerweise auch die letzte Ruhestätte für viele Menschen, die beim Versuch seiner Besteigung scheiterten. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts haben mehr als 340 Männer und Frauen durch Lawinen, Abstürze, Höhenkrankheit oder Erschöpfung am Mount Everest ihr Leben verloren.
Es liegen noch immer die Überreste von rund 200 Menschen auf dem Berg. Viele der Opfer befinden sich in der sogenannten „Todeszone“ oberhalb von 8.000 Metern, wo der Sauerstoffgehalt so gering ist, dass der menschliche Körper kaum überleben kann – und eine Bergung oft unmöglich ist.
Mont Blanc in Frankreich
Der weiße Riese ragt mehr als 4.805 Meter in die Höhe. Damit ist der Mont Blanc einer der höchsten Berge Europas und gleichzeitig einer der gefährlichsten der Welt. Trotzdem zieht er jedes Jahr Tausende Bergsteiger an. Schätzungen zufolge sterben jährlich bis zu 100 Menschen im Mont-Blanc-Massiv. Die häufigsten Ursachen sind Abstürze, Felsstürze, Lawinen oder Orientierungsverlust.
Der Schwierigkeitsgrad wird oft unterschätzt und nicht wenige wagen den Aufstieg ohne ausreichende Vorbereitung. Besonders gefährlich ist die berüchtigte „Grand Couloir“-Passage, die immer wieder durch tödliche Felsabbrüche Schlagzeilen macht.
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