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Diese Villen gehörten Milliardären – dann verfielen sie zu Ruinen
Milliardärsvillen, die zu Geisterhäusern verkamen
By Abi Harman · November 14, 2025
Originally published on lovePROPERTY
Verlassene Luxushäuser in Bildern
Selbst die prachtvollsten und teuersten Villen der Welt sind nicht vor dem Verfall geschützt. Die folgenden Anwesen waren einst ein Vermögen wert, doch von ihrer einstigen Pracht ist heute nicht mehr viel übrig.
Vom aufgegebenen Ferienhaus eines saudischen Königs bis zur einstigen Milliardärsstraße von London, auf der sich heute eine Ruine an die andere reiht: Sehen Sie hier verlassene Anwesen aus aller Welt, in denen früher Megareiche lebten.
Adaptiert von Sandra Schröpfer und Jasmin Moore
Straße der Milliardäre, London, Großbritannien
Straße der Milliardäre, London, Großbritannien
Viele der Villen wurden Ende der 1970er-Jahre gebaut und befinden sich heute in traurigem Zustand. Dieser leere Eingang, der von Hobby-Fotograf „Beyond the Point“ für die Nachwelt festgehalten wurde, fällt fast auseinander, die Decke ist bereits eingebrochen. Trotzdem lassen sich noch Elemente der verblassten Pracht erkennen, wie etwa das goldene Geländer und die Buntglasfenster des höhlenartigen Eingangs.
Straße der Milliardäre, London, Großbritannien
So unglaublich es auch erscheinen mag, einige der Häuser stehen tatsächlich seit mehr als 25 Jahren leer. Dieser Wintergarten etwa wirkt, als hätten die Besitzer ihn gerade erst verlassen. Auf dem Rattantisch befindet sich noch ein Aschenbecher, daneben stapeln sich die verblassten Zeitschriften.
Straße der Milliardäre, London, Großbritannien
Im Inneren scheint die Einrichtung unverändert. Hinter verschlossenen Türen scheint die Zeit in diesem Wintergarten stehen geblieben zu sein, sein Inhalt erinnert an eine vergangene Epoche.
Straße der Milliardäre, London, Großbritannien
Ferienhaus von König Fahd, Marbella, Spanien
Ferienhaus von König Fahd, Marbella, Spanien
Ferienhaus von König Fahd, Marbella, Spanien
Das Ferienhaus, eines von vielen im Besitz des saudischen Königshauses, wurde im Stil des Weißen Hauses mit hoch aufragenden Säulen gebaut. Heute ist es jedoch kaum wiederzuerkennen: Die Räume stehen leer und wirken kahl, nur die Ornamente an der Decke erinnern noch an die Pracht von damals.
Ferienhaus von König Fahd, Marbella, Spanien
Am oberen Ende der geschwungenen Treppe öffnet sich ein Bereich mit mehreren großen Fenstern, die nach draußen auf den Balkon führen. Was einst ein Ort war, um die Aussicht über Marbella zu genießen, ist heute verwittert.
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Ferienhaus von König Fahd, Marbella, Spanien
Steve Jobs Abrissvilla in Kalifornien, USA
Steve Jobs Abrissvilla in Kalifornien, USA
Jobs hasste das Haus allerdings so sehr, dass er die letzten Jahre seines Lebens damit verbrachte, dessen Abriss zu beantragen. Sein Plan war es, ein kleineres Haus für seine Familie zu bauen. Der Geschäftsmann gewann schließlich und so verschwand das Jackling House 2011, nur acht Monate bevor Jobs an Bauchspeicheldrüsenkrebs starb.
Steve Jobs Abrissvilla in Kalifornien, USA
Während Jobs um die Abrissgenehmigung kämpfte, verfiel das Haus zusehends. Da sich niemand darum kümmerte, forderte die Natur das Gemäuer zurück.
Obwohl die Farbe und der Putz bereits bröckelten, als diese Aufnahme gemacht wurde, ist die einstige Pracht der Villa mit 35 Zimmern unverkennbar. Auf einer Fläche von rund 1.400 Quadratmetern hatte sogar eine riesige Pfeifenorgel Platz, die vor dem Abriss aus dem Haus geschafft wurde.
Steve Jobs Abrissvilla in Kalifornien, USA
Das Jackling House stand in der kalifornischen Stadt Woodside, die für den Wohlstand seiner Bewohner bekannt ist, und umfasste mehrere Terrassen, ein Spielzimmer, Marmorbäder und eine beeindruckende Treppe mit Kronleuchter. Das Haus war sogar untertunnelt, um schneller von einer Seite zur anderen zu kommen.
Steve Jobs Abrissvilla in Kalifornien, USA
Die verlassene Villa von Genshiro Kawamoto, Japan
Dieses Herrenhaus in Japan gehörte einst dem milliardenschweren Geschäftsmann Genshiro Kawamoto. Urban Explorer Dan von „Exploring with Fighters“ hat es wiederentdeckt. Von der Straße sieht das Anwesen wenig beeindruckend aus, doch sehen Sie selbst, was sich im Inneren verbirgt!
Die verlassene Villa von Genshiro Kawamoto, Japan
Die verlassene Villa von Genshiro Kawamoto, Japan
Die verlassene Villa von Genshiro Kawamoto, Japan
Das Herrenhaus liegt am Rand einer Klippe mit Panoramablick auf das Meer. Der Wohnraum ist ziemlich heruntergekommen, besteht nur noch aus einem kaputten Sofa und einem Couchtisch, die zwischen großen Marmor- und Bronzestatuen stehen.
Die verlassene Villa von Genshiro Kawamoto, Japan
Das Schlafzimmer ist der wohl opulenteste Raum der Villa. Auf einer roten Plattform liegt eine alte Matratze, darunter ein Tigerfell-Teppich. Der Kronleuchter ist zu Boden gestürzt, daneben wurden ein paar Schuhe zurückgelassen. Es fällt schwer, sich vorzustellen, dass eine solche Immobilie leer steht.
Lynnewood Hall, USA
Diese spektakuläre Villa im neoklassizistischen Stil gilt als eines der größten erhaltenen Herrenhäuser des Gilded Age, der wirtschaftlichen Blütezeit der USA. Sie wurde zwischen 1897 und 1900 von Geschäftsmann Peter Arrell Browne Widener gebaut, der heute zu den 100 reichsten Amerikanern der Geschichte zählt.
Der Bau der Villa soll bereits damals acht Millionen Dollar gekostet haben, was nach heutigem Geldwert umgerechnet rund 287 Millionen Euro entspricht. Lynnewood Hall verfügt über 110 Räume, davon 55 Schlaf- und 20 Badezimmer, sowie eine Kunstgalerie und einen Ballsaal für 1.000 Gäste.
Lynnewood Hall, USA
Zu Glanzzeiten arbeiteten in Lynnewood Hall 37 Angestellte in Vollzeit, 60 weitere waren mit der Pflege des Gartens beschäftigt. Die eindrucksvolle Eingangshalle wurde vom Fotografen Leland Kent für Abandoned Southeast festgehalten.
Als Peter Widener 1915 starb, ging das Haus an seinen jüngsten Sohn Joseph, der letzte Überlebende der Familie. Sein Bruder George war beim Untergang der „Titanic“ ums Leben gekommen.
Lynnewood Hall, USA
Lynnewood Hall, USA
Lynnewood Hall, USA
Die Mellon-Villa, USA
Dieses Haus im Stick Style, der Ende des 19. Jahrhunderts in den USA äußerst beliebt war, war einst der Sommersitz von Bankmogul James Ross Mellon in Florida. Es steht seit Jahren leer und ist Wind, Wetter und Verfall ausgesetzt. Und das, obwohl sich in den Räumen kostbare Antiquitäten befinden.
Die Mellon-Villa, USA
Die Mellon-Villa, USA
Die Mellon-Villa, USA
Die Mellon-Villa, USA
Das angrenzende Badezimmer war früher sicher ein Hingucker, inzwischen bräuchte es allerdings eine Totalsanierung. Die Einrichtung ist alt und schmuddelig, die grüne Farbe hat über die Jahre ihre Leuchtkraft verloren. Es fällt schwer, zu glauben, dass dieses einst herrschaftliche Haus so heruntergekommen ist. Wer würde es nicht gerne renovieren?
Vergessener Palazzo, Italien
Vergessener Palazzo, Italien
Im Erdgeschoss befindet sich ein überraschender Schatz: Es sieht ganz so aus, als ob die Familie, als sie ihr einstiges Zuhause verließ, alles einfach liegen und stehen gelassen hätte, darunter auch diese frühen Porträts an der Wohnzimmerwand.
Vergessener Palazzo, Italien
Vergessener Palazzo, Italien
Vergessener Palazzo, Italien
In einem anderen Schlafzimmer ist sogar eine Spielzeugstadt aufgebaut. Gut möglich, dass das Modell einem der Kinder gehörte, als hier noch stundenlang gespielt wurde. Heute sind die alten Überreste mit Schutt und Staub überzogen.
Verlassene Havelis, Indien
Verlassene Havelis, Indien
Bis Anfang des 20. Jahrhunderts war die Region bei Indiens Oberschicht äußerst beliebt, doch dann zogen die reichen Wirtschaftsmagnaten in Städte wie Mumbai und Kalkutta, um dort weiter an ihren Karrieren zu feilen. Als sich der Handel immer mehr in andere Länder verlagerte, waren Shekhawati und seine vielen Villen endgültig dem Untergang geweiht.
Verlassene Havelis, Indien
Die einstigen Wohnhäuser der Reichen wurden alle in ähnlichem Stil gebaut: Sie haben je zwei Etagen und vier Innenhöfe, wobei zwei davon für Treffen mit Gästen, die anderen zum Kochen und als Tierställe vorgesehen waren. Die Eingänge bestehen aus kunstvoll geschnitztem Holz mit Spiegelarbeiten und detailverliebten Gemälden.
Verlassene Havelis, Indien
Heutzutage sind die meisten Havelis jedoch verfallen. Die Behörden erlauben den Kauf nur Menschen, die sich verpflichten, die Villen wieder in ihrem früheren Glanz erstrahlen zu lassen.
Verlassene Havelis, Indien
Selbst wenn die Straßen von Shekhawati heute einer Geisterstadt gleichen und viele Villen in baufälligem Zustand sind, haben sie sich einen Hauch von Glamour bewahrt. In diesem Haveli etwa befindet sich noch ein altes Grammophon aus den 1930er-Jahren.
Harley Clarkes verwaiste Villa, USA
Harley Clarkes verwaiste Villa, USA
Harley Clarkes verwaiste Villa, USA
Das dreistöckige Gebäude mit 16 Zimmern verfügt unter anderem über sieben Schlafgemächer, einen verglasten Wintergarten und einen Ballsaal. Vom Dach ragen sechs Schornsteine empor. Früher wurde die Villa für gesellschaftliche Anlässe genutzt, bis das Evanston Art Center 2015 auszog. Danach stand es lange leer.
Harley Clarkes verwaiste Villa, USA
Während das Evanston Art Center noch in der Villa beheimatet war, wurden die Räume im Erdgeschoss für Ausstellungen genutzt. Die Schlafzimmer sowie der Ballsaal darüber dienten als Klassenzimmer. Das Untergeschoss wurde zu einem Töpferstudio mit Elektro- und Gasbrennöfen sowie einem Verglasungsraum umgebaut. Die holzgetäfelte Eingangshalle und die Bibliothek blieben jedoch erhalten.
Harley Clarkes verwaiste Villa, USA
Harley Clarkes Villa entging nur knapp dem Abriss – die Evanston Preservation Commission, die sich für den Erhalt historischer Gebäude einsetzt, sprach sich einstimmig dagegen aus. Mithilfe mehrerer Kampagnen in Evanston sammelte die Stadt schließlich Vorschläge, um die Villa zu renovieren und langfristig zu nutzen.
Das Haus erstrahlt nun wieder in altem Glanz und wird als Hochzeits- und Veranstaltungsort genutzt.
Pablo Escobars Villa „La Manuela“, Kolumbien
Dieses einst herrschaftliche Ferienhaus am Peñol-Stausee im kolumbianischen Ferienort Guatapé gehörte früher dem berüchtigten Drogenbaron Pablo Escobar.
Der Verbrecher, der vor seinem Tod im Jahr 1993 schätzungsweise 22 Milliarden Dollar pro Jahr (inflationsbereinigt wären das heute umgerechnet rund 45,6 Milliarden Euro) erwirtschaftet haben soll, benannte seinen idyllischen Zufluchtsort „La Manuela“ nach seiner Tochter. Es soll Escobars zweitliebstes Haus gewesen sein.
Pablo Escobars Villa „La Manuela“, Kolumbien
Das mit illegalen Mitteln gebaute Haus liegt auf einem acht Hektar großen Grundstück und wurde 1993 von einer Bürgerwehrgruppe angegriffen. Sie platzierten eine Bombe im Badezimmer und legten das Haus somit in Schutt und Asche. Escobar war bereits aus dem Haus geflohen und wurde acht Monate später von den Behörden gefasst und dabei getötet.
Pablo Escobars Villa „La Manuela“, Kolumbien
Pablo Escobars Villa „La Manuela“, Kolumbien
Pablo Escobars Villa „La Manuela“, Kolumbien
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