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28 gruselige Lost Places warten auf Ihren Besuch – wenn Sie sich trauen

Vergessene Orte und ihre Geschichten

By Jacqui Agate · September 20, 2025

Originally published on loveEXPLORING

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57 slides 20 min read
WoutervandeKamp/Shutterstock

Geisterstädte und vergessene Bauten

Von ganzen Geisterstädten bis hin zu verfallenen Vergnügungsparks: Die folgenden Orte wurden aus den unterschiedlichsten Gründen aufgegeben – und doch üben sie eine ganz besondere Faszination auf uns aus. Entdecken Sie hier, welche Geschichten sich hinter den bröckelnden Fassaden und Ruinen verbergen.

Begleiten Sie uns auf eine virtuelle Reise zu 28 der eindrucksvollsten Lost Places aus aller Welt, die Sie noch immer besichtigen können ...

Adaptiert von Sophie Weissensteiner und Sandra Schröpfer

Kanuman/Shutterstock

Kolmannskuppe, Namibia

Sanddünen haben jede Ecke dieser Geisterstadt in der Namib-Wüste an der Südwestküste Afrikas erobert. Im Jahr 1908 fand der Eisenbahnarbeiter Zacharias Lewala in der Gegend einen merkwürdigen Stein, der sich später als Diamant entpuppte.

Kurz darauf wurde ein riesiges Diamantvorkommen entdeckt, was zur Gründung des Ortes Kolmannskuppe durch deutsche Kolonisten führte.

2630ben/Shutterstock

Kolmannskuppe, Namibia

Kolmannskuppe entwickelte sich zu einem wohlhabenden Ort mit prächtigen Häusern, einem Krankenhaus und einem Veranstaltungssaal. Das Diamantenvorkommen war jedoch bereits in den 1930er-Jahren erschöpft und die Einwohner pilgerten zu einer neuen Mine südlich der Stadt.

1956 standen bereits alle Häuser leer, seitdem sind die dem Verfall überlassen. Auf Führungen erhalten Touristen einen Einblick in die Vergangenheit und sie können durch die versandeten Gebäude streifen.

Leungchopan/Shutterstock

Hashima, Japan

Die Insel Hashima vor der Küste von Nagasaki trägt wegen ihrer schiffsähnlichen Form auch den Spitznamen „Kriegsschiffinsel“. Hier befand sich einst eine riesige Kohlemine. Zur Hochphase des Industriebooms in den 1940er- und 1950er-Jahren lebten Tausende Menschen auf der Insel.

Berichten zufolge soll es sich dabei allerdings auch um Hunderte Zwangsarbeiter aus Korea gehandelt haben.

Leungchopan/Shutterstock

Hashima, Japan

Das Kohlevorkommen war in den 1970er-Jahren jedoch bereits erschöpft, woraufhin die Mine geschlossen wurde. Die ehemaligen Wohnblocks der Minenarbeiter stehen seitdem leer und verfallen immer mehr.

Heute können Besucher auf Führungen mehr über die dunkle Geschichte von Hashima erfahren. Die Insel war auch im „James Bond“-Film „Skyfall“ (2012) zu sehen.

RobertKuehne/Shutterstock

Spreepark, Berlin, Deutschland

Von diesem verlassenen Vergnügungspark im Norden Berlins waren lange nur rostige Ruinen übrig. Er wurde 1969 als Kulturpark Plänterwald eröffnet und begrüßte in den darauffolgenden Jahrzehnten Millionen Besucher.

Das Gelände wurde 1991 verkauft, in Spreepark umbenannt und mehrere neue Attraktionen entstanden. Dies war jedoch zugleich der Anfang vom Ende.

Merlot Levert/Shutterstock

Spreepark, Berlin, Deutschland

Die Besucherzahlen sanken, und der Spreepark musste 2002 schließen. Seitdem bahnen sich Büsche und Bäume ihren Weg über das Gelände. Doch nicht mehr lange, denn schon bald sollen sich hier wieder Menschen tummeln – und zwar für ihr kulturelles Vergnügen.

Seit 2023 wird der alte Freizeitpark im Rahmen eines Stadtentwicklungsprojekts umfassend saniert. Die Renovierung des Eierhäuschens wurde bereits abgeschlossen und bietet nun zahlreiche Restaurants sowie den Spreepark Art Space mit vielseitigen Ausstellungen. Im Frühjahr 2027 soll der „Spreepark der Zukunft“ eröffnen.

Derzeit werden anderthalbstündige Führungen durch den Spreepark angeboten, und der Veranstaltungskalender hält zusätzliches Kulturprogramm für Interessierte bereit.

Felix Lipov/Shutterstock

Einwandererkrankenhaus auf Ellis Island, New Jersey, USA

Das Einwandererkrankenhaus von Ellis Island, das Anfang des 20. Jahrhundert eröffnet wurde, ist wohl eines der bekanntesten leerstehenden Gebäude Amerikas. Es diente zur Aufnahme, Beurteilung und Behandlung von Migranten, die ein neues Leben in den USA beginnen wollten.

Wer für die Einreise in die USA als ungeeignet befunden wurde, musste mitunter in sein Heimatland zurückkehren.

Andrea Izzotti/Shutterstock

Einwandererkrankenhaus auf Ellis Island, New Jersey, USA

Als die Zahl der Patienten abnahm, wurde das Krankenhaus 1930 vorerst geschlossen. In den darauffolgenden Jahrzehnten wurde die Einrichtung zur Behandlung von Militärpersonal genutzt, in den 1950er-Jahren jedoch endgültig aufgegeben.

Nachdem das Krankenhaus jahrelang für die Öffentlichkeit gesperrt war, bietet die Organisation Save Ellis Island heute Führungen durch das Gemäuer an.

Alessandro Carnevale/Shutterstock

Kloster Villers-la-Ville, Belgien

Dieses überwucherte Kloster steht in der belgischen Region Wallonien. Seine Geschichte reicht bis ins 12. Jahrhundert zurück, als es von 17 Mönchen des Zisterzienserordens gegründet wurde.

Im Laufe der Jahrhunderte veränderte sich die Fassade des Bauwerks immer wieder, von gotischer bis hin zu neoklassizistischer Architektur.

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Sergey Dzyuba/Shutterstock

Kloster Villers-la-Ville, Belgien

Während der Französischen Revolution 1794 wurde das Kloster geplündert und die Mönche mussten fliehen. Das Gebäude verfiel daraufhin zu einer Ruine.

Trotz des baufälligen Zustands bleibt Villers-la-Ville eine majestätische Stätte, die schon Schriftsteller und Künstler der Romantik faszinierte. Nach Restaurierungsarbeiten kann die Ruine und der Garten bis heute erkundet werden.

Mo Wu/Shutterstock

Port Arthur, Tasmanien, Australien

Die Sträflingskolonie Port Arthur wurde 1830 auf der australischen Insel Tasmanien gegründet. Britische Strafgefangene wurden dorthin deportiert und mussten unter anderem schwere körperliche Zwangsarbeit leisten, wie etwa den Schiffsbau.

Obwohl die Deportation von Kriminellen 1853 eingestellt wurde, blieb Port Arthur noch weitere 20 Jahre als Gefängnis in Betrieb.

Peter Gudella/Shutterstock

Port Arthur, Tasmanien, Australien

Port Arthur war berüchtigt für seine harten Bestrafungsmethoden: Die Verurteilten waren rund um die Uhr allein und täglich war nur eine Stunde Bewegung erlaubt.

Heute können Touristen mehr über das harte Leben von damals erfahren sowie die Zellen, die Kirche und andere Ruinen der ehemaligen Sträflingskolonie erkunden. Es wird empfohlen, vor dem Besuch eine Vorbuchung über die Website von Port Arthur vorzunehmen.

David Herraez Calzada/Shutterstock

Belchite, Spanien

Die zerstörte Stadt Belchite in der spanischen Provinz Saragossa erinnert an die Schrecken des spanischen Bürgerkriegs. Sie wurde bei einer blutigen Schlacht 1937 fast vollständig dem Erdboden gleichgemacht, wobei Tausende Menschen ihr Leben verloren. Belchite dient seitdem als ergreifendes Kriegsdenkmal.

KarSol/Shutterstock

Belchite, Spanien

In vielen Mauern, manche davon sind kunstvoll gemustert und graviert, sind noch heute die Einschusslöcher von damals zu erkennen.

Besucher können an Führungen durch den verlorenen Ort teilnehmen und mehr über den schrecklichen Abschnitt der spanischen Geschichte erfahren.

photoff/Shutterstock

Spinalonga, Griechenland

Diese einsame Insel im Nordosten Kretas hat eine turbulente Vergangenheit. Spinalonga wurde ursprünglich von den Venezianern besetzt, die hier im 16. Jahrhundert eine Festung errichteten.

1715 hatten die Osmanen die Insel erobert und erst Anfang des 20. Jahrhunderts verließen die Türken den Ort. Die Überreste der Festung und die mächtigen Verteidigungsmauern stehen noch immer.

Zlata Marka/Shutterstock

Spinalonga, Griechenland

Ab etwa 1904 diente die Insel einem ganz anderen Zweck: Sie wurde als Leprakolonie genutzt, auf die Hunderte Erkrankte verbannt wurden.

Bis 1957 wurden die Menschen auf Spinalonga isoliert, als die Regierung die Kolonie schließlich auflöste. Heute können die Ruinen besichtigt werden. Von der Stadt Plaka aus gibt es eine Bootsverbindung. 

Nitin G/Shutterstock

Jazirat Al Hamra, Vereinigte Arabische Emirate

Die Geisterstadt Jazirat Al Hamra im Nordosten der Vereinigten Arabischen Emiraten war einst ein florierendes Perlenfischerdorf mit Tausenden Einwohnern. 1968 wurde die Stadt jedoch vollständig aufgegeben, vermutlich, als Perlen an Wert verloren.

Viele Bewohner suchten daraufhin in Abu Dhabi ihr Glück. Es gibt allerdings auch Hinweise auf Konflikte zwischen den unterschiedlichen Volksgruppen, die zur Aufgabe des Ortes geführt haben könnten.

Alexey Stiop/Shutterstock

Jazirat Al Hamra, Vereinigte Arabische Emirate

Heute stehen die Häuser, von denen viele aus Korallen erbaut wurden, leer und um die Stadt ragen sich zahlreiche Gruselgeschichten.

Touristen können den Ort mit seinen Ruinen, darunter auch eine Moschee, auf eigene Faust erkunden. Einmal im Jahr kommen ehemalige Einwohner zu einer Wiedersehensfeier in Jazirat Al Hamra zusammen.

Dana Beveridge/Flickr/CC BY 2.0

Vergnügungspark Lake Shawnee, West Virginia, USA

Lake Shawnee, einer der gruseligsten verlassenen Vergnügungsparks der USA, befindet sich im Süden von West Virginia. Die Ruine hat eine makabre Geschichte, die noch vor dem Bau des Parks selbst beginnt.

Forsaken Fotos/Flickr/CC BY 2.0

Vergnügungspark Lake Shawnee, West Virginia, USA

Jahre später, in den 1920er-Jahren, kaufte der Unternehmer Conley Snidow das Grundstück und eröffnete dort einen kitschigen Themenpark mit Riesenrad und Schwimmbad – ohne die düstere Geschichte zu kennen.

Doch eine Reihe von Todesfällen im Park ließ viele Besucher daran glauben, dass der Ort verflucht sei. Der Park wurde 1966 geschlossen und seitdem rosten seine Überreste vor sich hin. Besucher können heute an Geschichtstouren teilnehmen.

Hansengbers/Shutterstock

Oradour-sur-Glane, Frankreich

Oradour-sur-Glane ist eine der bekanntesten Geisterstädte Europas – geprägt von grausamen Kriegsverbrechen des Zweiten Weltkriegs. Am 10. Juni 1944 stürmten deutsche SS-Soldaten das Dorf und töteten 642 Menschen.

Heute erinnern die Ruinen des Dorfes, die seitdem kaum verändert wurden, an diesen dunklen Tag.

WoutervandeKamp/Shutterstock

Oradour-sur-Glane, Frankreich

Während in der Nähe ein neues Dorf errichtet wurde, ist das ursprüngliche Oradour-sur-Glane als Denkmal für die Opfer des Massakers erhalten geblieben.

Auf einem Rundgang können Besucher die Gräueltaten der Nazis erahnen, die etwa anhand der ausgebrannten Häuser und Geschäfte und dem durchlöcherten Altar der Kirche deutlich werden. Verrostete Autowracks liegen noch immer auf den Straßen. Das örtliche Museum beherbergt eine sehenswerte Ausstellung zum Dorfleben vor dem Massaker.

Felix Lipov/Shutterstock

Subway-Station City Hall, New York, USA

Diese stillgelegte U-Bahnstation ist eine Attraktion in New York, die Touristen und Einheimische gleichermaßen fasziniert. Die Haltestelle City Hall wurde 1904 eröffnet und war damit die erste Subway-Station der Metropole.

Rund vier Jahrzehnte lang war sie in Betrieb, bis die Zugwaggons maßgeblich verändert wurden und nicht mehr hineinpassten. Seit 1945 rollen keine Züge mehr über die Gleise.

Felix Lipov/Shutterstock

Subway-Station City Hall, New York, USA

Zwar ist die Haltestelle nicht mehr in Betrieb, doch zieht ihre architektonische Schönheit die Menschen in ihren Bann. Die gewölbten Decken, farbenfrohen Fliesen, Oberlichter und Kronleuchter machen City Hall außergewöhnlich und entsprechen ganz und gar nicht der sonst so tristen Norm einer U-Bahnstation.

Mitglieder des New York Transit Museum können Tickets für Führungen durch den verlassenen Bahnhof erwerben.

oerb/Shutterstock

Vergnügungspark Yongma Land, Seoul, Südkorea

Dieser verrostete Vergnügungspark in Seoul wurde in den 1980er-Jahren eröffnet und war lange eine lebhafte Familienattraktion. Die farbenfrohen Autoscooter, Karussells und Jahrmarktspiele zogen Kinder aller Altersklassen bis kurz nach der Jahrtausendwende an.

Doch leider konnte der Park nicht mit der Konkurrenz mithalten. Die Kunden suchten den Kick schließlich anderswo und blieben in Yongma Land eines Tages aus.

oerb/Shutterstock

Vergnügungspark Yongma Land, Seoul, Südkorea

2011 waren die Besucherzahlen so niedrig, dass Yongma Land seinen Betrieb einstellen musste. Heute zieht der Park eine andere Art von Touristen an – sogenannte Urban Explorer. Sie sind fasziniert von dem verfallenen Jahrmarkt und finden es schaurig-schön, zwischen rostigen Karussells umherzulaufen. 

Hobbyfotografen und Interessierte können den heruntergekommenen Park gegen eine geringe Gebühr erkunden.

Eifel Kreutz/Shutterstock

Ha Ha Tonka Castle, Missouri, USA

Hier ist die schaurig-schöne Ruine des Ha Ha Tonka Castles zu sehen, das von dem US-Geschäftsmann Robert Snyder entworfen wurde. Angelehnt an europäische Märchenschlösser, begann Snyder 1905 mit dem Bau.

Er kam jedoch 1906 bei einem der ersten Autounfälle des Staates ums Leben, sodass er das Schloss nie in seiner ganzen Pracht zu sehen bekam.

Kiwi Innovation/Shutterstock

Ha Ha Tonka Castle, Missouri, USA

Snyders Söhne ehrten die Vision ihres Vaters und so wurde das Schloss in den 1920er-Jahren fertiggestellt. Einer der Söhne wohnte jahrelang darin, bis es in ein Hotel umgebaut wurde.

In den 1940er-Jahren wurde das Ha Ha Tonka Castle jedoch durch ein heftiges Feuer zerstört und nicht wiederaufgebaut. Die Überreste sind heute offiziell denkmalgeschützt. Besucher können die Ruinen auf eigene Faust erkunden.

Dmitry Chulov/Shutterstock

Pyramiden, Norwegen

Pyramiden, eine ehemalige Siedlung bei Spitzbergen, wurde 1910 von den Schweden gegründet und 17 Jahre später an die Sowjetunion verkauft.

Lange Zeit florierte in dem 1.000-Einwohner-Ort der Kohleabbau, bis die Mine 1998 stillgelegt wurde. Daraufhin wurde Pyramiden aufgegeben.

Fredy Thuerig/Shutterstock

Pyramiden, Norwegen

Obwohl Pyramiden heute eine Geisterstadt ist, ist viel von der sowjetischen Architektur noch erhalten.

Zu den Sehenswürdigkeiten zählen eine Bibliothek, ein Musiksaal mit einem Flügel und ein Monument des Revolutionärs Wladimir Lenin. Wer gerne länger bleiben möchte, kann sogar vor Ort in einem Hotel übernachten.

Alison Hancock/Shutterstock

Eastern State Penitentiary, Pennsylvania, USA

Das Eastern State Penitentiary in Philadelphia bezeichnet sich selbst als „Amerikas historischste Strafanstalt“. Das 1829 in Betrieb genommene Gefängnis war einzigartig in seiner Behandlung von Insassen – sie wurden völlig isoliert eingesperrt und mussten harte Arbeit leisten.

MISHELLA/Shutterstock

Eastern State Penitentiary, Pennsylvania, USA

Im Laufe der Jahrzehnte kam es in dem Gefängnis zu zahlreichen Unruhen, da die Insassen immer wieder gegen die Überfüllung und schlechten Haftbedingungen rebellierten. Trotzdem blieb das Eastern State Penitentiary bis in die 1970er-Jahre in Betrieb.

Heute finden Führungen und Audiotouren durch die alten Zellen und leeren Innenhöfe statt. Besucher erfahren dabei auch mehr über die Insassen, zu denen etwa der berüchtigte Mobster Al Capone zählte.

Cecile Marion/Alamy Stock Photo

La Petite Ceinture, Paris, Frankreich

Die Petite Ceinture in Frankreich war früher eine viel befahrene Regionalbahnlinie, über die sowohl Personen- als auch Güterzüge rollten. Als die Pariser Metro und Autos immer beliebter wurden, geriet die einst viel genutzte Eisenbahnverbindung jedoch in Vergessenheit.

Seit 1934 ist der Bahnhof geschlossen und inzwischen ein ruhiges Fleckchen Natur, an dem sich sogar Wildtiere beobachten lassen. 

Oliver Cherryman/Shutterstock

La Petite Ceinture, Paris, Frankreich

Die stillgelegten Gleise im 16. Arrondissement zwischen der Porte d'Auteuil und dem Bahnhof La Muette sind inzwischen für die Öffentlichkeit zugänglich. Zwischen Graffiti-Wänden und von Grün umgebenen Gehwegen können Großstädter einen Hauch von Natur genießen.

Ein weiterer Abschnitt im 12. Arrondissement dient auch als städtischer Naturpfad, an dem es insgesamt 250 Tier- und Pflanzenarten zu entdecken gibt. Hinzu kommen zwei weitere Abschnitte der stillgelegten Strecke, die betreten werden dürfen.

Johannes Eisele/AFP/Getty Images

Houtouwan, China

Das verlassene Fischerdorf Houtouwan ist ein Traum für Fotografen: Viele der leer stehenden Häuser sind komplett überwuchert und die Gassen verschwinden geradezu im dichten Grün.

Der Ort auf der ostchinesischen Insel Shengshan war einst die Heimat einer ganzen Fischergemeinde, doch letztendlich machte die abgeschiedene Lage des Dorfes das Leben zu einer Herausforderung.

Johannes Eisele/AFP/Getty Images

Houtouwan, China

Der Fischhandel von Houtouwan stand im Schatten großer Städte wie Shanghai, sodass in den 1990er-Jahren immer mehr Menschen das Dorf verließen. Anfang des neuen Jahrtausends waren auch die letzten Fischer fortgezogen und die Gebäude blieben dem Verfall überlassen.

Heute sind auf den überwucherten Wegen abenteuerlustige Touristen anzutreffen, die in die fensterlosen Gemäuer spähen und den Ausblick aufs Meer genießen. 

MilesbeforeIsleep/Shutterstock

Henry River Mill Village, North Carolina, USA

Das Henry River Mill Village diente als Drehort für die Filmreihe „Die Tribute von Panem“. Darin stellt die Geisterstadt den Distrikt 12 dar, in dem Protagonistin Katniss Everdeen lebt. Vor seinem Debüt auf der Leinwand wurde in dem verlassenen Ort in North Carolina bis in die 1960er-Jahre Baumwolle gesponnen.

Die Spinnerei brannte 1977 nieder und Ende der 1990er-Jahre hatten auch die letzten Einwohner das Dorf verlassen.

MilesbeforeIsleep/Shutterstock

Henry River Mill Village, North Carolina, USA

Heute können Besucher an Führungen teilnehmen, die sich mit der Geschichte der Siedlung und dem Leben zu Zeiten der Baumwollspinnerei befassen.

Wer mag, kann sogar vor Ort übernachten: Eines der im Jahr 1905 erbauten Häuser wurde liebevoll renoviert und mit modernen Möbeln, einer Kochnische sowie zwei Badezimmern ausgestattet.

Jorge Franganillo/Flickr/CC BY 2.0

Hôtel Belvédère du Rayon Vert, Cerbère, Frankreich

Das Hôtel Belvédère du Rayon Vert – ein im Art-Déco-Stil erbautes, schiffsförmiges Gebäude – wurde 1932 im südfranzösischen Cerbère nahe der spanischen Grenze eröffnet. Es entstand in strategischer Lage, direkt neben den Eisenbahnschienen.

Gästen, die auf der Durchreise waren, standen nicht nur ein Ballsaal und ein Casino zur Verfügung, sondern auch ein Tennisplatz auf der Dachterrasse.

lesseptpignons/Flickr/CC BY 2.0

Hôtel Belvédère du Rayon Vert, Cerbère, Frankreich

Im spanischen Bürgerkrieg brach das Geschäft jedoch ein, bis in die 1980er-Jahre konnte sich das Hotel aber noch halten.

Heute beherbergt das inzwischen denkmalgeschützte Hôtel Belvédère du Rayon Vert einige Ferienwohnungen. Wer eine Übernachtung bucht, für den ist eine Führung durch die Räume mit Geschichten zu dem faszinierenden Gebäude inklusive.

Russell Kord/Alamy Stock Photo

Rhyolite, Nevada, USA

Rhyolite ist eine der am besten erhaltenen Geisterstädte von Nevada. Der 1904 gegründete Ort im Death Valley hatte eine nur sehr kurze Lebensdauer.

Als in der Gegend Quarz entdeckt wurde, wuchs die Siedlung rasant. Innerhalb weniger Jahre entstanden Häuser, Geschäfte, eine Schule, ein Krankenhaus und viele weitere Gebäude.

Stevve Schlaeger/Shutterstock

Rhyolite, Nevada, USA

Die amerikanische Finanzkrise von 1907 traf Rhyolite jedoch hart. 1911 war die Mine geschlossen und 1916 hatten alle Einwohner den Ort verlassen. Seitdem sind die Straßen menschenleer und die Westernstadt verfällt zu einer Ruine.

Besucher bekommen auf einem Rundgang durch den Ort auch das Zugdepot, das ehemalige Bankgebäude und das 1925 restaurierte Bottle House zu sehen. 

Grinchenkova Anzhela/Shutterstock

Kayaköy, Türkei

Die türkische Geisterstadt Kayaköy im Taurusgebirge steht bereits seit den 1920er-Jahren leer. Die Ursprünge des Ortes reichen mindestens bis ins 14. Jahrhundert zurück und einst lebten in den heute verfallenen Häusern Zehntausende griechisch-orthodoxe Christen und anatolische Muslime.

Der griechisch-türkische Krieg veränderte Kayaköy jedoch für immer ...

Karetnikava Lizaveta/Shutterstock

Kayaköy, Türkei

Nach Kriegsende mussten die christlichen Einwohner ihre Häuser verlassen und nach Griechenland ziehen. Der „Bevölkerungsaustausch“ sollte sicherstellen, dass sowohl die Türkei als auch Griechenland jeweils nur eine Hauptreligion hatten.

1957 kam es zu weiteren Veränderungen, als ein Erdbeben viele Häuser und öffentliche Gebäude der Stadt zerstörte. Kayaköy ist heute verfallen, kann aber auf einer Führung besucht werden. 

Frank L Junior/Shutterstock

Old Idaho State Penitentiary, Idaho, USA

Im Old Idaho State Penitentiary, dem Gefängnis der Stadt Boise im US-Bundesstaat Idaho, saßen nach der Eröffnung 1872 mehr als 100 Jahre lang Verbrecher hinter Gittern.

Zu den Häftlingen zählte auch der berüchtigte Serienmörder Harry Orchard, der den damaligen Gouverneur von Idaho, Frank Steunenberg, auf dem Gewissen hat.

Nagel Photography/Shutterstock

Old Idaho State Penitentiary, Idaho, USA

francesco de marco/Shutterstock

Craco, Italien

Eine der spektakulärsten Geisterstädte Europas befindet sich in der süditalienischen Region Basilicata. Das Gebiet um das verlassene Dorf Craco war bereits ab dem 8. Jahrhundert v. Chr. besiedelt. Trotz dieser langen Geschichte war die Natur dem Ort nicht wohlgesonnen. 

Im Laufe des 20. Jahrhunderts hatten die Einwohner mit Überschwemmungen, Erdrutschen und Erdbeben zu kämpfen.

Massimiliano Marino/Shutterstock

Craco, Italien

Craco hatte selbst die Pest im 17. Jahrhundert überstanden, die die Einwohnerzahl dramatisch schrumpfen ließ. Es waren jedoch die Erdrutsche in den 1950er- und 1970er-Jahren, die die Menschen letztendlich dazu zwangen, an einen sichereren Ort umzuziehen.

Heute kann die Geisterstadt auf einer Führung besichtigt werden. Die Ruinen sind inzwischen auch ein beliebter Drehort für Film und Fernsehen.

Mariusz S. Jurgielewicz/Shutterstock

Bodie, Kalifornien, USA

In Bodie, einer der bekanntesten Geisterstädte Amerikas, steht die Zeit still. Nach der Entdeckung von Gold 1859 in der Gegend lebten rund 10.000 Menschen in dem kalifornischen Ort. In den 1870er-Jahren kamen immer mehr Goldsucher in die Stadt und Bodie florierte.

PaulBriden/Shutterstock

Bodie, Kalifornien, USA

In Bodie gab es nicht nur Wohnhäuser, sondern auch zahlreiche Saloons, Casinos und sogar Bordelle. Das brachte der Goldsucherstadt zwar einen schlechten Ruf ein, die Bergleute reisten aber trotzdem in Scharen an.

Gold war jedoch nicht unbegrenzt vorhanden. Als die Minen stillgelegt werden mussten, wanderten auch die Einwohner ab. Seit den 1960er-Jahren ist der Ort eine Geisterstadt, die inzwischen unter Denkmalschutz steht. 

Matyas Rehak/Shutterstock

Ross Island, Indien

Ross Island, eine kleine unbewohnte Insel der indischen Andamanen, wurde in den 1850er-Jahren von den Briten besetzt. Die Kolonialherren nutzten den Ort zunächst als Strafkolonie für indische Rebellen, änderten aber bald ihre Pläne.

Die Gefangenen wurden an einen anderen Ort gebracht und auf Ross Island entstand ein britischer Verwaltungssitz.

CRS PHOTO/Shutterstock

Ross Island, Indien

Die Insel verwandelte sich in einen prächtigen Sitz für britische Offiziere: Schicke Villen, eine Kirche und sogar ein Ballsaal und ein Tennisplatz entstanden. 1938 wurden alle verbliebenen Häftlinge entlassen und 1947 erlangte Indien seine Unabhängigkeit.

Seitdem erobert die Natur die Insel zurück. Die Häuser sind inzwischen zu Ruinen verfallen und vom Dschungel vereinnahmt. Touristen gelangen per Boot von Port Blair aus nach Ross Island. 

erikacarreraph/Shutterstock

Poggioreale, Sizilien, Italien

1968 erschütterten eine Reihe verheerender Erdbeben Sizilien. Einer der am schlimmsten betroffenen Orte war Poggioreale im Südwesten der italienischen Insel.

Die Einwohner flohen aus dem Dorf und bauten es an anderer Stelle neu auf. Die ursprünglichen Häuser blieben dem Verfall überlassen. 

RolfEStaerk/Shutterstock

Poggioreale, Sizilien, Italien

Die Ruinen von Poggioreale sind noch immer so zu sehen wie kurz nach dem schweren Erdbeben. Viele Mauern bröckeln und Häuser stehen ohne Dächer und Türen da – auf den Straßen liegen Schutt und Trümmer verstreut.

Besucher können durch die verlassenen Gassen schlendern, durch Fenster blicken und sich dabei auf eine Zeitreise in die Vergangenheit begeben.

Alabama Living

Filmkulisse aus „Big Fish“, Alabama, USA

Die Stadt Spectre wurde 2003 für den Film „Big Fish“ errichtet. Unter der Regie von Tim Burton erzählt das Fantasy-Drama die Geschichte von Edward Bloom, einem sterbenden Vater, der versucht, seine Beziehung zu seinem Sohn wiederherzustellen, indem er ihm fantastische Geschichten aus seiner eigenen Jugend erzählt.

Die Kulisse wurde mit viel Liebe zum Detail von Grund auf neu aufgebaut.

Associated Press/Alamy Stock Photo

Filmkulisse aus „Big Fish“, Alabama, USA

Die Kulissenstadt befindet sich auf Jackson Lake Island im US-Bundesstaat Alabama und beheimatet heute Ziegen. 2023 kam es zu einem Brand, als ein Haus von einem Blitz getroffen wurde – glücklicherweise fanden die Tiere in der Kirche Unterschlupf. 

Besucher können das ausgediente Set erkunden, zu dem knorrige Bäume und eine Reihe verfallener Häuser gehören. Hier und da könnte einem auf der Hauptstraße sogar eine Ziege begegnen. 

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