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Das sind die faszinierendsten Naturfotos des Jahres
Die besten Tier- und Naturfotos von 2025
By Hannah Foster-Roe · December 8, 2025
Originally published on loveEXPLORING
Gewinner des „Wildlife Photographer“-Wettbewerbs
Das Natural History Museum in London veranstaltet jährlich den internationalen Fotowettbewerb „Wildlife Photographer of the Year“. Auch 2025 wurden aus zehntausenden Einreichungen die besten Aufnahmen aus der Tier- und Pflanzenwelt gekürt.
Werfen Sie einen Blick auf die diesjährigen Gewinner der verschiedenen Kategorien, die aus rekordverdächtigen 60.636 Beiträgen aus 113 Nationen ausgewählt wurden.
Entdecken Sie die Gewinnerbilder des „Wildlife Photographer of the Year 2025“-Wettbewerbs im Überblick ...
Adaptiert von Marlen Luge und Natalie Chiu
Morgendämmerung in den Alpen
Mit dieser außergewöhnlichen Aufnahme eines Alpensteinbocks in den vom Nebel verhangenen Alpengipfeln gewann der junge französische Fotograf Lubin Godin den Preis für das beste Tier- und Naturfoto in der Kategorie „Elf bis 14 Jahre“. Er sah das Tier bei einem morgendlichen Aufstieg, das über einem Wolkenmeer zu ruhen schien. Der Fotograf folgte dem Tier, um den magischen Moment festzuhalten, bevor der Nebel auf dem Gipfel dichter wurde und das Licht der Morgendämmerung schwand.
Die in Europa beheimatete Art des Alpensteinbocks wurde am Anfang des 19. Jahrhunderts beinahe ausgerottet. Dank Schutz- und Wiederansiedlungsbemühungen ist die Art heute jedoch wieder in weiten Teilen der Alpen zu finden.
Fehl am Platz
Gefleckte Muränen gelten als die geschicktesten Aasfresser der Gezeitenzone. Die Fischart jagt ihre Beute dank ihres ausgeprägten Geruchs- und Sehsinns sowohl über als auch unter der Wasseroberfläche. Sie können bis zu 30 Sekunden außerhalb des Wassers verbringen – ein Verhalten, das bisher jedoch nur sehr selten mit der Kamera festgehalten wurde.
Der kanadische Fotograf Shane Gross versuchte wochenlang geduldig, den Moment einzufangen, in dem sich eine gefleckte Muräne außerhalb des Wassers befindet, allerdings mit wenig Erfolg. Die Beharrlichkeit des Fotografen lohnte sich jedoch und er fotografierte schließlich nicht nur einen, sondern gleich drei Fische an Land. Mit der Aufnahme gewann er die Kategorie „Tiere in ihrem Lebensraum“.
Schattenjäger
Uhus zählen zu den gefährlichsten nachtaktiven Raubtieren und wiegen doppelt so viel wie Bussarde. Mit seiner faszinierenden Aufnahme hielt Fotograf Philipp Eggers die Wildheit der Tierart besonders gut fest, als er den Vogel hoch oben in Südtirol fotografierte. Auf dem unheimlich anmutenden Porträt des Uhus ist das orangefarbene Glitzern seiner Augen zu sehen.
Eggers hatte das Nest der Eule beim Klettern entdeckt und verbrachte vier Jahre lang damit, das Verhalten des Tieres zu beobachten. Dieses Bild wurde mit einem Teleobjektiv aufgenommen und gewann die Kategorie „Tierporträt“.
Seidenweicher Unterschlupf
An einem kalten Septembermorgen in Wales entdeckte die junge britische Fotografin Jamie Smart eine Radnetzspinne in ihrem seidenen Netz. Die Fotografin bewies eine für ihr Alter außergewöhnliche Geduld und Beharrlichkeit, um die Spinne und ihren natürlichen Lebensraum für die Aufnahme perfekt auszuleuchten und symmetrisch im Bild in Szene zu setzen.
Smart hatte zunächst nur die mit Tau benetzten Spinnweben entdeckt und gar nicht bemerkt, dass sich die Bewohnerin noch darin befand. Das faszinierende Foto, das das komplexe Gewebe des Netzes aus unzähligen Fäden einfängt, gewann den Preis in der Kategorie „Zehnjährige und jünger“.
Laubfrösche nach Regensturm
Fotograf Quentin Martinez folgte nach einem heftigen Regensturm in den Sümpfen von Kaw in Französisch-Guayana der Spur eines überfluteten Pfads bis hin zu einem provisorischen Teich, der sich auf einer Waldlichtung befand. Dabei orientierte er sich an den schrillen Rufen kleiner Laubfrösche und stieß auf die Amphibien, die gerade ihr Paarungsritual vollzogen.
Martinez hielt die beeindruckende Momentaufnahme mit einem Weitwinkelobjektiv fest und setzte einen diffusen Blitz ein, um die Frösche in ihrem natürlichen Lebensraum nicht zu stören, aber dennoch den Glanz der vielfältigen Grüntöne der Art einfangen zu können. Die Paarungsrituale der Tiere dauern nur wenige Stunden – genug Zeit für Martinez jedoch, um das Siegerfoto in der Kategorie „Verhalten: Amphibien und Reptilien“ aufzunehmen.
Radnetzspinne auf Fußgängerbrücke
Auf dieser einzigartigen Aufnahme ist eine Radnetzspinne zu sehen, die von der deutschen Fotografin Simone Baumeister auf einer Fußgängerbrücke in Ibbenbüren fotografiert wurde. Das Bild gewann den Preis in der Kategorie „Natürliche Kunst“. Auf dem Foto sitzt das Insekt in seinem Spinnennetz, das die Lichter der darunter fahrenden Autos reflektiert.
Um den gewünschten kaleidoskopischen Effekt der Aufnahme zu erzielen, drehte Baumeister eines der sechs Glaselemente ihres analogen Objektivs um. Das Bild wirkt dadurch verzerrt und hebt die Radnetzspinne auf der Suche nach Beute in künstlichem Licht hervor.
Bockkäfer findet neues Habitat
Dieses faszinierende Bild eines Bockkäfers zeigt, wie anpassungsfähig die Natur ist. Das Insekt nistet sich nach der Fällung alter Buchen in den Lepinischen Bergen in Mittelitalien in seinen neu gewählten Lebensraum ein.
Der junge italienische Fotograf Andrea Dominizi verwendete ein Weitwinkelobjektiv und einen externen Blitz, um den kleinen Käfer den schweren Maschinen für die Baumfällung gegenüberzustellen. Das Foto erzählt die Geschichte vom Verlust des natürlichen Lebensraums, die aber mit Widerstands- und Anpassungsfähigkeit einhergeht. Der Fotograf wurde sowohl für das beste Bild in der Kategorie „15- bis 17-Jährige“ als auch als „Junger Naturfotograf des Jahres“ ausgezeichnet.
Synchronisierter Fressrausch
Der Yundang-See in China war einst ein natürlicher Hafen, der während der Bebauung in den 1970er-Jahren vom Meer abgeriegelt wurde. Als er später erneut mit dem Meer verbunden wurde, kehrte auch die Meeres- und Vogelwelt in ihren vorherigen Lebensraum zurück. Der chinesische Fotograf Qingrong Yang besuchte den Ort, um die dort lebenden Tierarten bei ihrer Jagd nach Beute zu fotografieren.
Qingrong gelang es, den einzigartigen Moment einfangen, in dem sich ein Frauenfisch einen kleinen Fisch schnappt, während er sich selbst in direkter Gefahr unter dem Schnabel eines hungrigen Reihers befindet. Das Bild gewann die Kategorie „Verhalten: Vögel“.
Hyäne in Geisterstadt
Um dieses atmosphärische Foto einer Braunen Hyäne aufzunehmen, die in der Geisterstadt Kolmannskuppe in Namibia umherstreift, brauchte Fotograf Wim van den Heever zehn Jahre. Im Gegensatz zu ihren häufiger vorkommenden Artgenossen, den Streifenhyänen und Tigerwölfen, sind Braune Hyänen nur selten und schwer zu finden – weshalb ihr Anblick zwischen den halb zerstörten Hausruinen dieser einstigen Bergbaustadt umso faszinierender wirkt.
Die Jury zollte insbesondere van den Heevers „Neugier, Geduld und Talent“ Tribut und zeichnete den Fotografen nicht nur in der Kategorie „Urbane Tierwelt“ aus, sondern auch mit dem „Naturfotograf des Jahres“-Gesamtpreis.
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Die Ausstellung in London
Die aktuelle Ausstellung „Wildlife Photographer of the Year 2025“ mit allen 100 prämierten Bildern läuft bis Sonntag, den 12. Juli 2026, im Londoner Natural History Museum (im Bild). Zum Ticketkauf geht es hier. Wer als Fotograf selbst teilnehmen möchte, kann sich schon bald für den Wettbewerb 2026 bewerben.
Entdecken Sie jetzt die Gewinnerbilder des „Wildlife Photographer of the Year 2024“-Wettbewerbs …
Unterwasser
Mit einer speziell angefertigten Verlängerung für das Unterwassergehäuse seiner Kamera hat der Fotograf Matthew Smith diesen neugierigen Seeleoparden unter dem antarktischen Eis abgelichtet. Die Robbenart ist weit verbreitet, ihr Lebensraum und ihre Nahrungsquellen werden jedoch durch Überfischung, den Rückgang des Meereises und die Erwärmung der Gewässer bedroht.
Mit diesem Bild hat Matthew Smith in der Kategorie „Unterwasser“ gewonnen.
Tiger in der Stadt
Der deutsche Fotograf Robin Darius Conz beobachtete diesen bengalischen Tiger während der Dreharbeiten zu einem Dokumentarfilm über die Tierwelt in den indischen Westghats mit einer Drohne. Die geschützten Teile des Gebirges gehören zu den artenreichsten Landschaften Indiens und weisen eine stabile Tigerpopulation auf, die genau überwacht wird. Außerhalb dieser Gebiete ist der Bestand an Tigern jedoch stark zurückgegangen.
Das Bild dieses einsamen Tigers, der auf eine Stadt schaut, wo einst Wälder wuchsen, hat in der Kategorie „Urbane Tierwelt“ den ersten Platz belegt.
Geheimnisvolle Algen
Sage Ono wurde dieses Jahr für seine Algen-Bildserie mit dem „Rising Star Portfolio Award“ ausgezeichnet.
Ono wurde von seinem Großvater, einem pensionierten Meeresbiologen, zur Unterwasserfotografie inspiriert. Nach seinem Studium zog er an die kalifornische Küste in die Nähe des Monterey Bay National Marine Sanctuary, eines der größten Meeresreservate in den USA. Der dort vorkommende Riesentang ist die größte aller Seetangarten und beherbergt eine enorme Vielfalt an Lebewesen. Ono gelang es, die rubinrot schillernden Eier, die ein Röhrenmaul-Weibchen um eine Alge gewickelt hat, abzulichten.
Der herabschauende Luchs
Das Gewinnerbild in der Kategorie „Tiere in ihrem Habitat“ zeigt einen Luchs, der sich in der frühen Abendsonne genüsslich streckt.
Seine Yoga-Pose passt perfekt zu der hügeligen Wildnis der Region Primorskij Krai im äußersten Südosten Russlands. Die abgelegene Lage und die wechselnden Wetterbedingungen waren eine Herausforderung für den Fotografen Igor Metelskiy. Doch nachdem er mehr als sechs Monate gewartet und seine Kamerafalle in der Nähe der Fußspuren potenzieller Beutetiere aufgestellt hatte, gelang ihm schließlich dieser besondere Schnappschuss.
Flussdelfin
Der Amazonasdelfin, auch als Boto oder Rosa Flussdelfin bekannt, ist stark gefährdet. Bei den indigenen Völkern im Amazonasgebiet werden die kleinen Wale gleichermaßen verehrt und gefürchtet, es ranken sich zahlreiche Mythen und Geschichten um sie.
Thomas Peschak, der Gewinner der Kategorie „Bestes fotojournalistisches Portfolio“, nahm dieses fast magische Bild in einem Gebiet auf, in dem auch Touristen von einheimischen Guides zu den rosafarbenen Delfinen geführt werden. Dies bringt allerdings eine Reihe weiterer Probleme mit sich, da sich die Wildtiere unter anderem an die regelmäßigen Fütterungen durch den Menschen gewöhnen.
CSI: London
Dieses besondere Bild von Britta Jaschinski, aufgenommen am Londoner Flughafen Heathrow, gewann den diesjährigen Wettbewerb in der Kategorie „Fotojournalismus“.
Jaschinski verbrachte einige Zeit in der britischen CITES-Border-Force-Abteilung, die den illegalen Handel mit gefährdeten Tier- und Pflanzenarten überwacht. Hier beobachtet sie einen Ermittler, der mit einem neu entwickelten magnetischen Pulver nach Fingerabdrücken auf einem beschlagnahmten Elefantenstoßzahn sucht. Mit dieser Substanz können Experten auch 28 Tage nach der Berührung noch Fingerabdrücke auf Elfenbein nehmen.
Die Wächterin des Tals
Das circa 30 Kilometer lange Tal Glen Affric in den schottischen Highlands weist eine der höchsten Konzentrationen an einheimischen Bäumen im Vereinigten Königreich auf und ist ein lebenswichtiges Ökosystem. Die Analyse von Pollen, die in den geschichteten Sedimenten konserviert wurden, zeigt, dass der Wald mindestens 8.300 Jahre alt ist.
Der italienische Fotograf und Gewinner in der Kategorie „Pflanzen und Pilze“, Fortunato Gatto, entdeckte diese mit Bartflechten verzierte knorrige alte Birke bei einem Spaziergang durch das Tal.
Entspannung pur
Das Gewinnerfoto der Kategorie „Tierverhalten: Säugetiere“ zeigt einen schlafenden, jungen Ceylon-Hutaffen im schützenden Arm seiner Mutter.
Der intime Moment wurde von Hikkaduwa Liyanage Prasantha Vinod im Wilpattu-Nationalpark von Sri Lanka aufgenommen. Bei einer Pause bemerkte er plötzlich, dass er nicht allein war: Eine Gruppe von Ceylon-Hutaffen bewegte sich durch die Bäume über ihm und er konnte diese friedliche Szene einfangen.
Abrisskommando
Das Gewinnerfoto der Kategorie „Tierverhalten: Wirbellose“ des deutschen Fotografen Ingo Arndt zeigt eine martialische Szene: Rote Waldameisen, die gemeinsam einen Käfer zerstückeln.
Glücklicherweise war der Dunkelblaue Laufkäfer bereits tot, als die Ameisenarmee anrückte, um die Beute in den Bau zu befördern. Rote Waldameisen ernähren sich zum großen Teil von Honigtau, den sie von Blattläusen sammeln. Sie brauchen aber auch Eiweiß. Durch ihre schiere Anzahl können sie größere Insekten und andere wirbellose Tiere mit Leichtigkeit erlegen.
Plastik im Magen
Der Fotograf Justin Gilligan erstellte dieses ernüchternde Mosaik aus 403 Plastikteilen, die im Bauch eines verstorbenen Sturmtauchers an der Küste von Lord Howe Island in Australien gefunden wurden. Der Seevogel wurde von Wissenschaftlern des Adrift Lab entdeckt, das die Auswirkungen der Plastikverschmutzung auf marine Ökosysteme untersucht.
Gilligan, der Gewinner der Kategorie „Ozeane“, hat die Arbeit des Teams über mehrere Jahre hinweg dokumentiert. Im Jahr 2023 klassifizierten die Forscher eine neue, speziell durch Plastikteile verursachte Krankheit bei Vogelarten: Plastikose. Durch das Verschlucken von Plastikteilen bilden sich im Verdauungstrakt der Vögel Entzündungen und Vernarbungen im Gewebe.
Fang mich
Diese magische Aufnahme gewann in der Kategorie „Tierverhalten: Vogelarten“.
Der amerikanische Fotograf Jack Zhi beobachtet seit acht Jahren Wanderfalken und ihre heranwachsenden Küken an einem Küstenstreifen von Los Angeles. Die Jungvögel sind oft besonders schnell unterwegs – trotzdem gelang es ihm, diesen jungen Falken bei der Schmetterlingsjagd abzulichten.
Wie gemalt
Man könnte es glatt für ein gemaltes Bild halten, doch dieses impressionistisch anmutende Bild einer Rabenkrähe ist tatsächlich eine Fotografie von Jiří Hřebíček, der in diesem Jahr in der Kategorie „Natürliche Kunst“ den ersten Platz belegte.
Der in Basel lebende Tscheche geht häufig in den Park, um dort mit Kameratechniken zu experimentieren. Um diesen malerischen Effekt zu erzielen, bewegte er seine Kamera in verschiedene Richtungen und verwendete eine lange Belichtungszeit. Rabenkrähen sind intelligente Vögel, die sich erfolgreich an das Leben an der Seite des Menschen angepasst haben und in Gärten und Parks auf Nahrungssuche gehen. In der Schweiz gibt es in Basel und Umgebung besonders viele Exemplare.
Ringkampf im Sumpf
Die Reiseführerin Karine Aigner war mit einer Touristengruppe im brasilianischen Pantanal unterwegs, als sie plötzlich etwas Ungewöhnliches im Wasser bemerkte: Eine gelbe Anakonda, die sich um die Schnauze eines Brillenkaimans wickelte.
Aigner beobachtete den Kampf der Reptilien eine Weile und schoss schließlich dieses Foto, das in der Kategorie „Tierverhalten: Amphibien und Reptilien“ ausgezeichnet wurde.
Frei wie ein Vogel
Der spanische Nachwuchsfotograf Alberto Román Gómez zeigt hier den Kontrast zwischen einem zarten Schwarzkehlchen und einer schweren, rostigen Kette.
Der Gewinner in der Kategorie „Zehnjährige und jünger“ beobachtete den Vogel am Rande des Naturparks Sierra de Grazalema in Andalusien aus dem Autofenster heraus.
Luchse im Schnee
John E. Marriott, der Gewinner in der Kategorie „Tierporträts“, hatte diese Luchsfamilie fast eine Woche lang mit Schneeschuhen und seiner Kameraausrüstung durch die eisigen Wälder des Yukon im Nordosten Kanadas verfolgt.
Als frische Spuren ihn endlich zu der Gruppe führten, hielt er Abstand zu den Raubkatzen und fing diesen besonderen Moment ein. Luchse sind eigentlich Einzelgänger, gleich mehrere zusammen ablichten zu können, ist selten.
Alles im Griff
Zum 60. Jubiläum des Fotowettbewerbs wurde in diesem Jahr erstmalig der „Impact Award“ eingeführt – passend zur Vision des Veranstalters von einer Zukunft, in der Mensch und Natur im Gleichgewicht leben.
Der „Young Impact Award“ ging an Liwia Pawłowska aus Polen für dieses Foto. Es zeigt, wie Länge, Geschlecht, Zustand und Alter einer Dorngrasmücke dokumentiert werden, um Wissenschaftlern bei der Überwachung der Population und der Verfolgung von Wanderungsbewegungen zu helfen. Pawłowska fotografiert Vogelberingungen schon, seit sie neun Jahre alt ist.
Hoffnungsschimmer
Der „Adult Impact Award“, mit dem ein Erfolg im Bereich Naturschutz, eine Geschichte der Hoffnung und/oder ein positiver Wandel gewürdigt wird, ging an Jannico Kelk aus Australien.
Er fotografierte einen Großen Kaninchennasenbeutler, der von der indigenen Bevölkerung Australiens auch als Ninu bezeichnet wird. Die Beuteltierart wurde durch die Einschleppung von Füchsen und Katzen fast ausgerottet. Kelks Bild zeigt einen Ninu inmitten roter Sanddünen in einem eingezäunten Reservat, das die Tiere vor Raubtieren schützt.
Leben unter Totholz
Der Preis für den besten Nachwuchsfotografen ging an Alexis Tinker-Tsavalas aus Deutschland, der in der Kategorie „15- bis 17-Jährige“ gewann.
Tinker-Tsavalas lichtete einen himbeerfarbenen Kugelspringer neben einem Schleimpilz auf einem Baumstamm ab. Hier war schnelles Handeln gefragt, da das winzige Insekt im Bruchteil einer Sekunde ein Vielfaches seiner Körperlänge zurücklegen kann. Zusätzlich verwendete er eine Technik namens Focus Stacking, bei der 36 Bilder – jedes mit einem anderen Bereich im Fokus – kombiniert wurden.
Ein Meisterwerk der Natur
Der kanadische Fotojournalist Shane Gross nahm den Hauptpreis als „Wildlife Photographer of the Year 2024“ mit nach Hause und belegte auch in der Kategorie „Sumpfgebiete“ den ersten Platz.
Gross schnorchelte für dieses Foto mehrere Stunden lang im kanadischen Cedar Lake in British Columbia und glitt dabei durch Felder von Seerosenblättern. Er achtete darauf, die Schicht aus Schlick und Algen auf dem Seeboden nicht zu beschädigen, und fing schließlich diesen glitzernden Schwarm schwarz-goldener Kaulquappen mit der Kamera ein.
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