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35 Attraktionen, die selbst Mutige an ihre Grenzen bringen

35 erschreckende Attraktionen für den nächsten Urlaub

By Lucy Shave · October 31, 2025

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36 slides 17 min read
Marco Paradiso 4483/Shutterstock

Definitiv nichts für schwache Nerven

Steilhänge am tosenden Abgrund. Lavaspeiende Vulkane und schaurige Katakomben. Achterbahnen, die ins Endlose stürzen. Zugegeben, das klingt nicht nach jedermanns Vorstellung von Urlaub, aber Adrenalin-Junkies und Horror-Fans kommen bei diesen Erlebnissen garantiert auf ihre Kosten. 

Sehen Sie hier unsere Top 35 der furchteinflößendsten Attraktionen der Welt im Ranking.

Hinweis: Das Ranking basiert auf den Meinungen unseres weitgereisten Expertenteams und ist daher zwangsläufig subjektiv. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Adaptiert von Wibke Carter und Rebecca Andel

marcos alvarado/Alamy Stock Photo

35. Dachstein Skywalk, Österreich

Diese schwindelerregende Aussichtsplattform, die fast vollständig aus Glas besteht, schwebt direkt über der 250 Meter hohen, senkrecht abfallenden Felswand des Hunerkogels in der Steiermark. Sie bietet einen der schönsten Ausblicke in den Alpen: An klaren Tagen können Besucher bis nach Slowenien und Tschechien sehen.

Der stahlverstärkte Dachstein Skywalk liegt 2.700 Meter über dem Meeresspiegel und ist so gebaut, dass er Winden von bis zu 210 Kilometern pro Stunde standhält sowie bis zu acht Meter schweren Schneefall verkraftet.

Uladzik Kryhin/Shutterstock

34. Winchester Mystery House, Kalifornien, USA

Hinter der malerischen Fassade des Winchester Mystery House im kalifornischen San José verbirgt sich eine zutiefst unheimliche Geschichte, die im 19. Jahrhundert beginnt. Zwischen 1884 und 1922 ließ die exzentrische Sarah Winchester, bekannt als die „verfluchte Witwe“, das 160-Zimmer-Anwesen bauen, das über 2.000 Türen, 10.000 Fenster, 47 Kamine und einen „Séance-Raum“ verfügt. Im Laufe der Zeit häuften sich Berichte über paranormale Aktivitäten und Geistersichtungen.

Wer sich traut, kann das Winchester Mystery House besichtigen, am besten nach Einbruch der Dunkelheit, bewaffnet mit einer Taschenlampe.

Yusnizam Yusof/Shutterstock

33. Gomantong-Höhlen, Malaysia

Wer Platzangst hat, sollte hier besser die Augen schließen. Und wer sich vor Insekten fürchtet, bleibt lieber gleich fern.

Die Gomantong-Höhlen auf Borneo beherbergen Hunderttausende von kleinen Tieren, darunter Fledermäuse, Kakerlaken, Spinnen, Skorpione und Tausendfüßer, die die Böden sowie die feuchten, moosigen Wände bevölkern. Das bedeutet: Geschlossene Schuhe und ein Hut sind ein Muss, ebenso wie eine Maske, denn der Geruch (hauptsächlich von Fledermaus- und Vogelkot) ist wortwörtlich atemberaubend.

Andrea Izzotti/Shutterstock

32. Katakomben von Paris, Frankreich

Tief unter der Stadt der Liebe verbirgt sich eine der skurrilsten Attraktionen der Welt: ein Beinhaus (Ossarium), also ein überdachter Raum zur Aufbewahrung menschlicher Überreste. Dieses Labyrinth aus Tunneln enthält die Knochen von über sechs Millionen Menschen, die 1786 aufgrund der Überfüllung der Stadtfriedhöfe dorthin verlegt wurden.

Die Katakomben liegen in einer Tiefe von 20 Metern und obwohl sie sich über 240 Kilometer erstrecken, können Besucher nur etwa einen Kilometer davon erkunden. Der Anblick der Katakomben ist schaurig-schön: Die Knochen und Schädel sind kunstvoll in Strukturen angeordnet, und die Tunnel enthalten zudem Skulpturen und andere Kunstwerke.

Panagiotis Kotsovolos/Alamy Stock Photo

31. Red-Force-Achterbahn, Spanien

Red Force, die schnellste und höchste Achterbahn Europas, beschleunigt in nur fünf Sekunden von 0 auf 180 Kilometer pro Stunde. Sie steht im Ferrari Land Themenpark in Salou (Katalonien), der 2017 eröffnet wurde.

Die Stahlachterbahn wurde entwickelt, um Formel-1-Fans das Gefühl zu geben, in die Fußstapfen von Lewis Hamilton und Co. zu treten. Dabei erleben die Fahrgäste eine haarsträubende g-Kraft von 1,35. Red Force, deren Baukosten auf rund 96,4 Millionen Euro geschätzt werden, ist hochmodern und nutzt magnetische Starttechnologie für die rasante Beschleunigung.

JEONA/Shutterstock

30. Port Arthur, Tasmanien, Australien

Port Arthur auf der Insel Tasmanien blickt auf eine dunkle und bewegte Geschichte zurück. Im 18. und 19. Jahrhundert war es die größte Sträflingskolonie Australiens, in der bis zu 14.000 Gefangene vorübergehend oder dauerhaft lebten.

Auch in der jüngeren Vergangenheit erlangte der Ort traurige Bekanntheit: 1996 fand hier das schlimmste Massaker in der Geschichte des Landes statt, bei dem 35 Menschen ums Leben kamen. Heute ist Port Arthur eine beliebte historische Sehenswürdigkeit. Besonders eindrucksvoll ist die Toteninsel, auf der mehr als 1.000 Strafgefangene und ihre Familien beigesetzt wurden.

Holger Von Both/Shutterstock

29. Bergwerk Felicitas, Deutschland

Gruseliger als eine verlassene, dunkle Mine geht es kaum – insbesondere, wenn sie vollständig unter Wasser liegt. Etwa 60 Kilometer nordwestlich von Siegen befindet sich ein zur Schiefergewinnung angelegtes Bergwerk, das 1997 stillgelegt und absichtlich geflutet wurde. Seitdem können abenteuerliche Taucher durch die alten Schächte schwimmen und in der Dunkelheit alte Maschinen, Kabel und sogar eine kleine Kapelle erkunden.

Aus Sicherheitsgründen ist die Erkundung der zwei Stollen auf eigene Faust nur zertifizierten Höhlen- oder Minentauchern vorbehalten, aber es werden das ganze Jahr über geführte Tauchgänge angeboten.

Matyas Rehak/Shutterstock

28. Hängende Särge von Sagada, Philippinen

In diesem scheinbar ruhigen Bergdorf in den philippinischen Kordilleren auf der Hauptinsel Luzon stoßen Besucher auf einen ebenso faszinierenden wie gruseligen Anblick: Hunderte handgeschnitzte Särge, die an Felswänden hängen. Die traditionelle Bestattungsform wird von dem Igorot-Volk bereits seit über 2.000 Jahren praktiziert und basiert auf dem Glauben, dass die Seele der Verstorbenen unter der Erde ersticken würde.

Einige der Särge sind über 100 Jahre alt und ziehen Besucher aus aller Welt an. Auch wenn eine solche Bestattung heute selten ist, ist die Tradition ein wichtiges kulturelles Erbe.

California Dreamin/Alamy Stock Photo

27. Superman: Escape from Krypton (Achterbahn), Kalifornien, USA

DEPLANQUE JOEL/Shutterstock

26. Yungas-Straße, Bolivien

Die North Yungas Road wird oft als die gefährlichste Straße der Welt oder auch als Todesstraße bezeichnet. Sie erstreckt sich über mehr als 60 Kilometer durch das ländliche Bolivien und wurde in den 1930er-Jahren gebaut, um die Hauptstadt La Paz mit dem Amazonas-Regenwald zu verbinden. Bekannt ist die Straße für den 3.500 Meter tiefen Abgrund, in dem Hunderte von Autofahrer verunglückten.

Heute wird die Yungas-Straße, die an manchen Stellen nur drei Meter breit ist, vor allem von Radfahrern genutzt. Doch sie bleibt nichts für schwache Nerven: Die Strecke ist mit Gedenkstätten und Kreuzen für die Verstorbenen übersät.

Glenwood Caverns Adventure Park/Todd Patrick

25. Defiance-Achterbahn, Colorado, USA

Auf dem Gipfel des Iron Mountain im Glenwood Caverns Adventure Park in Colorado thront seit 2021 die Defiance: die höchstgelegene und steilste Looping-Achterbahn der Vereinigten Staaten. Sie liegt 2.173 Meter über dem Meeresspiegel und bietet einen fantastischen Blick auf den Colorado River.

Fahrgäste brettern über eine 22 Meter hohe Strecke und können sich bei dem 102,3-Grad-Freifall die Seele aus dem Leib schreien – das Ganze dauert zwar nur 56 Sekunden, doch dafür ist jeder Augenblick mit Adrenalin gefüllt.

Titlis Cliff Walk

24. Titlis Cliff Walk, Schweiz

Nicht nur Schnee- und Skifans sind von der höchstgelegenen Hängebrücke Europas begeistert, die sich auf rund 3.000 Metern über dem Meeresspiegel zwischen zwei Felswänden spannt. Allerdings ist sie nichts für schwache Nerven, schließlich führt sie über einen 500 Meter tiefen Abgrund.

Wer sich aber traut, kann die 100 Meter lange Strecke zu Fuß zurücklegen und auf der anderen Seite in den Ice Flyer Gletscherlift steigen.

lone wolf7/Shutterstock

23. 516-Arouca-Brücke, Portugal

Die längste Fußgängerbrücke der Welt mag zwar stabil und sehr neu sein – sie wurde erst 2021 eröffnet –, doch das Überqueren sorgt trotzdem für Muffensausen. Sie erstreckt sich, wie der Name schon verrät, über beeindruckende 516 Meter und schwebt 175 Meter über dem Paiva-Fluss im Arouca Geopark.

Die Brücke verbindet den Aguieiras-Wasserfall mit der Paiva-Schlucht. Inspiriert von alten tibetischen Fußbrücken, bietet ihr Metallgitterboden und das Geländer einen unschlagbaren 360-Grad-Blick auf die dramatische Landschaft darunter.

Matyas Rehak/Shutterstock

22. Krater von Derweze, Turkmenistan

Tief in der Karakum-Wüste befindet sich ein riesiger, brennender Gaskrater, der den Spitznamen „Tor zur Hölle“ trägt. Geologen sind sich uneinig, wie dieses Loch entstanden ist: Einige glauben, es sei ein seltenes Naturphänomen, während andere behaupten, der Krater sei in den 1960er-Jahren versehentlich bei Ölbohrungen von der Sowjetunion geschaffen worden. Wie dem auch sei, er brennt seit über sechzig Jahren.

Das „Tor zur Hölle“ ist eine der bekanntesten Attraktionen Turkmenistans, und Menschen aus aller Welt strömen herbei, um die Flammen zu bestaunen.

Nature Picture Library/Alamy Stock Photo

21. Þríhnúkagígur-Vulkan, Island

Vulkane üben zwar eine magische Anziehungskraft aus, doch hineinklettern möchte sicher niemand. Genau das ist jedoch auf der Tour „Inside the Volcano“ auf Island möglich. Der amerikanische Fernsehsender „CNN“ bezeichnet den schlafenden Þríhnúkagígur-Vulkan als eine von 20 Attraktionen weltweit, die man einfach gesehen haben muss – und tatsächlich befindet sich hier die einzige zugängliche Lavakammer der Erde.

Die mutigen Teilnehmer beginnen mit einer drei Kilometer langen Wanderung zum Gipfel und steigen dann mithilfe eines offenen Kabellifts 120 Meter tief in den Vulkan hinab.

corkscrew/Shutterstock

20. Altstadt von Al-Ula, Saudi-Arabien

Die verlassene Altstadt von Al-Ula ist eine antike Zeitkapsel – gleichermaßen unheimlich wie faszinierend. Als in den 1980er-Jahren die letzten Bewohner in eine nahegelegene Stadt zogen, erstarrte Al-Ula förmlich. Ihre gewundenen Pfade und lebendigen Plätze waren einst ein bedeutender Stopp auf den Gewürz- und Seidenstraßen, auf der Händler aus dem gesamten Nahen Osten und Europa verkehrten.

Reisende, die die Geisterstadt besuchen möchten, sollten dies jedoch bald tun: Der Ort wird derzeit neu entwickelt und wird voraussichtlich nicht mehr lange unberührt bleiben.

lkunl/Shutterstock

19. Ijen-Vulkan, Indonesien

Auf der indonesischen Insel Java liegt, eingebettet im Krater des Kawah-Ijen-Vulkans, der weltweit größte säurehaltige See. Mit einer Breite von über einem Kilometer und einer Tiefe von 200 Metern erhält der See seine atemberaubende türkisfarbene Färbung durch die hohe Schwefelsäurekonzentration.

Kawah Ijen wurde 2016 als Teil eines UNESCO-Biosphärenreservats anerkannt und ist nach wie vor ein aktiver Vulkan, der zuletzt 2002 ausbrach. Besucher können hier unter anderem entlang des Kraterrands wandern.

Boaz Rottem/Alamy Stock Photo

18. Kapuzinergruft von Palermo, Italien

In einem unscheinbaren Kloster in Palermo auf Sizilien ruhen die mumifizierten Überreste von mehr als 1.000 Menschen, kunstvoll in beste Kleider gehüllt. Im Gegensatz zu anderen Katakomben, wie zum Beispiel in Paris, wurden viele der Körper hier sorgfältig einbalsamiert – ein Prozess, der überraschenderweise noch bis ins Jahr 1920 befolgt wurde.

Die umfangreichste Sammlung mumifizierter Überreste in ganz Europas hat Touristen über Jahrzehnte gleichermaßen fasziniert und verstört. Ursprünglich war die Grabstätte ausschließlich Kapuzinermönchen vorbehalten, entwickelte sich jedoch rasch zu einem begehrten Ort der letzten Ruhe und wurde schließlich der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

retirementbonus/Shutterstock

17. Nagoro, Japan

Ob gruselig oder niedlich, hängt davon ab, wie man zu Vogelscheuchen steht. Tief verborgen in den Tälern der japanischen Insel Shikoku liegt das „Tal der Puppen“, in dem hunderte handgefertigte, lebensgroße Vogelscheuchen die Bewohner im Verhältnis 10 zu 1 übertreffen. Die Frage ist, warum? 

In dem nahezu verlassenen Dorf mit gerade einmal 27 Einwohnern fortgeschrittenen Alters beschloss die Künstlerin Tsukimi Ayano, Vogelscheuchen als bewegende Hommage an die ehemaligen Bewohner zu gestalten. Heute zieht der ungewöhnliche Ort jährlich mehr als 3.000 Besucher an.

Mario Chipev/Shutterstock

16. Vulkan Cerro Negro, Nicaragua

In diesem Ranking gibt es mehrere Vulkane, aber keiner ist mit dem Cerro Negro vergleichbar. Auf diesem Feuerberg wird „Volcano Boarding“ angeboten, bei dem Adrenalinjunkies die 728 Meter lange Abfahrt auf einem Sandboard meistern.

Die wagemutigen Fahrer erleben dabei einen nahezu senkrechten Sturz, und falls das nicht schon furchteinflößend genug wäre: Der Cerro Negro mit seinem schwarzen Sand ist weiterhin aktiv. Seit seiner Entstehung im Jahr 1850 ist er bereits 23 Mal ausgebrochen, zuletzt im Jahr 1999.

Marco Paradiso 4483/Shutterstock

15. Eastern State Penitentiary, Pennsylvania, USA

Das Eastern State Penitentiary, erbaut im Jahr 1829, beherbergte einst berüchtigte Kriminelle wie Al Capone und gilt als eines der unheimlichsten Gebäude der Vereinigten Staaten. Sowohl ehemalige Häftlinge als auch heutige Besucher des Museums berichten von unerklärlichen Geräuschen, Geistererscheinungen und gespenstischen Schatten. 

Das Gefängnis wurde 1971 endgültig geschlossen und ist heute eine Touristenattraktion, die mit ihren Gruseltouren vor allem True-Crime- und Horrorfans anzieht. 

Amelie2022/Shutterstock

14. Haw Par Villa, Singapur

Kaum zu glauben, aber diese Krabbe mit Menschenkopf ist nicht das Verstörendste, was Sie in diesem bizarren Themenpark in Singapur finden können. Zu den weiteren Highlights gehören Ratten ohne Gliedmaßen und gruselige Folterszenen, in denen die sogenannten „Zehn Höllengerichte“ aus der chinesischen Folklore dargestellt sind.

Seit der Eröffnung des Parks im Jahr 1937 dienen die blutigen Anschauungsmaterialien angeblich als moralische Erziehungsmaßnahme für Kinder. Doch es ist gut vorstellbar, dass sie auch bei Erwachsenen für Albträume sorgen.

Josh Brasted/Getty Images

13. Clown Motel, Nevada, USA

Das „gruseligste Motel Amerikas“ beherbergt ein Museum mit über 5.000 Clowns. Wer unter Coulrophobie (Angst vor Clowns) leidet, sollte um diese schaurige Attraktion in Tonopah im US-Bundesstaat Nevada also lieber einen großen Bogen machen.

Das Hotel wurde 2019 von der Hoteliersfamilie Mehar aus Las Vegas gekauft und seine Einrichtungen und Zimmer seitdem mehrmals umgestaltet. Die Mehars sind dafür bekannt, ihre albtraumhafte Clown-Sammlung immer weiter auszubauen.

Sarah Jennie/Shutterstock

12. Witch House, Massachusetts, USA

Während der Hexenprozesse von Salem von Anfang 1692 bis Mitte 1693 wurden im US-Bundesstaat Massachusetts mehr als 200 Menschen der Hexerei beschuldigt und 19 von ihnen hingerichtet. Dieses dunkle Kapitel der amerikanischen Geschichte hat weltweit Berühmtheit erlangt und unzählige Bücher, Theaterstücke, Fernsehsendungen und Filme inspiriert, darunter das Theaterstück „Hexenjagd“ des US-amerikanischen Dramatikers Arthur Miller.

In diesem historischen Haus in Salem, das seit 1948 als Museum geführt wird, lebte einst der Richter Jonathan Corwin. Zusammen mit seinem Richterkollegen John Hathorne leitete er die Hexerei-Verhöre und war letztendlich für die Opfer verantwortlich, die während dieser öffentlichen Hysterie ums Leben kamen.

Jonas Vegele/Shutterstock

11. Berg der Kreuze, Litauen

Für manche ist der sagenumwobene Berg der Kreuze in Litauen ein Symbol des Widerstands und ein wichtiger Wallfahrtsort. Zwölf Kilometer nördlich von der Ortschaft Šiauliai befindet sich eine Ansammlung von 100.000 Kreuzen, die mit im Wind schaukelnden Rosenkranzketten behängt sind. Die Tradition, diese Kreuze aufzustellen, begann 1831 und erreichte ihren Höhepunkt in den 1960er-Jahren, als Anwohner damit die religionsfeindlichen sowjetischen Machthaber verärgerten. 

Doch unabhängig von der Hintergrundgeschichte sind die Kreuze heute ein schauriger Anblick, vor allem bei Sonnenuntergang.

Damon Beckford/Shutterstock

10. Das stille Volk, Finnland

Die Szenerie erinnert an Horrorfilme wie „Midsommar“ und „The Wicker Man“. Wer einmal das „Stille Volk“ im finnischen Suomussalmi gesehen hat, wird das Gefühl nicht mehr los, von diesen merkwürdigen Vogelscheuchen verfolgt zu werden. Seit 1994 erschreckt diese Ansammlung von über tausend Figuren auf einem Feld in der Nähe der Staatsstraße 5 die Autofahrer.

Der Künstler Reijo Kela, der sie erschaffen hat, weigerte sich, sein Werk genauer zu erklären. Eine Theorie besagt jedoch, dass sie die Opfer der Schlacht zwischen Finnland und der Sowjetunion im Winterkrieg von 1939 bis 1940 darstellen. Die Kleidung der Vogelscheuchen wird zweimal im Jahr gewechselt.

CassielMx/Shutterstock

9. Chinampas von Xochimilco, Mexiko

Südlich von Mexiko-Stadt liegt Xochimilco, das für die „Chinampas“ – uralte, schwimmende Garteninseln, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören – bekannt ist. Doch eine der Inseln ist eher schaurig als schön, denn sie beherbergt über 4.000 Puppen, viele von ihnen zerzaust und beschädigt.

Der Legende nach begann ein Einsiedler namens Julián Santana Barrera in den 1950er-Jahren, Puppen aufzuhängen, um böse Geister abzuwehren, nachdem ein junges Mädchen auf einem der Chinampas ertrunken war. Später starb Barrera selbst im Kanal, weshalb viele die nun unbewohnte „Insel der Puppen“ für verflucht halten.

Leonardo Ale Rocha/Shutterstock

8. Caminito del Rey, Spanien

Einst galt der Caminito del Rey in Málaga als der gefährlichste Wanderweg der Welt. Dank einer Renovierung für 2,7 Millionen Euro im Jahr 2015 hat er seinen furchteinflößenden Ruf in den letzten Jahren aber wenigstens zum Teil verloren.

Der 1905 errichtete Weg verläuft an den schwindelerregend steilen Wänden der El-Chorro-Schlucht und diente Bauarbeitern ursprünglich zum Transport von Materialien für den Guadalhorce-Stausee. Im Laufe des 20. Jahrhunderts verfiel er jedoch zusehends und wurde im Jahr 2000 schließlich für die Öffentlichkeit gesperrt, nachdem in nur zwei Jahren fünf Menschen verunglückt waren.

Obwohl die Pfade des Caminito del Rey heute weder schmal noch baufällig sind (und alle Wanderer inzwischen Schutzhelme tragen müssen), sollten Menschen mit Höhenangst diesen Weg lieber meiden.

Aron M/Shutterstock

7. Kapuzinergruft von Brünn, Tschechien

Die dritte Grabstätte auf dieser Liste – und zweifellos die gruseligste – ist die Kapuzinergruft im tschechischen Brünn, die letzte Ruhestätte für über 200 Mönche aus dem 15. und 16. Jahrhundert sowie einige wenige gewöhnliche Bürger. Seit mehr als 140 Jahren zwängen sich Besucher durch die engen Gänge, um zur Gruft zu gelangen. Dort sind die Mumien nicht hinter Glas konserviert, sondern liegen ausgestreckt nebeneinander.

Als wäre das nicht schon schaurig genug: Angeblich sollen einige der Verstorbenen versehentlich lebendig begraben worden sein.

flocu/Shutterstock

6. Huà Shān, China

An der schmalsten Stelle misst der Pfad am Huà-Shān-Gebirgsmassiv gerade einmal 30 Zentimeter – so breit wie ein Lineal – und hat sich damit den Ruf als gefährlichste Wanderung der Welt verdient.

Auch wenn die Gerüchte über jährlich mehr als 100 Todesfälle vermutlich übertrieben sind, sind Sicherheitsgurte auf den gefährlichsten Abschnitten inzwischen Pflicht. Ein Teil des 700 Jahre alten Weges besteht aus wackeligen Holzplanken, die mit Metallbolzen an der Felswand befestigt sind. Mit Gegenverkehr und einer Höhe von mehr als 2.100 Metern ist es kein Wunder, dass diese sechs Stunden dauernde Wanderung selbst erfahrene Kletterer an ihre Grenzen bringt.

Douglas Peebles Photography/Alamy Stock Photo

5. Mumien von Guanajuato, Mexiko

Guanajuato zählt zu den schönsten Städten Mexikos und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Weniger malerisch, aber dennoch eine der größten Touristenattraktionen, ist das städtische Museo de las Momias (zu Deutsch: „Museum der Mumien“). Hier werden über 100 mumifizierte Überreste aus dem 18. und 19. Jahrhundert gezeigt, die dicht an dicht hinter Glaswänden aufgestellt sind.

Erstaunlicherweise stellen diese Mumien eine wichtige Einnahmequelle für die Region dar und bringen nach der Grundsteuer die zweithöchsten Einnahmen ein.

EThamPhoto/Alamy Stock Photo

4. X-Scream (Achterbahn), Nevada, USA

In Las Vegas ist eben alles ein bisschen verrückter – und die Achterbahnen sind da keine Ausnahme. Hoch oben auf dem The STRAT Hotel & Casino thront das X-Scream, eine Attraktion, die ihre Fahrgäste auf einer Höhe von 263 Metern kopfüber über den Rand des Gebäudes schwenkt.

Definitiv die furchteinflößendste Art, den weltberühmten Las Vegas Strip von oben zu betrachten.

Sipa US/Alamy Stock Photo

3. Buddhas Hand in der Gulong-Schlucht, China

Diese Skulptur von Buddhas Hand, die durch die Plattform TikTok weltberühmt wurde, befindet sich im Südosten von China in der Stadt Qingyuan. Sie zieht schon lange Touristen an, die das ultimative Selfie suchen. Mit einer Länge von 20 Metern und einer Höhe von 16 Metern werden diejenigen, die mutig genug sind, die engen Stufen zu erklimmen, mit einer atemberaubenden Aussicht belohnt.

Es gibt keine Sicherheitsgurte oder Geländer, aber glücklicherweise ist unter der Skulptur ein Sicherheitsnetz gespannt.

jeremy sutton-hibbert/Alamy Stock Photo

2. Nevis Swing, Neuseeland

Die Nevis Swing im neuseeländischen Queenstown wird oft als die berühmteste Schaukel der Welt bezeichnet, hat mit den Geräten auf dem Spielplatz aber kaum etwas gemeinsam. In einer Höhe von 160 Metern schwingt sie über dem atemberaubenden Tal des Nevis River in einem riesigen Bogen von 300 Metern.

Waghalsige Abenteurer können wählen, ob sie nach vorne, nach hinten oder sogar – tief durchatmen – kopfüber schwingen möchten.

Associated Press/Alamy Stock Photo

1. EdgeWalk auf dem CN Tower, Kanada

Der EdgeWalk auf dem CN Tower in Toronto landet in unserem Ranking der furchterregendsten Touristenattraktionen auf einem verdienten ersten Platz. Wer mutig genug ist, kann die kanadische Metropole hier aus 365 Metern Höhe bestaunen – geschützt nur durch ein Sicherheitsgeschirr. Es ist der höchste, rundum freihändige Spaziergang der Welt.

Abenteuerlustige laufen eine halbe Stunde lang auf einem nur 1,5 Meter breiten Vorsprung des Turms, können sich nach vorne (oder auch nach hinten) lehnen und dabei atemberaubende Ausblicke auf den Ontariosee genießen.

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