loveinc A world of stories
Search Latest Most Read Editor's Picks Archive About
DE
US UK DE

loveEXPLORING

Wikinger in Marokko? Wie weit sich die nordischen Seefahrer wirklich wagten

Überraschende Orte, an denen die Wikinger waren

By Aimee White · October 19, 2025

Originally published on loveEXPLORING

Gallery View
Share
Follow
27 slides 13 min read
illpaxphotomatic/Shutterstock

Überraschende Orte, an denen die Piraten aus Skandinavien waren

Wenn Sie an die Wikinger denken, assoziieren Sie vermutlich wilde Krieger aus Skandinavien, die ihre Nachbarländer überfielen. Weniger tauchen dabei Bilder auf, wie die „Piraten“ aus dem hohen Norden Kamele nach Bagdad reiten, seidene Kleider in Istanbul tragen oder in Kanada ihre Zelte aufschlagen. Aber, ob Sie es glauben oder nicht, auch dies ist ein Teil der Wikinger-Geschichte – und es gibt noch weitere Überraschungen.

Sehen Sie auf den folgenden Bildern, welche weit entfernten Gebiete die nordischen Seefahrer erreichten und welche Spuren es dort noch heute zu sehen gibt ...

Adaptiert von Wibke Carter

Heracles Kritikos/Shutterstock

Istanbul, Türkei

Konstantinopel (das heutige Istanbul), die Hauptstadt des mächtigen Byzantinischen Reiches, diente als wichtiger Handelsknotenpunkt zwischen Europa und Asien. Natürlich war die Metropole auch von großem Interesse für die Wikinger und sie griffen die Stadt zuerst 860 n. Chr. und nochmal 941 n. Chr. an, ohne jedoch die stark befestigten Stadtmauern überwinden zu können. Ihre Angriffslust beeindruckte jedoch die Byzantiner, und im Jahr 987 n. Chr. wurden etwa 6.000 Wikinger rekrutiert, um Konstantinopel für Basilius II. zu verteidigen. Sie ersetzten die vertrauensunwürdigen griechischen Leibwächter des byzantinischen Kaisers und wurden fortan Warägergarde genannt (möglicherweise nach dem Altnordischen „Væringjar”, was „Treuegelübde“ bedeutet).

Hermann Junghans/Wikipedia/CC BY-SA 3.0 DE

Istanbul, Türkei

Die Warägergarde schützte die Stadt und diente gleichzeitig als persönliche Leibwache des Kaisers. Sie kämpften in jedem größeren byzantinischen Feldzug, bis westliche Kreuzritter die Stadt 1204 n. Chr. plünderten. Einigen Quellen zufolge soll es noch einige wenige Mitglieder der Garde gegeben haben, als das Reich im Jahr 1453 endgültig unterging. In der Marmorbrüstung der Hagia Sophia, Istanbuls wohl prächtigstem Wahrzeichen, können Besucher immer noch zwei eingeritzte Runeninschriften sehen (im Bild). Experten glauben, dass diese von Mitgliedern der elitären Warägergarde hinterlassen wurden.

Nido Huebl/Shutterstock

Azoren und Madeira, Portugal

Im Jahr 844 griffen die Wikinger die portugiesische Hauptstadt Lissabon an, die damals noch Teil von al-Andalus (der arabische Name für die zwischen 711 und 1492 muslimisch beherrschten Teile der Iberischen Halbinsel) war. Experten glauben sogar, dass die skandinavischen Seefahrer es bis auf die abgeschiedenen Azoren im Atlantik schafften. Wie eine Aufsehen erregende Studie andeutet, erreichten die Wikinger die Azoren wohl sogar 700 Jahre vor den Portugiesen, die im 15. Jahrhundert Fuß auf die scheinbar unbewohnten Inseln setzten. Dabei hinterließen sie eine genetische Spur in Form von Mäusen, die möglicherweise als blinde Passagiere an Bord der Wikingerschiffe mitfuhren.

Audrius Venclova/Shutterstock

Azoren und Madeira, Portugal

Wissenschaftler fanden überraschende genetische Ähnlichkeiten zwischen azorischen und nordeuropäischen Mäusen, die sie als „lebenden Beweis“ für einen Aufenthalt der Wikinger auf den Azoren bezeichneten. Auch Reste von Mäusen, die auf Madeira (Portugals südlichste Atlantikinsel, abgebildet) gefunden wurden, waren den Mäusen in Skandinavien viel ähnlicher als denen in Portugal. Eine andere Studie datierte Tierreste in zurückgebliebenen Sedimentschichten auf den Azoren auf 700-850 n. Chr. Historische Aufzeichnungen belegen, dass die Wikinger um das Jahr 789 n. Chr. herum um die Iberische Halbinsel segelten und die dabei vorherrschenden Winde die Boote in Richtung Atlantik drängten. Es ist also sehr wahrscheinlich, dass die Wikinger auf die Inselgruppe geweht wurden, als sie versuchten, das Mittelmeer zu erreichen.

Francois Roux/Shutterstock

Paris, Frankreich

Das heutige Frankreich wurde wiederholt von den Wikingern geplündert. Der erste Überfall fand im Jahr 820 n. Chr. statt; der schlimmste – und berüchtigtste – war die Belagerung von Paris im Jahr 845 n. Chr. Ragnar Lodbrok segelte mit einer Flotte von 120 Schiffen (mit etwa 6.000 Mann an Bord) die Seine hinauf und belagerte Paris so lange, bis Karl der Kahle, König von Westfranken, ihnen 7.000 Livre zahlte, um die Stadt zu verschonen.

Catarina Belova/Shutterstock

Paris, Frankreich

Im Laufe der Zeit wurden jedoch einige Wikinger durch Mischehen, religiöse Bekehrung und Umgang mit den örtlichen Franken französischsprachige Christen. Mit dem Vertrag von Saint-Clair-sur-Epte aus dem Jahr 911 erhielt der Wikinger Rollo sein eigenes Herzogtum, das ungefähr dem Gebiet der heutigen Normandie entspricht, und trat in die Vasallenschaft von Karl dem Einfältigen, König der Westfranken, ein. Die Region hörte damit auf, eine Wikingerkolonie zu sein und wurde Teil Frankreichs. Trotzdem blieb die Normandie ihrem rücksichtslosen Wikingererbe verbunden: Die Normannen griffen regelmäßig fremde Länder an und eroberten sie. Hier abgebildet ist Rouen, eine normannische Stadt nordwestlich von Paris.

Paolo Maggiani/Alamy Stock Photo

„Rom“, Italien

Obwohl die Wikinger Italien nie vollständig eroberten, plünderten sie laut dem Buch „Geschichte der Könige von Norwegen” von Snorri Sturluson (isländischer Historiker) die Stadt Luni (im Bild), da sie diese mit Rom verwechselten. Im Jahr 860 n. Chr. segelten Björn Eisenseite und Hastein, ein weiterer Anführer, mit ihrer Flotte nach Norditalien. Dort täuschten sie den Einwohnern von Luni vor, dass sie ihren zum Christentum bekehrten Anführer (Hastein, der sich tot stellte) innerhalb der geweihten Mauern der Stadt begraben wollten. Sobald die Wikinger in der Stadt waren, begannen sie zu töten und zu plündern, doch sie zogen schnell ab, als sie merkten, dass sie nicht in Rom waren.

Luca Bruno/Shutterstock

„Rom“, Italien

Danach zog Eisenseites Wikingerbande angeblich weiter nach Fiesole (im Bild) bei Florenz und plünderte dabei auch Pisa, allerdings lassen sich heute keine Wikingerstätten mehr in Norditalien finden. Die späteren Nachfolger der Wikinger, die Normannen, gründeten jedoch 1130 n. Chr. das Königreich Sizilien (das Teile Süditaliens und die Insel Sizilien umfasste). In Orten wie Palermo lässt sich noch heute die beeindruckende normannische Architektur bewundern.

Oliver Hoffmann/Shutterstock

Schleswig-Holstein, Deutschland

In der ersten Hälfte des 8. Jahrhunderts drangen Dänen und Jüten von Norden bis zur Schlei und zur Eckernförder Bucht vor. Spätestens um 770 wurde dann Haithabu (altnordisch etwa: Siedlung auf der Heide) gegründet und sehr bald der bedeutendste Handelsplatz der Dänen. Obwohl dauerhaft von kaum mehr als 1.000 Menschen bewohnt, war Haithabu das größte städtische Zentrum im Norden Europas, das zudem von seiner größten Festung geschützt wurde, dem Danewerk. Im Jahr 1066 endete die Geschichte der Siedlung als sie erneut von Angreifern niedergebrannt und vollständig aufgegeben werden musste. Aber ein anderer Ort, nur drei Kilometer entfernt, übernahm ihr Erbe: Schleswig (im Bild).

Gefällt Ihnen dieser Artikel? Dann klicken Sie oben auf Daumen hoch und folgen Sie uns für weitere loveEXPLORING-Themen

LGieger/Shutterstock

Schleswig-Holstein, Deutschland

Das Wikingermuseum Haithabu vor den Toren Schleswigs gehört zu den bedeutendsten archäologischen Museen Deutschlands. Am Rande des ehemaligen Handelszentrums der Wikinger gelegen, beherbergt es faszinierende Originalgegenstände, eine repräsentative Behausung aus sieben originalgetreu reproduzierten Wikingerhäusern und hochmoderne Multimedia-Installationen, die Besucher zurück in das frühe städtische Leben vor etwa 1.000 Jahren versetzen.

elxeneize/Shutterstock

Sizilien, Italien

Im frühen 11. Jahrhundert begannen die Normannen (Nachkommen der Wikinger) mit der Eroberung und Besiedelung Siziliens. Im Jahr 2018 wurden auf einem sizilianischen Friedhof fünf etwa 800 Jahre alte männliche Skelette ausgegraben. Ihre Knochen und ihr Körperbau waren deutlich größer als die der „normalen“ Sizilianer. Es wird vermutet, dass sie Nachkommen von dem normannischen Adligen Roger de Hautville stammen könnten, der Sizilien von den arabischen Streitkräften zurückeroberte. In der Pfalzkapelle (im Bild) und im Zisa-Palast (beides in Palermo) sowie in der Kathedrale von Cefalù können Besucher die normannischen Einflüsse Siziliens sehen.

Roman Babakin/Shutterstock

Sizilien, Italien

Es lässt sich nicht genau sagen, ob die Wikinger jemals Sizilien erreichten, aber eine Mischung aus historischen Berichten und archäologischen Beweisen deutet darauf hin. Im Jahr 859 n. Chr. gab es im Mittelmeer einen legendären Überfall der Wikinger, bei dem die Seefahrer möglicherweise kurz in Sizilien Halt machten. Es wird außerdem vermutet, dass die Warägergarde dort im Jahr 936 n. Chr. an Kämpfen teilnahm (obwohl dies eher zur Verteidigung des Territoriums des Byzantinischen Reiches diente als zur Erweiterung der Wikingerherrschaft).

Pavel Szabo/Shutterstock

Rif, Marokko

Nachdem sie große Teile der Mittelmeerregion überfallen hatten, erreichten die Wikinger offenbar Nordafrika. Im Jahr 859 n. Chr. ankerte eine Flotte, wieder angeführt von Björn Eisenseite und Hastein, vor der Küste Mauretaniens (heutiges Marokko) in der nördlichen Rif-Region, eine zum Atlasgebirge gehörende Gebirgskette. Innerhalb von acht Tagen plünderten sie Nekor, die kulturreiche Hauptstadt des gleichnamigen Königreichs, und nahmen eine Reihe von Nordafrikanern gefangen, die sie anscheinend als Sklaven nach Irland brachten.

illpaxphotomatic/Shutterstock

Rif, Marokko

Während in Marokko heute keine Wikingerspuren mehr zu finden sind, könnten einige in Großbritannien entdeckte Gräber Aufschluss darüber geben, welches Schicksal die verschifften Gefangenen ereilte. Skelettreste einer 2013 in Südwestengland gefundenen afrikanischen Frau aus der Subsahara-Region wurden mithilfe einer Kohlenstoffdatierung auf die Jahre 896–1025 n. Chr. geschätzt. Eine weitere Person afrikanischer Herkunft wurde im Jahr 1000 n. Chr. – dem Höhepunkt der Wikingerzeit in Großbritannien – in Ostengland begraben. Es ist unmöglich zu wissen, wie die beiden dorthingekommen sind, aber einige Historiker sehen den von Wikingern betriebenen Sklavenhandel aus Nordafrika als plausibelste Erklärung an.

Adellyne/Shutterstock

Island

Im 9. Jahrhundert n. Chr. verbrachte der Wikingerforscher Hrafna-Flóki Vilgerðarsson einen Winter in diesem eisigen Neuland und gab ihm seinen bis heute bestehenden Namen: Island. Im Jahr 874 n.Chr. entstand unter Ingólfur Arnarson die erste feste Wikingersiedlung. Die männlichen Siedler kamen hauptsächlich aus Norwegen, aber viele der Frauen stammten von den Britischen Inseln – vermutlich entführt und in dieses fremde, neue Land gebracht.

Rosanne de Vries/Shutterstock

Island

Die heutigen Isländer stammen genetisch zu etwa 70 Prozent von ihren nordischen Vorfahren ab, und es gibt viele Orte im Land, die mit der Geschichte der Wikinger verbunden sind. In der Hauptstadt Reykjavik steht außerhalb der Kirche Hallgrimskirkja (im Bild) eine Statue von Erik dem Roten (dazu später mehr), während die nahe gelegene Ausstellung über die Siedler um die Ruinen eines Wikinger-Langhauses, eines der ältesten von Menschenhand geschaffenen Bauwerke des Landes, herumgebaut ist. Aber es gibt noch viele weitere Wikingeraktivitäten zu entdecken, von einem jährlichen Wikingerdorffest in der Nähe des Flughafens Keflavik bis hin zu nachgebauten Torfhäusern in der Gemeinde Dalabyggð.

Casper Zuidwijk/Shutterstock

Grönland

Nachdem Erik der Rote in Island wegen Mordes in Ungnade gefallen war und von dort verbannt wurde, erreichte er 985 n. Chr. mit 14 Langschiffen das nahe gelegene Grönland. Die ersten Wikinger bauten hier stattliche Häuser, bewirtschafteten Bauernhöfe, importierten Buntglas und betrieben Handel bis weit ins 14. Jahrhundert hinein. Sie errichteten zwei Außenposten – einen entlang der Südwestküste und einen weiteren etwa 390 Kilometer nördlich. Obwohl es heute noch Wikingerruinen gibt, ist wenig über die ansässigen Wikinger selbst bekannt. Unklar ist auch, wie viel Kontakt sie zu den Inuit hatten, die um 1200 n. Chr. aus der kanadischen Arktis nach Nordwestgrönland einwanderten.

Bildagentur Zoonar GmbH/Shutterstock

Grönland

Einige Historiker vermuten, dass die Wikinger zu Wasser begeisterte Jäger waren und nach Grönland vordrangen, um dort das wertvolle Elfenbein der Walross-Stoßzähne zu erbeuten. Es ist immer noch ein Rätsel, warum sie „verschwanden“, aber eine Anzahl von Problemen (neue Handelsrouten, ein kühleres Klima, die Pest in Europa) veranlasste sie möglicherweise, in neue Gefilde aufzubrechen. Vielleicht wurden sie aber auch von tödlichen Stürmen überrascht. In Island sind noch immer die spärlichen Überreste der von den Wikingern erbauten Garðar-Kathedrale in Igaliku zu sehen, die gut erhaltene Hvalsey-Kirche in Qaqortoq (im Bild) und Brattahlíð, der Hof von Erik dem Roten selbst, in Qassiarsuk.

Russ Heinl/Shutterstock

L’Anse aux Meadows, Neufundland, Kanada

Die Wikinger haben Nordamerika nie erobert, aber ein Außenposten in Neufundland aus dem 11. Jahrhundert weist auf die ersten europäischen Spuren dort hin. In den Vinland-Sagas werden die Wikinger-Expeditionen, wie die von Leif Erikson und anderen auf der Suche nach neuen Gebieten zum Überfallen und Erobern, detailliert beschrieben. Vinland war der Name, den die Nordmänner Nordamerika aufgrund der Entdeckung einheimischer Trauben gaben – Vinland bedeutet „Weinland“.

noiseshapes/Shutterstock

L’Anse aux Meadows, Neufundland, Kanada

Die heute als L’Anse aux Meadows bekannte archäologische Fundstätte wurde erstmals 1960 ausgegraben. Sie weist nordische Gebäudereste und Artefakte auf, die im Aufbau denen ähneln, die in Grönland und Island – beide jahrhundertelang von Wikingern besetzt – gefunden wurden. Die Gebäude in L'Anse aux Meadows, welches an der nördlichsten Spitze von Neufundland liegt, schienen für eine langfristige Nutzung gebaut worden zu sein. Doch archäologische Untersuchungen deuten darauf hin, dass ihre Bewohner den Ort früher wieder verließen als erwartet, möglicherweise aufgrund knapper Ressourcen oder des Drucks indigener Völker. Heute ist L’Anse aux Meadows eine Historische Nationalstätte der UNESCO.

arCam78/Shutterstock

Galicien, Spanien

Im Jahr 844 n. Chr. überfielen die Wikinger erstmals Spanien und drangen in die nordspanische Region Galicien ein, bis sie von König Ramiro I. von Asturien gestoppt wurden. Später im selben Jahr zogen sie nach Süden und plünderten Sevilla, das damals unter der Kontrolle des islamischen Kalifats der Umayyaden stand. Allerdings liefen die Dinge nicht immer glatt: Als sie versuchten, die andalusische Stadt Cordoba anzugreifen, gelang es den verteidigenden Umayyaden-Soldaten, 30 Wikinger-Langboote zu zerstören und bis zu tausend Eindringlinge zu töten. Einige Überlebende wurden verschont, nachdem sie zum Islam konvertierten.

Sergiy1975/Shutterstock

Galicien, Spanien

Galicien wurde von Mitte des 10. bis ins 11. Jahrhundert Ziel weiterer Wikingerangriffe. Im Jahr 2014 wurden in Galicien mehrere Langbootanker an Land gespült, und an einem Strand in der Gegend Beweise für den Schiffsbau der Wikinger gefunden. Heute verbindet Galicien und Dänemark eine ungewöhnliche Freundschaft: Die galicische Partnergemeinde Catoira (im Bild) und die dänische Stadt Frederikssund veranstalten beide jährliche Wikingerspiele und -feste mit inszenierten Angriffen, traditionellen Tänzen sowie viel Wein und Essen.

F.Rubino/Shutterstock

Kiew, Ukraine

Aber die Wikinger wagten sich auch Richtung Osten und kontrollierten entlang der Flüsse Wolga und Dnepr die Handelswege der slawischen Bevölkerung Osteuropas. Sie gründeten 862 n. Chr. unter dem legendären warägischen Fürsten Rurik eine herrschende Dynastie und wurden als Rus-Wikinger bekannt, während sie die Kiewer Rus (ein mittelalterliches altostslawisches Großreich) in der heutigen Ukraine formten.

lindasky76/Shutterstock

Kiew, Ukraine

Nach Ruriks Tod ging die Stadt Kiew im Jahr 882 n. Chr. an seinen warägischen Nachfolger Oleg den Propheten über. Einige Generationen später bekehrte Olegs Enkel Wladimir der Große die Region zum Christentum. Im Laufe der Zeit verschmolzen die Völker der Rus und der Slawen. Zu den Überresten aus Kiews Wikingervergangenheit gehören ein Objekt mit dem Gesicht des nordischen Gottes Odin und silberne Kreuzanhänger, die im Michailowski-Kloster (im Bild), als Teil eines großen Schatzes aus dem 12. bis 13. Jahrhundert, gefunden wurden. 

LanBaiyu/Shutterstock

Bagdad, Irak

Als die Wikinger im 9. Jahrhundert das Kaspische Meer in Westasien erreichten, reisten sie laut einigen Berichten mit Kamelkarawanen über 5.000 Kilometer nach Bagdad und möglicherweise sogar nach Afghanistan und Kasachstan. Quellen beschreiben diese Wikinger jedoch als Kaufleute und Arbeiter, die sich auf den Handel mit dem wohlhabenden Abbasiden-Kalifat konzentrierten statt zu rauben und zu plündern.

CM Dixon/Print Collector/Getty Images

Bagdad, Irak

Abbasidische Münzen mit arabischer Inschrift wurden auf ehemaligen Marktplätzen der Wikinger in Nordeuropa gefunden. Einem schwedischen Archäologen zufolge war arabische Schrift in einige Wikinger-Begräbniskleidungen eingewebt (obwohl dies umstritten ist).

Obwohl die Wikinger normalerweise als barbarisch und schmutzig angesehen wurden, scheint es, dass die Gelehrten dieser Region von den Wikingern beeindruckt waren: Der abbasidische Schriftsteller Ahmad ibn Fadlan beschreibt ihren „perfekten Körperbau“.

Gefällt Ihnen dieser Artikel? Dann klicken Sie oben auf Daumen hoch und folgen Sie uns für weitere loveEXPLORING-Themen

The Love Inc Weekly

Get this week's biggest stories

Hand-picked every Thursday from loveMONEY, loveFOOD, lovePROPERTY and loveEXPLORING.

  • 100% free
  • No spam, ever
  • Join 1M+ readers

love inc.

This week's biggest stories

1m+ follow love Inc.

Most popular this week
loveMONEY loveFOOD lovePROPERTY loveEXPLORING

Related reads

Back home
28 ausgefallene Sammlerobjekte, die sich Superreiche jetzt sichern

loveMONEY

28 ausgefallene Sammlerobjekte, die sich Superreiche jetzt sichern

Daniel Coughlin Oct 9, 2026

32 typische Airfryer-Fehler (wie Sie sie vermeiden)

loveFOOD

32 typische Airfryer-Fehler (wie Sie sie vermeiden)

Jane Curran Mar 22, 2026

Wie eine verlassene Luxusvilla jetzt wieder zum Leben erwacht

lovePROPERTY

Wie eine verlassene Luxusvilla jetzt wieder zum Leben erwacht

Jen Grimble Aug 21, 2024

Die neuesten Superjachten, die bald die Meere erobern

loveEXPLORING

Die neuesten Superjachten, die bald die Meere erobern

Daniel Coughlin Apr 6, 2024

12 legendäre Flugzeuge, die Geschichte schrieben

loveEXPLORING

12 legendäre Flugzeuge, die Geschichte schrieben

loveEXPLORING-Team Jan 18, 2024

Wie alte Fotos diese Geisterstädte wieder zum Leben erwecken

loveEXPLORING

Wie alte Fotos diese Geisterstädte wieder zum Leben erwecken

Peter Moore Nov 1, 2025

Love Everything?

Explore more topics from our expert writers, from money and food to travel and home.

loveMONEY loveFOOD loveEXPLORING lovePROPERTY

Copyright © loveINC. All rights reserved.

About Contact Terms of use Privacy policy Disclaimer

We use analytics cookies to understand how visitors use loveINC and improve the site. We don't use any advertising cookies. See our privacy policy for details.