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Dieser russische Oligarch machte Trumps Prachtvilla dem Erdboden gleich

Die extravaganten Eigenheime reicher Russen

By lovePROPERTY team · August 30, 2023

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Jean Catuffe / Getty Images ; ZUMA Press Inc / Alamy

Dmitri Rybolowlew und das Haus von Donald Trump

Der Geschäftsmann Dmitri Rybolowlew ist einer der reichsten Milliardäre Russlands. Einen Teil seines scheinbar unerschöpflichen Vermögens hat er im Laufe der vergangenen Jahre in sündhaft teure Immobilien investiert. Beim Kauf einer Prachtvilla in Florida, die keinem Geringeren als Donald Trump gehörte, lief allerdings nicht alles ganz nach Plan. Werfen Sie mit uns einen Blick auf Rybolowlews Immobilien und erfahren Sie, was genau mit dem ehemaligen US-Präsidenten schief lief...

Jean Catuffe / Contributor / Getty Images

In den Schlagzeilen

Rybolowlew, Präsident des Fußballclubs AS Monaco, verdankt sein Vermögen von umgerechnet rund 6,2 Milliarden Euro seinem florierenden Düngemittel-Geschäft. In den vergangenen zehn Jahren sorgte der medienscheue und als „Kali-König“ bekannte Unternehmer auch schon mal weltweit für Schlagzeilen. Zum Beispiel mit seinem langwierigen – und äußerst teuren – Scheidungsstreit. 

FABRICE COFFRINI / Staff / Getty Images

Rybolowlews Immobilienimperium

Zu Rybolowlews Besitztümern gehören zum Beispiel ein gigantisch-großes Penthouse im Belle-Époche-Stil in Monaco, fürstliche Immobilien über die USA verteilt sowie Luxusimmobilien in Saint Tropez. Laut dem Auslandssender „France 24“ gehört ihm auch ein elegantes Chalet im Schweizer Ferienort Gstaad.

Während der Milliardär, anders als seine russischen Oligarchen-Kollegen, von weltweiten Sanktionen bis dato verschont geblieben ist, soll laut der Seite insideworldfootball.com der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj im Oktober 2022 Rybolowlew wegen der anhaltenden russischen Aggression mit Sanktionen belegt haben.

ZUMA Press Inc / Alamy Stock Photo

Übernahme von Trumps Schimmelvilla

Dieses schicke Anwesen im Regency-Stil fand bei Verkauf besondere Aufmerksamkeit. Der russische Milliardär kaufte die Immobilie in Palm Beach, Florida, 2008 dem US-Immobilienhai und späteren US-Präsidenten Donald Trump ab. Umgerechnet 62 Millionen Euro gingen dabei für das „Maison de l'Amitié“ (Haus der Freundschaft) über den Tisch. Trump verschwieg die russische Herkunft des Käufers. Erst die Zeitung „New York Times“ enttarnte den Käufer County Road Property – ein Unternehmen, das zum Besitz von Rybolowlew gehört. 

Davidoff Studios / Getty Images

Von Problemen geplagt

Trotz der umgerechnet 16,3 Millionen Euro, die Trump laut der US-amerikanischen Tageszeitung „Politico“ damals angeblich in umfängliche Renovierungsarbeiten steckte, war das Haus beim Kauf praktisch unbewohnbar. Es war nicht nur schwer zu klimatisieren, sondern wies auch ein schweres Schimmelproblem auf. Rybolowlew verleugnete jegliches Interesse an dem Anwesen, das später abgerissen und in drei separate Grundstücke aufgeteilt wurde.

jordeangelovic / Shutterstock

Geheime Privatinsel

Neben prachtvollen Immobilien besitzt Rybolowlew angeblich auch eine ganze Privatinsel in Griechenland. Und dem Magazin „Insider“ zufolge will der russische Milliardär nun auf diesem wunderschönen Eiland ein Luxusresort der Spitzenklasse schaffen. Für umgerechnet rund 190 Millionen Euro. Und mit allem Zipp und Zapp wie einem Spa, Ferienvillen, Sporteinrichtungen und einem Amphitheater. Laut einer Pressemitteilung der griechischen Tourismus- und Entwicklungsbehörde stehen ein Weinberg und ein Bauernhof für die Versorgung mit Frischeprodukten auf dem Plan. Hubschrauberlandeplatz sowie Ankerplätze für Superjachten verstehen sich von selbst.

Schauen Sie jetzt mit uns in weitere prunkvolle Anwesen von Russlands reichsten Oligarchen...

Gavin Rodgers / Alamy Stock Photo

MEHR: Die Protzanwesen der russischen Elite

Die pompösen Luxusvillen russischer Oligarchen sind eines Zaren würdig. Mit viel Prunk und Protz – und bis unter die Decke mit Gold verziert. Viele Mitglieder von Russlands Elite sind derzeit als Reaktion auf den Angriffskrieg gegen die Ukraine mit Sanktionen belegt. Laut dem Wirtschaftsmagazin „Forbes“ besitzen 27 abgestrafte Russen weltweit mindestens 146 Immobilien – in einem Gesamtwert von umgerechnet rund 5,2 Millionen Euro. Und auch am Tegernsee wurden drei Häuser des russischen Milliardärs Alischer Usmanow durchsucht. Erfahren Sie hier, worum es dabei ging, und werfen Sie mit uns einen Blick in die elitären Eigenheime.

Contributor / Contributor / Getty Images

Wladimir Putins Schwarzmeerpalast

Gerüchten zufolge soll sich Wladimir Putin an der Schwarzmeerküste einen eigenen Palastkomplex im italienisierenden Stil gebaut haben. Fotos der Residenz, die einem Zarenpalast ähnelt, wurden erstmals vom russischen Wikileaks im Januar 2011 veröffentlicht. Wenn man den Berichten glauben kann, könnte sich der russische Präsident den Prachtpalast auch leisten. Trotz seines relativ bescheidenen Jahreseinkommens von umgerechnet 132.000 Euro soll der ehemalige KGB-Agent ein tatsächliches Vermögen von bis zu 188 Milliarden Euro (200 Milliarden Dollar) angespart haben – was ihn derzeit zum zweitreichsten Menschen der Welt machen würde. Das US-Magazin „Fortune“ mutmaßte sogar, Putin könne bereits der reichste Mann der Welt sein.

Wikimedia Commons / Russian Wikileaks [CC BY 3.0]

Wladimir Putins Schwarzmeerpalast

Oligarch Alexander Ponomarenko behauptet, seit langem Eigentümer des Anwesens am Schwarzen Meer zu sein. Auch ein weiterer milliardenschwerer Russe, Arkadi Rotenberg, macht Besitzansprüche geltend. Beide Männer sind Putins best Buddys. Insbesondere Jugendfreund Rotenberg, der auch zu den Judo-Sparringspartnern des Präsidenten gehörte. Rotenberg wurde unter anderem von der EU, Großbritannien, den USA und der Schweiz sanktioniert. Wie „Der Spiegel“ berichtete, besitzt er eine leerstehende Villa in Schmargendorf im Südwesten Berlins.

Wikimedia Commons / Russian Wikileaks [CC BY 3.0]

Wladimir Putins Schwarzmeerpalast

Die Residenz am Kap Idokopas von dem italienisch-russischen Architekten Lanfranco Cirillo wurde im italienisierenden Stil entworfen und hat eine Fläche von etwa 18.000 Quadratmetern. Und ist somit mehr als dreimal so groß wie das Weiße Haus. Es verfügt angeblich nur über elf Schlafzimmer, aber dafür über ganz viele andere feudale Räume. Gehen wir doch einmal hinein.

Wikimedia Commons / Russian Wikileaks [CC BY 3.0]

Wladimir Putins Schwarzmeerpalast

Schon der Blick in die Haupthalle (s. Bild) lässt unschwer erkennen, dass bei diesem Anwesen geprotzt und nicht gekleckert wurde. Handgemalte Fresken verzieren prachtvoll die Wände und Decken, die mit Marmor und reichlich Gold verkleidet sind. Überdimensionale Kronleuchter zieren effekthascherisch fast jeden einzelnen Raum des Palastes.

Wikimedia Commons / Russian Wikileaks [CC BY 3.0]

Wladimir Putins Schwarzmeerpalast

Die königlichen Schlafgemächer sind ebenso stattlich ausstaffiert. Mit Himmelbetten und antiken französischen sowie italienischen Möbeln. Vergoldete Decken und seidengetäfelte Wände vervollständigen die pompöse Ausstattung. Luxuriöses Wohnen in Reinkultur – kein Zweifel. Laut der BBC musste der Eine-Milliarde-Dollar-Palast allerdings zwischen 2005 und 2020 wegen Schimmelbefall permanent renoviert werden. Auch Putin wird mit Sanktionen rechnen müssen, allerdings ist sein Vermögen laut der US-Zeitung „New York Times“ rätselhaft gut versteckt.

 

Mikhail Svetlov / Contributor / Getty Images

Alischer Usmanows europäischer Grundbesitz

Der in Usbekistan geborene Alischer Usmanow verdiente seine ersten Millionen mit Plastiktüten – in der damaligen Sowjetunion Mangelware. Heute ist sein gegründetes Stahl- und Bergbauunternehmen Metalloinvest der größte Eisenproduzent Russlands. An Großbritannien binden den Oligarchen so einige finanzielle Interessen. Neben den (inzwischen aufgelösten) Sponsorbeziehungen zum Everton Football Club besitzt Usmanow ein nettes Immobilienportfolio – das laut dem „Forbes“-Magazin Besitztümer in London sowie in der Grafschaft Surrey umfasst. Aber auch in Deutschland und Ländern wie Kroatien, der Schweiz, Monaco und Italien soll der Milliardär lustig auf Häuserfang gegangen sein.

Leon Neal / Staff / Getty Images

Alischer Usmanows europäischer Grundbesitz

In Großbritannien besitzt der Großunternehmer unter anderem das denkmalgeschützte Beechwood House. Das 1840 erbaute hochherrschaftliche Haus (s. Bild) liegt idyllisch auf einem etwa 4,5 Hektar großen Gelände im Londoner Millionärsviertel Highgate. Der Prunkpalast hatte schon so einige Eigentümer. Darunter König Khalid von Saudi-Arabien und Scheich Hamad bin Khalifa Al Thani aus Katar. Die Immobilien gehören zwar zu Usmanows Besitz, doch sind diese derzeit eingefroren. Denn auch Usmanow wurde mit zahlreichen Sanktionen belegt.

Bettmann / Contributor / Getty Images

Alischer Usmanows europäischer Grundbesitz

Usmanow besitzt außerdem ein 280 Hektar großes Anwesen in der Grafschaft Surrey im Süden Englands. Das schlossähnliche „Sutton Place“ gehörte früher dem amerikanischen Industriellen J. Paul Getty. Das zweistöckige Herrenhaus liegt inmitten wunderschöner Landschaftsgärten, hat mehrere Bibliotheken und sogar einen Swimmingpool. 

Archive Photos / Stringer / Getty Images

Alischer Usmanows europäischer Grundbesitz

Das fürstliche Landhaus wurde etwa 1525 im Tudorstil für einen Höfling von Heinrich VIII. erbaut. Seit dem Besuch von Königin Elisabeth I. im Jahr 1560 hat Sutton Place schon viele angesehene Gäste beherbergt. Bilder vom aktuellen Interieur gibt es kaum, aber dieses Foto zeigt, wie charmant Familie Getty das Manor-Haus Mitte des 20. Jahrhunderts eingerichtet hatte.

dpa picture alliance / Alamy Stock Photo

Alischer Usmanows Villa am Tegernsee

Neben diesem historischen Prachtbau sollen dem Oligarchen laut dem Magazin „Forbes“ mindestens drei Häuser in Rottach-Egern am Tegernsee gehören. Am 21. September 2022 wurden die drei Villen von der Polizei durchsucht. Bei der Razzia ging es um den Verdacht der Steuerhinterziehung und Geldwäsche sowie des Verstoßes gegen das Außenwirtschaftsgesetz.

Wie die Organisation gegen Korruption und organisierte Kriminalität, OCCRP, herausgefunden haben will, ließ Usmanow die Immobilien über die drei Briefkastenfirmen Lake Point Property Holding, Lakeview Property Holding Limited and Tegernsee (IOM) Limited kaufen.

dpa picture alliance / Alamy Stock Photo

Alischer Usmanows Villa am Tegernsee

Insgesamt 250 Beamte des Bundeskriminalamtes sowie der Staatswanwaltschaft rückten bei der Razzia an. Außerdem wurden 24 weitere Immobilien in Baden-Württemberg, Hamburg und Schleswig-Holstein durchsucht, um Beweise für angebliche Steuerhinterziehung zu sammeln. In einem der Häuser am Tegernsee stellten die Fahnder unter anderem seltene Schmuckstücke sicher, bei denen es sich um vier sogenannte Fabergé-Eier handeln könnte. So jedenfalls berichtete es das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“.

dpa picture alliance / Alamy Stock Photo

Alischer Usmanows Villa am Tegernsee

Usmanow, der vor acht Jahren seinen Hauptwohnsitz an den Tegernsee verlegt hatte, soll laut dem „Spiegel“ dem Staat schätzungsweise 555 Millionen Euro an ausstehenden Einkommens- und Schenkungssteuerzahlungen schulden. Als Russland im Februar 2022 in die Ukraine einmarschierte, floh Usmanow jedoch aus Deutschland und lebt derzeit vermutlich in Usbekistan.

REUTERS / Alamy Stock Photo

Alischer Usmanows Villa am Tegernsee

Usmanow selbst hält diese Vorwürfe für absurd. Er sei ein ordentlicher Steuerzahler. Außerdem teilte sein Sprecher mit, dass der Oligarch zudem in Deutschland keinen Grundbesitz mehr habe, „da sich die Immobilien inzwischen in Familienstiftungen befinden, bei denen Herr Usmanow kein Begünstigter ist“. Dieser Übetrag soll bereits vor Jahren vonstatten gegangen sein und hätte demnach also nichts mit Verstoß gegen die Sanktionen oder Besitzverschleierung zu tun. 

Mikhail Svetlov / Contributor / Getty Images

Roman Abramowitschs Luxusvilla in London

Roman Abramowitsch ist wohl einer der bekanntesten russischen Oligarchen. Und vielleicht der, mit den hochpreisigsten Häusern im Portfolio. Sein Londoner Anwesen im königlichen Kensington-Viertel ist schon beeindruckend. Der ehemalige Besitzer des Fußballclubs FC Chelsea kaufte die prunkvollen Prachtanlage 2009 für umgerechnet etwa 102 Millionen Euro. Und die Immobilie ist laut der öffentlichen Regierungs-Webseite gov.uk nur einer seiner im Land befindlichen und eingefrorenen Vermögenswerte.

Jeff Gilbert / Alamy Stock Photo

Roman Abramowitschs Luxusvilla in London

Das herrschaftliche Haus mit 15 Schlafzimmern liegt nur einen Steinwurf vom Kensington-Palast, in dem unter anderem Prinz William und Herzogin Kate nächtigen, entfernt. Abramowitschs Anwesen befindet sich nämlich auf einem Grundstück, das im Besitz der britischen Krone ist. Und das bedeutet, dass die königliche Familie jedes Jahr Tausende von prächtigen Pfund für die Pacht erhält.

Rob Pinney / Stringer / Getty Images

Roman Abramowitschs Luxusvilla in London

Die Straße in Kensington, in der auch die russische Botschaft (s. Bild) zu finden ist, trägt den vornehmen Namen Kensington Palace Gardens. Sie ist die teuerste Straße des Landes und wird oft auch als „Billionaires' Row“ – Reihe der Milliardäre – betitelt. Der Zeitung „Daily Mail“ zufolge soll Abramowitsch auch eine Wohnung in Chelsea mit Blick auf die Themse besitzen. 2018 gab er dafür angeblich umgerechnet rund 25 Millionen Euro aus. Es wird spekuliert, wie lange Abramowitsch seine pomphaften innerstädtischen Immobilien noch besitzen wird. So beklagte der Labour-Abgeordnete Chris Bryant die träge Regierung. So fix wie die Vermögenswerte der Oligarchen veräußert werden, würden die langsam arbeitenden Behörden nicht reagieren können. Laut der „Daily Mail“ hat Abramowitsch schon längst mit dem Verkauf seines britischen Portfolios begonnen.

Mehr: „Putins Palast“: Die Milliarden-Villa am Schwarzen Meer

ITAR-TASS News Agency / Alamy Stock Photo

Roman Abramowitschs französische Villa

Im April 2022 beschlagnahmten französische Behörden im Rahmen einer Razzia gegen russische Oligarchen das Château de la Croë in Südfrankreich. Die feudale Villa des Multimilliardärs liegt am Cap d'Antibes, einem der prestigeträchtigsten Orte an der Côte d'Azur. Das schmucke Schlösschen gehörte einst dem Herzog von Windsor und seiner Herzogin – vielleicht besser bekannt als Walli Simpson und soll rund 102 Millionen Euro wert sein.

Mikhail Svetlov / Contributor / Getty Images

Die Londoner Wohnung von Igor Schuwalow

Igor Schuwalow (rechts im Bild mit Russlands Präsident Wladimir Putin) war früher Russlands stellvertretender Ministerpräsident. Heute ist er Chef der russischen Bank VEB. Wegen seiner Beziehungen zum russischen Staatschef verhängte die Europäische Union im März Sanktionen gegen den Kreml-Vertrauten. Und er besitzt luxuriöse Immobilien im Vereinigten Königreich.

Google Maps

Die Londoner Wohnung von Igor Schuwalow

Glaubt man dem Anti-Korruptionsaktivisten Alexej Nawalny soll Schuwalow Eigentümer zweier Luxuswohnungen in Londons feinster Adresse sein. Bei dem Gebäude handelt es sich um einen verschwenderischen, spätviktorianischen Wohnblock. Bis zum Ende des Ersten Weltkrieges war in dem gigantischen Gebäude der britische Auslandsgeheimdienst, Secret Intelligence Service, untergebracht.

Sasha Mordovets / Contributor / Getty Images

Die Londoner Wohnung von Igor Schuwalow

Laut der Zeitung „The Guardian“ wechselten die exklusiven Immobilien 2014 für umgerechnet 14,3 Millionen Euro den Besitzer. Die wahnwitzig teuren Wohnungen sollen für den ehemaligen russischen Politiker in ein 500 Quadratmeter großes Luxusdomizil umgewandelt worden sein. Schuwalow allerdings verneinte dies und behauptete, er habe die Wohnungen nur gemietet. 

Mikhail Svetlov / Contributor / Getty Images

Michail Fridmans Luxuswohnungen in London

Michail Fridman ist einer der einflussreichsten Wirtschaftsführer Russlands. Seine Milliarden machte er vor allem mit der Gründung der Alfa Group, eines der größten privaten Industrie- und Finanzkonzerne Russlands, sowie mit seinen international tätigen Investmentgesellschaften, LetterOne. Auch gegen Fridman wurden im Zusammenhang mit dem Angriffkriegs auf die Ukraine Sanktionen verhängt. Nach Angaben der Zeitung „i“ bat der Multimilliardär die britische Regierung um Zugang zu seinem Vermögen. Der Arme befürchtete, nicht mehr „normal in London leben“ zu können. Normal ist für den russischen Oligarchen sein überdimensioniertes Anwesen in einem von Londons teuersten Wohnvierteln, Highgate.

Leon Neal / Staff / Getty Images

Michail Fridmans Luxuswohnungen in London

Dieses gotische Anwesen aus der viktorianischen Zeit legte sich Fridman 2016 für umgerechnet rund 87,2 Millionen Euro zu. Das baufällige Athlone Haus aus dem Jahr 1855 wurde nach den entsprechenden Wünschen eines echten Oligarchen umgestaltet. Fridmans Traumhaus besitzt unter anderem einen unterirdischen Swimmingpool, eine Sternwarte sowie einen Yogaraum.

Gavin Rodgers / Alamy Stock Photo

Michail Fridmans Luxuswohnungen in London

Zu dem rund zwei Hektar großen Grundstück, dessen Landschaftsgarten dem Schloss von Versailles nachempfunden wurde, gehören auch eine terassierte Obstwiese und Seerosenteiche. Wohnen soll Fridmans laut der Zeitschrift „Forbes“ aber in seinem Londoner Zweitwohnsitz. Das 2002 erworbene dreistöckiges Stuckhaus liegt ebenfalls im Norden der Metropole.

Mikhail Svetlov / Contributor / Getty Images

Die französischen Villen von Suleiman Kerimow

Suleiman Kerimow (im Bild links hinter Putin) stand schon vor seiner Sanktionierung im März 2022 mit westlichen Behörden in Konflikt. Laut dem Wirtschaftsblatt „Forbes“ besitzt der Goldmagnat vier Villen auf der exklusiven Milliardärs-Halbinsel Cap d‘Antibes an der französischen Côte d'Azur. Beim Verkauf einer der Immobilien kam Kerimow 2020 wegen Verdacht der Steuerhinterziehung in Negativschlagzeilen. Er wurde schließlich freigesprochen und Kerimows Rechtsbeistand ließ über die Nachrichtenagentur Associated Press verlauten: „Er wurde nie von einem Gericht verurteilt, weder in Frankreich noch sonst wo.“ 

YANN COATSALIOU / Contributor / Getty Images

Die französischen Villen von Suleiman Kerimow

2008 soll das hochherrschaftliche Anwesen für umgerechnet fast 50 Millionen Euro verkauft worden sein. Und das angeblich – so fanden französische Fahnder heraus – umgerechnet etwa 135 Millionen Euro unter dem tatsächlichen Kaufpreis. Zwölf Jahre später wurde das Schweizer Unternehmen, das für den Deal genutzt wurde, mit einer Geldstrafe in Höhe von umgerechnet etwa 1,5 Millionen Euro belegt.

ITAR-TASS News Agency / Alamy Stock Photo

Die französischen Villen von Suleiman Kerimow

Für Furore der angenehmeren Art sorgte das schmucke Anwesen bereits 1988. Es war die Filmheimat eines der Protagonisten in der Komödie „Zwei hinreißend verdorbene Schurken“ mit Michael Caine und Steve Martin. Die mediterrane Villa verfügt über eine ganze Reihe von Hollywood-tauglichen Ausstattungsmerkmalen wie einen Tennisplatz, einen oval geschwungenen Außenpool sowie ein großes Gewächshaus.

Mehr: Millionenvillen, die dem Verfall überlassen wurden

Sasha Mordovets / Contributor / Getty Images

Das Immobilienportfolio von Oleg Deripaska

Oleg Deripaska gehört zu den reichsten Personen Russlands. Sein irrwitziges Vermögen investiert der Aluminium-Tycoon gut und gerne in sein umfangreiches globales Immobilienportfolio – das sich laut dem „Forbes“-Magazin von London bis New York und von Saint-Tropez bis Italien erstreckt. Eine von Deripaskas Immobilien schaffte es vor einiger Zeit prominent in die Medien. Wie die Zeitung „The Guardian“ berichtete, besetzen Aktivisten  die Oligarchen-Villa im Londoner Nobelstadtteil Belgravia und protestierten so gegen die Lage in der Ukraine. 

Deripaska, der bereits 2018 von den USA sanktioniert wurde, steht wie auch andere Oligarchie-Kollegen in den USA, der EU, Großbritannien, Kanada und Australien auf der schwarzen Liste.

TOLGA AKMEN / Contributor / Getty Images

Das Immobilienportfolio von Oleg Deripaska

Die schmucke Hütte am Belgrave Square Nr. 5 verfügt über sieben Schlafzimmer, ein Heimkino und ein türkisches Dampfbad. Über einen Sprecher teilte der Milliardär dem Nachrichtenkanal Sky mit, dass die Immobilie nicht ihm, sondern Mitgliedern seiner Familie gehöre. Als die Immobilie 2002 für umgerechnet knapp 39 Millionen Euro auf den Markt ging, bezeichnete sie die Zeitung „Mirror“ als teuerstes Reihenhaus der Welt.

Spencer Platt / Staff / Getty Images

Das Immobilienportfolio von Oleg Deripaska

Auch jenseits des Atlantiks shoppte Deripaska im großen Stil nach Immobilien. Im Jahr 2008 erwarb er zum Beispiel dieses fünfstöckige Haus (s. Bild) im New Yorker Stadtviertel Upper East Side. Für umgerechnet knapp 28 Millionen Euro.

Google Maps

Das Immobilienportfolio von Oleg Deripaska

In Manhattan legte sich der reiche Russe dieses bezaubernde Stadthaus (s. Bild) zu. Laut dem Immobilienblog „Curbed“ handelt es sich dabei um die ehemalige Kneipe Pirate's Den, in der es angeblich spukt. Das dreistöckige Anwesen ging 2006 für gespenstische umgerechnet rund drei Millionen Euro an Deripaska. Offensichtlich eine lohnende Investition: Heute soll es laut dem US-Immobilien-Onlinemarkt Trulia geschätzte elf Millionen Euro wert sein.

Leon Neal / Staff / Getty Images

Andrej Gontscharenkos Londoner Landhaus

Andrej Gontscharenko ist einer der weniger bekannten russischen Oligarchen. Nur selten lässt er sich in der Öffentlichkeit sehen. Seine Immobilien aber ziehen die Blicke auf sich. Nur einen Steinwurf von der noblen Residenz des US-Botschafters im Londoner Regent‘s Park entfernt, kaufte der Gazprom-Milliardär 2012 dieses elegante Schlösschen. Laut der Zeitung „Mirror“ gab er dafür umgerechnet satte 144 Millionen Euro aus. Für viele Jahre galt das historische Gebäude als das teuerste Privathaus des Landes. Das von dem renommierten Architekten John Nash entworfene Haus wurde in den 1820er-Jahren erbaut und Anfang des 20. Jahrhunderts von einem anderen geschätzten Architekten, Edwin Lutyens, erweitert. 

history_docu_photo / Alamy Stock Photo

Andrej Gontscharenkos Londoner Landhaus

Gontscharenko kaufte das Anwesen (hier auf einer Illustration von 1826) von dem konservativen Lord Bagri, der für die prächtige Restaurierung des vergoldeten Stucks im Haus verantwortlich war. Doch Gontscharenko war von den Arbeiten offensichtlich wenig begeistert. Viele Bagri-Elemente fielen dem Abrisshammer zum Opfer. So ließ der Gazprom-Invest-Yug-Chef zum Beispiel das Schwimmbad, das sich auf Knopfdruck in einen Ballsaal verwandelt, verändern. Der neue, größere Poolbereich im Untergeschoss umfasst eine Sauna, ein Dampfbad und ein Heimkino. Die kumulierende Kombination aus mit Marmor ausgekleideten Badezimmern und glänzend-goldigen Armaturen strahlt nur so vor üppiger Opulenz. Sogar die Handtuchheizkörper sind aus purem Gold.

Edwardx / Wikimedia Commons [CC BY-SA 4.0]

Andrej Gontscharenkos Londoner Landhaus

Gontscharenkos britische Immobilien sind in den angesagtesten Gegenden Londons zu finden. Eine von ihnen steht am Eaton Square. Der Platz im Diplomatenviertel trägt den Spitznamen „Roter Platz“, da angrenzend so viele russische Milliardäre ein Häuschen besitzen. Laut dem Nachrichtenportal „Business Insider“ erwarb Gontscharenko dieses Haus in Belgravia (s. Bild) im Jahr 2014 für umgerechnet rund 18 Millionen Euro. Das denkmalgeschützte, fünfstöckige Reihenhaus wurde im 19. Jahrhundert gebaut und gehört zu den begehrtesten Adressen der Hauptstadt. Viel Zeit scheint der Milliardär nicht in den knapp 1.400 Quadratmetern verbracht zu haben. Wie die Zeitung „The Guardian“ berichtete, okkupierten Hausbesetzer 2017 die leer stehende Luxusbleibe, die kurzzeitig sogar als Obdachlosenunterkunft genutzt wurde.

LetterOne Group / Wikimedia Commons [CC BY 2.0]

Alexei Kusmitschows New Yorker Doppelhaus

Der Bankmilliardär Alexei Kusmitschow war wie sein Studienkollege Michail Fridman erfolgreicher Gründer von Alfa-Group und LetterOne. Einen Teil seines milliardenschweren Vermögens steckte er in hochwertige Immobilien. Anfang 2016 zum Beispiel erwarb er zwei vierstöckige Stadthäuser in einer Wohnanlage im reichen New Yorker Stadtviertel Upper East Side.

Douglas Elliman

Alexei Kusmitschows New Yorker Doppelhaus

Sein Plan, die beiden Immobilien zu einer zu machen, ging nicht auf. Und so behielt er nur die vier Etagen im noblen Brownstone-Gebäude, das 1901 vom berühmten Architekten Grosvenor Atterbury entworfen wurde. Da dem Milliardär die knapp 930 Quadratmeter zu klein zum Wohnen waren, setzte er dem Atterbury-Mansion vier zusätzlich krönende Stockwerke aufs Haupt.

Douglas Elliman

Alexei Kusmitschows New Yorker Doppelhaus

Zwei der hinzugebauten Stockwerke verfügen über eine Dachterrasse mit einer fantastischen Aussicht über Manhattan, stilvollem Sitzbereich und Whirlpool.

Douglas Elliman

Alexei Kusmitschows New Yorker Doppelhaus

Das Interieur des Hauses hält sich – zumindest was die Farbpalette betrifft – zeitgenössisch zurück. Das salonfähige Wohnzimmer mit Gewölbeglasfenstern und seinen fast vier Meter hohen Decken ist zwar nicht unauffällig, aber viel minimalistischer eingerichtet als man es vielleicht vom traditionell russisch-glamourösen Geschmack erwartet. Ganz ohne ein paar Goldverzierungen geht es aber auch hier nicht – versteht sich.

Douglas Elliman

Alexei Kusmitschows New Yorker Doppelhaus

Im Esszimmer kontrastieren goldfarbene Stühle und andere Glamour-Details die weiß getünchten Wände. Laut der Zeitung „The New York Post“ verkaufte Kusmitschow – wie viele russische Oligarchen auch, die Immobilien am Big Apple besaßen – nach den US-Sanktionen. Das soll ihm umgerechnet knapp 41 Millionen Euro eingebracht haben.

Lesen Sie jetzt: Penthouse-Pläne mit Putin und weitere Geheimnisse des Trump Tower

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