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So sahen berühmte Weltstädte früher aus
Hauptstädte weltweit in historischen Bildern
By Rachel Truman · September 25, 2025
Originally published on loveEXPLORING
Urbane Ansichten in Schwarz-Weiß
Von minimaler Veränderung bis zur ultimativen Transformation – das Stadtbild vieler Hauptstädte dieser Welt hat sich im Laufe der Jahrhunderte auf sehr unterschiedliche Weise gewandelt. Während einige Innenstädte ihren ursprünglichen Charme bewahren konnten, zeichnen sich andere heute durch ihre moderne Architektur aus. Einige der ältesten Bilder dieser bedeutenden Weltstädte sprechen für sich.
Bereit für eine Reise in die Vergangenheit? Hier sehen Sie, wie sich Berlin, Paris, Madrid und Co. seit Mitte des 19. Jahrhunderts verändert haben …
Adaptiert von Sophie Weissensteiner
Paris, Frankreich
Dieses Bild des Boulevard du Temple im Zentrum von Paris zählt zu den ersten Fotos überhaupt und wurde 1838 von einem der Pioniere der Fotografie, Louis Daguerre, aufgenommen. Es gilt auch als eines der ersten Fotos, auf dem Personen zu sehen sind – unten links im Bild sind zwei Männer abgebildet.
Paris war zu dieser Zeit bereits eine politisch, wirtschaftlich und kulturell bedeutende Stadt. Ihr urbanes Erscheinungsbild veränderte sich rund 20 Jahre nach dieser Aufnahme durch das umfassende Umgestaltungsprojekt des Stadtplaners Georges-Eugène Haussmann – mit großzügigen Alleen, Prachtbauten und grünen Parks, die das Stadtzentrum zu dem Ort machten, den wir noch heute kennen.
Auch das Wahrzeichen der Stadt fehlte zum Zeitpunkt dieses Fotos noch, denn erst 50 Jahre später wurde der Eiffelturm zu einem prägenden Merkmal der Pariser Skyline.
London, Großbritannien
Eines der allerersten Fotos der britischen Hauptstadt entstand 1839, zwei Jahre nachdem die junge Königin Victoria den Thron bestiegen hatte. Der französische Fotograf Monsieur de St. Croix, dessen Vorname nicht überliefert ist, nutzte dafür das von dem gerade erwähnten Louis Daguerre entwickelte Daguerreotypie-Verfahren, bei dem Bilder auf versilberten Kupferplatten entwickelt wurden.
Die Aufnahme zeigt die Statue von König Charles I. an der Kreuzung Charing Cross im Londoner Stadtzentrum, wo sie auch heute noch steht – mit dem Banqueting House im Hintergrund.
Rom, Italien
Als Archäologe und Pionier der europäischen Fotografie ist Joseph-Philibert Girault de Prangey für einige der ersten Fotografien historisch bedeutender Ruinen in Europa sowie im Nahen Osten verantwortlich. Mittels Daguerreotypie fing er hier 1842 Rom und seine Pons Aemilius ein – auch bekannt als Ponte Rotto (Italienisch für „zerstörte Brücke“).
Sie ist die älteste Steinbrücke der italienischen Hauptstadt und wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach restauriert. Als dieses Bild entstand, hatte die Brücke noch zwei Steinbögen – heute besteht sie aus lediglich einem Bogen, der ohne Verbindung zum Ufer im Fluss steht.
Athen, Griechenland
Auch die ersten Bilder von Athen stammen von Girault de Prangey. Bei einer Reise im Jahr 1842 gelang es ihm, einige stimmungsvolle Aufnahmen der Akropolis zu machen, darunter dieses Bild des Erechtheion.
Der Tempel war zu diesem Zeitpunkt, wie unschwer zu erkennen ist, äußerst baufällig – ebenso wie ein Großteil Athens. Die Stadt war erst 1834, zwei Jahre nach Erlangung der Unabhängigkeit vom Osmanischen Reich, zur griechischen Hauptstadt ernannt worden.
Ein paar Jahrzehnte bevor dieses Foto entstand, ließ der britische Botschafter im Osmanischen Reich, Lord Elgin, Marmorskulpturen aus dem Parthenon und anderen Gebäuden der antiken Zitadelle entfernen. Sie sind als Elgin Marbles bekannt und befinden sich bis heute im British Museum in London, was nach wie vor sehr umstritten ist.
Washington D.C., USA
Die älteste bekannte Aufnahme des Kapitols in Washington D.C. machte 1846 der amerikanische Fotograf John Plumbe. Damals zierte das Gebäude noch eine kupferüberzogene Holzkuppel, die einige Jahre später durch eine noch höhere Eisenkuppel ersetzt wurde. Der Umbau dauerte von 1856 bis 1866 und schuf eines der markantesten Wahrzeichen des Kapitols.
Washington, das seit 1790 die US-Hauptstadt ist, war zu diesem Zeitpunkt noch relativ klein. Erst nach dem amerikanischen Bürgerkrieg, der 1865 endete, boomte die Bevölkerung, und die Stadt weitete sich auf Georgetown und die umliegenden ländlichen Gebiete aus.
Wien, Österreich
Hier ist die Wiener Ringstraße im Jahr 1884 zu sehen. Die zahlreichen Paläste, Museen und öffentlichen Gebäude, die im 19. Jahrhundert entstanden sind, schmücken bis heute diese Prachtstraße Wiens.
Die österreichische Hauptstadt galt damals als kulturelles Zentrum Europas und war der Lebensmittelpunkt vieler berühmter Künstler und Komponisten wie Johann Strauss. Franz Joseph I. war zu dieser Zeit Kaiser von Österreich und König von Ungarn. Seine Hauptresidenz war die Hofburg im 1. Bezirk, in den Sommermonaten diente das prächtige Schloss Schönbrunn als kaiserliche Sommerresidenz.
Kairo, Ägypten
Im 19. Jahrhundert übten die antiken Schätze Ägyptens eine enorme Faszination aus und vor allem abenteuerlustige und wohlhabende Europäer reisten in das Land.
Als diese Aufnahme der Zitadelle von Saladin in Kairo im späten 19. Jahrhundert entstand, war Ägypten Teil des Osmanischen Reiches. Im Jahr 1882 besetzten die Briten im Anglo-Ägyptischen Krieg das Land, um ihre finanziellen Interessen, insbesondere die Kontrolle über den Suezkanal, abzusichern. Nach dem Konflikt errichtete Großbritannien ein faktisches Protektorat über das osmanisch regierte Ägypten – ein Zustand, der bis zum Ersten Weltkrieg andauerte.
Istanbul, Türkei
Dieses historische Foto aus dem späten 19. Jahrhundert zeigt Konstantinopel – das heutige Istanbul – zur Zeit des ersten griechisch-türkischen Kriegs. Die Stadt war bis zum Ende des Osmanischen Reiches im Jahr 1922 Hauptstadt der Türkei und wurde dann von Ankara abgelöst.
Die hier zu sehende Silhouette Istanbuls mit den Türmen der Ortaköy-Moschee aus dem 19. Jahrhundert am Ufer des Bosporus fasziniert noch heute. Die Stadt war ein wichtiger Knotenpunkt im Warenverkehr zwischen Europa und Asien und gewann durch die Eröffnung des Suezkanals 1869 weiter an strategischer Bedeutung.
Mexiko-Stadt, Mexiko
Auf diesem Archivbild von 1884 ist Mexiko-Stadt zu sehen – im selben Jahr, in dem Porfirio Díaz seine zweite Amtszeit begann. Er war der am längsten amtierende Präsident Mexikos und gilt bis heute wegen seines autoritären Regierungsstils und der weit verbreiteten Korruption als umstritten.
Die umfassende Modernisierung der mexikanischen Hauptstadt, die sich teilweise an der Pariser Stadtplanung des 19. Jahrhunderts orientierte, geht auf seine Regierungszeit zurück. Der riesige Plaza de la Constitución, allgemein als Zócalo bekannt, ist damals wie heute das Herzstück der Stadt.
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Dublin, Irland
Hier fährt eine Pferdekutsche im Jahr 1892 durch die Grafton Street in Dublin. Die Durchgangsstraße wurde im frühen 18. Jahrhundert auf einem alten Feldweg angelegt und entwickelte sich in den folgenden Jahrzehnten zu einer belebten Handelsstraße mit zahlreichen Geschäften und wohlhabenden Anwohnern.
Vom einstigen Glanz war Mitte des 19. Jahrhunderts jedoch wenig übrig, denn die Straße verfiel zunehmend und wurde zum Rotlichtviertel. Diese Zeiten sind allerdings vorbei, denn heute ist die in eine Fußgängerzone verwandelte Grafton Street wieder eine der schönsten Straßen der Stadt.
Bangkok, Thailand
Auf dieser Aufnahme von Bangkok, der Hauptstadt des damaligen Königreichs Siam, ist von Rucksacktouristen und belebten Rooftop-Bars noch nichts zu sehen. Womit die Stadt aber schon damals punkten konnte, waren ihre belebten Märkte, von Booten übersäte Kanäle und riesige Tempelanlagen.
Dieses historische Foto wurde 1893 vom Wat Cheng aus aufgenommen – einem beeindruckenden Bauwerk am Ufer des Chao-Phraya-Flusses, das heute als Wat Arun bekannt ist. Zu dieser Zeit regierte König Chulalongkorn, dessen Vater König Mongkut Jahrzehnte später in „Der König und ich“ unsterblich wurde. Das später auch mehrmals verfilmte Musical basiert auf dem autobiografischen Roman der Engländerin Anna Leonowens, die im 19. Jahrhundert am Hof des Königs als Erzieherin arbeitete.
Der Tourismus nahm in dem Land, das 1939 seinen heutigen Namen erhielt, erst in den 1960er-Jahren Fahrt auf.
Peking, China
Unter den vielen Aufnahmen, die der amerikanische Fotograf und Ingenieur Thomas Child von Peking gemacht hat, sticht dieser Albumin-Silberdruck aus den 1870er-Jahren besonders hervor. Er hält das Leben vor der Modernisierung der chinesischen Hauptstadt fest und zeigt eine Reihe von Geschäften im traditionellen Stil, die der Fotograf in seinen Bildnotizen beschreibt.
Child arbeitete als Ingenieur für eine chinesische Behörde und fotografierte während seiner Zeit in Peking zahlreiche berühmte Wahrzeichen wie den Sommerpalast und die Chinesische Mauer.
Canberra, Australien
Dieses Foto ist eine der ersten Aufnahmen der australischen Hauptstadt und stammt aus der Zeit um 1920, als es nur wenige öffentliche Gebäude gab. Erst in den 1930er-Jahren nahm die geplante Hauptstadt wirklich Gestalt an. Zuvor gab es dort nur Schaffarmen.
Für den Standort der neuen Hauptstadt hatte man sich 1908 entschieden – genau auf halbem Weg zwischen Sydney und Melbourne. Der Erste Weltkrieg, die Weltwirtschaftskrise und der Zweite Weltkrieg führten jedoch zu erheblichen Verzögerungen beim Bau der Stadt, die von den amerikanischen Architekten Walter Burley Griffin und Marion Mahony Griffin entworfen wurde. Heute zählt Canberra rund 478.000 Einwohner und ist eine der jüngsten Hauptstädte der Welt.
Madrid, Spanien
Hier ein faszinierender Blick auf das rege Treiben in Madrid im späten 19. Jahrhundert: Auf dem Bild ist der Plaza de la Puerta del Sol zu sehen, einer der meistbesuchten Plätze im Stadtzentrum. Seine auffällige, halbkreisförmige Auslegung sowie viele der prächtigen Gebäude gehen auf Mitte des 19. Jahrhunderts zurück.
Zu sehen sind auch die Straßenbahnen, die damals noch von Pferden gezogen wurden – ein Verkehrsmittel, das ab 1871 die spanische Hauptstadt revolutionierte. Rechts im Bild erkennt man das Postgebäude Real Casa de Correos mit der berühmten Uhr, unter der sich zu Silvester Tausende Menschen versammeln, um das neue Jahr zu feiern.
Berlin, Deutschland
Leopold Ahrendts gilt als einer der ersten deutschen Fotografen. Mitte des 19. Jahrhunderts nahm er viele Bilder von Berlin auf und verewigte mit diesem Schnappschuss aus dem Jahr 1856 das vielleicht schönste Barockgebäude Berlins, das Zeughaus an der Prachtstraße Unter den Linden.
Damals war Berlin noch Hauptstadt des Königreichs Preußen, 1871 nach der Reichsgründung wurde es zur Hauptstadt des Deutschen Kaiserreiches. Bevor es 1875 in ein Kriegs- und Waffenmuseum umgewandelt wurde, diente das Zeughaus der Brandenburgisch-Preußischen Armee als Lager für Waffen und Kriegsgerät. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Prachtbau stark beschädigt. Heute ist das restaurierte Zeughaus der Hauptbau des Deutschen Historischen Museums, der seit Mitte 2021 wegen Renovierungsarbeiten allerdings geschlossen ist.
Lissabon, Portugal
Vom Aussichtspunkt des Castelo de São Jorge hatte man bereits 1895 einen wunderschönen Blick auf die Altstadt von Lissabon und den Tejo-Fluss. Obwohl seither mehr als hundert Jahre vergangen sind, hat sich die Stadt aus dieser Perspektive nicht großartig verändert – abgesehen von der berühmten Hängebrücke Ponte 25 de Abril, die mittlerweile den Fluss überspannt.
Die historische Hafenstadt war in ihrer langen Geschichte viel umkämpft, doch zu dieser Zeit war sie der Sitz der portugiesischen Monarchie. Der neoklassizistische Ajuda-Nationalpalast war in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die offizielle königliche Residenz und blieb es bis zum Ende der Monarchie im Jahr 1910.
Havana, Kuba
Im Jahr 1890 sah die kubanische Hauptstadt Havanna noch so aus wie auf diesem Foto. Die Basilika des Heiligen Franz von Assisi aus dem 16. Jahrhundert ist auf dieser Aufnahme im Vordergrund zu erkennen und eine von vielen schönen Kirchen, die von den Spaniern gebaut wurden.
Zu diesem Zeitpunkt waren Kuba und Puerto Rico die beiden letzten spanischen Kolonien in der sogenannten Neuen Welt. Im späten 19. Jahrhundert erlebte Havanna einen Bevölkerungsboom, als Hunderttausende Spanier auf die Insel zogen. Nach dem Spanisch-Amerikanischen Krieg erlangte Kuba 1898 schließlich seine Unabhängigkeit, wobei die US-Streitkräfte die Insel noch bis 1902 besetzten.
Kopenhagen, Dänemark
Dieses sehr frühe Bild aus dem Jahr 1840 zeigt den Ulfeldts Plads in Kopenhagen, der heute als Gråbrødretorv bekannt ist. Es wurde von Peter Faber, einem Dichter und Pionier der Telegrafie, aufgenommen und gilt als das älteste bekannte Foto des Landes.
Der Platz in der Altstadt war damals von einem Marktgebäude geprägt, in dem die Metzger der Stadt ihren Handel betrieben. Auch wenn es auf dem Foto nicht sichtbar ist, hatten die Häuser bunte Fassaden – ein Merkmal, das bis heute erhalten geblieben ist.
Zu dieser Zeit lebte auch der Märchenautor Hans Christian Andersen in Kopenhagen. Nur drei Jahre später wurde der berühmte Vergnügungspark Tivoli eröffnet.
Singapur
Diese Straßenszene wurde um 1900 aufgenommen, als sich Singapur bereits als wichtiger Außenposten des britischen Weltreichs etabliert hatte. Der heutige Stadtstaat, der strategisch günstig an der Straße von Malakka liegt, wurde 1819 von dem britischen Kolonialadministrator Stamford Raffles als Handelsniederlassung gegründet. Nach der Fertigstellung des Suezkanals im Jahr 1869 nahm der Schiffsverkehr zu, was die Bedeutung der Stadt weiter steigerte.
Im Bildhintergrund ist das Regierungsgebäude zu sehen, das ebenfalls 1869 vollendet wurde. Als Singapur 1959 die Selbstverwaltung erlangte, wurde es in Istana („Palast“ auf Malaiisch) umbenannt und der Bau fungiert heute als offizielle Residenz des Präsidenten der Republik.
Brüssel, Belgien
In den 1850er-Jahren wirkte die Altstadt von Brüssel noch vergleichsweise verlassen – von den vielen Touristen, die heute das Stadtbild prägen, fehlte damals jede Spur. Diese historische Aufnahme verdanken wir dem Brüsseler Amateurfotografen Louis-Pierre-Theophile Dubois de Nehaut, der mit seinen Fotografien die Straßenzüge rund um sein Zuhause, Bahnhöfe oder Ansichten des zoologischen Gartens der Stadt festhielt.
Zu dieser Zeit regierte Leopold I. von Sachsen-Coburg-Gotha in Belgien. Nach der Sezession Belgiens von den Niederlanden hatte er 1831 als erster belgischer König den Thron bestiegen und herrschte bis zu seinem Tod im Jahr 1865.
Neu-Delhi, Indien
Dieses Foto aus den 1920er-Jahren zeigt das sich im Bau befindliche Haus des Vizekönigs („Viceroy“) in Neu-Delhi, das zum Herzstück der neuen Hauptstadt Britisch-Indiens werden sollte. Im britischen Kolonialreich trug der Generalgouverneur von Britisch-Indien ab 1858 auch den Viceroy-Titel.
Der Grundstein für Neu-Delhi, das Kalkutta (heute Kolkata) als Hauptstadt ablöste, wurde 1911 südlich von Shahjahanabad gelegt, dem damaligen Stadtzentrum von Delhi. Die Aufnahme ist Teil einer Serie des Architekten Arthur Gordon Shoosmith, der ab 1920 für den bekannten britischen Architekten Edwin Lutyens vor Ort den Bau des Hauses beaufsichtigte. 1950 wurde das „Viceroy's House“ in Rashtrapati Bhavan („Haus des Präsidenten“) umbenannt und dient heute als Amtssitz des indischen Staatspräsidenten.
Hanoi, Vietnam
Als dieses Bild Ende des 19. Jahrhunderts aufgenommen wurde, stand Hanoi noch unter französischer Kolonialherrschaft. Die Hauptstadt Vietnams war 1873 von den Franzosen erobert worden, die das Stadtbild mit breiten Boulevards und großzügigen Plätzen prägten. 1902 wurde Hanoi zur Hauptstadt des Kolonialgebiets Französisch-Indochina ernannt, zu dem das heutige Vietnam, Laos und Kambodscha gehörten.
Ursprünglich hieß die Stadt Thang Long, was „aufsteigender Drache“ bedeutet, und war bereits bis 1802 die Hauptstadt Vietnams, bevor die Nguyen-Dynastie den Regierungssitz verlegte. 1831 erhielt sie ihren heutigen Namen Hanoi („zwischen zwei Flüssen“) und wurde 1976 nach dem Vietnamkrieg erneut zur Hauptstadt erklärt.
Ottawa, Kanada
Ottawa liegt am Zusammenfluss der Wasserläufe Ottawa, Gatineau und Rideau und war schon im 19. Jahrhundert ein wichtiger Handelsplatz, vor allem während des Booms im Holz- und Pelzhandel. Wegen ihrer Lage zwischen dem englischsprachigen Ontario und dem französischsprachigen Québec wurde Ottawa 1857 zur Hauptstadt der Provinz Kanada ernannt – und 1867 zur Hauptstadt des britischen Hoheitsgebiets.
Das Foto aus dem Jahr 1884 zeigt die Chaudière-Wasserfälle, die anfangs ein Hindernis für die Schifffahrt waren, später aber als Energiequelle das Wachstum der Stadt beförderten.
Bern, Schweiz
Im Jahr 1405 zerstörte ein Brand große Teile der Stadt Bern, deren Gebäude damals überwiegend aus Holz bestanden. Danach wurde die Stadt aus Sandstein neu aufgebaut – das historische Zentrum ist seither weitgehend unverändert geblieben.
Der mittelalterliche Uhrturm Zytglogge war schon über 500 Jahre alt, als dieses Foto Ende des 19. Jahrhunderts entstand. Zusammen mit dem bekannten Schützenbrunnen von 1543 gehört er noch heute zu den Wahrzeichen, die viele Besucher der Schweizer Hauptstadt bewundern.
Buenos Aires, Argentinien
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