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Diese 12 Volkswirtschaften schrumpfen rapide – und diese 18 wachsen rasant

Am schnellsten schrumpfende und wachsende Volkswirtschaften

By Daniel Coughlin · September 10, 2025

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GIORGI ARJEVANIDZE/AFP via Getty Images

Gewinner- und Verlierernationen im Ranking

Nach den Daten des Internationalen Währungsfonds (IWF) vom Herbst 2024 bleibt das weltweite Wachstum zwar stabil, schwächelt aber im Vergleich zum Durchschnitt vor der Pandemie. Während einige Länder und Regionen mit dem weltweiten Wachstumstrend nicht mithalten können und ins Trudeln geraten, verzeichnen die dynamischsten Länder schwindelerregende Wachstumsraten. Für eine Volkswirtschaft wird sogar fast 44 Prozent Wachstum vorhergesagt.

Wie schneidet Deutschland ab? Erfahren Sie hier, wer die am schnellsten wachsenden und am schnellsten schrumpfenden Volkswirtschaften der Welt sind.

Sofern nicht anders angegeben, basieren die Daten auf dem Stand vom Oktober 2024. Fremdwährungsbeträge wurden in Euro umgerechnet.

Adaptiert von Barbara Geier

Artit Wongpradu/Shutterstock

Die am schnellsten schrumpfenden Volkswirtschaften der Welt

Die IWF-Schätzungen und -Prognosen beruhen auf dem realen BIP-Wachstum. Dieses ist inflationsbereinigt, um ein genaueres Bild der Wirtschaftsleistung zu erhalten. Für das Jahr 2024 wurde global im Durchschnitt ein Wirtschaftswachstum von 3,2 Prozent vorhergesagt, was dem Wert von 2023 entspricht, aber unter dem Vor-Pandemie-Durchschnitt von 3,7 Prozent liegt. Für 2025 wird ein Wachstum von 3,3 prognostiziert.

Für eine Reihe von Ländern und Gebieten liegen dem IWF keine Daten vor. Dazu gehören notleidende Volkswirtschaften wie der Libanon, Afghanistan und Nordkorea, aber auch wohlhabende Steuerparadiese wie Monaco, Bermuda und die Cayman-Inseln.

Anhand der verfügbaren Daten ranken wir die zwölf Länder mit einer aktuellen Wachstumsprognose von null Prozent oder weniger.

jon lyall/Shutterstock

12. Neuseeland – reales BIP-Wachstum: 0 %

Das für 2024 erwartete Wachstum Neuseelands wurde in der Herbst-IWF-Prognose seit der vorherigen Aktualisierung im Juli von 1,1 Prozent auf Null heruntergestuft.

Die Wirtschaft des Landes stagniert, vor allem wegen der hohen Zinsen, die den Immobilienmarkt dämpfen, die Arbeitslosigkeit in die Höhe treiben, die Verbraucherausgaben negativ beeinflussen und die Unternehmen belasten. 2024 verließ eine Rekordzahl von Neuseeländern auf der Suche nach besseren Chancen anderswo ihre Heimat. 

Für 2025 wird aber erwartet, dass sich die Wirtschaft erholt, da die Zinssätze sinken. Der IWF prognostiziert ein Wachstum von 1,9 Prozent, wobei auch hier die indirekten Folgen von Trump-Zöllen den Aufschwung dämpfen könnten.

Leonhard Simon/Getty Images

9. Deutschland – reales BIP-Wachstum: -0.2 %

Im Herbst 2024 korrigierte der IWF seine Prognose für das Jahr 2024 auch für Deutschland nach unten: Im Juli war für die Bundesrepublik noch ein Wirtschaftswachstum von 0,2 Prozent prognostiziert worden, welches dann auf Null herabgestuft wurde. Laut jüngsten Daten vom Januar 2025 ist der BIP wohl allerdings um 0,2 Prozent geschrumpft. Auch der Wert für 2025 wurde inzwischen von auf 0,8 Prozent auf 0,3 Prozent reduziert.

Die schlechteren Aussichten spiegeln die anhaltende Schwäche des verarbeitenden Gewerbes wider, die auf den hohen Energiekosten, Fachkräftemangel und der nachlassenden Nachfrage nach deutschen Exporten in China beruht. Hinzu kommen gedämpfte Verbraucherausgaben, knapp bemessene öffentliche Haushalte und fallende Immobilienpreise. Bundesbankpräsident Joachim Nagel warnt davor, dass die Wirtschaft noch mehr leiden könnte, wenn die zweite Trump-Regierung harte Zölle auf EU-Waren erhebt – und dann möglicherweise ein erbitterter Handelskrieg folgt.

FOTOGRIN/Shutterstock

9. Finnland – reales BIP-Wachstum: -0.2 %

Ende 2023 rutschte Finnland in die Rezession. Hohe Zinssätze und ein Rückgang der Exporte, von denen das Land massiv abhängig ist, haben der finnischen Wirtschaft in den letzten Jahren schwer zugesetzt. Daher geht der IWF für 2024 von einem um 0,2 Prozent geschrumpften BIP aus. 

Das Land scheint nun aber aus der Rezession herauszukommen, denn die Zinssätze sinken und die Exporte ziehen an. Für 2025 wird ein gesundes Wirtschaftswachstum von zwei Prozent erwartet. Dieselben potenziellen Negativauswirkungen möglicher Trump-Zölle gelten allerdings auch für Finnland.

PAUL FAITH/AFP via Getty Images

9. Irland – reales BIP-Wachstum: -0.2 %

Der IWF hat seine Prognose für Irland für das Jahr 2024 deutlich nach unten korrigiert und die Zahl von 3,3 Prozent im Oktober 2023 bei der Prognose ein Jahr später auf minus 0,2 Prozent gesenkt. Dahinter steht ein Rückgang in den Branchen, die von multinationalen Unternehmen dominiert werden, in der ersten Hälfte des Jahres 2024. 

Auf der anderen Seite wird für 2025 ein Wachstum von 2,2 Prozent vorhergesagt. Dieser Optimismus basiert auf Faktoren wie eine niedrigere Inflation, sinkenden Zinssätzen und einem anziehenden Arbeitsmarkt.

Imago/Alamy

8. Österreich – reales BIP-Wachstum: -0.6 %

Mit minus 0,6 Prozent Wirtschaftswachstum für 2024 prognostizierte der IWF für Österreich das zweitschlechteste Ergebnis aller europäischen Volkswirtschaften. Hinter dem zweiten Jahr mit Negativwachstum stehen geringere Exporte, rückläufige Investitionen und schwache Konsumausgaben, das Ganze in Verbindung mit hohen Inflationsraten und Zinsen.

Der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich bezeichnete die Prognose als „Weckruf“ für Unternehmen, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Für 2025 wird ein bescheidenes Wirtschaftswachstum von 1,1 Prozent erwartet.

Bumble Dee/Alamy

7. Estland – reales BIP-Wachstum: -0,9 %

Der IWF hat die Wachstumsprognose für das rezessionsgeplagte Estland für 2024 von minus 0,5 Prozent im April in seiner Aktualisierung vom Herbst auf minus 0,9 Prozent gesenkt.

Der Einmarsch Russlands in der Ukraine hat sich negativ auf die Wirtschaft des Landes ausgewirkt. Die maßgeblichen Faktoren sind aber die geringe Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit Estlands sowie die schwache Binnennachfrage. Mit einem prognostizierten Wachstum von 1,6 Prozent sind die Aussichten für 2025 zwar wesentlich besser, doch könnten mehrere geplante Steuererhöhungen die Verbraucherausgaben beeinträchtigen und die Erholung untergraben.

MOHAMMED HUWAIS/AFP via Getty Images

6. Jemen – reales BIP-Wachstum: -1 %

Der Bürgerkrieg, der seit 2014 im Jemen wütet, hat die Wirtschaft des Landes stark geschwächt. Der Konflikt hat nicht nur Menschenleben gekostet und zu weitreichenden Zerstörungen geführt, sondern auch Lieferketten durcheinandergebracht, ausländische Investitionen gestoppt, die Inflation in die Höhe getrieben und viele andere wirtschaftliche Probleme verursacht.

Infolgedessen sind vier von fünf Menschen im Jemen in die Armut gestürzt worden. Für 2025 wird zwar ein Wirtschaftswachstum von 1,5 Prozent erwartet, doch angesichts der immensen Herausforderungen, vor denen das angeschlagene Land steht, ist dies nur ein kleiner Schritt nach vorn.

AFP via Getty Images

5. Kuwait – reales BIP-Wachstum: -2,7 %

Im Herbst 2024 ging der IWF davon aus, dass die kuwaitische Wirtschaft bis zum Jahresende 2024 um 2,7 Prozent geschrumpft sein würde. Schuld daran sind vor allem die Produktionskürzungen, die von OPEC+, dem Verbund erdölexportierender Länder und weiterer Partnerländer, Ende 2022 aus Sorge vor einer schwachen Nachfrage eingeführt wurden. Der Abschwung hat die übermäßige Abhängigkeit des Golfstaates vom Öl deutlich gemacht und gezeigt, wie dringend die Wirtschaft diversifiziert werden muss.

Da das Ölkartell plant, die Preise ab April schrittweise anzuheben, wird für 2025 wieder ein Wachstum von 3,3 Prozent erwartet. Diese Preiserhöhungen wurden jedoch bereits um Monate verschoben und die Kürzungen gleichzeitig bis 2026 verlängert, was die wirtschaftliche Erholung Kuwaits bremsen könnte.

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Antonio Masiello/Getty Images

4. Argentinien – reales BIP-Wachstum: -3,5 %

Die Schocktherapie des argentinischen Präsidenten Javier Milei mit einer Reihe drastischer marktwirtschaftlicher Reformen zur Stabilisierung der kränkelnden argentinischen Wirtschaft hat im Land kurzfristig große finanzielle Probleme verursacht. Während im Herbst 2023 für die argentinische Wirtschaft im Jahr 2024 noch ein Wachstum von 2,8 Prozent erwartet wurde, setzte der IWF diese Prognose ein Jahr später auf minus 3,5 Prozent herunter.

Mit fünf Prozent Wachstum werden die argentinischen Wachstumsaussichten für 2025 auf Basis greifender Reformen optimistischer gesehen. Die Inflation soll aber weiterhin sehr hoch bleiben.

CLARENS SIFFROY/AFP via Getty Images

3. Haiti – reales BIP-Wachstum: -4 %

In Haiti herrscht nicht nur ein verheerender Bandenkrieg, sondern auch eine langwierige politische Krise, sodass Recht und Ordnung in dem Karibikstaat völlig zusammengebrochen sind und die Wirtschaft implodiert.

Das ärmste Land der westlichen Hemisphäre wird immer ärmer – für 2024 wurde eine um vier Prozent schrumpfende Wirtschaft vorhergesagt.

AFP via Getty Images

2. Sudan – reales BIP-Wachstum: -20,3 %

Im Sudan ist die Situation noch schlimmer. Das Land ist seit April 2023 in einen katastrophalen Bürgerkrieg verwickelt, der die Wirtschaft des ostafrikanischen Landes ruiniert hat. Der Staatshaushalt geht für Militärausgaben drauf, Infrastruktur und Handel sind zusammengebrochen, die sudanesische Währung ist abgestürzt und es herrscht Hyperinflation.

Am besorgniserregendsten ist jedoch die Tatsache, dass 8,5 Millionen Sudanesen von einer Hungersnot bedroht sind, da der Konflikt immer weiter fortschreitet. Der IWF prognostizierte für 2024 eine um 20,3 Prozent schrumpfende Wirtschaft. Für 2025 wird ein Wachstum von 8,3 Prozent vorhergesagt. Da der IWF diese Projektion allerdings auf der Annahme basierte, dass der Krieg bis Ende 2024 beendet sein würde, wird diese Zahl wahrscheinlich nach unten korrigiert werden.

Luke Dray/Getty Images

1. Südsudan – reales BIP-Wachstum: -26,4 %

Der benachbarte Südsudan befindet sich in einer ähnlich schlimmen Lage: Ein langjähriger Konflikt und schwere Überschwemmungen haben das Land in die Knie gezwungen. Die Öleinnahmen, von denen das Land abhängig ist, sind eingebrochen und die Inflation ist außer Kontrolle geraten. Aufgrund von Lebensmittelknappheit leidet die Hälfte der Bevölkerung unter extremem Hunger. Mit minus 26,4 Prozent bis Ende 2024 schrumpft die Wirtschaft des Südsudan damit laut dem IWF weltweit am schnellsten.

Ganz anders sieht es am entgegengesetzten Ende der Skala bei den am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften der Welt aus ...

March Studio/Shutterstock

Die am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften der Welt

Die derzeit am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften der Welt sind eine bunte Mischung. Unsere Liste umfasst die am dynamischsten wachsenden Länder mit Wachstumsraten von sechs Prozent oder mehr. Das schnelle Wirtschaftswachstum dieser 18 Nationen hat verschiedene Gründe, darunter höhere Einnahmen durch den Tourismus oder neue Ölfunde. 

Lesen Sie hier, wer die Liste anführt ...

KAREN MINASYAN/AFP via Getty Images

17. Armenien – reales BIP-Wachstum: 6 %

Der durch den Krieg in der Ukraine ausgelöste Zustrom russischer Migranten hat die armenische Wirtschaft angekurbelt und den Binnenkonsum und die Investitionen erhöht. Obwohl Armenien weiterhin von Russland abhängig ist, pflegt es engere Beziehungen zur EU. Dieser erfolgreiche Balanceakt zwischen den beiden geopolitischen Mächten wirkt sich positiv auf die Finanzen des Landes aus.

Nach einer sechsprozentigen Wachstumsprognose für 2024 wird für 2025 ein Rückgang auf 4,9 Prozent vorhergesagt, aber auch das sind sehr gute Aussichten, von denen viele Länder nur träumen können.

LE PICTORIUM/Alamy

17. Senegal – reales BIP-Wachstum: 6 %

Auch für die senegalesische Wirtschaft lag die IWF-Wachstumsprognose für 2024 bei sechs Prozent. 2025 sollen es sogar 9,3 Prozent sein.

Hinter diesem beneidenswerten Wachstum steht die Erschließung der Kohlenwasserstoffvorkommen des westafrikanischen Landes sowie ein günstiges wirtschaftliches Umfeld mit einer sinkenden Inflation. Auch die laufenden Reformen, mit denen Senegal im nächsten Jahrzehnt als aufstrebende Wirtschaft positioniert werden soll, setzen positive Signale.

Vadim_N/Shutterstock

14. Äthiopien – reales BIP-Wachstum: 6,1 %

Äthiopiens rasantes Wirtschaftswachstum der letzten Jahre basiert auf öffentlichen Investitionen, die dem Land eine hohe Verschuldung aufgebürdet haben. Makroökonomische Reformen sollen dieses Problem und andere Themen wie die hohe Inflation nun lösen. Die Regierung hat dennoch alle Hände voll zu tun, um den schwachen öffentlichen Sektor des Landes anzukurbeln. Trotzdem prognostiziert der IWF für Äthiopien nach 6,1 Prozent für 2024 ein noch stärkeres Wachstum von 6,5 Prozent für 2025.

Lostsurf/Shutterstock

14. Mauritius – reales BIP-Wachstum: 6,1 %

Laut der Weltbank ist Mauritius die am besten geführte Wirtschaft in Subsahara-Afrika. Die Regierung ist stabil und das unternehmerische Land hat eine florierende Wirtschaft mit diversen Sektoren entwickelt, einschließlich Tourismus, Bekleidungsherstellung und IT-Dienstleistungen.

Dank seines vorteilhaften Steuersystems ist Mauritius auch ein aufstrebender Finanzplatz und mit einem prognostizierten Wirtschaftswachstum von 6,1 Prozent für 2024 weiterhin auf dem Vormarsch. Angesichts der isolierten Lage des Landes im Indischen Ozean ist dies eine beachtliche Leistung.

NHAC NGUYEN/AFP via Getty Images

14. Vietnam – reales BIP-Wachstum: 6,1 %

Vietnam ist einer der wesentlichen Wachstumsführer Asiens. Der wirtschaftliche Aufschwung der letzten Jahre basiert auf einem vielfältigen Produktions- und Exportsektor, der von westlichen Unternehmen profitiert, die ihre Produktion aus China verlagern. Die Regierung fördert zudem die digitale Wirtschaft. Auch die wachsende Mittelschicht und der verstärkte Fokus auf erneuerbare Energien tragen zu den äußerst positiven wirtschaftlichen Aussichten des Landes bei.

Angesichts dieses Optimismus prognostiziert der IWF für 2024 und 2025 ein Wachstum von jeweils 6,1 Prozent für das südostasiatische Land.

STEFAN HEUNIS/AFP via Getty Images

9. Benin – reales BIP-Wachstum: 6,5 %

Wirtschaftlich gesehen spricht gerade vieles für Benin, angefangen bei seiner strategisch wichtigen Lage in Westafrika bis hin zu seinem erfolgreichen Baumwollsektor. Das Land ist der größte afrikanische Exporteur dieses Rohstoffs.

Investitionen in die Infrastruktur und Wirtschaftsreformen haben den Grundstein für weiteres Wachstum und eine fortschreitende Entwicklung gelegt. Daneben gibt es aber auch Herausforderungen wie ein relativ hohes Maß an Korruption und Armut.

Vadim_N/Shutterstock

9. Dschibuti – reales BIP-Wachstum: 6,5 %

Der Seehafen Port de Djibuti ist die Hauptstütze der Wirtschaft des ostafrikanischen Landes, für das der IWF eine Wachstumsprognose von 6,5 Prozent für 2024 ausgegeben hat. Dschibuti will sich als globales Handelszentrum etablieren, was durch erhebliche Investitionen in die Hafeninfrastruktur unterstützt wurde. Das Land plant zudem, das erste in Afrika zu sein, das zu 100 Prozent grüne Energie nutzt. Erneuerbare Energieressourcen werden entsprechend entwickelt.

Auf der anderen Seite könnte die Unterstützung des Landes für den Iran und seine Stellvertreter westliche Investoren abschrecken. Auch ein Seeverkehrsabkommen zwischen Äthiopien und Somaliland macht dem Status Dschibutis als wichtigstes regionales Handelszentrum Konkurrenz.

SIA KAMBOU/AFP via Getty Images

9. Elfenbeinküste – reales BIP-Wachstum: 6,5 %

Wir bleiben in Westafrika, wo für die Republik Elfenbeinküste ebenfalls ein Wirtschaftswachstum von 6,5 Prozent im Jahr 2024 prognostiziert wurde.

Getragen wird dieses Wachstum von der starken Kakaoindustrie des Landes, der größten der Welt. Weitere Pluspunkte sind der expandierende Erdöl- und Erdgassektor, eine stabile, an den Euro gekoppelte Währung und andere Positivfaktoren wie der steigende Binnenkonsum und ein florierender Aktienmarkt.

Collab Media/Shutterstock

9. Kirgisistan – reales BIP-Wachstum: 6,5 %

Die Wirtschaft in dem zentralasiatischen Land Kirgisistan befindet sich in sehr guter Verfassung. Die Industrieproduktion nahm 2023 deutlich zu, ebenso wie die Exporte und die Auslandsinvestitionen. Gleichzeitig konnte die Schattenwirtschaft des Landes eingedämmt werden, was die Steuereinnahmen erhöht und die allgemeinen Aussichten verbessert hat.

Nach einem erwarteten Wachstum von 6,5 Prozent für 2024 prognostiziert der IWF für 2025 ein abgeschwächtes, aber weiterhin kräftiges Wachstum von fünf Prozent.

R.M. Nunes/Shutterstock

9. Indien – reales BIP-Wachstum: 6,5 %

In seiner Herbst-Aktualisierung blieb der IWF für Indien bei seiner bisherigen 2024 Wachstumsprognose von sieben Prozent, im Januar 2025 wurde sie allerdings auf 6,5 Prozent herabgestuft.

Trotz einer Verlangsamung der Staatsausgaben und zurückhaltenderen Kreditvergaben seitens Banken wird für 2025 ein Wachstum von 6,8 Prozent erwartet. Indien hat allerdings mit einer schleppenden Verbrauchernachfrage, gedämpften Investitionen sowie einer hohen Inflation und hohen Zinssätzen zu kämpfen. Die allgemeinen Aussichten sind jedoch weiter positiv und das Land ist auf dem besten Weg, sein Ziel zu erreichen, bis 2047 eine Volkswirtschaft mit „oberem mittlerem Einkommen“ zu werden.

Aleksandar Grozdanovski/Shutterstock

8. Tadschikistan – reales BIP-Wachstum: 6,8 %

Bei Kirgisistans Nachbarn Tadschikistan ist die Wirtschaft ebenfalls auf dem aufsteigenden Ast. Für 2024 wurde vom IWF ein Wachstum von 6,8 Prozent prognostiziert, für 2025 werden 4,5 Prozent erwartet.

Zu den wachstumsfördernden Faktoren gehören erhöhte Infrastrukturausgaben und steigende Einnahmen aus dem Goldexport. Die Zukunft könnte sogar noch rosiger aussehen, nachdem im Dezember 2024 die Entdeckung von Vorkommen lukrativer seltener Erden vermeldet wurde.

Imago/Alamy

7. Ruanda – reales BIP-Wachstum: 7 %

Ruanda, wo 1994 durch den Völkermord an der Tutsi-Minderheit bis zu eine Million Menschen starben, hat sich zu einer der größten wirtschaftlichen Erfolgsgeschichten des 21. Jahrhunderts in Afrika entwickelt. Das Land hat sich schnell industrialisiert und verfügt heute über eine Reihe florierender Branchen wie verarbeitende Industrie, Tourismus und Finanzdienstleistungen.

Ein internationaler Flughafen, in den 1,9 Milliarden Euro investiert werden und der bis 2026 fertig sein soll, sollte das Wirtschaftswachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen weiter fördern. Die anhaltenden Menschenrechtsprobleme könnten ausländische Investoren jedoch abhalten und die langfristige wirtschaftliche Entwicklung des Landes behindern.

GIORGI ARJEVANIDZE/AFP via Getty Images

6. Georgien – reales BIP-Wachstum: 7,6 %

Exporte, Auslandsinvestitionen und Tourismus – alles ist in Georgien in den letzten Jahren nach oben gegangen und hat zu einem raschen Wirtschaftswachstum beigetragen. Für 2024 hat der IWF ein Wachstum von 7,6 Prozent prognostiziert; 2025 sollen es sechs Prozent sein.

Die Entscheidung der neuen pro-russischen Regierung Georgiens, die EU-Beitrittsgespräche auszusetzen, verheißt jedoch nichts Gutes für die künftige wirtschaftliche Entwicklung des Landes. Der Schritt hat im Lande breite Proteste ausgelöst.

amana images inc./Alamy

5. Palau – reales BIP-Wachstum: 8,1 %

Der Tourismus ist der wichtigste Wirtschaftszweig für diesen kleinen pazifischen Inselstaat. 40 Prozent des BIP entfallen darauf und die Erholung des Sektors nach der Pandemie hat Palau ein rasches Wirtschaftswachstum beschert. Die Tourismuszahlen haben sogar fast wieder das Niveau von vor der Pandemie erreicht. 

Zu den weiteren Faktoren, die zum Wachstum Palaus beitragen, gehört eine Reihe von Infrastrukturprojekten. So wird mit Unterstützung von Japan eine große Brücke wiederaufgebaut. Diese verbindet die Insel Koror, auf der sich die Hauptstadt befindet, mit der Insel Malakai, wo der wichtigste Hafen und das Kraftwerk des Landes liegen. 

Design Pics Inc/Alamy

4. Samoa – reales BIP-Wachstum: 9,7 %

Auch der polynesische Inselstaat Samoa profitiert von dem Tourismusboom nach der Pandemie. Der Aufschwung der Besucherzahlen hat nach mehreren Jahren des wirtschaftlichen Rückgangs zusammen mit anderen positiven Indikatoren eine solide wirtschaftliche Entwicklung unterstützt. Dazu gehören mehr Geldzuflüsse aus dem Ausland, eine nachlassende Inflation und ein umsichtiges Schuldenmanagement der Regierung.

Alles in allem ging der IWF im letzten Herbst für 2024 von einem Wachstum von 9,7 Prozent aus.

BOUREIMA HAMA/AFP via Getty Images

3. Niger – reales BIP-Wachstum: 9,9 %

Niger ist die am schnellsten wachsende Volkswirtschaft Afrikas. Das für 2024 prognostizierte Wachstum von fast zehn Prozent ist umso bemerkenswerter, wenn man bedenkt, dass der Staatsstreich von 2023 das Land politisch in eine Außenseiterposition gebracht und seiner Wirtschaft keinen Gefallen getan hat.

Der Niger hängt zwar von der Landwirtschaft ab, verfügt aber auch enorme Ölreserven. Eine neue, von China unterstützte Pipeline, die sich durch das benachbarte Benin zieht, hat sich als wichtiger Wachstumskatalysator für das westafrikanische Land erwiesen.

f11photo/Shutterstock

2. Macau – reales BIP-Wachstum: 10,6 %

Der Tourismus, der die Wirtschaft Macaus stützt, hat sich seit der Pandemie wieder erholt. Die Besucherzahlen, vor allem aus China, stiegen im August 2024 auf ein Allzeithoch von 3,65 Millionen. Im Oktober 2024 meldeten die Kasinos, für die die Sonderverwaltungsregion berühmt ist, ihre höchsten monatlichen Einnahmen seit Januar 2020. Die hohe Wachstumsprognose für 2024 von 10,6 Prozent überrascht also kaum.

StokDales/Shutterstock

1. Guyana – reales BIP-Wachstum: 43,8 %

Dank der Entdeckung riesiger Ölvorkommen in dem südamerikanischen Land erlebt Guyana derzeit einen außergewöhnlichen Wirtschaftsboom.

Mit der Erschließung der Ressource wurde 2020 begonnen und seitdem hat sich das Pro-Kopf-BIP mehr als verdoppelt. Für 2024 hat der IWF ein Wirtschaftswachstum von unglaublichen 43,8 Prozent prognostiziert. Die Regierung gibt den neuen Ölreichtum weiter, indem jeder erwachsene Bürger eine einmalige Barzahlung von umgerechnet rund 460 Euro erhält. Um sicherzustellen, dass die gesamte Bevölkerung und nicht nur einige wenige Privilegierte von dem Ölboom profitieren, muss allerdings noch viel getan werden.

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