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Die gefährlichsten Vulkanausbrüche der letzten zehn Jahre

Die aktivsten Vulkane der Welt in Bildern

By loveEXPLORING-Team · October 8, 2023

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44 slides 16 min read
Westend61 GmbH/Alamy Stock Photo

Hier brodelt es gewaltig

Wussten Sie, dass es weltweit rund 1.350 aktive Vulkane gibt? Täglich brodeln rund 20 rund um den Globus, viele davon zwar in den Tiefen der Ozeane, doch immer wieder kommt es auch an Land zu heftigen Ausbrüchen mit Rauch, Lava und Asche. Hier werfen wir einen Blick auf die jüngsten Eruptionen in Europa, entlang des Pazifischen Feuerrings, an dem sich die meisten aktiven Vulkane der Erde befinden, und einige der heftigsten Vulkanausbrüche der vergangenen zehn Jahre.

Sipa US/Alamy Stock Photo

Hunga Tonga-Hunga Ha‘apai, Tonga

Dieses Foto ist ein Standbild aus einem von der NASA veröffentlichten Satellitenvideo, das zeigt, wie eine kleine, unbewohnte Insel im Südpazifik, Hunga Tonga-Hunga Ha'apai, durch einen heftigen Vulkanausbruch ausgelöscht wird. Die Insel war erst im Januar 2015 nach einer Eruption entstanden. Über Vulkane, die in seichtem Wasser ausbrechen, ist nur wenig bekannt. Für Vulkanologen war die außergewöhnliche Kraft der Explosion deshalb von besonderem Interesse.

ZUMA Press, Inc./Alamy Stock Photo

Hunga Tonga-Hunga Ha‘apai, Tonga

Die Eruption von Hunga Tonga-Hunga Ha'apai am 15. Januar 2022 war der größte Vulkanausbruch des 21. Jahrhunderts. Die Explosion war so laut, dass man sie in Alaska in 10.000 Kilometern Entfernung hören konnte und Tsunami-Warnungen in Tonga, Fidschi, Samoa, Vanuatu, Neuseeland, Japan, den USA und Südamerika ausgelöst wurden. Forschungsergebnissen zufolge war die Explosion so stark wie die Kraft von Hunderten von Atombomben. Gas und Asche wurden dabei 56 Kilometer hoch in die Erdatmosphäre geschleudert – das entspricht dem halben Weg ins Weltall. Damit war die Aschewolke die höchste, die jemals auf der Erde gemessen wurde. Mindestens drei Menschen waren bei dem Vulkanausbruch ums Leben gekommen. Tonga war mehr als eine Woche lang von der Außenwelt abgeschnitten.

VALERY HACHE/AFP via Getty Images

Stromboli, Italien

Der Stromboli vor der Küste Siziliens ist einer der aktivsten Vulkane der Erde. Seit 1932 rumort er fast ununterbrochen und hat sich dadurch den Spitznamen „Leuchtturm des Mittelmeers“ eingefangen. Der Vulkan ragt 924 Meter aus dem Meer heraus und, obwohl Eruptionen öfters auftreten, sind diese normalerweise klein und mild. 

VALERY HACHE/AFP via Getty Images

Stromboli, Italien

Doch als der Stromboli im Oktober 2022 wieder einmal ausbrach, war die Explosion alles andere als mild. Der Ausbruch war so stark, dass er zu einem Zusammenbruch eines Teils des Kraters führte und ein dreiminütiges, seismisches Signal auslöste. Das italienische Institut für Geophysik und Vulkanologie veröffentlichte Videos, auf denen massive Rauchschwaden und Lavaströme zu sehen sind. Glücklicherweise wurde bei der Eruption niemand verletzt. Zuletzt war ein Tourist 2019 durch einen Ausbruch des Stromboli ums Leben gekommen.

Rainer Albiez/Shutterstock

Semeru, Indonesien

Der 3.676 Meter hohe Semeru auf der bevölkerungsreichsten Insel Indonesiens, Java, bricht seit 1967 immer wieder aus und ist extrem gefährlich. Derzeit ist der Vulkan seit 2014 kontinuierlich aktiv. Anfang Dezember 2021 kamen durch die Folgen heftiger Aschewolken, pyroklastischer Ströme und Schlammlawinen mindestens 48 Menschen ums Leben. Nach Angaben der indonesischen Geologiebehörde hatte es an der Spitze des Vulkans starke Regenfälle gegeben, die den Krater teilweise zum Einsturz brachten.

JUNI KRISWANTO/AFP via Getty Images

Semeru, Indonesien

Bis Ende Dezember waren Dorfstraßen mit Asche und Schlamm verschüttet, Autos und Gebäude eingestürzt und zahlreiche Menschen galten als vermisst. Tausende Menschen wurden aus der Region vertrieben und mussten in Notunterkünften Schutz suchen. Einige werden wohl niemals in ihre Häuser zurückkehren können.

Mateusz Liberra/Shutterstock

Eyjafjallajökull, Island

Als dieser Vulkan 2010 in die Schlagzeilen geriet, hatten Leser in aller Welt Probleme damit, den isländischen Namen richtig auszusprechen. Der Eyjafjallajökull, oder auch Eyjafjöll-Gletscher genannt, stieß damals eine riesige Aschewolke aus, die den Flugverkehr in Europa für mehrere Tage lahm legte.
Kristyna Henkeova/Shutterstock

Eyjafjallajökull, Island

Da der Krater des Gletschervulkans mit Eis bedeckt ist, sind Wanderungen zum Gipfel zu gefährlich. Doch kann der Vulkan normalerweise auf der 25 Kilometer langen Fimmvörðuháls-Wanderung erkundet werden, die zwischen dem Eyjafjallajökull und dem Gletscher Mýrdalsjökull entlang führt. Die erstarrten Lavaströme von 2010 sind ein ebenso bedrohlicher wie faszinierender Anblick.
The Wild Eyed/Shutterstock

Anak Krakatau, Indonesien

Einer der größten Vulkanausbrüche der Geschichte ereignete sich 1883 in der Sundastraße zwischen den indonesischen Inseln Java und Sumatra. Die Insel Krakatau wurde zerstört und die Aschewolke stieg bis in die Erdatmosphäre auf. In seinem ursprünglichen Krater bildete der Anak Krakatau (dt. das Kind von Krakatau) 1927 einen neuen Kegel. Damit gilt der Vulkan als noch sehr jung und ist für die Wissenschaft von großem Interesse.
Westend61 GmbH/Alamy Stock Photo

Anak Krakatau, Indonesien

Seit Ende des 20. Jahrhunderts war der Anak Krakatau immer wieder aktiv, unter anderem im Jahr 2010 (im Bild). Doch im Juni 2018 wurde eine neue und problematischere eruptive Phase beobachtet, im Dezember 2018 kam es dann zum Ausbruch. Ein großer Teil des Vulkans stürzte ein und verursachte einen Tsunami, der 426 Menschen tötete und mehr als 7.000 Menschen verletzte.
orxy/Shutterstock

Kīlauea, Hawaii, USA

Der Kilauea auf Hawaiis Big Island gilt als der aktivste Vulkan der Welt. Sein aktivster Schlot ist der Halema'uma'u, der der Legende nach die hawaiianische Feuergöttin Pele beherbergt. Die letzten explosiven Ausbrüche ereigneten sich vor mehr als 200 Jahren (1790 gab es zahlreiche Todesopfer), die heutigen Ausbrüche werden in der Regel durch den Lavasee im Krater begrenzt.

Benny Marty/Shutterstock

Kīlauea, Hawaii, USA

Das änderte sich allerdings 2018, als eine Reihe von Eruptionen zwischen Mai und August Wohngebiete in der unteren östlichen Riftzone verwüstete und Lava in der Kapoho-Bucht ins Meer strömte. Im Dezember 2020 begann eine weitere Eruption, in der sich ein neuer Lavasee und Lavaströme bildeten, doch beschränkt sich die Aktivität seitdem auf den Halema'uma'u-Krater. 

Julius_Silver/Pixabay

White Island (Whakaari), Neuseeland

Nur 48 Kilometer vor der Küste der neuseeländischen Nordinsel befindet sich die brodelnde Vulkaninsel White Island (Whakaari in der Sprache der einheimischen Maori). Rund 70 Prozent des Vulkans verstecken sich unterhalb des Meeresspiegels, zu sehen ist also nur die Spitze mit dem Kratersee. Die gelbe Farbe des Gesteins entsteht durch Schwefel.

Francesca Taylor/Shutterstock

White Island (Whakaari), Neuseeland

Seit 2019 ist die einstige Touristenattraktion nicht mehr für die Öffentlichkeit zugänglich. Damals befanden sich gerade Touristen auf dem Krater und in Booten in der Nähe der Insel, als der Vulkan plötzlich ausbrach. 22 Menschen kamen dabei ums Leben. Es war die tödlichste Vulkankatastrophe Neuseelands seit dem Ausbruch des Tarawera im Jahr 1886. Seit dem tragischen Ereignis ist die vulkanische Aktivität zurückgegangen und beschränkt sich auf weiße Gase und Dämpfe.

TIBTA PANGIN/AFP via Getty Images

Sinabung, Indonesien

Der 2.600 Meter hohe Sinabung im Norden der indonesischen Insel Sumatra war mehr als 400 Jahre lang inaktiv, bevor er 2010 plötzlich wieder Feuer spuckte. Seitdem gab es mehrere große Ausbrüche. 2014 kamen 16 Menschen ums Leben, nachdem die Behörden Anwohnern nach der Evakuierung zu früh erlaubt hatten, in ihre Häuser zurückzukehren.

SUGENG NURYONO/AFP via Getty Images

Sinabung, Indonesien

Am 2. März 2021 spuckte der Sinabung eine riesige Aschewolke bis zu fünf Kilometer in den Himmel – der erste große Ausbruch, seit für den Vulkan im August 2020 die zweithöchste Alarmstufe ausgerufen worden war. Die Aktivität setzte sich von April bis Juni und dann erneut im August 2021 fort, als der Vulkan Gase, Dämpfe und Lava ausstieß. Wissenschaftler richteten eine Sperrzone von zwei Kilometern um den Sinabung herum ein.

RICHARD BOUHET/AFP via Getty Images

Piton de la Fournaise, La Réunion

La Réunion beherbergt den mit 2.632 Metern höchsten Vulkan im Indischen Ozean. Der Piton de la Fournaise ist eine beliebte Touristenattraktionen auf der Insel, die sich rund 230 Kilometer westlich von Mauritius befindet. Der Berg, der rund ein Drittel der Insel einnimmt, lässt sich leicht erwandern, allerdings zählt er zu den aktivsten Vulkanen der Welt und bricht durchschnittlich alle neun Monate aus.
RICHARD BOUHET/AFP via Getty Images

Piton de la Fournaise, La Réunion

Die jüngste Eruption des Piton de la Fournaise ereignete sich zwischen Januar und April 2021. Am 10. April schleuderte der Vulkan an der Südseite mehrere Lavafontänen bis zu 60 Meter in die Luft, die dann an den Hängen hinunter Richtung Meer flossen. Im Januar 2022 wurde weiterhin Aktivität verzeichnet.
ZEN PUNNETT/Zen Punnett/AFP via Getty Images

Soufrière, St. Vincent

Der normalerweise blaue Himmel über der Karibikinsel St. Vincent verdunkelte sich am 9. April 2021, als der Soufrière im Norden der Insel dichte Aschewolken ausstieß. Der erste Ausbruch des Vulkans seit 40 Jahren gilt als einer der fünf heftigsten seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1718. Die Aschewolke türmte sich bis zu sechs Kilometer auf und zwang viele Einwohner dazu, ihre Häuser zu verlassen.

Jade PM/Shutterstock

Soufrière, St. Vincent

Nach dem Ausbruch des Soufrière breitete sich ein starker Schwefelgestank auf der Insel aus und die dichte graue Aschewolke erreichte sogar die Nachbarinseln Grenadinen und Barbados (im Bild) in etwa 193 Kilometern Entfernung. Zwei weitere Ausbrüche am 9. April verschlechterten die Sicht weiter. Zwar wurden keine Todesfälle registriert, doch bis zu 20.000 Menschen mussten vorübergehend in Notunterkünften untergebracht werden. Viele durften erst Monate später in ihre Häuser zurückkehren.

 

Ben Houdijk/Shutterstock

Nyiragongo, Demokratische Republik Kongo

Afrikas ältester Nationalpark, der Virunga-Nationalpark, beherbergt nicht nur zahlreiche seltenen Tierarten wie den Berggorilla, sondern auch den Vulkan Nyiragongo. Dessen Krater beherbergt den größten Lavasee der Welt, einen brodelnden roten Feuersee. 

Dario Verdugo/Shutterstock

Nyiragongo, Demokratische Republik Kongo

Die glühend heiße Lava ist für die Menschen, die im Schatten des Vulkans leben, umso gefährlicher. Bei einem verheerenden Ausbruch im Jahr 2002 kamen mehr als 200 Menschen ums Leben und 120.000 wurden obdachlos, als Basaltlava mit einer Geschwindigkeit von 60 km/h auf die Stadt Goma zuströmte.

ALEX MILES/AFP via Getty Images

Nyiragongo, Demokratische Republik Kongo

Als der Nyiragongo am 22. Mai 2021 erneut ausbrach, wälzten sich gigantische Lavamassen ins Tal und zwangen Tausende Menschen zur Flucht. Kurz vor der Stadt Goma stoppte der glühend heiße Strom zwar, doch gab es nichtsdestotrotz mindestens 31 Todesopfer zu beklagen. Der Ausbruch hat eine humanitäre Krise ausgelöst. Laut der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen waren nach der Eruption rund 500.000 Menschen ohne sauberes Trinkwasser, 7.000 mussten ihren Häuser verlassen. Monate später lebten noch immer viele Menschen in provisorischen Camps. Im Dezember 2021 und Januar 2022 wurde berichtet, dass der Lavasee wieder wuchs und ein Grollen zu hören war.

Bill Lara Alb/Shutterstock

Pacaya, Guatemala

Der Pacaya, einer der aktivsten Vulkane Guatemalas, liegt etwa 50 Kilometer südlich der Hauptstadt Guatemala-Stadt. Obwohl er so aktiv ist, ist der 2.552 Meter hohe Berg ein beliebtes Ziel bei Wanderern. Allerdings ist es oft zu gefährlich, den Vulkan zu besteigen...

Josue Decavele/Getty Images

Pacaya, Guatemala

Im Mai 2010 wurden zwei Dorfbewohner und ein Reporter getötet, als der Vulkan Lava und Asche ausspuckte. 100 Häuser wurden zerstört. Auch 2020 und 2021 kam es zu weiteren Ausbrüchen, die strombolianisch waren: regelmäßig, aber dafür relativ schwach. Gefährlich waren dabei jedoch die Lavabomben und brennende Schlacke, die der Pacaya ausstieß. Im Mai, Juni und August 2021 wurde sporadisch Aschefall verzeichnet, im August stiegen auch Dämpfe über dem Vulkan auf.

Masi Perez/Shutterstock

Cumbre Vieja, La Palma, Kanaren, Spanien

Die beliebte Kanareninsel La Palma fasziniert Urlauber mit ihrer Vulkanlandschaft. Wanderer zieht es normalerweise in die Berge des Naturparks Cumbre Vieja im Süden der Insel. Doch nach mehreren Erdbeben Mitte September 2021 brach zum ersten Mal seit rund 50 Jahren auch der gleichnamige Vulkan am 19. September 2021 aus. Lavaströme liefen an den Hängen hinunter ins Tal und eine Aschewolke stieg in den Himmel.
DESIREE MARTIN/Contributor/Getty

Cumbre Vieja, La Palma, Kanaren, Spanien

Der Vulkan zerstörte mehr als 3.000 Gebäude und verwüstete mehr als 5.500 Hektar Land, darunter auch Bananenplantagen, die für die Wirtschaft der Insel von entscheidender Bedeutung sind. Insgesamt 6.000 Menschen mussten vorübergehend anderweitig unterkommen. Forschende gehen davon aus, dass der Vulkan mehr als doppelt so viel geschmolzenes Gestein ausstieß wie bei seinem letzten Ausbruch im Jahr 1971.

Dan Kitwood/Staff/Getty

Cumbre Vieja, La Palma, Kanaren, Spanien

Schwefel und Kohlendioxid färbten den Krater gelb, orange und weiß. Neue Vulkanschlote öffneten sich, durch die weitere Lavaströme den Berg hinunterflossen. Trotz der hohen Sachschäden gab es zum Glück weder Tote noch Verletzte in direktem Zusammenhang mit dem Vulkanausbruch.

 

Dan Kitwood/Getty

Cumbre Vieja, La Palma, Kanaren, Spanien

Die Eruption des Cumbre Vieja dauerte 85 Tage an, was als der verheerendste Vulkanausbruch in Europa seit 80 Jahren angesehen wird. Zwar war der Großteil der Insel nicht von der Verwüstung betroffen, doch mussten die Anwohner in der Umgebung des Vulkans bis zum Weihnachtstag 2021 zittern, schlechte Luftqualität und Aschewolken ertragen. Erst dann wurde der Ausbruch offiziell als beendet erklärt.

Wilson Cabrera/Parque Nacional Galapagos via Getty Images

Wolf, Galápagos, Ecuador

Nachdem er mehr als 30 Jahre lang erloschen gewesen war, stieß der Vulkan Wolf auf den Galápagos-Inseln erstmals wieder im Mai 2015 Asche und Lava aus. Am 6. Januar 2022 dann folgte ein weiterer Ausbruch des Vulkans, der sich auf der Insel Isabela befindet und mit einer Höhe von 1.701 Metern der höchste Berg der Inselgruppe ist.
Wilson Cabrera/Parque Nacional Galapagos via Getty Images

Wolf, Galápagos, Ecuador

Bei der Eruption stieg eine kolossale Aschewolke mehr als 3.793 Meter in die Höhe. Da sich der Ausbruch aber in einem weitgehend unbewohnten Gebiet ereignete, wurde niemand verletzt. Acht Menschen wurden in Sicherheit gebracht. Auf dieser Luftaufnahme ist zu sehen, wie sich die glühende Lava ihren Weg zum Meer bahnt.
Ulet Ifansasti/Getty Images

Merapi, Indonesien

Bereits der Name dieses Vulkans im Zentrum der indonesischen Insel Java verrät, wie sehr es unter ihm rumort. Der Merapi, der „Feuerberg“, ist mit einer Höhe von 2.911 Metern ein majestätischer Anblick. Als aktivster der rund 130 Vulkane des Landes trägt er allerdings einen äußerst furchterregenden Titel.
AGUNG SUPRIYANTO/AFP via Getty

Merapi, Indonesien

Als der Merapi am 27. Januar 2021 ausbrach, katapultierte er eine riesige Aschewolke in den Himmel. Mehrere pyroklastische Ströme liefen über den Kraterrand die Hänge hinunter. Mehr als 150 Menschen, die in einem Umkreis von fünf Kilometern um den Vulkan lebten, mussten ihre Häuser verlassen. Die gewaltige Explosion war sogar noch aus 30 Kilometern Entfernung zu hören.
AGUNG SUPRIYANTO / Contributor/Getty

Merapi, Indonesien

Im August 2021 erlebte der Merapi seinen größten Ausbruch seit Monaten. Lava strömte mehr als 3,2 Kilometer weit den Berg hinunter und die heiße Asche wurde 610 Meter in den Himmel geschleudert. Dieses Foto zeigt den Feuer speienden Vulkan Mitte September 2021.
AGUNG SUPRIYANTO / Contributor/Getty

Merapi, Indonesien

Im Dezember 2021 war der Vulkan noch immer sehr aktiv, als dieser weiße Rauch vom Schlot des Merapi aufstieg. Noch im Februar 2022 galt für die Umgebung nach wie vor die hohe Warnstufe III.

Vadym Lavra/Shutterstock

Ätna, Sizilien, Italien

Der Ätna im Nordosten Siziliens ist der höchste aktive Vulkan Europas – der noch dazu besonders häufig rumort. Der Ätna bricht mehrmals im Jahr aus, denn eigentlich handelt es sich um mehrere ineinander verschachtelte Stratovulkane (kegelförmige Vulkane, die aus Schichten von Lava und Asche aufgebaut sind) mit vier ausgeprägten Kratern.

Fabrizio Villa/Getty Images

Ätna, Sizilien, Italien

Im Februar und März 2021 schossen aus dem Krater des Ätna mehrere hohe Lavafontänen in den Himmel. Immer wieder donnerte und rauchte es um den Vulkan. Anwohner waren diesmal zwar nicht in Gefahr, doch musste wegen der Vulkanasche zeitweise der Flugverkehr um Catania gestoppt werden. Mit seinen jüngsten Eruptionen sorgte der Ätna immer wieder für spektakuläre Bilder wie dieses, das die glühenden Lavaströme an der Ostseite des Vulkans hinter der Barockkirche des Dorfes Zafferana Etnea im Februar 2021 zeigt. 

Fabrizio Villa/Getty Images

Ätna, Sizilien, Italien

Aus Daten des italienischen Instituts für Geophysik und Vulkanologie vom August 2021 geht hervor, dass der höchste Vulkan Europas inzwischen höher ist als je zuvor. Satellitenbilder zeigen, dass der südöstliche Krater des Ätna durch die jüngste Aktivität auf 3.357 Meter gewachsen ist. 2021 war der Vulkan mehr als 50 Mal aktiv. Die sizilianische Regierung schätzt, dass in dem Zeitraum rund 300.000 Tonnen Asche beseitigt wurden.

Fabrizio Villa/Getty Images

Ätna, Sizilien, Italien

Die aktive Phase des Ätna setzte sich auch 2022 fort: Am 21. Februar stieß der Vulkan eine Aschewolke von 9,5 Kilometern Höhe aus dem Südostkrater. Die alte Hafenstadt Catania, für die Eruptionen nichts Neues sind, wurde mit Asche bedeckt und der Flughafen erneut vorübergehend geschlossen. Die Eruption war so gewaltig, dass sie vom Weltraum aus zu sehen war.

Sophia Groves/Getty Images

Fagradalsfjall, Island

Unter Island verläuft der Mittelatlantische Rücken, an dem zwei tektonische Platten aufeinander treffen. Das sorgt für reichlich vulkanische Aktivität, im Schnitt erleben die Isländer alle fünf Jahre einen Vulkanausbruch. Von Mitte März 2021 an spuckte der Fagradalsfjall wieder Feuer, was der erste Ausbruch seit 800 Jahren auf der Halbinsel Reykjanes im Südwesten des Landes war.

JEREMIE RICHARD/AFP via Getty Images

Fagradalsfjall, Island

Das Naturschauspiel, bei dem die Lava aus zwei Kratern der Vulkans strömte, zog zahlreiche Schaulustige an, zumal der Berg nur eine Autostunde von der Hauptstadt Reykjavík entfernt liegt. Die Eruption war ein stetiger Lavafluss, bei dem es zu keinen gefährlichen Explosionen kam. Einige abenteuerlustige (und hungrige) Wissenschaftler grillten sogar Bratwurst auf dem Vulkan. Lediglich auf die Gase, die sich unter bestimmten Wetterbedingungen lebensbedrohlich ansammeln können, mussten die Menschen achten. Der Aussichtspunkt wurde deshalb am 22. März 2021 vorsorglich zeitweise geschlossen.

SAUL LOEB POOL/AFP via Getty Images

Fagradalsfjall, Island

Der Ausbruch dauerte etwa sechs Monate, zog zahlreiche Touristen an und diente als Kulisse für eine Reihe ungewöhnlicher Aktivitäten, darunter die Dreharbeiten zu einem Musikvideo und sogar eine Hochzeit. Die Schaulustigen mussten den Bereich am 6. April 2021 erneut verlassen, nachdem ein Hubschrauber einen dritten Spalt im Vulkan entdeckt hatte, aus dem sich ein völlig neues Lavafeld bildete. Anfang Mai 2021 spuckte der Fagradalsfjall Lavafontänen von bis zu 460 Metern Höhe aus und erleuchtete den Nachthimmel von Reykjavik. 

Jeremie Richard/Getty

Fagradalsfjall, Island

Nach tagelangen starken Erdbeben in der Region brach der Fagradalsfjall am 3. August 2022 erneut aus. Die Eruption begann an einer Spalte, die nur wenige hundert Meter von dem spektakulären Lavaausbruch des Jahres 2021 entfernt war. Da der Vulkan nun zweimal in weniger als einem Jahr ausgebrochen ist, glauben Vulkanologen, dass dies der Beginn einer längeren Reihe von Eruptionen auf der isländischen Halbinsel Reykjanes bedeuten könnte. 

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