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Eine vergessene Südstaatenvilla, die ein Goldschatz-Geheimnis hütet
Die Geheimnisse einer alten Villa aus dem Bürgerkrieg
By Daniel Coughlin · October 2, 2025
Originally published on lovePROPERTY
Das Rockwell House in Bildern
Das Rockwell House im US-Bundesstaat Georgia ist ein besonderes Beispiel für die elegante Architektur aus der Zeit vor dem Amerikanischen Bürgerkrieg im 19. Jahrhundert. Und doch stand es nach einem Brand 1969 jahrzehntelang leer – trotz der Gerüchte über vergrabenes Gold auf dem Anwesen. Nach umfangreichen Sanierungsarbeiten ist das alte Herrenhaus nun aber sogar auf dem Immobilienmarkt erschienen.
Begleiten Sie uns auf einen virtuellen Rundgang durch die alte Südstaatenvilla ...
Adaptiert von Jasmin Moore und Sandra Schröpfer
Das Anwesen vor der Restaurierung
Der Fotograf Leland Kent von „Abandoned Southeast“ konnte das verfallene Juwel vor Beginn der Restaurierungsarbeiten in seiner ganzen Pracht festhalten.
Im Februar 2021 wurde er erneut ins Rockwell House eingeladen, um die Restaurierungsarbeiten zu fotografieren.
Eine Südstaatenschönheit
Das prächtige Haus wurde 1838 für Oberst Samuel Rockwell, einen Anwalt, Sklavenhalter und Kriegsveteranen, erbaut und befindet sich in dem idyllischen Städtchen Milledgeville, das damals die Hauptstadt von Georgia war.
Ein feudales Anwesen
Die ungewöhnliche Fassade
Der stolze Preis eines Zauns
Ein namhafter Bewohner
Die Eigentümerwechsel
Nach Johnsons Tod 1880 lebten eine Reihe wohlhabender Kaufleute und Bauern im Rockwell House, bevor es 1904 von Marshall Bland, einem Vertreter der Versicherungsgesellschaft New York Life Insurance Company, gekauft wurde.
Bland versuchte 1910, das Haus an einen Mann von außerhalb zu verkaufen. Doch trotz der Zahlung einer Kaution zahlte der Interessent nie den Restbetrag für die Immobilie. Die Villa wurde schließlich von Blands Cousin Oscar Ennis gekauft.
Der Eingangsbereich
Das Erdgeschoss
Als Leland Kent 2019 die Innenräume fotografierte, waren Schäden und Abnutzungserscheinungen unübersehbar, die Räume im Erdgeschoss befanden sich aber noch in einem guten Zustand.
Besonders charmant ist dieses lichtdurchflutete Wohnzimmer mit seinem hübschen Kamin und den traditionellen Schiebefenstern.
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Relikte der Vergangenheit
Der Raum verfügt über prächtige historische Elemente, von den geschnitzten Holztüren über die Deckenrosetten bis hin zur Wandvertäfelung.
Ennis und seine Familie wohnten bis 1962 in dem Haus, das dann von einem Zahnarzt aus der Gegend, Robert Watson, gekauft wurde.
Die umfangreiche Renovierung
Der Brand
Als die Handwerker im Schlafzimmer im ersten Stock Farbe mit einer Lötlampe entfernten – was keine gute Idee ist in einem Haus, das zum Großteil aus Holz besteht – setzten sie es versehentlich in Brand.
Das Zimmer lag direkt über dieser Treppe und richtete im gesamten Obergeschoss großen (und teuren!) Schaden an.
Ein Schatten seiner selbst
Für die Nachwelt erhalten
Der drohende Abriss
Der Erlös diente der Instandsetzung der durch den Brand beschädigten Innenräume. Obwohl vom ursprünglichen Esszimmer lange nur kahle Wände und Holzdielen übrig waren, ließen Details wie die Wandvertäfelung und der Deckenstuck seine einstige Pracht erahnen.
Dabei stand es Anfang der 1970er-Jahre gar nicht gut um die Villa: Ein Kaufinteressent wollte die verbliebene Ausstattung herausreißen und verkaufen. Stattdessen ging die Immobilie aber an die Makler Joanne und Cecil Ogden.
Nostalgische Details
1978 wurde das Rockwell House unter Denkmalschutz gestellt, doch nur das Allernötigste wurde renoviert, sodass die Villa immer weiter verfiel.
Diese geschwungene Treppe, die die Gäste beim Betreten des Foyers empfängt, ist aber bis heute erhalten geblieben.
Erhaltenswerte Architektur
Ein weiteres Element, das schon 2019 noch in gutem Zustand war, sind die Doppeltüren im ersten Stock, die auf den vorderen Balkon führen.
Mit ihren aufwendigen Bleiverglasungen spiegeln sie das Design der darunter liegenden Eingangshalle wider und durchfluten das Treppenhaus mit natürlichem Licht.
Große Pläne
Im gesamten ersten Stock blätterte der Putz von den Wänden und auch diese Treppe hatte eine Restaurierung dringend nötig.
Erst 2019 fanden sich Investoren, die Rockwell House zu einem Schnäppchenpreis von umgerechnet rund 316.000 Euro kauften und große Pläne hatten. Unter der Leitung des Maklers Ross Sheppard aus Atlanta, der auf die Restaurierung historischer Immobilien spezialisiert ist, wurde die Villa nun saniert.
Die originalgetreue Restaurierung
Einsatz neuester Technik
Die kunstvoll gestalteten Holzarbeiten im Esszimmer, die nun im Winterthur Museum in Delaware zu sehen sind, wurden mit neuesten 3D-Scan- und Drucktechniken nachgebildet.
Die Restauratoren bemühten sich, das Haus bis ins kleinste Detail originalgetreu wiederaufzubauen.
Weitläufiges Gelände
Der Außenbereich des historischen Herrenhauses erstreckt sich über fünf Hektar, mit einem Teich und einigen Nebengebäuden, in denen einst die Sklaven wohnten.
Eine überdachte Veranda auf der Rückseite spendet Schatten während der heißen Sommermonate in Georgia. Angeblich liegt auf dem weitläufigen Gelände sogar ein Schatz vergraben ...
Die Goldschatz-Legende
Es heißt, dass irgendwo auf dem Anwesen Gold versteckt wurde, angeblich unter dem Fundament der Villa – so die Legende.
Allerdings weiß niemand, wer den möglichen Goldschatz versteckt haben soll oder warum. Bislang wurde noch nichts gefunden.
Die neue Fassade
Die Wiedergeburt eines historischen Wahrzeichens
Das Gebäude erstrahlt nun wieder in seinem ursprünglichen Sonnengelb. Das Gestrüpp wurde entfernt und die Investoren gestalteten eine Grünanlage, wobei die alten Eichen und Magnolienbäume ebenfalls erhalten blieben.
Ein beliebtes Ferienhaus
Nach der Renovierung wurde das Anwesen wieder aktiv genutzt, etwa als Hochzeitslocation und als Gästehaus, das über Airbnb vermietet wurde.
Hier abgebildet ist das Wohnzimmer, das mittlerweile kaum wiederzuerkennen ist.
Erneuter Eigentümerwechsel
Im Frühjahr 2024 gaben die Investoren von Rockwell House jedoch bekannt, dass die Villa zum Verkauf stand und schließlich für rund 768.000 Euro verkauft wurde, wie aus den Immobilienaufzeichnungen von Zillow hervorgeht.
Während die früheren Eigentümer sich Berichten zufolge einem anderen Restaurierungsprojekt in Georgia gewidmet haben, scheinen die neuen Besitzer ebenso entschlossen zu sein, das Erbe des Hauses zu bewahren. Auch sie planen, es in Zukunft als Veranstaltungsort und Ferienunterkunft zu nutzen, wie aus der Website hervorgeht.
Eine (hoffentlich) aussichtsreiche Zukunft
Es bleibt abzuwarten, wie es mit diesem historischen Anwesen weitergeht. Rockwell House scheint jedoch in guten Händen zu sein. Auf dem Grundstück ist vielleicht kein Gold versteckt (oder doch?), aber die exquisiten Details und das reiche Kulturerbe machen das Anwesen trotzdem zu einem architektonischen Schatz.
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