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15 Reiseziele, die bald Geschichte sein könnten – und warum

Orte und Sehenswürdigkeiten, die in Gefahr sind

By Natalie Marchant · September 12, 2025

Originally published on loveEXPLORING

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31 slides 16 min read
FOTOGRIN/Shutterstock

Diese Sehenswürdigkeiten und Naturwunder sind bedroht

Ob die Galapagosinseln, die Chinesische Mauer oder die Kanäle von Venedig – immer mehr Reiseziele sind sowohl vom Klimawandel als auch vom Übertourismus bedroht. Verantwortungsvolles Reisen zum Schutz einmaliger Sehenswürdigkeiten war daher noch nie so wichtig wie heute.

Welche 15 Reiseerlebnisse besonders in Gefahr sind, sehen Sie auf den folgenden Bildern.

Adaptiert von Barbara Geier

Debra James/Shutterstock

Tauchen am Great Barrier Reef in Australien

Am Great Barrier Reef zu tauchen oder zu schnorcheln und die farbenfrohe Unterwasserwelt zu erkunden, steht auf der Wunschliste vieler Menschen. Das Riff, das sich über 2.300 Kilometer entlang der Ostküste Australiens erstreckt, ist das größte lebende Gebilde dieser Erde und sogar aus dem Weltraum zu sehen.

Das UNESCO-Weltnaturerbe bietet 1.600 Fischarten, 600 Korallenarten und 180 verschiedenen Haiarten ein Zuhause. 

I Shafiq/Shutterstock

Tauchen am Great Barrier Reef in Australien

Das größte Riffsystem der Welt wird allerdings von steigenden Wassertemperaturen bedroht, die hauptsächlich durch den Klimawandel verursacht werden. Wenn sich Meerwasser erwärmt, sterben Korallen ab – zurückbleiben weiße Kalkskelette. Diese Hitzewellen im Meer haben in nur zehn Jahren bereits fünf sogenannte Massenbleichen am Great Barrier Reef ausgelöst. 

Die Korallen können sich davon zwar erholen, allerdings nur, wenn die Temperaturen sinken und normale Bedingungen einkehren. Der Klimawandel setzt dem Great Barrier Reef auch auf andere Art und Weise zu: Die Ozeane versauern, es kommt zu Unwettern und die Lebensräume verändern sich.

AlexAnton/Shutterstock

Mit der Gondel durch Venedig fahren

Bis zu 30 Millionen Besucher strömen jedes Jahr nach Venedig. Sie bestaunen dort die von Wasser umgebenen Palazzi, schlendern über den malerischen Markusplatz, befahren die Kanäle in einer Gondel oder spazieren über einige der mehr als 400 Brücken, die zwischen den 118 Inseln der Lagune verlaufen.

Venedig wurde im 5. Jahrhundert gegründet und hatte sich bis zum 12. Jahrhundert zu einer maritimen Supermacht entwickelt. Seine berühmten Wahrzeichen wie die Rialtobrücke, die von Künstlern wie Tizian, Canaletto oder Monet verewigt wurden, ziehen schon seit Jahrhunderten Menschen an.

muratart/Shutterstock

Mit der Gondel durch Venedig fahren

Venedig ist Opfer seines eigenen Erfolgs geworden: Ein Konglomerat aus Massentourismus, steigendem Meeresspiegel, sinkenden Gebäudefundamenten und Rekordhitze bedroht die norditalienische Lagunenstadt.

Um die Stadt mit ihren 150 Kanälen zu schützen und die Besucherströme besser zu steuern, hat Venedig verschiedene Maßnahmen ergriffen. So wurden Kreuzfahrtschiffe verbannt und eine Eintrittsgebühr von fünf Euro für Tagesausflügler eingeführt – bei kurzfristiger Buchung (weniger als vier Stunden vor dem Besuch) erhöht sich diese sogar auf zehn Euro. Außerdem wurde die maximale Größe von Reisegruppen auf 25 Personen begrenzt.

Ein Hochwasser-Schutzsystem namens MO.S.E hilft der UNESCO-Welterbestadt seit 2020, Überschwemmungen in Schach zu halten.

Fish Ho Hong Yun/Shutterstock

Orang-Utans in Indonesien und Malaysia beobachten

Orang-Utans gibt es nur an zwei Orten dieser Welt: auf der indonesischen Insel Sumatra und auf Borneo, der drittgrößten Insel der Welt, die in Teilen sowohl zu Indonesien als auch Malaysia gehört.

Die hochintelligenten Menschenaffen, die 96,4 Prozent unserer Gene teilen, sind die größten baumbewohnenden Säugetiere der Welt und ihr Name geht auf den malaiischen Begriff für „Waldmensch“ zurück. Den sanftmütigen Tieren im Regenwald Sumatras oder Borneos zu begegnen und sie in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten, berührt und fasziniert zugleich.

Tetiana Photos/Shutterstock

Orang-Utans in Indonesien und Malaysia beobachten

Orang-Utans lassen sich am besten in speziellen Schutzgebieten oder Rehabilitationszentren beobachten, die sich für den Schutz der bedrohten Tiere einsetzen. Bedroht werden sie von der Abholzung des Regenwalds, zunehmender Jagd (eine Folge der Abholzung) und illegalem Wildtierhandel.

Laut Schätzungen gab es vor 100 Jahren insgesamt 230.000 Orang-Utans. Heute soll es auf Borneo nur noch 104.700 vom Aussterben bedrohte Tiere geben, auf Sumatra geht man von 7.500 aus. Von den am stärksten gefährdeten Menschenaffen – den Tapanuli-Orang-Utans – gibt es gerade mal noch 800.

Olga Kot Photo/Shutterstock

Den Salar de Uyuni in Bolivien fotografieren

Der Salar de Uyuni in Bolivien zieht jedes Jahr rund 24.000 Reisende an, nicht zuletzt, um diese unwirkliche Landschaft in Bildern festzuhalten. Die größte Salzpfanne der Welt ist das Überbleibsel prähistorischer Seen, die vor langer Zeit verdunstet sind. Sie besteht im Wesentlichen aus einer dicken Salzkruste, die in der Ferne in schneebedeckten Bergen verschwindet.

Zwischen Dezember und April, wenn sie vom Regen mit Wasser bedeckt wird, verwandelt sich die Salzfläche in einen riesigen Spiegel. Nach dem Trocknen bekommt die Oberfläche Risse und es bilden sich vieleckige Muster.

sunsinger/Shutterstock

Den Salar de Uyuni in Bolivien fotografieren

Der Salar de Uyuni ist nicht nur salzig, sondern auch eine der weltweit größten Lithiumquellen. Er liegt im Lithiumdreieck von Argentinien, Bolivien und Chile, wo in bestimmten Regionen besonders viel des leichten Metalls vorkommt.

Dieses „weiße Gold“ wird für Handys, Laptops und Elektrofahrzeuge benötigt und das Mineral ist so wertvoll, dass Boliviens staatliches Bergbauunternehmen 2023 in der Nähe der Salar de Uyuni seine erste Lithiumfabrik eröffnet hat. Die Gewinnung von Lithium, so wird befürchtet, kann die Umwelt verschmutzen, den Boden verunreinigen und zu Wasserknappheit führen und bedroht damit ein ohnehin fragiles Ökosystem noch mehr.

Seumas Christie-Johnston

Auf dem Inka-Pfad nach Machu Picchu in Peru wandern

Die Ruinen der Inka-Zitadelle Machu Picchu in Peru faszinieren seit ihrer „Entdeckung“ durch den US-amerikanischen Archäologen Hiram Bingham im Jahr 1911 viele Reisende. Abgesehen von den Einheimischen war sich die Welt dieser Stätte jahrhundertelang nicht bewusst.

Die steinernen Paläste, Terrassen und Tempel der Stätte aus dem 15. Jahrhundert liegen auf 2.430 Meter über dem Meeresspiegel und sind eine der berühmtesten Touristenattraktionen in Südamerika. Obwohl es Zugverbindungen gibt, entscheiden sich viele für eine Wanderung auf dem anstrengenden 43 Kilometer langen Inka-Pfad.

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Polhansen/Shutterstock

Auf dem Inka-Pfad nach Machu Picchu in Peru wandern

Die größte Befürchtung in Bezug auf Machu Picchu ist, dass die UNESCO-Welterbestätte einstürzt, bedingt durch natürliche Erosion und Probleme, die aus dem Übertourismus entstehen, wie Vandalismus und Vermüllung. Man bemüht sich daher inzwischen mehr darum, die historische und heilige Stätte zu erhalten.

Nichtsdestotrotz hat die peruanische Regierung Anfang 2024 das Limit für die tägliche Besucherzahl deutlich erhöht, um die Tourismusbranche zu unterstützen, die seit der Pandemie am Kämpfen ist.

spyarm/Shutterstock

Die Freiheitsstatue in New York besteigen

Die Freiheitsstatue ist ein Synonym für die amerikanischen Ideale von Demokratie, Freiheit und Gleichheit, und gehört zu den symbolträchtigsten Touristenattraktionen der Welt.

Gebaut wurde die 93 Meter hohe Statue 1884 in Frankreich. Nach der Verschiffung über den Atlantik fand sie 1886 auf einem Sockel ihren Platz in New York. Heute können Besucher von der Aussichtsplattform im Sockel den Blick auf die US-Metropole genießen. Auch die Krone kann über insgesamt 215 Stufen bestiegen werden. Die begehrten Tickets dafür sind begrenzt und werden nur über eine spezielle Website verkauft.

Sergii Figurnyi/Shutterstock

Die Freiheitsstatue in New York besteigen

Da die Freiheitsstatue im Hafen von New York auf der Insel Liberty Island steht, ist sie besonders anfällig bei Unwettern. So musste sie nach dem Hurrikan „Sandy“ im Jahr 2012 geschlossen werden, da die Insel überschwemmt worden war.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler warnen zudem davor, dass die Sehenswürdigkeit durch schwere Sturmfluten bedroht ist. Laut dem New York City Panel on Climate Change, das die Stadt zum Klimawandel berät, soll der Meeresspiegel bis zum Jahr 2050 um 20 bis 76 Zentimeter und bis zum Jahr 2100 sogar um 38 bis 190 Zentimeter ansteigen.

Sven Hansche/Shutterstock

Schnorcheln im Indischen Ozean der Malediven

Die Malediven locken mit unberührten Stränden, dem türkisblauen Wasser des Indischen Ozeans und Luxusresorts der Sonderklasse – im Jahr 2024 folgten rund 2 Millionen Touristen dem Ruf des Inselstaats.

Von den 1.190 Inseln der Malediven sind nur 200 bewohnt. Die umliegenden Gewässer sind ein Paradies für Taucher und Schnorchler mit über 1.000 Fischarten und mehr als 2.000 Korallenriffen. Das Baa-Atoll – eines von 26 Atollen, auf die sich die Malediven verteilen – ist ein UNESCO-Biosphärenreservat.

Henrry Josue Trejo Gomez/Shutterstock

Schnorcheln im Indischen Ozean der Malediven

Das kristallklare Wasser mag für die Touristen traumhaft sein. Für die Malediven stellt es allerdings auch eine existenzielle Bedrohung dar, denn 80 Prozent der Landfläche liegen unterhalb des Meeresspiegels. Der Inselstaat ist daher extrem anfällig für den Klimawandel und einige Wissenschaftler meinen sogar, dass die Malediven bis zum Jahr 2100 vollständig überflutet sein könnten.

Die maledivische Regierung hat einen Maßnahmenplan entwickelt, dessen Umsetzung die Inseln widerstandsfähiger gegen den Anstieg des Meeresspiegels und der Temperaturen machen soll.

CherylRamalho/Shutterstock

Eisbären in der kanadischen Hudson Bay beobachten

Churchill in der kanadischen Provinz Manitoba ist als „Eisbären-Hauptstadt der Welt“ bekannt. Jeden Herbst finden sich dort am Westufer der Hudson Bay geschätzt 1.200 dieser beeindruckenden Tiere ein. Sie verbringen rund die Hälfte ihrer Zeit mit der Nahrungssuche. Bevor der Winter beginnt, ziehen sie weiter, um Robben zu jagen.

Belugawale sowie arktische Vögel und Wölfe sind weitere einheimische Tierarten. Auch das Polarlicht ist während eines Großteils des Jahres in der Hudson Bay zu sehen.

CherylRamalho/Shutterstock

Eisbären in der kanadischen Hudson Bay beobachten

Die Existenz der mächtigen Eisbären ist nun in Gefahr, da der Klimawandel die eisfreie Zeit in der Hudson Bay deutlich verlängert hat und die Jagd auf Ringel- und Bartrobben damit erst später möglich wird. Normalerweise fressen sich die Eisbären mit ihren Jagdzügen auf dem Meereis genug Speck an, um davon während der eisfreien Monate zehren zu können.

Wenn ihre Fettreserven nun allerdings jedes Jahr mehrere Wochen länger halten müssen, bevor es wieder auf die Jagd gehen kann, droht der Hungertod. Ausgewachsene Eisbären verlieren ohne Nahrungszufuhr pro Tag ein bis zwei Kilo. In einer Studie, die im Sommer 2024 im Fachmagazin „Communications Earth & Environment“ erschien, warnen Forscher der University of Manitoba davor, dass eine Erderwärmung um mehr als zwei Grad Celsius die Eisbären-Population in weiten Teilen der Hudson-Bay-Region bedrohen werde.

Theodoros Apostolopoulos/Shutterstock

Im antiken Olympia auf eine Zeitreise gehen

Das antike Olympia im „Tal der Götter“ auf der Halbinsel Peloponnes ist eine der größten archäologischen Attraktionen Griechenlands. Die Anlage war im antiken Griechenland die berühmteste heilige Stätte und ist vor allem als Geburtsort der Olympischen Spiele bekannt, die hier zwischen dem 4. Jahrhundert v. Chr. und dem 8. Jahrhundert n. Chr. alle vier Jahre stattfanden.

Von den einst prächtigen Bauten sind nur noch Ruinen erhalten. Für Besucher wird die antike Welt dennoch zum Leben erweckt.

Milos Bicanski/Getty Images

Im antiken Olympia auf eine Zeitreise gehen

Die olympische Flamme wird hier immer noch feierlich vor jeder Olympiade entzündet, wie zuletzt vor den Spielen in Paris. Es sind aber leider Feuer einer ganz anderen und weitaus schlimmeren Art, die Olympia in den Schlagzeilen halten: 2007 kamen Waldbrände bis zum Rand des Geländes. Die Ruinen wurden damals zum Glück nicht beschädigt, ein Großteil der umliegenden Landschaft wurde allerdings stark in Mitleidenschaft gezogen.

Seitdem ist Griechenland immer wieder von extrem heißem Wetter und Waldbränden heimgesucht worden, die durch die Klimakrise noch verschärft wurden und historische Stätten im ganzen Land bedrohen.

laraslk/Shutterstock

Weintrinken in Bordeaux

Im Südwesten Frankreichs, wo seit mehr als 2.000 Jahren Wein hergestellt wird, sind die Weinberge so groß wie sonst nirgendwo auf der Welt. Wein gehört in Bordeaux zum Alltag und die geschätzt rund 6.000 dort ansässigen Weingüter produzieren jedes Jahr mehr als 600 Millionen Flaschen Wein.

Wenn man nicht gerade durch die Weinberge streift und mit Weinproben beschäftigt ist, können Touristen mittelalterliche Städte und historische Dörfer besichtigen.

Vito Arcomano / Alamy Stock Photo

Weintrinken in Bordeaux

Die Weinbereitung wurde in Bordeaux über Jahrhunderte hinweg verfeinert und beruht auf traditionellen Methoden. Wie jede Landwirtschaft unterliegt allerdings auch der Weinbau maßgeblich den Wetterbedingungen und die Auswirkungen des Klimawandels sind bereits spürbar.

Die Ironie ist, dass die wärmeren, trockeneren Sommer und die kühleren, feuchteren Winter der letzten Zeit gut für die Weinqualität sein könnten. Doch die Angst vor extremer Hitze und Dürre sowie veränderte Verbrauchertrends haben dazu geführt, dass Winzer in Bordeaux bereits ihre Weinberge aufgegeben haben und das Land für andere Zwecke nutzen.

NAEPHOTO/Shutterstock

Den Kilimandscharo in Tansania besteigen

Der eisbedeckte Gipfel des Kilimandscharo ist mit 5.895 Metern der höchste Berg Afrikas und weltweit eines der beliebtesten Ziele für Bergsteiger. Etwa 35.000 Menschen versuchen jedes Jahr, den schlafenden Vulkan zu besteigen, der keine technischen Kletterkenntnisse erfordert, bei vielen jedoch Höhenkrankheit auslöst.

Wer die fünf- bis neuntägige Tour und den Abstieg erfolgreich bewältigt, wird mit atemberaubenden Sonnenauf- und -untergängen und dem Anblick vielfältiger Landschaften und schneebedeckter Gletscher belohnt.

TristanBalme/Shutterstock

Den Kilimandscharo in Tansania besteigen

Die Eiskappe des Kilimandscharo ist bereits stark vom Klimawandel betroffen und in den letzten 100 Jahren um 90 Prozent geschrumpft.

Neben der globalen Erwärmung sorgt auch die Abholzung der Wälder für die Landwirtschaft, die Gewinnung von Brennholz und die Herstellung von Holzkohle für Probleme: Die Vegetation nimmt ab und der Berg trocknet aus, sodass es weniger Niederschlag und damit weniger Wasser gibt, sowohl für die Gletscher als auch für die Menschen vor Ort. Laut UNO-Vorhersage sollen die 11.700 Jahre alten Gletscher des Kilimandscharo bis 2050 komplett verschwinden.

miroslav chytil/Shutterstock

Drachen auf der indonesischen Insel Komodo beobachten

Der Legende nach hatte eine Prinzessin, die auf Komodo lebte, zwei Söhne (einen Menschen und eine Echse), die auf der „Insel der Drachen“ in Harmonie lebten – genau wie die Einheimischen auch heute noch mit den Komodowaranen zusammenleben.

Der „Komodo-Drache“ ist die größte Echse bzw. das größte Reptil der Welt und die Tiere können bis zu drei Meter lang werden. Im Nationalpark Komodo können Besucher sie in ihrem natürlichen Lebensraum bewundern. Auch das Rotbein-Großfußhuhn und der Gelbwangenkakadu sind hier heimisch.

Elana Yakubov/Shutterstock

Drachen auf der indonesischen Insel Komodo beobachten

Der Komodowaran wird von der International Union for the Conservation of Nature als gefährdet eingestuft. Laut Schätzungen gibt es heute weltweit weniger als 1.400 erwachsene Exemplare. Die meisten leben in dem Nationalpark auf Komodo, wo sie relativ gut geschützt sind.

Der potenzielle Verlust ihres Lebensraums aufgrund des raschen Klimawandels bringt sie dennoch in Gefahr. Im Jahr 2019 kündigten die indonesischen Behörden an, den Park zum Schutz der Echsen ein Jahr lang für Touristen zu sperren. Dieser Plan wurde allerdings später wieder verworfen.

aphotostory/Shutterstock

Auf der Chinesischen Mauer spazieren

Die Chinesische Mauer ist das größte Bauwerk der Welt und verläuft größtenteils an der Nordgrenze des Landes. Was wir heute als Chinesische Mauer bezeichnen, entstand während der Ming-Dynastie vom 14. bis 17. Jahrhundert als Verteidigungslinie. Das ist allerdings nur der jüngste Teil eines viel größeren – wenn auch nicht zusammenhängenden – Mauerkomplexes, der laut Schätzungen insgesamt 21.196 Kilometer umfasst und ab dem 3. Jahrhundert v. Chr. errichtet wurde.

Einige Abschnitte der Chinesischen Mauer, die seit 1987 UNESCO-Weltkulturerbe ist, sind inzwischen verfallen oder ganz eingestürzt. Ein Wunderwerk der Architektur ist das Bauwerk bis heute trotzdem. 

zhu difeng/Shutterstock

Auf der Chinesischen Mauer spazieren

Nach Tausenden von Jahren ist die Befestigungsmauer nun zunehmend von Mensch und Natur bedroht. Man geht davon aus, dass mehr als ein Drittel der Chinesischen Mauer bereits verschwunden ist und nur acht Prozent gelten noch als gut erhalten. 

Ein Teil des Problems ist die natürliche Abnutzung, ein anderer das rücksichtslose Verhalten einiger der jährlich zehn Millionen Besucher. Dazu kommt, dass Einheimische Teile der Mauer für private Zwecke wie den Bau von Häusern nutzen. Im Jahr 2023 wurde ein Teil schwer beschädigt, als Anwohner per Bagger eine bestehende Öffnung in der Mauer vergrößerten, um den Weg zu einer Baustelle abzukürzen.

FOTOGRIN/Shutterstock

Auf den Galapagosinseln auf Darwins Spuren wandeln

Die Galapagosinseln, wo Charles Darwin Denkanstöße für seine Evolutionstheorie fand, sind ein absolutes Mekka für Tierbeobachter. Die UNESCO beschreibt die zu Ecuador gehörenden Inseln im Pazifischen Ozean mit ihrer ungewöhnlichen Tierwelt als ein „lebendes Museum und Schaufenster der Evolution“.

Die berühmtesten Bewohner sind die Galapagos-Riesenschildkröten, die im Durchschnitt über 100 Jahre alt werden und den Inseln ihren Namen gaben. Im Spanischen ist „galápago“ der Name für einen speziellen Reitsattel, dessen Form dem Panzer der Riesenschildkröten ähnelt.

Maridav/Shutterstock

Auf den Galapagosinseln auf Darwins Spuren wandeln

Die lokale Wirtschaft der Galapagosinseln hängt heute in erster Linie vom Ökotourismus ab und Natur und Tiere stehen nicht zuletzt daher unter besonders großem Schutz. Dennoch gibt es eine Reihe von Umweltproblemen.

Die sowohl absichtliche als auch unabsichtliche Einschleppung invasiver Arten wiegt dabei besonders schwer und wirkt sich auf die Artenvielfalt der Inseln aus. Eine weitere Bedrohung ist das natürliche Wetterphänomen El Niño, das die Populationszahlen fast aller Arten auf den Galapagosinseln in kurzer Zeit verändern kann.

Gustavo Frazao/Shutterstock

Den brasilianischen Amazonas-Regenwald erkunden

Der Amazonas-Regenwald ist der vielfältigste natürliche Lebensraum der Welt: Etwa zehn Prozent aller Tierarten weltweit sind hier beheimatet, hinzu kommen über 2.500 Baumarten. Auf einer Fläche von sechs Millionen Quadratkilometern, die sich über neun Länder erstreckt, wird angeblich jeden Tag eine neue Tier- oder Pflanzenart entdeckt.

Der größte Teil des Regenwaldes liegt in Brasilien, wo Besucher die Region am besten bei einer Bootsfahrt auf dem Amazonas erkunden und in Dschungel-Lodges in oder in der Nähe von Naturschutzgebieten übernachten können.

QualityStockVideo/Shutterstock

Den brasilianischen Amazonas-Regenwald erkunden

Für die Erhaltung unseres Planeten spielt der Amazonas eine lebenswichtige Rolle, denn schätzungsweise 150 bis 200 Milliarden Tonnen Kohlenstoff werden in den Bäumen und Böden des Regenwaldes gespeichert. Dennoch ist er nach wie vor existenziell bedroht. Laut einer aktuellen Schätzung von Klimawissenschaftlern könnten bis zu 47 Prozent der „Lunge des Planeten“ bis 2050 durch steigende Temperaturen, Abholzung, Dürren und Brände gefährdet sein.

Aber es gibt auch positive Nachrichten: Nach Jahren der ungebremsten Ausbeutung werden jetzt endlich Maßnahmen zur Rettung des Waldes ergriffen und die brasilianische Regierung hat sich 2023 selbst verpflichtet, die Abholzung bis 2030 auf Null zu reduzieren.

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