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Diese 4.000 Jahre alte Ritualstätte ist fast so mysteriös wie Stonehenge

Aktuelle Ausgrabungsfunde, über die die Fachwelt staunt

By loveEXPLORING-Team · July 20, 2023

Originally published on loveEXPLORING

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24 slides 12 min read
Municipality of Tiel

Funde aus der Steinzeit

Forscher haben in den Niederlanden eine weitläufige prähistorische Ritualstätte entdeckt, die laut Experten dem legendären Steinkreis Stonehenge in Südengland ähnelt. Laut dem Archäologen-Team ist die Stätte 4.000 Jahre alt, sie soll der Sonne geweiht gewesen sein und wurde 800 Jahre lang genutzt, also vom Ende der Steinzeit bis zum Beginn der niederländischen Bronzezeit. Die Ruinen befinden sich in der Stadt Tiel im Süden des Landes und wurden zufällig von Bauerbeitern entdeckt. Die Ausgrabungen begannen zwar bereits im Jahr 2017, doch die Ausmaße und Bedeutung des Fundes wurden erst jetzt nach umfangreichen Untersuchungen deutlich. Die Arbeiten gehören zu den aufwendigsten, die je in den Niederlanden durchgeführt wurden.

Municipality of Tiel

Funde aus der Steinzeit

Die Stätte umfasst eine Größe von etwa drei Fußballfeldern und der Hauptteil besteht aus drei großen Erdhügeln. Der besterhaltene weist dabei einen Kreis aus Holzpfählen auf, der als Sonnenkalender fungierte, sowie mehrere Grabhügel und eine Art zeremoniellen Pfad. Experten zufolge habe die flache Plattform auf dem Hügel es einer Priesterin oder einem Priester ermöglicht, den Stand der Sonne zu beobachten und Rituale durchzuführen – vermutlich zu den Sonnenwenden, genau wie in Stonehenge. Um den Hügel herum wurde ein großer Graben mit Einkerbungen freigelegt, die auf den Stand der Sonne zur Sommersonnenwende ausgerichtet sind. Archäologen entdeckten Tierskelette, menschliche Schädel und wertvolle Gegenstände wie eine bronzene Speerspitze, die als Opfergaben in den Öffnungen vergraben waren.

Alexander van de Bunt/Municipality of Tiel

Funde aus der Steinzeit

Der Fund erregt nicht nur aufgrund des Alters und der immensen Größe internationale Aufmerksamkeit, sondern auch wegen der vielen geborgenen Artefakte. Unter den Objekten befindet sich auch eine Glasperle aus Mesopotamien (gelegen im heutigen Irak), die auf Handel zwischen europäischen Steinzeitmenschen und dem prähistorischen Nahen Osten hindeutet. Dennoch bleibt einiges auch weiterhin ein Mysterium, so etwa wer die Stätte erbaut hat, wie und weshalb. Experten sind sich jedoch einig: Die Stätte war von enormer Bedeutung. Einheimische nutzten sie, um den Lauf der Jahreszeiten zu verfolgten, Rituale durchzuführen und ihre Toten zu bestatten.

Klicken oder scrollen Sie sich jetzt durch weitere unglaubliche archäologische Funde, die in diesem Jahr gemacht wurden – vom wohl ältesten Kühlschrank der Welt bis hin zu grausigen Grabentdeckungen …

British Museum

Königlicher Herrscherpalast, Irak

Als ein Forschungsteam auf den königlichen Herrscherpalast der antiken sumerischen Stadt Girsu im heutigen Tello im Südirak stieß, wurde das 4.500 Jahre alte Bauwerk als Schlüssel zu einer alten Zivilisation gefeiert. Der Direktor des British Museum in London, Hartwig Fischer, bezeichnete die archäologische Stätte als „eine der faszinierendsten, die ich je besucht habe“.

Lisa Trever

Wandmalerei der Moche-Kultur, Peru

Bei Ausgrabungen im nordperuanischen Pañamarca entdeckten Archäologinnen und Archäologen zwei prächtige Wandmalereien. Das eine der rund 1.400 Jahre alten Gemälde zeigt einen Mann mit zwei Gesichtern, die in entgegengesetzte Richtungen schauen. In der einen Hand hält er einen Fächer mit beweglichen Federn, in der anderen vier Kolibris, die aus einem Kelch trinken. Die Forschenden fanden die in leuchtendem Rot und Gold gemalten Werke in einer großen, erst zu einem Teil ausgegrabenen Zeremonienhalle. Sie soll zwischen 500 und 800 n. Chr. eine sehr wichtige politische oder religiöse Bedeutung für die landwirtschaftlich geprägte Moche-Kultur gehabt haben. 

 

JAVAD PARSA/NTB/AFP via Getty Images

2.000 Jahre alter Runenstein, Norwegen

In einem Gräberfeld nahe des Sees Tyrifjorden im Nordwesten von Oslo fand ein Forscherteam den wohl ältesten Runenstein der Welt. Den Experten zufolge wurden die Inschriften vor rund 2.000 Jahren in den 31 mal 32 Zentimeter großen, braunen Sandstein gemeißelt, was sie in Skandinavien zu dem frühesten Beispiel für schriftlich festgehaltene Wörter macht. Professor Kristel Zilmer von der Universität Oslo bezeichnete den Fund als „das Sensationellste, was ich als Wissenschaftler erlebt habe“.

KHALED DESOUKI/Getty Images

Mumie von Hekaschepes, Ägypten

In der altägyptischen Ausgrabungsstätte Sakkara hat ein Forschungsteam eine mit Blattgold verzierte Mumie entdeckt, die die Forschenden für die älteste und vollständigste Mumie halten, die je in Ägypten gefunden wurde. Der versiegelte Kalksteinsarkophag mit den sterblichen Überresten eines nicht-königlichen Mannes namens Hekaschepes lag 4.300 Jahre lang in einem 15 Meter tiefen Schacht unberührt begraben. Außerdem wurden in der Nähe der berühmten Stufenpyramide, der ältesten noch erhaltenen Pyramide Ägyptens, drei weitere Grabstätten entdeckt. Ihre Wände sind mit Hieroglyphen und Szenen des täglichen Lebens aus dem 25. bis 22. Jahrhundert v. Chr. geschmückt.

Wikimedia Commons/Public Domain

Dakō-Schwert, Japan

In einem 1.600 Jahre alten Grabhügel in der Nähe der japanischen Stadt Nara fanden Forschende ein knapp 2,30 Meter langes Schwert. Wegen ihrer gigantischen Größe kam die Waffe wohl nie in einer Schlacht zum Einsatz, sondern soll laut Meinung der Archäologinnen und Archäologen einen zeremoniellen Zweck zur Abwehr böser Geister gehabt haben. Bei dem kunstvoll verzierten Objekt handelt es sich um ein sogenanntes Dakō, dessen Klinge in wellenförmigen Linien geschwungen ist. Das entdeckte Schwert stammt aus der frühen Kofun-Periode (250 bis 538 n. Chr.), einer Epoche, die für ihre großen Grabhügel zum Schutz der Verstorbenen der herrschenden Klasse bekannt war.

@Fotografico Ufficio/Stampa Roma Capitale

Porträt von Roma, Italien

Bei Bauarbeiten für eine neue U-Bahn-Station in Rom entdeckten Arbeiter dieses goldene Glasfragment aus dem 4. Jahrhundert. Der seltene Fund, der einst womöglich den Sockel eines Trinkglases zierte, zeigt die weibliche Gottheit Roma – die Personifizierung der Stadt Rom­ – mit einem Helm und einem Speer. Es ist das erste bekannte Artefakt dieser Art, und die Verwendung von Blattgold deutet auf einen Luxusartikel hin. Zusammen mit anderen gefunden Artefakten soll das Fragment in einem kleinen Museum in der U-Bahn-Station ausgestellt werden, sobald alle Bauarbeiten abgeschlossen sind.

ASAAD NIAZI/Getty Images

Antiker Kühlschrank, Irak

Ein amerikanisch-italienisches Forschungsteam fand bei Ausgrabungsarbeiten in der einstigen sumerischen Stadt Lagaš eine 4.700 Jahre alte Gaststätte sowie den vielleicht ältesten Kühlschrank der Welt. „Es handelt sich um einen öffentlichen Speiseraum, der etwa auf das Jahr 2.700 v. Chr. datiert wird“, sagte Grabungsleiterin Holly Pittman, Professorin für Kunstgeschichte an der Penn University. „Er ist aufgeteilt in einen Sitzbereich unter freiem Himmel und einen Küchenbereich. Neben dem besagten, fünf Jahrtausende alten Kühlschrank fand man unter anderem auch eine Tafel mit einem antiken Bierrezept.

COGAT

Mosaike aus dem 6. Jahrhundert, Israel

In der Nähe der Stadt Jericho im Westjordanland konnten Forschende eine byzantinische Kirche aus dem 6. Jahrhundert freilegen. Ihre kunstvollen Mosaikböden zeigen neben Weinranken und Tierfiguren, die mit traditionellen Ornamenten verwoben sind, auch eine altgriechische Inschrift, die an Georgios und Nonus – vermutlich reiche Gönner des Kirchenbaus – erinnern. Es ist ein großes Glück, dass die Kirche weder in der frühen islamischen Periode noch durch Erdbeben zerstört wurde.

Egyptian Ministry of Antiquities/Facebook

Lächelnde Sphinx, Ägypten

Bei Ausgrabungen im ägyptischen Dendera-Tempelkomplex am östlichen Nilufer in Qena machten Forschende eine Entdeckung, die man als die „Mona Lisa“ der ägyptischen Altertümer bezeichnen könnte: eine Miniatur-Sphinx mit einem rätselhaften Lächeln und Grübchen im Gesicht. Laut Dr. Mahdou el Damati, Mitglied des Archäologenteams der Ain Shams University, stellt die Statue den römischen Kaiser Claudius dar, der im 1. Jahrhundert n. Chr. für die Ausbreitung Roms in der nordafrikanischen Region verantwortlich war. 

Zusammen mit der Sphinx entdeckten sie auch eine römische Steintafel mit Inschriften in Hieroglyphen sowie in Demotisch – einer Gebrauchsschrift, die zur Kommunikation mit dem einfachen ägyptischen Volk verwendet wurde.

Cristina Quicler/Getty Images

Mittelalterliche Synagoge, Spanien

Zu Beginn dieses Jahres bestätigten spanische Archäologinnen und Archäologen den Fund einer mittelalterlichen Synagoge aus dem 14. Jahrhundert – vor dem Hintergrund der Judenverfolgung während der spanischen Inquisition ein eher seltenes Ereignis. Das Gebäude, das in der andalusischen Stadt Utrera als Krankenhaus, Kinderheim, Restaurant und zuletzt als Diskothek genutzt wurde, konnte dank Aufzeichnungen eines örtlichen Pfarrers aus dem Jahr 1604 als jüdisches Gotteshaus identifiziert werden. Laut dem leitenden Archäologen, Miguel Ángel de Dios, könnte dies einer der Gründe sein, warum das Bauwerk überhaupt überlebt hat. Ein bemerkenswerter Teil des ursprünglichen Mauerwerks der Synagoge ist noch intakt. 

Nature Picture Library/Alamy Stock Photo

Steinzeitliche Affenwerkzeuge, Brasilien

In der Fachzeitschrift „The Holocene“ veröffentlichten der Archäologe Agustín Agnolín und der Paläontologe Federico Agnolín kürzlich eine Studie, nach der die früheste Besiedelung des südamerikanischen Kontinents durch Menschen überdacht werden müsste. Sie untersuchten steinzeitliche Werkzeuge aus brasilianischen Stätten wie Pedra Furada und kamen zu dem Ergebnis, dass die Artefakte aus dem Pleistozän nicht von Menschenhand, sondern von Kapuzineräffchen gemacht wurden. Laut den Forschern sind die Primaten äußerst begabt darin, „menschlich aussehende lithische Ablagerungen“ herzustellen, mit denen sie auch heute noch zum Beispiel Nüsse knacken. 

OAI, M. Bietak

Abgetrennte Hände, Ägypten

Ein Forschungsteam um die Paläopathologin Dr. Julia Gresky untersuchte zwölf Hände, die in einem Hyksos-Palast aus der 15. Dynastie (ca. 1640 bis 1530 v. Chr.) in Tell el-Dab'a im Nordosten Ägyptens gefunden wurden. Laut der kürzlich im Fachmagazin „Scientific Reports“ veröffentlichten Studie vom Deutschen Archäologischen Institut (DAI) sind die säuberlich abgetrennten Extremitäten Überbleibsel eines grausamen Siegerrituals. Der Brauch, bei dem Soldaten dem Pharao die amputierten rechten Hände ihrer Feinde als Kriegstrophäe präsentierten, wurde seit dem Neuen Reich in Tempelinschriften und Reliefs festgehalten. Dieser Fund ist der erste physische Beweis für ein solches Ritual.  

ap-photo/Alamy Stock Photo

Neue Moai-Statue, Osterinsel

Anfang 2023 wurde in einem Vulkankrater auf der Osterinsel ein neuer Moai entdeckt. Die Steinstatue, die im trocken gefallenen See des Vulkans Rano Raraku auftauchte, ist zwar kleiner als ihre kollossalen Kollegen, aber nicht weniger bedeutend. Wie die chilenische Inselverwaltung meldete, ist die Staue 1,60 Meter groß und wurde liegend, zum Himmel schauend gefunden. Forschende suchen nun am Fundort nach Hinweisen auf andere Moai-Statuen und Werkzeuge, die zu ihrer Herstellung verwendet worden sein könnten.

robertharding/Alamy Stock Photo

Antikes römisches Weingut, Italien

Die Luxusvilla Villa dei Quintili an der antiken Via Appia in Rom galt lange als gut erforschte Stätte. Bis Archäologinnen und Archäologen des italienischen Kulturministeriums 2023 zufällig auf etwas wirklich Außergewöhnliches stießen. Sie waren eigentlich auf der Suche nach den Startpunkten einer Wagenrennbahn, die im 2. Jahrhundert n. Chr. gebaut wurde. Stattdessen fanden sie einen opulenten, altrömischen Weinkeller mit luxuriösen Speisesälen und mit Blick auf Brunnen, aus denen Wein sprudelte. Es wird angenommen, dass der Kaiser persönlich die Villa jährlich besuchte, um die Weinlese mit einem spektakulären, feuchtfröhlichen Bankett einzuleiten.

 

Egyptian Ministry of Tourism and Antiquities

Buddha-Statue, Ägypten

Die Forschenden staunten nicht schlecht, als sie bei Ausgrabungen in der altägyptischen Hafenstadt Berenike auf eine 71 Zentimeter hohe Buddha-Statue stießen. Die um 100 n. Chr. gefertigte Figur ist einmal mehr der Beweis dafür, dass es zu der Zeit, als Ägypten von Rom kontrolliert wurde, reiche Handelsbeziehungen mit Indien gab. Aufgrund stilistischer Details gehen die Forschenden davon aus, dass die Statue aus mediterranem Marmor in Alexandria hergestellt wurde.

MENAHEM KAHANA /Getty Images

Grabstätte der Salome, Israel

Israelische Archäologinnen und Archäologen untersuchten eine 2.000 Jahre alte Höhle, bei der es sich ihrer Meinung nach um die Grabstätte von Salome – der Hebamme Jesus – handeln könnte. Die Forschenden fanden neue Artefakte und Wandinschriften in der Höhle, die vermutlich ein Wallfahrtsort für frühe Christen war. Auf dem Vorplatz – mit einem Mosaikboden bedeckt und von Steinmauern umgeben – wurden Dutzende von kunstvoll verzierten Tonöllampen (im Bild) freigelegt, die Pilger vermutlich vor Betreten der Höhle kauften oder ausliehen.

 

Greek Ministry of Culture

Mykenische Schwerter, Griechenland

Bei der Freilegung eines Grabes aus dem 12. bis 11. Jahrhundert v. Chr. nahe der Stadt Egio auf der Halbinsel Peloponnes entdeckten Forschende drei bemerkenswert gut erhaltene Bronzeschwerter. Die Waffen wurden von den Mykenern hergestellt – einer griechischen Kultur der späten Bronzezeit, die zwischen 1700 und 1100 v. Chr. die Peloponnes und die Ägäis beherrschte. Neben den Schwertern, deren Holzgriffe teils noch intakt sind, wurden auch Vasen, Perlen, Halsketten, Bergkristalle und goldene Kränze in der mykenischen Nekropole aus dem 12. Jahrhundert v. Chr. gefunden.

Paestum Velia Archaeological Park

Eros-Figuren, Italien

In der Ruinenstätte Paestum an der südwestlichen Küste Italiens – um 600 v. Chr. als „Poseidonia“ von griechischen Kolonisten gegründet – ging Forschenden Anfang des Jahres ein spektakulärer Fund ins Netz. Der griechische Gott Eros auf einem Delfin ist dabei nur eine der zahlreichen Terrakottafiguren, die dort in einem kleinen Tempel freigelegt wurden. Eine der Eros-Figuren trägt die Signatur der Töpfer- und Keramikerfamilie Avili, über die bis dato in Paestum noch nichts weiter bekannt ist. Neben sieben Stierköpfen, mehreren Miniatur-Tempeln und -Altären zu Kultzwecken entdeckten die Forschenden auch eine Steinplatte mit eingearbeiteten Rillen, in der wohl das Blut der geopferten Tiere rinnen konnte.

CARLOS ALONZO/AFP via Getty Images

Maya-Ruinen, Guatemala

Forschende der Idaho State University führten kürzlich eine Vermessung aus der Luft vom Mirador-Calakmul-Karstbecken im Norden Guatemalas durch und entdeckten dabei eine etwa 2.000 Jahre alte Maya-Stadt. Dank der dreidimensionalen Laserscan-Technik LiDAR (Light Detection and Ranging) konnten knapp 1.000 Siedlungen ausgemacht werden, die sich über eine Fläche von 170.000 Hektar erstrecken und zumeist aus der vorklassischen Zeit (ca. 1.000 v. Chr. bis 150 n. Chr.) stammen. Bisher ausgegrabene Artefakte deuten bereits darauf hin, dass hier eine weitaus höher entwickelte, bevölkerungsreiche und einheitliche Maya-Gesellschaft blühte als bisher angenommen.

 

GIL COHEN-MAGEN/AFP via Getty Images

4.000 Jahre alte Straußeneier, Israel

In der Nähe von Nitzana an der israelisch-ägyptischen Grenze fanden Forschende in den Sanddünen der Negev-Wüste 4.000 Jahre alte Straußeneier. Die zerbrochenen Schalen lagen neben der uralten Feuerstelle eines Lagerplatzes, der von Wüstennomaden bereits „seit prähistorischen Zeiten“ genutzt wurde. Laut Lauren Davis, Leiterin der Ausgrabungsstätte der Israelischen Altertumsbehörde, wurden auch Steine, Feuersteine, Werkzeuge und Keramikscherben in der Nähe des Feuers gefunden. Die Sammlung an Straußeneiern sei aber etwas ganz Besonderes, da sie einen Einblick in das Leben der Nomaden, die in der Antike durch die Wüste zogen, gewähren.

Lesen Sie jetzt: Mysterien der Antike: Diese sind bis heute ungelöst

Archäologie-Büro Dr. Woidich/Sergiu Tifui

Schwert aus der Bronzezeit, Deutschland

Ein Archäologenteam hat in Nördlingen (Bayern) bei Ausgrabungen im Donau-Ries kürzlich ein mehr als 3.000 Jahre altes, so ungewöhnlich gut erhaltenes Bronzeschwert entdeckt, dass es „fast noch glänzt“. Experten vermuten, dass es aus der Mitte der Bronzezeit stammt und datieren es auf das Ende des 14. Jahrhunderts v. Chr. Laut Professor Mathias Pfeil, Leiter des BLfD, wurden einige Schwerter aus dieser Zeit schon bei der Öffnung von Grabhügeln im 19. Jahrhundert gefunden – allerdings nicht in einem solch guten Zustand. „Der Erhaltungszustand ist außergewöhnlich“, sagte er der Nachrichtenagentur AP. „Ein solcher Fund ist sehr selten.“

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