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20 überlaufene Urlaubsorte – und entspannte Alternativen

Alternative Reiseziele, die nicht überlaufen sind

By Sophie Barton · April 2, 2025

Originally published on loveEXPLORING

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Yasonya/Shutterstock

Touristen-Hotspots vs. Geheimtipps

Der weltweite Tourismus erlebt einen beispiellosen Aufschwung: Erschwingliche Flugverbindungen, digitale Reiseplanung und die wachsende Sehnsucht nach fernen Ländern führen viele Destinationen an ihre Belastungsgrenze. Während der Tourismus lokale Wirtschaftskreisläufe stärkt, stehen beliebte Reiseziele vor wachsenden Herausforderungen – von überlasteter Infrastruktur bis hin zu ökologischen Problemen. Die gute Nachricht: Es gibt noch verborgene Schätzchen, die sehnsüchtig auf Touristen warten. 

Entdecken Sie 20 faszinierende Alternativen zu überlaufenen Reisezielen ...  

Adaptiert von Rebecca Andel

TTStudio/Shutterstock

Touristen-Hotspot: Brügge, Belgien

Die mittelalterliche Stadt in Belgien kämpft mit ihrem Erfolg: Rund acht Millionen Besucher jährlich drängen durch Brügges malerische Gassen, angelockt von romantischen Kopfsteinpflasterstraßen, traditionellen Schokoladenmanufakturen und den legendären Kanälen.

Die Dimensionen des Massentourismus werden besonders an Spitzentagen deutlich, wenn die Zahl der Touristen die der Einheimischen um das Dreifache übersteigt. Die Behörden haben bereits reagiert und versuchen nun, durch weniger Tourismuswerbung den Besucherstrom in verträglichere Bahnen zu lenken. 

CatarinaBelova/Shutterstock

Geheimtipp: Gent, Belgien

Nur eine kurze Fahrt von Brügge entfernt wartet Gent darauf, entdeckt zu werden. Die Stadt verzaubert mit dem gleichen mittelalterlichen Charme, aber ohne Touristenmassen. Kopfsteinpflastergassen führen vorbei an farbenfrohen gotischen Hausfassaden und märchenhafte Türme prägen die Silhouette der Stadt. 

Ein Spaziergang entlang der Grachten führt zum traditionellen Gasthaus „De Dulle Griet“, wo Durstige aus mehr als 250 belgischen Bierspezialitäten wählen können. Der Korenmarkt bildet das Herz der Stadt, wo lokale Händler die berühmten kegelförmigen Cuberdons anbieten – eine süße Spezialität, die zum kulinarischen Erbe Flanderns gehört. 

AygulSarvarova/Shutterstock

Touristen-Hotspot: Boracay, Philippinen

Die winzige philippinische Insel Boracay – kaum zehn Quadratkilometer groß – ächzt unter der Last des Massentourismus. Mehr als zwei Millionen Besucher strömten 2023 auf die Insel, angelockt von weißen Sandstränden und einer pulsierenden Partyszene.

Die Folgen dieser Popularität sind dramatisch, besonders für die Umwelt: 2018 wurde die Insel für sechs Monate gesperrt, nachdem der philippinische Präsident sie als „Kloake“ bezeichnete. Angeblich mussten nach einem Partywochenende bis zu zehn Tonnen Müll von den Stränden entfernt werden. 

AnetaK/Shutterstock

Geheimtipp: Panglao, Philippinen

Im südlichen Inselreich der Philippinen bewahrt Panglao die ursprüngliche Magie der Tropen, fernab der Touristenströme. Hier verschmelzen türkisfarbene Gewässer mit makellosen Stränden. Unter der kristallklaren Wasseroberfläche tummeln sich Delfine und Barrakudas zwischen Korallen.

Eine Fahrt über die Brücke zur Nachbarinsel Bohol erschließt ein weiteres Naturwunder: die Chocolate Hills (Schokoladenberge), eine surreale Formation aus rund 1.300 Hügeln, die sich wie eine außerirdische Landschaft bis zum Horizont erstrecken. 

Cge/Shutterstock

Touristen-Hotspot: Dubrovnik, Kroatien

Die „Perle der Adria“ kämpft mit den Schattenseiten ihres Erfolgs. Der doppelte Ruhm als Kreuzfahrthafen und Kulisse der Erfolgsserie „Game of Thrones“ hat Dubrovnik in ein überlaufenes Touristenzentrum verwandelt.

Die Situation ist so dramatisch, dass die UNESCO bereits Alarm geschlagen hat. Ohne eine Reduktion der Besucherzahlen könnte die Stadt ihren Status als Weltkulturerbe verlieren. Eine ernste Warnung! 

DaLiu/Shutterstock

Geheimtipp: Rovinj, Kroatien

Mit seinen terrakottafarbenen Dächern und pastellgetönten Häuserfassaden verzaubert Rovinj an der Nordadria mit dem gleichen Charme wie Dubrovnik – aber ohne die Touristenmassen. Schlendern Sie hier in Ruhe durch die Kopfsteinpflastergassen und kosten Sie die frischen Meeresfrüchte. 

Ein besonderes Highlight ist die Kirche St. Euphemia aus dem 18. Jahrhundert. Wer den Glockenturm erklimmt, wird mit einem Panoramablick über die Altstadt und Adria belohnt.

S.Borisov/Shutterstock

Touristen-Hotspot: Toskana, Italien

Die Toskana erreicht die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Jährlich strömen mehr als 40 Millionen Besucher in diese berühmte italienische Region, angelockt von den historischen Städten Florenz, Siena und Pisa sowie der Landschaft mit ihren charakteristischen Zypressenalleen.

Das Verhältnis von zehn Touristen pro Einwohner weckt jedoch zunehmend Besorgnis – nicht nur wegen der überlasteten Infrastruktur, sondern auch aufgrund der steigenden Lebenshaltungskosten, die das soziale Gefüge der Region zu verändern drohen. 

Canadastock/Shutterstock

Geheimtipp: Umbrien, Italien

Im Schatten der berühmten Toskana bewahrt Umbrien seinen ursprünglichen italienischen Charme. Diese Region verwöhnt Besucher mit kulinarischen Schätzen wie Trüffelpasta und vollmundigen Weinen – und das alles zu überraschend moderaten Preisen. 

Auch kulturell steht die Region ihrer bekannteren Nachbarin in nichts nach: In Assisi erzählen Giottos meisterhafte Fresken in der Basilika San Francesco die Geschichte des Heiligen Franziskus. Die Stadt Orvieto, die auf einem Tuffsteinfelsen thront, ist ebenfalls einen Besuch wert.

Mapics/Shutterstock

Touristen-Hotspot: Barcelona, Spanien

Die katalanische Metropole hat alles, was Touristen lieben: mediterranes Klima, Strandlage und ein pulsierendes Nachtleben. Mit Wahrzeichen wie Gaudís Sagrada Família und dem Picasso-Museum zog Barcelona im Jahr 2023 rund zehn Millionen Übernachtungsgäste an – eine Zahl, der die Stadt einfach nicht gewachsen ist. 

Die Kehrseite dieser Popularität wird so auch zunehmend sichtbar. Die Behörden kämpfen mit Überfüllung und steigendem unpassenden Verhalten. Während Kreuzfahrtschiffe die Umwelt belasten, formiert sich auf den zentralen Plätzen der Widerstand der Einheimischen gegen die negativen Auswirkungen des Massentourismus.

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Geheimtipp: Sevilla, Spanien

Die Hauptstadt Andalusiens verzaubert mit authentisch spanischem Charme, und das fernab der überfüllten Straßen Barcelonas. Eine gotische Kathedrale, die einst eine Moschee war, dominiert die Altstadt. Traditionelle Tapasbars, Flamenco-Shows und das Museum der Schönen Künste setzen kulturelle Höhepunkte. 

Herzstück der Stadt ist der Al­ka­zar – ein Paradebeispiel für die Mudéjar-Architektur und einer der ältesten noch genutzten Paläste Europas. Der prächtige Bau, dessen Ursprünge bis ins zehnte Jahrhundert zurückreichen, beeindruckt mit vergoldeten Deckengewölben und kunstvoll gestalteten Keramikfliesen. In den Gärten plätschern Brunnen zwischen exotischen Pflanzen.

Mirelle/Shutterstock

Touristen-Hotspot: Maya Bay, Thailand

Die Maya Bay wurde im Jahr 2000 durch Leonardo DiCaprios Film „The Beach“ zum globalen Touristenmagnet. Der plötzliche Ruhm hatte jedoch fatale Folgen. Im Jahr 2017 erreichte der Besucheransturm mit zwei Millionen Touristen seinen Höhepunkt – täglich strömten mehr als 6.000 Menschen in die einst unberührte Bucht. 

Die ökologischen Konsequenzen waren verheerend. Durch Verschmutzung von Booten, achtlos entsorgtem Müll und Sonnencreme im Wasser starben rund 80 Prozent der dortigen Korallen ab. Die thailändischen Behörden zogen die Notbremse und schlossen die Bucht von 2020 bis 2022. 

Heute wird der Strand durch regelmäßige Schließzeiten geschützt – ein Versuch, das fragile Paradies zu retten. 

DenisCostille/Shutterstock

Geheimtipp: Koh Ngai, Thailand

An der Andamanenküste versteckt sich mit Koh Ngai eine thailändische Ruheoase. Die kleine Insel verzaubert mit weichem Korallensand, üppig bewachsenen Hügeln und Kalksteinformationen, die die Horizontlinie prägen.

Hier findet sich das Gegenteil von Massentourismus: Statt Partymeilen und Straßen erwarten die Besucher nur wenige Resorts. Im kristallklaren Wasser tummeln sich Skalare und Clownfische – ein Paradies für Naturliebhaber.

Yunsun_Kim/Shutterstock

Touristen-Hotspot: Banff-Nationalpark, Kanada

Türkisfarbene Bergseen spiegeln majestätische Gipfel, während dampfend heiße Quellen zur Entspannung einladen – kein Wunder, dass der Banff-Nationalpark so beliebt ist. Diese Kombination aus Bergen und Wellness lockt jährlich mehr als vier Millionen Besucher in den Park. 

Doch der Besucherandrang gefährdet zunehmend das ökologische Gleichgewicht. Parks Canada sieht sich gezwungen zu handeln: Besucherbeschränkungen, besonders an Hotspots wie Lake Louise und Moraine Lake, sollen nicht nur die Umwelt schützen, sondern auch die Qualität des Naturerlebnisses für künftige Generationen bewahren. 

PongsakornTeeraparpwong/Shutterstock

Geheimtipp: Yoho-Nationalpark, Kanada

In der benachbarten Provinz British Columbia lockt eine Alternative zum überlaufenen Banff-Park: Der Yoho-Nationalpark, von Parks Canada selbst als Geheimtipp empfohlen. Hier erwarten Sie der Emerald Lake, donnernde Wasserfälle und ein Netz aus Wanderwegen, das sich über 400 Kilometer erstreckt.

Der entscheidende Bonus: Mit nur einem Achtel der Banff-Besucherzahlen können Naturliebhaber die kanadische Bergwelt in aller Ruhe genießen. 

UweAranas/Shutterstock

Touristen-Hotspot: Uluru, Australien

Der Uluṟu-Kata-Tjuṯa-Nationalpark zog jahrzehntelang Scharen von Besuchern an, die den rostroten Monolithen besteigen wollten. Doch 2019 fiel eine historische Entscheidung: Nach langen Debatten wurde das Klettern auf dem früher „Ayers Rock“ genannten Wahrzeichen endgültig untersagt. 

Die Gründe für das Verbot sind vielschichtig. Der Uluru ist nicht nur eine heilige Stätte der indigenen Völker Australiens, sondern litt auch zunehmend unter den Folgen des Massentourismus. Erosionsschäden an der jahrtausendealten Felsoberfläche, Verschmutzung der umliegenden Wasserstellen und achtlos weggeworfener Müll zwangen Behörden zum Handeln. 

kwest/Shutterstock

Geheimtipp: Wilpena Pound, Australien

Im Nationalpark Flinders Ranges erwartet Besucher der Wilpena Pound, ein gigantisches natürliches Amphitheater, das vor 800 Millionen Jahren entstand. Die Formation beeindruckt mit ihrer fast senkrechten äußeren Felswand, während das weitläufige innere Becken sich Wanderern auf verschiedenen Routen erschließt. 

Hier können Naturliebhaber auch der australischen Tierwelt begegnen: Rote Kängurus teilen sich ihren Lebensraum mit Adlern, Dingos und verschiedenen Schlangenarten. 

Yasonya/Shutterstock

Touristen-Hotspot: Amsterdam, Niederlande

Amsterdams historische Grachten, reichhaltige Kunstszene und berüchtigtes Rotlichtviertel drohen zum Opfer ihres eigenen Erfolgs zu werden. Die Prognosen für 2025 sind alarmierend: 23 Millionen Übernachtungsgäste könnten die niederländische Hauptstadt überfluten – eine Zahl, die den Charakter der Stadt zu verändern droht. 

Die Anzeichen der Überlastung sind bereits deutlich sichtbar. Traditionelle Geschäfte weichen touristischen Angeboten, steigende Immobilienpreise verdrängen Einheimische und zunehmendes Fehlverhalten von Besuchern belastet das soziale Gefüge. Die Stadt hat bereits Gegenmaßnahmen eingeführt: Neben einem Stopp für neue Hotels soll die 2023 gestartete „Stay Away“-Kampagne (zu Deutsch: „Bleibt weg“) gezielt jene Touristen abschrecken, die Amsterdam nur als Partyziel sehen. 

OlenaZ/Shutterstock

Geheimtipp: Utrecht, Niederlande

Im Schatten Amsterdams bewahrt Utrecht seinen authentischen niederländischen Charme. Die Stadt verzaubert mit baumgesäumten Grachten, mittelalterlichem Flair und einer entspannten Café-Kultur. Per Ruderboot lassen sich die Kanäle erkunden, während Radfahrer den Ort auf ausgezeichneten Wegen entdecken können. 

Der Domturm bildet das Herzstück der Stadt – wer die 465 Stufen erklimmt, wird mit einem Stadtpanorama und dem Anblick von 13 Glocken belohnt. Abends erwacht Utrechts pulsierende Musikszene zum Leben und bietet von klassischen Konzerten über Jazz bis hin zu Rockmusik für jeden Geschmack das passende Programm. 

PuripatLertpunyaroj/Shutterstock

Touristen-Hotspot: Blaue Lagune, Island

Mit ihrem milchig-blauen dampfenden Wasser, eingebettet in eine Vulkanlandschaft, bietet die Blaue Lagune ein einzigartiges Wellnesserlebnis. Doch der Zauber wird durch den Touristenansturm getrübt. Im Jahr 2022 drängten sich 1,7 Millionen Besucher in das 37–40 °C warme Gewässer. 

Der Andrang ist ungebrochen. Während sich die einen bei Sauna und Dampfbad entspannen oder eine traditionelle Kieselerde-Gesichtsmaske genießen möchten, warten andere geduldig auf Einlass. Des Weiteren sorgen in letzter Zeit vulkanische Aktivitäten in der Region für zeitweilige Schließungen der Lagune. 

VerveridisVasilis/Shutterstock

Geheimtipp: Mývatn, Island

Im Norden Islands wartet eine entspannte Alternative: Die Mývatn Naturbäder bieten ein Badeerlebnis bei ähnlichen Temperaturen – und das zum halben Preis. Der naturbelassene Wellnessbereich überzeugt mit zwei geothermischen Dampfbädern, während in den Umkleiden biologische Pflegeprodukte für zusätzliche Verwöhnung sorgen. 

Nach dem Bad lockt das gemütliche Café mit Gulasch und einer lokalen Spezialität, dem traditionellen Geysirbrot, das seine Konsistenz dem Backen in geothermischer Erde verdankt. 

MrNai/Shutterstock

Touristen-Hotspot: Stonehenge, England

Der prähistorische Steinkreis in Südengland zieht jährlich mehr als eine Million Besucher in seinen Bann. Besonders in der Hochsaison drängen sich die Menschenmassen auf den umliegenden Hügeln. 

Die notwendigen Schutzmaßnahmen vergrößern die Distanz zur Stätte noch weiter: Absperrungen halten Besucher von den Steinen fern, was die mystische Atmosphäre des jahrtausendealten Heiligtums spürbar schmälert. 

Reimar/Shutterstock

Geheimtipp: Avebury, England

Nur eine kurze Autofahrt von Stonehenge entfernt verbirgt sich im Dorf Avebury der größte Steinkreis der Welt. Diese jungsteinzeitliche Sensation bietet Besuchern ein deutlich entspannteres Erlebnis – ohne Eintrittsgebühren und Touristenmassen. 

Anders als bei seinem berühmteren Pendant können Besucher hier zwischen den Megalithen spazieren. In der Nebensaison teilen Sie sich die mystische Atmosphäre höchstens mit einer Herde Schafe. 

Vixit/Shutterstock

Touristen-Hotspot: Mount Everest, Nepal

Die einst unberührten Hänge des Everest haben sich durch den unstillbaren Erlebnishunger von Gipfelstürmern zur höchstgelegenen Müllhalde der Erde entwickelt. Allein 2019 mussten mehr als drei Tonnen Müll abtransportiert werden – von verlassenen Zelten über leere Sauerstoff-Flaschen bis zu achtlos weggeworfenem Plastikmüll. 

Fehlende Entsorgungsinfrastruktur und zu viele Bergsteiger auf engem Raum verschärfen die Umweltproblematik weiter. Der hohe Preis der Popularität zeigt sich auch in den vielen Todesfällen. Jährlich kommen hier fünf bis zehn Menschen ums Leben. 

AkeTang Photo/Shutterstock

Geheimtipp: Ladakh, Indien

In den Ausläufern des Himalajas wartet mit Ladakh eine Alternative zum Everest. Schneebedeckte Gipfel, atemberaubende Landschaften und gut ausgebaute Pfade ziehen Wanderer jeden Niveaus in ihren Bann. Jahrhundertealte buddhistische Klöster kleben scheinbar schwerelos an steilen Felswänden, während in den abgelegenen Tälern die seltene Tibetantilope Zuflucht gefunden hat.  

Den perfekten Ausgangspunkt für diese Entdeckungsreise bietet die Stadt Leh, gekrönt von einem neunstöckigen Königspalast. 

3523studio/Shutterstock

Touristen-Hotspot: Machu Picchu, Peru

Machu Picchu steht vor einer existenziellen Herausforderung: Alarmiert durch die zerstörerischen Auswirkungen des Massentourismus, drohte die UNESCO 2017 mit der Einstufung als gefährdetes Weltkulturerbe.

Trotz eingeführter Schutzmaßnahmen – darunter eine tägliche Besucherbegrenzung auf 4.500 Personen, die markierte Wege nicht verlassen dürfen – bleibt die Sorge um den Erhalt der historischen Ruinen bestehen. Die UNESCO und andere Beobachter befürchten, dass selbst diese verschärften Regelungen nicht ausreichen werden, um eines der bedeutendsten archäologischen Zeugnisse Südamerikas langfristig zu bewahren. 

ChristianDeclercq/Shutterstock

Geheimtipp: Choquequirao, Peru

Nur einen Steinwurf von Machu Picchu entfernt liegt Choquequirao – eine Inkazitadelle, die Machu Picchu laut Experten an Größe übertrifft. Der Zugang zu diesem versteckten Schatz mit seinen majestätischen Terrassen, prachtvollen Palästen und geheimnisvollen Tempeln erfordert jedoch eine viertägige Wanderung. Doch gerade diese Herausforderung macht Choquequirao zu einem besonderen Erlebnis.

Wer die Strapazen auf sich nimmt, wird mit der ungestörten Erkundung der Ruinen belohnt – fernab von Touristenmassen und Selfiesticks.

NatteeChalermtiragool/Shutterstock

Touristen-Hotspot: Louvre, Paris, Frankreich

2019 erschütterte ein dramatischer Personalstreik den Louvre und ließ Tausende Besucher vor verschlossenen Türen stehen. Der Grund für den Protest: Die Museumsmitarbeiter beklagten, dass die Überfüllung das Museum „ersticken“ würde und die Bedingungen für Besucher wie Personal zunehmend unzumutbar würden. 

Die Situation hat sich nach der Pandemie nicht verbessert. Mit 7,8 Millionen Besuchern im Jahr 2022 und 8,9 Millionen im Folgejahr drängen sich die Kunstliebhaber weiterhin durch die Gänge, um einen Blick auf berühmte Meisterwerke wie Leonardo da Vincis „Mona Lisa“ zu erhaschen. 

EQRoy/Shutterstock

Geheimtipp: Musée Marmottan Monet, Paris, Frankreich

Auch abseits der Menschenmassen findet sich ein wahres Juwel für Kunstliebhaber: Das von außen bescheiden wirkende Musée Marmottan Monet beherbergt eine der bedeutendsten Pariser Sammlungen des Impressionismus. Mehr als 100 Werke Monets sowie Meisterwerke von Degas, Manet, Gauguin, Renoir und Pissarro können hier ohne Gedränge bewundert werden. 

OlegVoronische/Shutterstock

Touristen-Hotspot: Cinque Terre, Italien

Die fünf Dörfer der Cinque Terre in Italien mit ihren pastellfarbenen Häusern, die sich an die Klippen schmiegen, sind zu einem Sehnsuchtsort geworden. 

Doch ihre Schönheit hat Konsequenzen. Jährlich stürmen rund 2,5 Millionen Menschen in diese einzigartige Küstenregion. Die schmalen Straßen und die Bahnlinie, welche die Orte verbindet, geraten zunehmend an ihre Grenzen. 

AndreaSirri/Shutterstock

Geheimtipp: Bonifacio, Frankreich

Das mittelalterliche Bonifacio mit seinen verwinkelten Gassen und jahrhundertealten Häusern thront auf den Kalksteinklippen an Korsikas Südspitze.

Ein besonderes Highlight ist der Spaziergang zum Leuchtturm von Capo Pertusato, der einen atemberaubenden Blick über das Meer verspricht. Wer dem Küstenpfad zum versteckten Strand von L'Arinella folgt, findet hier eine weitere Ruheoase fernab der Touristenströme. 

Feelgoodstudio/Shutterstock

Touristen-Hotspot: Prag, Tschechien

Die tschechische Hauptstadt erlebt einen nie da gewesenen Besucheransturm. Allein 2023 strömten 7,4 Millionen Touristen nach Prag, angezogen von der Burg aus dem neunten Jahrhundert, den vielen Türmen und der legendären Karlsbrücke. 

Doch der Massentourismus fordert seinen Tribut. Während Sightseeing-Gruppen die historischen Gassen verstopfen, beklagen Einheimische den Verlust ihrer Lebensqualität. Besonders die ausufernden Kneipentouren, begünstigt durch günstige Bierpreise, bereiten Sorgen. Mit Plakaten appelliert die Stadt an nächtliche Ruhe und die Behörden planen sogar ein Verbot von „albernen Kostümen“, um ausufernde Junggesellenabschiede einzudämmen. 

krivinis/Shutterstock

Geheimtipp: Tallinn, Estland

Die estnische Hauptstadt bietet einen ähnlichen Charme wie Prag, doch ohne die endlosen Touristenströme. Tallinn verzaubert mit verwinkelten Kopfsteinpflastergassen, mittelalterlichen Türmen und der alten Stadtmauer. Auch ein Spaziergang auf dem Wehrgang, der durch 20 Türme führt, lohnt sich.

Den krönenden Abschluss bietet die Aussichtsplattform Kohtuotsa auf dem Toompea-Hügel mit Panoramablick über die Altstadt bis zum Hafen. 

ErikHarrison/Shutterstock

Touristen-Hotspot: Grand Canyon, Arizona, USA

Jährlich pilgern fast fünf Millionen Besucher zum Grand Canyon, angelockt vom Ausblick und den Wanderwegen entlang der gewaltigen Schlucht.

Auch hier fordert die immense Popularität jedoch ihren Tribut. Besonders zur Hauptsaison müssen Besucher mit langen Warteschlangen an den Eingängen zum Park rechnen, während überfüllte Shuttlebusse und Parkplatzknappheit die Geduld auf die Probe stellen. Hinzu kommt, dass die bekanntesten Aussichtspunkte oft völlig überlaufen sind.

Traveller70/Shutterstock

Geheimtipp: Badlands-Nationalpark, South Dakota, USA

Der Badlands-Nationalpark präsentiert eine fast surreale Landschaft. Die Canyons und leuchtenden Regenbogenfelsen formen eine Kulisse, die auch von einem fernen Planeten stammen könnte.

Der Park mag zwar nicht die gigantischen Ausmaße des Grand Canyon haben, bietet dafür aber ungestörte Naturerlebnisse. Statt Touristenmassen begegnen Besucher hier Bisons und Präriehunden. 

Cocos.Bounty/Shutterstock

Touristen-Hotspot: Bali, Indonesien

Bali lockt mit einem Mix aus palmengesäumten Stränden, idyllischen Reisfeldern und mystischen Tempeln. Doch der Massentourismus bedroht das Tropenparadies. Der dramatische „Müllnotstand“ von 2017 an der einst unberührten Küste war nur der Anfang.

Trotz großer Säuberungsaktionen wächst die Sorge um das fragile Ökosystem der Insel. Besonders schmerzlich für die balinesische Bevölkerung: die zunehmende Respektlosigkeit von Touristen gegenüber den heiligen Stätten. 

EthanDaniels/Shutterstock

Geheimtipp: Raja-Ampat-Inseln, Indonesien

Fernab ausgetretener Pfade verbirgt sich auf dem Raja-Ampat-Archipel ein Paradies aus Dschungelwäldern und makellosen Stränden. Kalksteinfelsen erheben sich aus kristallklarem Wasser, das von Tropenfischen und Delfinen bevölkert ist.

Die Insel Waigeo ist eine ideale Basis, um von dort aus den Regenwald und die Korallenriffe zu erkunden.

ZGPhotography/Shutterstock

Touristen-Hotspot: Budapest, Ungarn

Die ungarische Hauptstadt verzaubert ihre Besucher mit ihren Thermalbädern, den Museen und der Burg Vajdahunyad. Doch der wachsende Tourismus hat auch seine Schattenseiten. Eine ausufernde Partyszene stört die Lebensqualität der Einheimischen zunehmend durch nächtlichen Lärm, achtlos weggeworfenen Müll und rücksichtsloses Verhalten. 

vvvita/Shutterstock

Geheimtipp: Tiflis, Georgien

Die Hauptstadt von Georgien liegt an der malerischen Kura und das Stadtbild ist geprägt von alten Kirchen, Klosteranlagen und verwinkelten Kopfsteinpflastergassen.

Besonders berühmt ist die Stadt für ihre Thermalquellen, deren heilende Wirkung seit Jahrhunderten geschätzt wird. In den historischen Bädern trifft man noch heute viele Einheimische, die auf die wohltuende Kraft des Wassers bei Ekzemen, Arthritis und Verdauungsbeschwerden vertrauen. 

S.Borisov/Shutterstock

Touristen-Hotspot: Venedig, Italien

Venedig hat die Herzen von Milliarden Menschen auf der ganzen Welt erobert, doch die Stadt kämpft zunehmend mit den Folgen des Massentourismus. Täglich strömen unzählige Besucher zur Rialtobrücke und zum Markusplatz, was die ohnehin fragile Bausubstanz weiter belastet.

Jährlich wird die Lagunenstadt von rund 30 Millionen Menschen besucht. Um dem entgegenzuwirken, wurden Maßnahmen wie eine Eintrittsgebühr für Tagesgäste und ein Verbot für Kreuzfahrtschiffe im historischen Zentrum eingeführt. Gleichzeitig kämpft Venedig mit den Naturgewalten: Im Jahr 2019 erlebte die Stadt ihre zweitschlimmste Hochwasserkatastrophe seit Beginn der Aufzeichnungen. 

travelview/Shutterstock

Geheimtipp: Bassano del Grappa, Italien

Entkommen Sie dem Trubel und machen Sie stattdessen einen Abstecher nach Bassano del Grappa. Nur gut eine Stunde von Venedig entfernt, liegt diese mittelalterliche Stadt am Ufer der Brenta und bietet spektakuläre Ausblicke auf die venezianischen Voralpen.

Schlendern Sie durch die historischen Gassen, bewundern Sie die palladianische Architektur, die Renaissancepaläste und jahrhundertealte Kirchen. Ein absolutes Highlight ist die Ponte degli Alpini – eine Holzbrücke, die sich elegant über den Fluss spannt und eine der schönsten Postkartenansichten der Region bietet.

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