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Darum darf „Problemprinz“ Andrew nun doch in seiner geliebten Villa bleiben

Zwingt Charles seinen Bruder Prinz Andrew zum Auszug?

By lovePROPERTY team · October 23, 2023

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Königsbruder bleibt – unter einer Bedingung

Bereits seit Monaten spekuliert die britische Klatschpresse über eine bevorstehende Zwangsräumung von Prinz Andrew aus der Royal Lodge, seinem Langzeitwohnsitz auf dem Anwesen im südenglischen Windsor. Der wegen seiner Kontakte zum Pädokriminellen Jeffrey Epstein in Verruf geratene Herzog von York weigert sich jedoch noch immer, das 30-Zimmer-Landhaus zu verlassen. Nun soll König Charles III. seinem Bruder doch erlaubt haben, zu bleiben – allerdings gibt es eine Bedingung. Was es mit der Planänderung auf sich hat, das erfahren Sie hier.

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Der Prinz, der über seine Verhältnisse lebt

König Charles und Prinz Andrew sollen sich im August im schottischen Balmoral getroffen und dort einen Deal ausgehandelt haben. So soll es dem Herzog nun erlaubt sein, „auf unbestimmte Zeit" zu bleiben – sofern er die umfangreichen Renovierungsarbeiten in der Royal Lodge finanzieren kann. Vor allem die Feuchtigkeit müsse in der riesigen Villa beseitigt werden, was umgerechnet etwa 2,3 Millionen Euro kosten dürfte, berichtet die britische Boulevardzeitung „The Mirror“. Insider bezweifeln daher, dass der sogenannte „Problemprinz“ tatsächlich noch sehr viel länger auf seinem Landsitz wohnen bleiben kann. Schließlich hat sein königlicher Bruder ihm angeblich bereits vor einiger Zeit sein jährliches Taschengeld in Höhe von rund 291.000 Euro gestrichen.

Max Mumby / Indigo / Getty Images

König Charles III. will die Monarchie verschlanken

Dass der Herzog aus der königlichen Residenz „faktisch vertrieben“ werden sollte, kam erstmals im Februar 2023 öffentlich zur Sprache – fast genau ein Jahr nach der außergerichtlichen Einigung mit Virginia Giuffre, die Prinz Andrew vor einem US-amerikanischen Gericht mit Missbrauchsvorwürfen konfrontiert hatte. Es scheint aber nicht nur die berüchtigte Zivilklage gegen seinen jüngeren Bruder gewesen zu sein, die Charles III. veranlasste, Prinz Andrew aus der Royal Lodge schmeißen zu wollen. 

Um eine „schlankere“ Monarchie zu schaffen, wolle der König dem Herzog von York seinen Zuschuss aus dem britischen Vermögen streichen, hieß es. Diesen hatte zuvor Queen Elizabeth II. ihrem Sohn jährlich ausgezahlt. Angeblich sei es ihm nun auch verboten, seine Suite im Buckingham-Palast zu nutzen. Seit Prinz Harry und Herzogin Meghan ihren Zweitwohnsitz Frogmore Cottage ebenfalls räumen mussten, soll das Anwesen Prinz Andrew angeboten worden sein – doch dieser will wohl partout nicht umziehen.

Adrian Chinery / Alamy Stock Photo

Kann König Charles seinem Bruder den Strom abstellen?

Der Herzog hat in den vergangenen Jahren angeblich umgerechnet mehr als 8,6 Millionen Euro für die Instandhaltung der Royal Lodge ausgegeben. Zuletzt wurde im Sommer das Dach repariert, was ihn Berichten zufolge über 230.000 Euro gekostet haben soll – auch während dieser Arbeiten wollte er seine Villa nicht verlassen, angeblich aus Angst, der Umzug könnte dauerhaft werden. Der Prinz befürchtete sogar, dass Charles III. ihm nach der Krönung Strom und Wasser kappen könnte.

Leon Neal / Getty Images

Königliche Gnade?

Seit längerem wird gemunkelt, dass die Royal Lodge für Prinz William und seine Familie gedacht ist. Diese bewohnen derzeit allerdings bereits drei Anwesen: Anmer Hall in Norfolk, den Londoner Kensington Palace sowie Adelaide Cottage in Windsor. Umzugspläne gebe es daher wohl vorerst keine. Berichten zufolge könne König Charles nicht allein entscheiden, ob der Herzog das Anwesen räumen muss. Prinz Andrews Pachtvertrag für das Haus laufe unter seinem eigenen Namen und sei noch mehr als 80 Jahre gültig, heißt es. Abgeschlossen wurde der Vertrag mit dem britischen Krongut, dem sogenannten Crown Estate. Die Entscheidung über eine vorzeitige Beendigung des Pachtverhältnisses könne daher nur der britische Schatzkanzler treffen. Sonst müsste der Herzog dem Umzug freiwillig zustimmen.

Max Mumby / Indigo / Getty Images

Finanzielle Unterstützung aus unerwarteten Kreisen

Andrews Ex-Frau Sarah „Fergie“ Ferguson, mit der er noch immer zusammenwohnt, ist der Frage, ob sie und ihr Ex-Mann in das kleinere Frogmore Cottage ziehen würden, bislang ausgewichen. Im März 2023 erzählte die Herzogin von York der Boulevardzeitung „Hello!“, dass es „eine Angelegenheit zwischen dem Herzog und seiner Majestät“ sei. Der angebliche Plan wurde wohl vorerst auf Eis gelegt, nachdem sie sich nach einer Krebsdiagnose im Juni zu Hause von einer Operation erholte.

Sie gewährte jedoch einen interessanten Einblick in die Dynamik der Yorks. „In letzter Zeit wurde immer wieder gesagt, wie unfair es von Andrew sei, um dieses oder jenes zu bitten. Seit er [von seinen königlichen Pflichten] zurückgetreten ist, nimmt er ja aber keine Steuergelder mehr an.“ Sie sei allerdings in einer Position, ihn und ihre Familie durch ihre Arbeit finanziell zu unterstützen. Ob sie sich die umfangreichen Renovierungsarbeiten leisten kann, die in der Royal Lodge anstehen, bleibt jedoch abzuwarten.

@sarahferguson15 / Instagram

Vierbeinige Mitbewohner

Trotz der Bemühungen von Charles III., den unliebsamen Prinz Andrew aus seinem langjährigen Wohnsitz zu vertreiben, bleiben er und seine Ex-Frau Sarah Ferguson wohl vorerst in der Riesenvilla. Die beiden teilen sich die Lodge mit ein paar tierischen Mitbewohnern: den Corgis der verstorbenen Queen. Laut Fergies Instagram-Post zum ersten Todestag von Elizabeth II. im September 2023 gehe es Sandy und Muick großartig.

Chronicle / Alamy Stock Photo

Unwirtlich königliches Anwesen

In glücklicheren Zeiten wurde die denkmalgeschützte Royal Lodge von König George VI., Königin Elizabeth und den jungen Prinzessinnen Elizabeth – der späteren Queen – und Margaret als Ferienhaus genutzt. Nach dem Tod ihres Mannes kehrte die Königinmutter dauerhaft in die Royal Lodge zurück und lebte dort für die restlichen 70 Jahre ihres Lebens. Nach ihrem Tod wurde das Anwesen Prinz Andrew im Jahr 2003 geschenkt. Es bleibt abzuwarten, wie sich das königliche Familiendrama um die Royal Lodge entwickelt.

Lesen Sie jetzt weiter, um mehr über die zahlreichen Anwesen der britischen Königsfamilie zu erfahren …

DOMINIC LIPINSKI / POOL / AFP via Getty Images

LESEN SIE MEHR: Die Residenzen der britischen Royals

Vom Buckingham-Palast bis hin zu den Schlössern Windsor, Sandringham und Balmoral umfasst das britische Krongut Berichten zufolge ein Immobilienportfolio im Wert von über 18 Milliarden Euro sowie eine Reihe von Privathäusern. Klicken oder scrollen Sie jetzt durch die königlichen Residenzen und kommen Sie Geheimnissen aus Vergangenheit und Gegenwart auf die Spur ...

R Nagy / Shutterstock

Buckingham-Palast

Das Gebäude, das am häufigsten mit der britischen Königsfamilie in Verbindung gebracht wird, ist wohl der berühmte Buckingham-Palast. Die Residenz geht auf das Jahr 1703 zurück, als der Herzog von Buckingham ein vornehmes Stadthaus im angesagten Londoner Viertel St. James baute. Der Buckingham-Palast wurde im Jahr 1762 von König George III. erworben und im 18. Jahrhundert großzügig erweitert. Seit dem Jahr 1837 ist das Anwesen der offizielle Wohnsitz des britischen Monarchen in der Hauptstadt und eines der bekanntesten Wahrzeichen der Welt.

Carl Court / Getty Images

Buckingham-Palast

Der Buckingham-Palast dient nicht nur als Hauptquartier der britischen Monarchie, sondern steht für das britische Volk auch im Mittelpunkt nationaler Feierlichkeiten und öffentlicher und Staatsakte in London. Auch beim Staatsbegräbnis von Queen Elizabeth II. spielte der Palast eine wichtige Rolle: auf dem Bild sieht man, wie der Sarg der Königin am 19. September 2022 andächtig an dem prachtvollen Wahrzeichen vorbeigetragen wurde, ehe sie auf dem Gelände von Windsor Castle in der „St. George’s Chapel“ beigesetzt wurde.

Aaron Chown / Pool / Getty Images

Buckingham-Palast

Der König veranstaltete am 22. November 2022 sein erstes Staatsbankett (im Bild) und begrüßte den südafrikanischen Präsidenten Cyril Ramaphosa mit all dem Prunk, der von der britischen Königsfamilie erwartet wird. So wie die verstorbene Königin betrachtet König Charles den Palast als seine „Dienstwohnung“. Auch während sich Charles in seine neue Rolle einlebt, dient der Palast weiterhin als ein Arbeits- und Empfangszentrum bei Staatsanlässen und bleibt eine Touristenattraktion.

Chris Jackson / Getty Images

Buckingham-Palast

Die königliche Familie wird sich auch weiterhin auf dem großen Balkon des Palastes versammeln, um nationale Ereignisse zu begehen, wie hier anlässlich der Feierlichkeiten zum Platinjubiläum der Königin im Juni 2022 zu sehen. Doch König Charles hat keine unmittelbaren Pläne, in den Palast einzuziehen. Berichten zufolge werden größere Renovierungsarbeiten dort voraussichtlich nicht vor dem Jahr 2027 abgeschlossen sein. In der Zwischenzeit bleiben der König und seine Frau Camilla im nahe gelegenen Clarence House wohnen.

Victoria Jones / PA Wire / PA Images

Buckingham-Palast

Die verstorbene Königin verweilte jahrzehntelang im Buckingham-Palast und erfüllte hier während der Woche ihre administrativen und zeremoniellen Aufgaben. Erst im März 2020, inmitten der Coronavirus-Pandemie, kehrte sie dem Palast langzeitig den Rücken und brach nach Schloss Windsor auf, wo sie sich gemeinsam mit ihrem verstorbenen Ehemann, Prinz Philip, und nur wenig Personal in Quarantäne begab. Berichten zufolge plant König Charles nun, den Palast für eine moderne Nation „aufgeschlossener“ zu machen.

Pool / Tim Graham Picture Library / Getty Images

Buckingham-Palast

Man munkelt, dass der König die Öffnung des Palastes für die Öffentlichkeit befürwortet, einschließlich integrativer Veranstaltungen. Sogar für eine Folge der englischen Ausgabe der Tanzshow „Let’s Dance“ kommt der Palast angeblich in Betracht. Charles und Camilla sind große Fans der Sendung. Die Tageszeitung „Daily Mail“ berichtet, das Königspaar könnte sogar zusammen im atemberaubenden Ballsaal des Palastes tanzen. Dort werden normalerweise Staatsbankette abgehalten.

Royal Collection Trust / © Her Majesty Queen Elizabeth II 2021

Buckingham-Palast

An Platz für solche Veranstaltungen mangelt es sicherlich nicht. Auf einer Fläche von 77.000 Quadratmetern umfasst der Buckingham-Palast insgesamt 775 Zimmer. Darunter befinden sich 19 Prunkräume, 52 königliche Zimmer und Gästezimmer, 188 Personalzimmer, 92 Büros und 78 Bäder – keines davon direkt mit einem Zimmer verbunden, was ein Zeichen für die altmodische Gestaltung des Palastes ist.

WPA Pool / Getty

Buckingham-Palast

König George IV., der den Palast im 19. Jahrhundert unter erheblichen Kosten erweitert ließ, legte viel Wert auf Pracht und Prunk. Die vergoldeten Empfangsräume stellen sogar den für seine goldene Einrichtung bekannten Trump Tower in den Schatten. Dazu zählen auch das opulente Zimmer von 1844 und der Weiße Salon.

Lefteris Pitarakis / PA

Buckingham-Palast

Weitere Highlights reichen vom Thronsaal (im Bild) und Musikzimmer bis zur Gemäldegalerie, die Werke von Rembrandt und Vermeer zeigt und derzeit umgestaltet wird. Zum Palast gehören außerdem ein über 16 Hektar großes Grundstück, eine Schwimmhalle, die königlichen Stallungen und die Queen's Gallery, in der stets 450 Gemälde ausgestellt sind.

Fox Photos / Hulton Archive / Getty Images

Buckingham-Palast

Abgesehen von Prinzessin Anne wurden alle Kinder von Königin Elizabeth II. im Buckingham-Palast geboren. Prinz Andrew erblickte in der belgischen Suite das Licht der Welt. Er wurde jedoch Berichten zufolge von Charles nach dem Jeffrey-Epstein-Skandal aus den Gemächern des Palastes, in denen immer ein Zimmer auf ihn wartete, verbannt. Obwohl er immer seine Unschuld beteuerte, soll Andrew vor allem eine außergerichtliche Einigung mit dem Epstein-Missbrauchsopfer Virginia Giuffre erzielt haben, um einen Prozess zu vermeiden. Einige Quellen behaupten, dass sein Rauswurf aus dem Palast auch auf den geplanten Netflix-Film „Scoop“ zurückzuführen ist. Darin soll es um Andrews berüchtigtes Interview zu dem Thema und seinen anschließenden tiefen Fall in der Öffentlichkeit gehen.

Max Mumby/Indigo / Contributor / Getty Images

Buckingham-Palast

Andrews Auszug aus dem Palast könnte sich allerdings als interessant erweisen: Einem Dienstmädchen zufolge besitzt der Prinz rund 72 Teddybären und soll sehr genau darauf achten, wie mit seiner Sammlung umgegangen wird. Charlotte Briggs, die in den 1990er-Jahren im Buckingham-Palast arbeitete, sagte dem Nachrichtenportal „Insider“, die Teddys müssten „genau richtig“ platziert sein, sonst „verliere er die Beherrschung“. Während Prinz Andrew vermutlich bereits seine Anweisungen zum Auszug erhalten hat, verbringen der König und seine Gemahlin auch nicht allzu viel Zeit im Palast ...

royal.uk

Clarence House

Trotz der laufenden Renovierungsarbeiten im Buckingham-Palast, die angeblich umgerechnet 425 Millionen Euro kosten, ist noch unklar, ob König Charles und seine Gattin Camilla jemals dauerhaft einziehen werden. Berichten zufolge sollen sie im Clarence House sehr glücklich sein und den Palast nicht als „ein lebensfähiges zukünftiges Zuhause oder ein Haus, das zweckmäßig in der modernen Welt ist“, sehen.

Christopher Furlong / Staff / Getty

Clarence House

Der König übernahm das von Architekt John Nash entworfene Anwesen im Jahr 2002 nach dem Tod der Königinmutter. Er ließ eine Renovierung durchführen, die rund sieben Millionen Euro kostete und engagierte dafür seinen Lieblingsinnenarchitekten Robert Kime. Weitere 2,9 Millionen Euro seines eigenen Geldes gab er für Sitzmöbel aus. Der König ist hier bei einem Empfang des niederländischen Königs Willem-Alexander im Wohnzimmer zu sehen, das mit bläulich-roten Möbeln, gefransten Lampenschirmen und historischen Kunstwerken ausgestattet ist.

WPA Pool / Getty

Clarence House

Der frühere US-Präsident Donald Trump und seine Frau Melania zählten während eines offiziellen Staatsbesuchs im Jahr 2019 zu weiteren Gästen der Residenz, die sich an der vornehmen Londoner Prachtstraße „The Mall“ zwischen dem Buckingham-Palast und dem Trafalgar Square befindet. Wenn Seine Majestät in der britischen Hauptstadt weilt, weht Berichten zufolge die königliche Standarte sowohl am Clarence House als auch am Buckingham-Palast.

Mehr: Des Königs neue Besitztümer: So vermögend ist Charles III.

Byunau Konstantin / Shutterstock

Schloss Balmoral

Da es oft als der Lieblingsort der verstorbenen Queen bezeichnet wird, gibt es wohl keinen besseren Ort als Schloss Balmoral, an dem die vielgeliebte Monarchin hätte „friedlich einschlafen“ können. Auf ihrem schottischen Landsitz verstarb Elizabeth II. im September 2022 im Alter von 96 Jahren. An ihrer Seite waren ihre beiden ältesten Kinder, Charles, nun König Charles lll., und Prinzessin Anne. Balmoral ist seit 1852 eine königliche Residenz. Damals kaufte Prinz Albert es für 32.000 Pfund und schenkte es Königin Victoria.

Targn Pleiades / Shutterstock

Schloss Balmoral

Das Schloss im schottischen Baroniestil, das sich inmitten einer 20.000 Hektar wilden Landschaft in den Highlands befindet, ist im traditionellen kaledonischen Design mit viel Schottenstoff, Distelmuster und Hirschgeweihen ausgestattet. Im Gegensatz zum Buckingham-Palast und Schloss Windsor gehört Schloss Balmoral nicht zum Krongut. Es befindet sich im persönlichen Besitz von König Charles III.

Jane Barlow / WPA Pool / Getty Images

Schloss Balmoral

Die letzten Fotos der Königin wurden ein paar Tage vor ihrem Tod im eleganten Salon von Schloss Balmoral aufgenommen. Obwohl sie gebrechlich wirkte und einen dunklen Bluterguss auf dem rechten Handrücken hatte, erfüllte sie ihre Pflichten bis zuletzt munter und fröhlich wirkend. Laut dem britischen Adelsexperten Gyles Brandreth war sich die Queen ihrer knappen, noch verbleibenden, Zeit bewusst. Aber sie hielt noch durch, um Liz Truss nach dem Rücktritt von Boris Johnson zur neuen Premierministerin zu ernennen, die sich allerdings nur 45 Tage im Amt hielt.

Bettmann / Contributor / Getty Images

Schloss Balmoral

Das Schloss wird König Charles III. vielleicht nie so lieb gewinnen wie seine verstorbene Mutter. Dennoch birgt es für ihn Erinnerungen an viele glückliche Sommer, die er hier als Kind mit seiner Familie verbracht hat. Auf Balmoral verbrachte die Königin auch viel Zeit mit ihren Enkelkindern. Bis zum Tod der Monarchin gehörte ein Besuch bei ihr auf Balmoral zur Tradition. Das Schloss nimmt daher einen besonderen Platz in den Herzen der gesamten königlichen Familie ein.

WPA Pool / Getty

Schloss Balmoral

Obwohl man erwarten würde, dass die Räume von Balmoral mit allem Komfort ausgestattet sind, wirkt es für ein Schloss doch ziemlich schlicht. Es wird gemunkelt, dass es in den Wintermonaten mehr als nur ein wenig zugig ist. Dieser seltene Einblick in die Bibliothek der verstorbenen Königin zeigt ein altmodisches elektrisches Konvektionsheizgerät. Es wärmte die Königin an den kühlen Abenden, an denen sie sich ihre Lieblingsfernsehsendung ansah. Angeblich war dies die britische Unterhaltungssendung „The Kumars at No.42“.

David Cheskin / PA

Schloss Balmoral

Während der größte Teil des Schlosses für die breite Öffentlichkeit gesperrt war, insbesondere im Spätsommer, wenn die verstorbene Königin und ihre Familie traditionell zu Hause waren, sollen sich die Dinge unter dem neuen Monarchen ändern. König Charles hat den Wunsch geäußert, das Schloss in ein Denkmal für Königin Elizabeth II. umzuwandeln. Er möchte mehr Besuche ermöglichen, auch wenn er anwesend ist, berichtet die britische Tageszeitung „The Telegraph“. Eine Dauerausstellung soll die 70-jährige Regentschaft seiner Mutter würdigen.

EMPICS Entertainment / PA

Birkhall

Im Gegensatz zu seiner Mutter plant König Charles III. angeblich nicht, Schloss Balmoral zu seinem schottischen Hauptwohnsitz zu machen. Der Monarch hat bereits ein viel geliebtes Zuhause ein paar Kilometer entfernt auf dem Balmoral-Anwesen in Birkhall. Charles hat es von der Königinmutter nach ihrem Tod im Jahr 2002 geerbt. Er und seine Ehefrau Camilla verbrachten dort im Jahr 2005 ihre Flitterwochen. 2020 erholte er sich in Birkhall vom Coronavirus.

Ron Bell / PA Archive / PA Images

Birkhall

Der König liebt Birkhall seit seiner Kindheit. Es war für ihn ein Zufluchtsort während seiner unglücklichen Jahre im notorisch strengen Internat Gordonstoun. Auch während seiner langen Zeit als Thronfolger blieb Birkhall ein Refugium, welches Charles normalerweise jedes Jahr besucht. Nach den Weihnachtsfeiern in Sandringham mit dem Rest der Familie verbringt er gerne den Januar hier.

Andrew Milligan / PA Archive / PA

Birkhall

Wenn Charles auf Birkhall ist, vertreibt er sich die Zeit angeblich mit Angeln, dem Beobachten von Wild, Zeichnen und Aquarellmalerei. Nach dem Tod der Königinmutter im Jahr 2002 ließen Charles und Camilla eine Renovierung des Anwesens durchführen. Dafür beauftragten sie den von ihnen geschätzten Innenarchitekten Robert Kime. Die beiden achteten sehr darauf, den unverwechselbaren Charakter des Hauses, das von der Königinmutter als „kleines großes Haus oder großes kleines Haus“ beschrieben wurde, zu bewahren.

Mehr: Das sind die 10 reichsten Königsfamilien der Welt

Ben Stansall / Getty

Schloss Windsor

Schloss Windsor galt als der bevorzugte offizielle Wohnsitz von Königin Elizabeth II. Das Schloss mit 1.000 Zimmern, das sich im Windsor Great Park westlich von London befindet, stammt aus dem 11. Jahrhundert und erstreckt sich über eine Fläche von 45.000 Quadratmetern.

WPA Pool / Getty

Schloss Windsor

Windsor, der offizielle Land- und letzte Wohnsitz der verstorbenen Königin, war für sie im Wesentlichen ein Ort zum Entspannen. Sie verbrachte die meisten ihrer privaten Wochenenden auf dem Schloss, sowie die Osterferien und Teile des Monats Juni rund um das Pferderennen Royal Ascot und der Prozession des Hosenbandordens (im Bild). Die ehemalige Monarchin lebte auch die meiste Zeit der Jahre 2020 und 2021 auf Windsor. Sie begab sich dort in Quarantäne zum Schutz vor dem Coronavirus, bevor sie Schloss Windsor 2022 zu ihrem ständigen Wohnsitz machte.

Dan Kitwood / Getty

Schloss Windsor

Das märchenhafte Schloss ist berühmt für seine prunkvollen Gemächer und wird von vielen Experten als eines der schönsten Beispiele georgianischer Architektur angesehen. Die vergoldeten Räume sind mit unschätzbar wertvollen Antiquitäten und Gemälden Alter Meister wie Rubens und Holbein ausgestattet.

John Stillwell/PA

Schloss Windsor

Weitere Höhepunkte sind die Gedenkkapelle, die sich in der mittelalterlichen St. George's Chapel (im Bild) befindet. Hier fanden die Bestattungsfeier und die private Beerdigung der verstorbenen Königin statt. Sie wurde neben ihrem Ehemann Prinz Philip, ihren Eltern König George Vl. und Königin Elizabeth, sowie ihrer Schwester Prinzessin Margaret beigesetzt.

Thierry Saliou / Getty

Schloss Windsor

Als im Jahr 1992 ein Feuer auf Schloss Windsor ausbrach, das insgesamt 124 Räume zerstörte, war die damalige Königin verzweifelt. Laut Berichten und in aktuellen Geldwert umgerechnet betrug der Schaden ca. 79 Millionen Euro. 250 Feuerwehrleute brauchten 15 Stunden, um den verheerenden Brand zu bekämpfen. Prinz Philip spielte eine Schlüsselrolle bei dem Renovierungsprojekt, das größtenteils durch Eintrittsgelder für Windsor und den Buckingham-Palast finanziert wurde.

Andrew Matthews / PA Archive / PA Images

Schloss Windsor

Die Hochzeit von Meghan Markle und Prinz Harry am 19. Mai 2018 war eines der größten Ereignisse auf Schloss Windsor in den vergangenen Jahren. Von Fernsehkameras in die ganze Welt übertragen, gab sich das Paar vor 600 Gästen in der St. George's Chapel auf Schloss Windsor das Ja-Wort.

@theroyalfamily / Instagram

Die Royal Lodge

Natürlich sind Meghan und Harry nicht die einzigen Royals, die in Windsor den Bund fürs Leben geschlossen haben. Am 17. Juli 2020, während der Corona-Pandemie, heiratete Harrys Cousine Prinzessin Beatrice den Immobilienentwickler Edoardo Mozzi in einer kleinen privaten Zeremonie in der Kapelle der Royal Lodge. Die nur fünf Kilometer von Schloss Windsor entfernte Royal Lodge wurde im Jahr 2004, zwei Jahre nach dem Tod der Königinmutter, die offizielle Residenz von Prinz Andrew. Allerdings vielleicht ja nicht mehr lange. 

@sarahferguson15 / Instagram

Die Royal Lodge

In dem denkmalgeschützten Haus verbrachten die Prinzessinnen Beatrice und Eugenie einen Großteil ihrer Kindheit. Eine Holzschaukel, in die Eugenies Name eingraviert ist, hängt noch heute im Garten. Prinz Andrew isolierte sich während des ersten Coronavirus-Lockdowns gemeinsam mit seiner Ex-Frau Sarah Ferguson und seiner Tochter Prinzessin Eugenie und deren Ehemann Jack Brooksbank in der Royal Lodge.

Samir Hussein / Getty Images

Adelaide Cottage

König Charles will Berichten zufolge auf mehreren Anwesen leben: drei Tage die Woche im Clarence House in London, zwei Wochentage auf Schloss Windsor (obwohl er dort bisher wenig Zeit verbracht hat) und das Wochenende auf Schloss Sandringham im englischen Norfolk. Windsor ist nicht nur der Ort, an dem seine Eltern und seine geliebte Großmutter begraben sind. Es ist auch der Wohnsitz von Prinz William und seiner Familie, die derzeit im nahe gelegenen Adelaide Cottage wohnen.

Caleb Robert Stanley [Public domain]

Adelaide Cottage

Das Adelaide Cottage wurde im Jahr 1831 für Königin Adelaide, die Frau von König Wilhelm IV., erbaut. Das Haus liegt nur einen kurzen Spaziergang vom Schloss entfernt. Es wurde im Jahr 2015 renoviert und somit waren keine größeren Arbeiten erforderlich. „Sie wollten weder etwas Auffälliges noch ein zu renovierendes Haus oder ein Heim, das extra Sicherheitsmaßnahmen erforderte, um die Steuerzahler nicht weiter zu belasten“, sagte eine Quelle gegenüber der britischen Tageszeitung „The Sun“ als Grund, warum William und Kate das relativ bescheidene Anwesen als Wohnsitz wählten. Es heißt auch, dass bei den Royals kein Personal mit im Haus lebt.

Comic Relief / Getty Images

Adelaide Cottage

Prinz William und Herzogin Kate zogen rechtzeitig zum Beginn des neuen Schuljahres im September 2022 nach Windsor – nur wenige Tage vor dem Tod der Königin. Das Paar wollte der Queen näher sein und seinen drei Sprösslingen eine normalere Kindheit auf dem Land ermöglichen. Alle drei gehen in die Lambrook-Schule, die nur eine kurze Autofahrt vom Adelaide Cottage entfernt liegt. Es heißt zwar, dass die Familie irgendwann ins Schloss ziehen könnte. Doch vorerst sollten sich die Kinder auf dem Land einleben können.

Lesen Sie jetzt: Die Queen liebte dieses Schloss – aber Charles wohnt lieber woanders

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