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Diese 18 kuriosen Kreuzfahrt-Geheimnisse kennt fast niemand
18 Kreuzfahrt-Fakten, die Lust auf das Bordleben machen
By Lizzie Cox · October 12, 2025
Originally published on loveEXPLORING
Wie gut wissen Sie über das Leben an Bord Bescheid?
Auf Kreuzfahrten werden All-You-Can-Eat-Buffets und Landgänge angeboten. So weit, so bekannt. Aber zum Urlaub auf Ozeanriesen gibt es noch viel mehr zu wissen – und einiges davon dürfte sogar Kreuzfahrt-Fans überraschen.
Von Schiffen mit eigenen Brauereien bis zu Routen über die Weltmeere, die fast ein Jahr dauern – mit unseren 18 spannenden Kreuzfahrt-Fakten erfahren Sie Wissenswertes und Kurioses zum Urlaub auf hoher See.
US-Dollar-Beträge wurden in Euro umgewandelt.
Adaptiert von Barbara Geier
Das erste Kreuzfahrtschiff stach im Jahr 1900 in See
Das britische Unternehmen P&O Cruises ist die älteste Kreuzfahrtgesellschaft der Welt, die ab 1844 umgebaute Postdampfer für Passagierfahrten einsetzte. Doch der eigentliche Kreuzfahrt-Pionier kommt aus Deutschland: Im Jahr 1900 stach mit der „Prinzessin Victoria Luise“ das erste Schiff in See, das spezifisch für Urlaubsreisen gebaut wurde.
Auf dem Passagierdampfer der Hamburger Reederei HAPAG (heute Hapag-Lloyd) mit 120 Erste-Klasse-Kabinen standen den Reisenden verschiedene Extras wie ein Fitnessraum und sogar eine Dunkelkammer zum Entwickeln der Urlaubsfotos zur Verfügung.
Der erste Ozeandampfer mit einem Schwimmbad stach 1906 in See
Das britische Passagierschiff „Adriatic“ war 1906 das erste seiner Art mit einem Pool an Bord. Dieses zusätzliche Angebot für die Passagiere markierte den Beginn der Ära luxuriöser Hochseereisen.
1912 folgte die „Titanic“ mit ihrem eigenen beheizten Salzwasserpool (Bild). Nach heutigen Maßstäben mag er nicht viel hermachen. Zur damaligen Zeit stellte er aber eine Extravaganz dar und trug zum legendären Ruf der „Titanic“ bei.
1922 umrundete das erste Passagierschiff die Welt
1922 schrieb die „Laconia“ der britischen Cunard-Reederei Geschichte, als sie von New York aus zu einer 130-tägigen Kreuzfahrt aufbrach, in deren Verlauf sie die Welt umsegelte. An Bord waren wohlhabende Reisende, die auf der Route in 22 Ländern an Land gehen konnten.
Eine US-Fernsehserie sorgte für einen Kreuzfahrt-Boom
Noch bevor das „Traumschiff“ auf deutschsprachigen Bildschirmen in See stach, gelang es einer US-Serie, die Kreuzfahrerei als Urlaub für jedermann (und -frau) populär zu machen: Das „Love Boat“ war von 1977 bis 1986 auf den TV-Bildschirmen zu sehen und stellte das Leben an Bord auf eine Art und Weise dar, die auch für normale Reisende zugänglich und erschwinglich erschien.
Das Schiff mit dem romantischen Namen, das in der echten Welt die „Pacific Princess“ der amerikanischen Kreuzfahrtlinie Princess Cruises war, steuerte auf seinen Reisen Traumziele in aller Welt an und weckte das Interesse der Öffentlichkeit am Urlaub auf hoher See: Zwischen 1970 und 1997 stiegen die Passagierzahlen von 500.000 auf fünf Millionen – und laut Industrieexperten haben die fiktiven Abenteuer der „Love Boat“-Passagiere entscheidend zum heutigen Erfolg der Kreuzfahrtbranche beigetragen.
Die Ära der Mega-Schiffe startete im Jahr 1988
Als die „Sovereign of the Seas“ 1988 in See stach, brach sie nicht nur Größenrekorde. Sie definierte auch das Konzept des Kreuzfahrtschiffs neu. Das erste Mega-Schiff der Welt wurde von dem US-Kreuzfahrtunternehmen Royal Caribbean in Auftrag gegeben und war ein schwimmendes Hotel-Resort mit vielen Premieren wie einem mehrstöckigen Atrium, einem Theater in Originalgröße und einer großen Auswahl an Speise- und Unterhaltungsräumen.
Der 73.000-Bruttoregistertonnen-Dampfer überragte alle seine Vorgänger und läutete die moderne Ära der Kreuzfahrt ein, in der das Schiff selbst genauso zum Teil des Urlaubserlebnisses wurde wie die Ziele, die es ansteuerte.
Die längste Flusskreuzfahrt der Welt führt durch 15 Länder
Lust, sieben Flüsse in ganz Europa kennenzulernen? Mit der längsten Flusskreuzfahrt der Welt hat der amerikanische Anbieter AmaWaterways Reisende mit viel Zeit im Blick, die 49 Nächte an Bord der „AmaMora“ verbringen und dabei 15 Länder durchqueren möchten.
Vom Starthafen Amsterdam geht es bis nach Giurgiu in Rumänien. Unterwegs werden sieben europäische Flüsse – darunter Rhein, Donau, Mosel und Main – befahren und Städte auf der Route besucht.
Das größte Kreuzfahrtschiff der Welt ist länger als der Eiffelturm
Die „Icon of the Seas“ von Royal Caribbean hält derzeit den Titel des größten Kreuzfahrtschiffs der Welt. Das 2024 vom Stapel gelaufene Mega-Schiff misst 365 Meter und ist damit länger als der Eiffelturm.
Auf dem Ozeanriesen finden 7.600 Passagiere Platz, die sich in acht thematischen „Stadtviertel“, sieben Pools und dem größten Wasserpark auf See vergnügen können.
Die Luxussuiten moderner Kreuzfahrtschiffe sind größer als manches Haus
Eng und nur gut zum Schlafen? Von wegen. Auf hoher See gibt es erstaunlich extravagante Luxuskabinen. Die sogenannten „Iconic Suites“ an Bord der „Celebrity Ascent“ sind beispielsweise fast 464 Quadratmeter groß und bieten alles von Whirlpool bis Panoramablick.
Die „Ultimate Family Suite“ (Bild), die auf einigen Schiffen der Kreuzfahrtlinie Royal Caribbean angeboten wird, erstreckt sich über zwei Stockwerke, die per Rutschbahn verbunden sind. Platz für ein Privatkino wurde auch gefunden. Die „Regent Suite“ auf dem Luxus-Kreuzfahrtschiff „Regent Seven Seas“ ist mehr als 400 Quadratmeter groß und mit einem Spa-Bereich, einem Steinway-Flügel und einem 176.000 Euro teuren Bett ausgestattet.
Kreuzfahrten lohnen sich auch für Abenteurer
Kreuzfahrtunternehmen bieten auf Landgängen schon lange mehr als Standard-Stadtrundfahrten. Einige haben sich auf abenteuerlustige Reisende spezialisiert, die abseits der ausgetretenen Pfade unterwegs sein möchten.
So können Passagiere auf Touren des amerikanischen Anbieters Silversea Expeditions in den Wäldern Ruandas die vom Aussterben bedrohten Berggorillas aufspüren, während die Kreuzfahrtlinie Azamara Reisende in den Regenwald von Borneo bringt, um wilde Orang-Utans zu beobachten. Poseidon Expeditions ist mit einem Eisbrecher am Nordpol unterwegs und Celebrity Cruises ermöglicht Passagieren Hundeschlittentouren auf einem abgelegenen Gletscher in Alaska.
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Kreuzfahrtpassagiere können per U-Boot die Unterwasserwelt erkunden
Für Tauchgänge der besonderen Art gibt es an Bord eines der ultraluxuriösen Schiffe der Kreuzfahrtlinie Scenic ein eigenes kleines U-Boot für sieben Passagiere: Mit dem „Neptune II“ geht es je nach Reiseroute bis zu 300 Meter in die Tiefen der Antarktis-Gewässer, des Great Barrier Reef oder des Südpazifiks.
Auf Kreuzfahrtschiffen kann man auch Gondel fahren
In der britischen Hauptstadt gibt es das Aussichtsrad London Eye, auf den Schiffen der Quantum-Klasse von Royal Caribbean heißt das Ganze North Star und besteht aus einer verglasten Gondel, die Passagiere 90 Meter über den Meeresspiegel hebt.
Dieser 360-Grad-Blick steht als höchstes Aussichtsdeck auf einem Kreuzfahrtschiff sogar im Guinness-Buch der Rekorde.
Selbst Haustiere können auf Kreuzfahrt gehen
Die „Queen Mary 2“ der Cunard-Linie, die zwischen Liverpool und New York unterwegs ist, hat ein Herz für Tiere. Das Schiff ist der einzige Ozeanriese mit einem Zwinger an Bord, dessen 24 Plätze so beliebt sind, dass sie oft schon Jahre im Voraus gebucht werden. Jeder Hund und jede Katze wird dort persönlich betreut.
Zudem gibt es eine Lounge, in der die Passagiere Zeit mit ihren vierbeinigen Begleitern verbringen können. Auf dem Promenadendeck wurden sogar ein New Yorker Hydrant und ein Liverpooler Laternenpfahl installiert, damit die Hunde standesgemäß das Bein heben können.
Auf Kreuzfahrtschiffen gibt es auch Planetarien
Passagiere mit Interesse an der Welt der Sterne sollten sich auf der „Viking Orion“ und „Viking Jupiter“ besonders wohlfühlen. Die Schiffe werden von Viking Cruises betrieben und bieten ein bordeigenes Planetarium namens „Explorers' Dome“, in dem 3D-Filme in 7K-Auflösung zu sehen sind oder unter Anleitung von Astronomen die Sterne beobachtet werden können. Ein Teleskop überträgt sogar Live-Ansichten des Nachthimmels auf die Kuppel für den Echtzeit-Blick in die Sterne.
Es gibt Kreuzfahrtschiffe mit virtuellen Balkonen
Innenkabinen auf Kreuzfahrtschiffen müssen sich nicht mehr wie fensterlose Kästen anfühlen – zumindest nicht auf ausgewählten Royal-Caribbean-Schiffen, die über „virtuelle Balkone“ verfügen. Oder: HD-Bildschirme, die in Echtzeit und mit Umgebungsgeräuschen Bilder von Kameras übertragen, die außerhalb des Schiffes angebracht sind.
Die vom Boden bis zur Decke reichenden Bildschirm zeigen sogar ein simuliertes Geländer und bieten den Passagieren ein überraschend realistisches Gefühl von dem, was draußen vor sich geht, ohne für die Außenkabinen tiefer in die Tasche greifen zu müssen.
Passagiere können an Bord im Park spazieren gehen
Auf der „Symphony of the Seas“, die zur Oasis-Klasse von Royal Caribbean gehört, gibt es mitten im Schiff einen „Stadtpark“ mit mehr als 20.000 Pflanzen und Bäumen.
Diese Oase unter freiem Himmel heißt „Central Park“ und lädt Passagiere ein, den Trubel auf den Pooldecks gegen verschlungene Pfade, ruhige Bänke und schicke Restaurants einzutauschen, die in das Grün eingebettet sind.
Einige Kreuzfahrtschiffe unterhalten Bord-Brauereien
Auf manchen Ozeanriesen wird nicht nur Bier ausgeschenkt, sondern auch frisch auf See gebraut. So wird auf den Vista-Klasse-Schiffen der Carnival Cruise Line Bier in kleinen Mengen direkt an Bord hergestellt.
Auf der „Carnival Vista“ (Bild) sind die Brauereien in die schiffseigene Kneipe integriert, wo der Gerstensaft mit maritimen Namen wie „ThirstyFrog Caribbean Wheat“ oder „Port Hoppin' IPA“ mit Blick aufs Meer entsteht.
Kreuzfahrtschiffe stellen ihr eigenes Frischwasser her
Wenn es um Süßwasser geht, sind Kreuzfahrtschiffe autark. Die meisten modernen Schiffe haben Entsalzungsanlagen an Bord, die täglich Tausende Liter Meerwasser mittels Umkehrosmose oder Entspannungsverdampfung in sauberes, trinkbares Wasser verwandeln.
Dieses Frischwasser wird für alles verwendet – von Duschen und Waschen bis hin zu den Trinkbrunnen und Schwimmbecken – und garantiert eine sichere Wasserversorgung der Passagiere während ihrer gesamten Reise.
Es gibt Kreuzfahrten, die fast ein Jahr dauern
Zwei Wochen Kreuzfahrt tun es nicht? Kein Problem. Auf manchen Reisen können Passagiere fast ein Jahr lang die Welt erkunden. Bei der „Ultimate World Cruise“ von Royal Caribbean verbringt man 274 Nächte an Bord und fährt mehr als 60 Länder auf allen sieben Kontinenten an.
Seit Januar und noch bis Juli sind Passagiere dieses Jahr für 200 Nächte auf der „Insignia“ von Oceania unterwegs, mit Stopps in 33 Ländern auf sechs Kontinenten. Auch die Kreuzfahrtanbieter MSC und Princess Cruises haben Reisen im Programm, bei denen Reisende über 100 Tage lang ihr schwimmendes Zuhause genießen können.
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