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So teuer ist Tanken in Deutschland im Vergleich zum Rest der Welt
Spritpreise im weltweiten Vergleich
By loveMONEY-Team · October 30, 2023
Originally published on loveMONEY
Aktuelle Benzinpreise im internationalen Ranking
Anfang Oktober verzeichneten die Spritpreise einen signifikanten Anstieg, da Befürchtungen aufkamen, der Konflikt zwischen Israel und der Hamas könne die Ölversorgung in der Region beeinträchtigen. Saudi-Arabien hat inzwischen verkündet, mit regionalen und internationalen Partnern zusammenarbeiten zu wollen, um die Stabilität der Ölmärkte zu gewährleisten. Obwohl die Benzinpreise daher seitdem wieder gesunken sind, bleiben Investoren vorsichtig. Sollte sich der Konflikt in der Region weiter zuspitzen, könnten die Preise durchaus erneut ansteigen.
Hier haben wir den aktuellen Durchschnittspreis pro Liter Benzin in ausgewählten Ländern im Ranking zusammengestellt – aufsteigend geordnet vom günstigsten bis zum teuersten. Die Preisdaten stammen vom Energiedienst „GlobalPetrolPrices.com" (Stand: 16.10.2023). Alle Beträge wurden, sofern nicht anders angegeben, von US-Dollar in Euro umgerechnet.
Massive Preisunterschiede für Benzin
Weltweit liegt der durchschnittliche Benzinpreis aktuell bei etwa 1,27 Euro pro Liter, wobei sich die Preise von Land zu Land stark unterscheiden. Auch wenn es einige bemerkenswerte Ausnahmen gibt: Tendenziell ist Benzin in reicheren Ländern teurer, da dort höhere Steuern auf Kraftstoffe und Zuschläge auf Waren und Dienstleistungen erhoben werden.
In ärmeren Ländern mit niedrigeren Lebenshaltungskosten sowie in erdölproduzierenden und -exportierenden Ländern ist Benzin dagegen billiger. In diesen Nationen wird Benzin oft stärker subventioniert oder wesentlich niedriger besteuert.
Venezuela: € 0,03
In Venezuela, dem Land mit den größten Ölreserven der Welt, liegt der Benzinpreis bei 0,84 Bolívar, oder knapp drei Cent pro Liter. Das macht Venezuela zu einem der günstigsten Tankländer der Welt.
Berichten zufolge ist der extrem subventionierte Treibstoff des südamerikanischen Landes allerdings mittlerweile knapp. Nur sehr wenige Venezolaner können zu dem von der Regierung festgesetzten Niedrigpreis tanken, auf den Zwischenhändler oft noch saftige Aufschläge erheben. Das „internationale“ Benzin, das an privaten Tankstellen verkauft wird, ist noch teurer und auch das ist bereits seit längerer Zeit knapp.
Malaysia: € 0,41
Auch Malaysia ist für Autofahrer eines der günstigsten Länder der Welt. In dem großen Ölförderland subventioniert die Regierung das bleifreie Superbenzin E5 und hält so den Durchschnittspreis mit knapp über zwei Ringgit pro Liter sehr niedrig. Das entspricht gerade einmal 41 Cent.
Steigende Benzinpreise müssen malaysische Autofahrer vorerst nicht fürchten. Seit Februar 2021 gilt ein Höchstpreis für E5. Das hat die Fahrzeugbesitzer des Landes vor den Auswirkungen geopolitischer Faktoren wie dem Krieg in der Ukraine und den Preisabsprachen der OPEC geschützt.
Russland: € 0,54
In Russland legt die Regierung eine Benzinpreisobergrenze fest, die an die Inflationsrate des Landes gekoppelt ist. Derzeit liegt der Durchschnittspreis bei knapp 56 Rubel pro Liter, was etwa 54 Cent entspricht.
Nachdem Moskau mit Kraftstoffknappheit im Inland sowie höheren Großhandelspreisen für Benzin und Diesel zu kämpfen hatte, verhängte es Ende September ein vorübergehendes Exportverbot für diese Rohstoffe. Das Exportverbot für Diesel wurde inzwischen teilweise wieder aufgehoben, für Benzin bleibt es jedoch laut der Nachrichtenagentur „Reuters" so lange bestehen, bis der Markt mit Treibstoff gesättigt ist. Dies könnte früher als erwartet geschehen: Der Großhandelspreis für Benzin ist seit Einführung des Ausfuhrverbots um satte zehn Prozent gesunken.
Vereinigte Arabische Emirate: € 0,86
Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) gehören zu den größten Erdölproduzenten der Welt. Autofahren ist hier besonders günstig. Vor der Deregulierung der Kraftstoffpreise im Jahr 2015 kostete eine Tankfüllung sogar noch weniger.
Die jahrzehntelange Subventionspolitik wurde beendet, um die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel zu fördern und Verschwendung einzudämmen. Seitdem sind die Benzinpreise an den Zapfsäulen an die internationalen Rohölpreise gekoppelt. Und weil diese in den vergangenen Monaten in die Höhe geschossen sind, ist auch der Benzinpreis gestiegen – auf derzeit durchschnittlich 3,33 VAE-Dirham pro Liter oder umgerechnet 86 Eurocent.
USA: € 0,97
Die USA sind als wohlhabendes Land mit niedrigen Benzinpreisen eine Art Ausreißer. Der große Ölproduzent gilt als besonders autofreundlich und Treibstoff wird in Amerika nur minimal besteuert.
Die durchschnittlichen Benzinpreise im Land fallen derzeit, wie von der „American Automobile Association" (AAA) berichtet wird. Laut GasBuddy-Analyst Patrick De Haan, zitiert in „Quartz", dürften die Preise bis Ende November sogar noch weiter sinken – trotz möglicher globaler Auswirkungen der Situation in Israel und Gaza. Experten gehen davon aus, dass Kalifornien den stärksten Rückgang erleben wird.
Australien: € 1,10
Auch in Australien ist Benzin deutlich günstiger als in vielen anderen wohlhabenden Industrieländern. Das liegt vor allem an den verhältnismäßig niedrigen Steuern.
Dennoch sind die Preise in letzter Zeit gestiegen. Das hat mehrere Gründe, unter anderem auch der schwache australische Dollar. Daten des „Australian Institute of Petroleum" zeigen, dass der Durchschnittspreis für bleifreies Benzin im Land am 1. Oktober ein Allzeithoch erreichte. Obwohl er seither gesunken ist, bleiben die Kosten an der Zapfsäule höher als sonst.
Japan: € 1,14
Die Benzinpreise in Japan sind im internationalen Vergleich zwar relativ niedrig, erreichten jedoch Ende August Rekordhöhen. Um diesem Anstieg entgegenzuwirken, hat die japanische Regierung ihre Pläne zur Reduzierung von Subventionen überdacht und stattdessen beschlossen, sie auszuweiten, um den Preisanstieg einzudämmen.
Diese Maßnahme zeigt sich als äußerst effektiv, da die Preise kontinuierlich gesunken sind. Laut der Nachrichtenagentur „Kyodo News" sollen die Subventionen bis mindestens Januar 2024 verlängert werden, könnten aber noch länger in Kraft bleiben.
China: € 1,17
Die Kraftstoffpreise in China schwanken in Abhängigkeit von den Weltmarktpreisen, sind von staatlicher Seite aber streng reguliert. Das macht die Benzinpreise an den Tankstellen günstiger. Derzeit liegt der Liter bei durchschnittlich neun Yuan (1,17 Euro).
Anders sieht es in Hongkong aus. Aufgrund einer Reihe von Faktoren wie hohen Logistikkosten und Steuern ist der Benzinpreis in der Sonderverwaltungszone mit umgerechnet 2,93 Euro pro Liter so hoch wie nirgendwo sonst.
Indien: € 1,19
In Indien sind die Benzinpreise nicht reguliert. Die Regierung kann aber über die Steuererhebung und über die staatlich kontrollierten Ölgesellschaften Einfluss nehmen. Für die Entscheidung, in großem Stil billiges Öl aus Russland zu kaufen, wurde das Land vom Westen heftig kritisiert.
Der durchschnittliche Preis pro Liter Benzin beträgt derzeit 104 Rupien (1,19 Euro), was im weltweiten Vergleich niedrig ist. Laut „india.com“ hat sich dieser landesweite Durchschnittspreis seit über einem Jahr weitgehend stabil gehalten, obwohl es in Maharashtra und fünf anderen Bundesstaaten in letzter Zeit geringfügige Preiserhöhungen gegeben hat.
Kanada: € 1,21
Obwohl auch Kanada zu den großen Ölproduzenten gehört, müssen die Autofahrer dort viel mehr für eine Tankfüllung zahlen als ihre Nachbarn südlich der Grenze. Der Grund liegt in der Besteuerung. In Kanada sind die staatlichen Abgaben deutlich höher als in den USA.
Dennoch ist der Benzinpreis im Land in letzter Zeit gesunken und entspricht mit 1,21 Euro in etwa dem globalen Durchschnitt.
Südafrika: € 1,28
Mit durchschnittlich 25 Rand pro Liter (1,28 Euro) ist das Tanken in Südafrika im Vergleich zum weltweiten Durchschnitt weiterhin günstig. Allerdings schoss der Benzinpreis auch hier dieses Jahr in die Höhe, besonders in den letzten Wochen. Hauptgründe dafür sind die steigenden Rohölpreise sowie der schwache Rand.
Die jüngste Preiserhöhung am 6. Oktober führte zu einem Anstieg der Benzin- und Dieselpreise: Autofahrer mussten zwischen 1,08 und 1,97 Rand pro Liter mehr zahlen. Verbrauchergruppen wie „People Against Petrol and Paraffin Price Increase" (PAPPI) haben daraufhin einige Vorschläge gemacht, wie die Regierung die Preise senken könnte, darunter auch eine spezielle Steuer für Monopolunternehmen.
Mexiko: € 1,29
Benzin ist in Mexiko mit durchschnittlich 24 Pesos pro Liter (1,29 Euro) teurer als in den USA oder Kanada. Und das, obwohl Waren und Dienstleistungen in der nordamerikanischen Bundesrepublik vergleichsweise günstiger sind.
Der höhere Benzinpreis hat vor allem zwei Gründe. Mexiko bezieht den Großteil seines Benzins aus dem Ausland. Ein großes Problem im Land ist zudem der weit verbreitete Handel mit geklautem Kraftstoff – auch „Huachicoleo“ genannt. Im August führte eine erhöhte Nachfrage zu Rekordhochpreisen. Im September ist der Preis für normales Benzin jedoch um etwas mehr als ein Prozent gesunken und der Rückgang wird auch im Oktober weiter fortgesetzt.
Polen: € 1,36
Polen hat nach Moldawien und Nordmazedonien derzeit die drittgünstigsten Benzinpreise in Europa und die günstigsten in der EU. Laut „GlobalPetrolPrices.com" kostet ein Liter Benzin in der Regel sechs Zloty (1,36 Euro).
Trotz des schwachen Zloty und des allgemeinen Anstiegs der Rohölpreise in den letzten Monaten sind die Benzinpreise an den Tankstellen im Land erheblich gesunken. Wie die Zeitung „Notes from Poland“ berichtet, wurde dem staatlichen Energieunternehmen Orlen, das ein Monopol im Land hat, vorgeworfen, die Preise absichtlich zu senken. Der Grund: Sie würden der regierenden Partei bei der Wiederwahl helfen wollen. Orlen hat diese Anschuldigung jedoch vehement zurückgewiesen. Aufgrund der extrem niedrigen Benzinpreise strömen Autofahrer aus dem benachbarten Tschechien zu den Orlen-Tankstellen an der Grenze, um ihre Tanks zu füllen.
Österreich: € 1,63
Die gute Nachricht für Autofahrer in Österreich: Im Vergleich zu anderen westeuropäischen Ländern ist Benzin mit 1,63 Euro pro Liter noch recht günstig.
Das könnte sich allerdings ändern, wenn ab 2024 die CO2-Steuer in Kraft tritt. Laut dem Auto-, Motor- und Radfahrerbund Österreichs ABRÖ wird eine Tankfüllung dann voraussichtlich um rund sieben Euro teurer.
Neuseeland: € 1,66
Neuseeländer zahlen aufgrund der hohen Besteuerung derzeit 2,95 neuseeländische Dollar (1,66 Euro) für einen Liter Benzin und damit deutlich mehr als australische Autofahrer.
Wie in anderen Ländern der Welt sind auch in Neuseeland die Benzinpreise in den vergangenen Monaten weiter gestiegen – allein seit Juli um rund 15 Prozent. Der Grund dafür ist das Ende der staatlichen Subventionen. Auch bei den Parlamentswahlen im Oktober, bei denen die konservative National Party als Wahlsieger hervorging, hat die Erhöhung der Benzinpreise eine zentrale Rolle gespielt.
Spanien: € 1,66
Der durchschnittliche Benzinpreis in Spanien ist im Sommer aufgrund steigender globaler Rohölpreise drastisch in die Höhe geschossen, beginnt nun aber wieder zu sinken. Aktuell liegt der Durchschnittspreis bei 1,66 Euro.
Noch teurer ist das Tanken in den Nachbarländern Frankreich und Portugal. Im steuerfreien Andorra ist Benzin dagegen deutlich günstiger.
Schweden: € 1,72
Die Benzinpreise in Schweden liegen derzeit im Durchschnitt bei knapp über 20 Kronen (1,72 Euro) pro Liter. Obwohl die Preise seit den Rekordwerten im Jahr 2022 gesunken sind, sind sie immer noch deutlich höher als vor der Pandemie.
Um die Preise zu senken und die Belastung für Autofahrer zu reduzieren, plant die schwedische Regierung, die Benzinsteuer um 1,64 Kronen pro Liter zu senken. Diese Steuersenkung soll im nächsten Jahr in Kraft treten. Die Entscheidung wird von der Opposition, bestehend aus den Grünen und der Zentrumspartei, scharf kritisiert. Sie befürchten, dass es Schwedens Bemühungen, klimaneutral zu werden, untergraben könnte.
Belgien: € 1,73
Portugal: € 1,76
In Portugal, das höhere Steuern auf Benzin erhebt als sein Nachbarland Spanien, kostet Benzin derzeit im Schnitt elf Eurocent mehr, also 1,76 Euro pro Liter.
Nach einer Phase des stetigen Anstiegs sind die Benzinpreise in Portugal entgegen dem weltweiten Trend Anfang September gesunken. Nach einer kleinen Schwankung ist die Tendenz weiterhin sinkend. Dennoch ist der Durchschnittspreis für einen Liter Benzin immer noch höher als Anfang Juli, als er bei 1,66 Euro lag.
Großbritannien: € 1,79
Laut der Webseite „Worldometer“ liegt Großbritannien auf Platz 19 der weltweit größten Erdölproduzenten, noch vor Ländern wie Kolumbien, Australien und Malaysia. Trotzdem sind die Benzinpreise mit derzeit durchschnittlich 1,56 Pfund pro Liter (1,79 Euro) immer noch recht hoch.
Während die durchschnittlichen Benzinpreise in vielen Ländern der Welt in den letzten Wochen gesunken sind, sind die Preise im Vereinigten Königreich gestiegen. Der Grund? Angeblich sei der Benzinpreis derzeit sieben Pence (0,08 Euro) pro Liter zu hoch, behauptet RAC, eines der führenden Dienstleistungsunternehmen der britischen Automobilindustrie.
Bereits Anfang des Jahres hatte die britische Wettbewerbsbehörde (CMA) berichtet, dass Tankstellenbetreiber aufgrund der eingeschränkten Konkurrenz mehr verlangen, als sie sollten. Auch der ehemalige Minister für Energiesicherheit Grant Shapps warf ihnen vor, Kunden als „Cashcows“ auszunutzen.
Deutschland: € 1,81
Auch deutsche Autofahrer mussten im August einen drastischen Anstieg der Benzinpreise hinnehmen. Schuld daran waren nach Ansicht des Automobilclubs ADAC auch die Tankstellenbetreiber, die überhöhte Preise verlangten.
In den letzten Wochen sind die Preise jedoch wieder gesunken und ein Liter Kraftstoff kostet nun rund 1,81 Euro. Ab Anfang 2024 müssen sich Autofahrer jedoch erneut auf eine Hiobsbotschaft einstellen, und das ganz unabhängig von den Rohölpreisen. Wie Nachbarland Österreich, führt auch Deutschland eine CO2-Steuer ein. Angeblich soll der Liter Benzin dann rund 0,03 Euro teurer werden.
Frankreich: € 1,82
Wenn es um hohe Verbrauchssteuern auf Kraftstoffe geht, ist Frankreich ganz vorne mit dabei. Derzeit ist der Durchschnittspreis mit 1,82 Euro pro Liter Benzin daher nach wie vor sehr hoch – auch wenn er seit dem Rekordhoch von 1,94 Euro am 11. September wieder etwas gesunken ist.
Frankreichs Politiker stehen unter Druck. So wird zum Beispiel die Senkung der Kraftstoffsteuer gefordert. Auch die Einführung eines Tankrabatts ist im Gespräch. Vorschläge, die laut einer aktuellen Umfrage zwei Drittel der Franzosen begrüßen würden. In der gleichen Umfrage gaben 57 Prozent der Befragten an, dass die derzeitigen Maßnahmen „die Situation überhaupt nicht verbessern“.
Irland: € 1,86
Die Benzinpreise in Irland sind auf dem Aufstiegskurs und haben mit 1,86 Euro pro Liter zuletzt sogar die des benachbarten Großbritanniens überholt.
Für Ende Oktober war eine Erhöhung der Benzinsteuer um acht Eurocent angedacht. Obwohl die irische Regierung diese verschoben hat, wurde am 11. Oktober eine erhöhte CO2-Steuer auf Benzin eingeführt. Diese soll den Literpreis voraussichtlich um weitere drei Eurocent erhöhen.
Singapur: € 1,91
In den vergangenen Wochen ist der durchschnittliche Benzinpreis in Singapur gesunken und liegt nun bei 2,76 Singapur-Dollar (1,91 Euro). Am 18. September lag er noch bei 2,88 Singapur-Dollar. Trotz der jüngsten Preissenkung kostet Benzin in dem wohlhabenden Stadtstaat mehr als viermal so viel wie im benachbarten Malaysia.
Die hohen Benzinpreise in Singapur sind auf eine Reihe von Faktoren zurückzuführen. Dazu gehören die hohe Kraftstoffbesteuerung und die saftigen Lebenshaltungskosten. Für Autofahrer gilt der Stadtstaat als das teuerste Land der Welt: Inzwischen müssen Singapurer umgerechnet rund 101.000 Euro blechen, um überhaupt ein Auto besitzen zu dürfen.
Italien: € 1,91
Auch in Italien sind die gesalzenen Kraftstoffsteuern der Grund für die hohen Benzinpreise. Obwohl sie in den letzten Wochen gesunken sind, bleiben sie mit einem durchschnittlichen Preis von 1,91 Euro pro Liter relativ hoch.
Nun wächst der Druck auf die italienische Regierung, die im Januar abgeschaffte Senkung der Benzinsteuer wieder einzuführen. Da sich die Führung des Landes aber derzeit auf die Senkung der Steuern im Arbeitssektor konzentriert, müssen italienische Autofahrer voraussichtlich auch in Zukunft tief in die Tasche greifen – trotz der jüngsten Senkung.
Dänemark: € 1,94
Auch in Dänemark gelten die Benzinpreise bereits seit Längerem als überteuert, obwohl sie in den letzten Wochen wieder gesunken sind. Derzeit liegt der durchschnittliche Preis an den Zapfsäulen bei 14,47 Kronen pro Liter (1,94 Euro).
Autofahrer müssen in dem skandinavischen Land tief in die Tasche greifen: Nicht nur die Autopreise und das Benzin sind teuer, sondern auch die Kfz-Steuern. Die Lage sieht auch für Elektroautos nicht viel besser aus. An den Ladesäulen verzeichnet Dänemark derzeit die höchsten Preise der Welt.
Norwegen: € 1,97
Norwegen ist zwar ein großer Erdölproduzent, dennoch sind die Benzinkosten in dem Land überdurchschnittlich hoch. Laut des norwegischen Automobilverbands (NAF) liegt das an den hohen Kfz-, CO2- und Verkaufssteuern.
Dennoch ist der durchschnittliche Benzinpreis in dem skandinavischen Land seit dem 28. August, als er 23,95 norwegische Kronen erreichte, gesunken. Derzeit liegt er bei 22,75 Kronen pro Liter (1,97 Euro). Dafür ist Norwegen der Spitzenreiter bei der Einführung von Elektroautos. Mehr als 20 Prozent der Personenkraftwagen und 80 Prozent der Neuwagenverkäufe im Land sind elektrisch.
Schweiz: € 1,99
Nach einem Rekordhoch von 1,93 Schweizer Franken pro Liter am 4. September, sind die Benzinpreise in der Schweiz – ähnlich wie in anderen Ländern der Welt – vorerst wieder etwas gesunken.
Für Autofahrer bleibt die Schweiz jedoch eines der teuersten Länder der Welt. Die Eidgenossenschaft hat nämlich nicht nur die höchsten Lebenshaltungskosten in Europa, sondern auch die entsprechenden Treibstoffsteuern: Ein Liter kostet derzeit rund 1,89 Schweizer Franken oder umgerechnet 1,99 Euro.
Niederlande: € 2,06
In den Niederlanden ist die Verbrauchssteuer auf Benzin besonders hoch, wodurch natürlich auch der Literpreis in die Höhe schießt. Derzeit zahlt man an der Zapfsäule 2,06 Euro für einen Liter Benzin – wenigstens ein kleiner Rückgang zu dem jüngsten Rekordhoch von 2,13 Euro am 18. September. Viele niederländische Autofahrer zieht es zum Tanken daher in das benachbarte Belgien, wo die Literpreise über 0,30 Euro günstiger sind.
Experten vermuten, dass die Benzinpreise zu Beginn des nächsten Jahres weiter steigen werden. Die niederländische Regierung will die Steuersenkung für Kraftstoff zurücknehmen und die Verbrauchssteuer auf Benzin erhöhen, um sie der Inflation anzupassen.
Island: € 2,17
Sieht man von der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong ab, ist Island das teuerste Benzinland der Welt. Die hohen Kraftstoffpreise in dem nordischen Land sind auf eine Kombination verschiedener Faktoren zurückzuführen. So zum Beispiel auf die hohen Kosten für Waren und Dienstleistungen sowie auf Zuschläge, zu denen eine spezielle und eine allgemeine Benzinsteuer gehören. Hinzu kommen eine CO2-Abgabe und die Mehrwertsteuer. Derzeit kostet ein Liter Benzin etwa 318 isländische Kronen (2,17 Euro).
In der Kritik stehen derzeit die Mineralölkonzerne des Landes. Ähnlich wie in Großbritannien, werden sie von der isländischen Wettbewerbsbehörde und dem Automobilclub unter die Lupe genommen, weil sie im Verdacht stehen, die Preise künstlich hochzuhalten.
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