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14 verschollene Städte der Antike, die plötzlich wieder sichtbar wurden

Alte Städte, die lange Zeit verschollen waren

By Joanna Czechowska · October 23, 2025

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Jerome Stubbs/Shutterstock

Von früheren Zivilisationen erbaut

Einst florierte zwischen ihren Häusern das Leben, doch irgendwann gerieten sie in Vergessenheit – dieses Schicksal ereilte viele Städte der Antike. Von einigen Siedlungen überlebte der Name durch Geschichten und Legenden, andere verschwanden vollständig aus der Erinnerung der Menschen – bis zur zufälligen Wiederentdeckung.

Von der Ruinenstadt im Dschungel, die auf einem Monolithen thront, bis zur 3.000 Jahre alten Pharaonensiedlung im Wüstensand, die folgenden alten Städte wurden spektakulär wieder freigelegt …

Adaptiert von Sandra Schröpfer und Jasmin Moore

Petr Bonek/Shutterstock

Tanis, Ägypten

Iurii Kazakov/Shutterstock

Tanis, Ägypten

Tanis war einst die prächtige Hauptstadt des alten Ägypten. Die frühesten Gebäude stammen aus der Zeit um 1000 v. Chr., darunter der Amuntempel sowie in einem Raster angelegte Häuser und Straßen. Mit der Stadt ging es bergab, als die Häfen vom Sand verschluckt wurden und die Wüste immer weiter in den Ort vordrang. Heute gelangen Besucher mit dem Zug nach Port Said und dem Bus nach Tanis.

Mark Green/Shutterstock

Caral, Peru

Der US-amerikanische Geschichtsprofessor Paul Kosok war fasziniert von alten Siedlungen, weshalb er lange in Peru forschte. 1948 machte er eine einmalige Entdeckung: 200 Kilometer nördlich der Hauptstadt Lima stieß er mitten im Wüstensand auf die Überreste einer antiken Stadt.

Christian Vinces/Shutterstock

Caral, Peru

Die peruanische Archäologin Ruth Shady datierte das Alter der Stätte auf mehr als 5.000 Jahre, was sie zur ältesten Stadt Amerikas macht. Noch vor der Inka-Zeit beherbergte sie einst 3.000 Menschen und florierte bereits, als die ägyptischen Pyramiden gerade erst gebaut wurden. Auf einer Fläche von 150 Hektar gab es Tempel, Plätze, ein Amphitheater und Wohnhäuser. Caral scheint ein friedlicher Ort gewesen zu sein, ganz ohne Kämpfe oder Waffen, der im Jahr 2000 v. Chr. aufgegeben wurde. Seit 2009 ist die Ausgrabungsstätte Teil des UNESCO-Weltkulturerbes.

Dmitry Rukhlenko/Shutterstock

Sanchi, Indien

1818 gingen der britische Kolonialoffizier Henry Taylor und seine Männer zwei Tagesmärsche nordöstlich von Bhopal in Zentralindien auf die Jagd. Dabei stolperten sie über riesige Bauten mit mehreren Steintoren. Jedes davon war zwölf Meter hoch und 2,70 Meter breit und mit steinernen Elefanten, Pferden, Löwen und Jungfrauen verziert.

wphotopro/Shutterstock

Sanchi, Indien

Taylor hatte einen buddhistischen Komplex aus dem 3. Jahrhundert v. Chr. wiederentdeckt, der von König Ashoka erbaut worden war. Zu jener Zeit war der Buddhismus relativ unbekannt, aber Ashoka wurde von seinem Friedensgedanken angezogen. Er ließ den „Großen Stupa“ errichten, einen gewölbten Tempel, der von vier Toren bewacht wird. Im 13. Jahrhundert n. Chr. wurde die Anlage jedoch aufgegeben.

imagesofindia/Shutterstock

Sanchi, Indien

Sanchi ist mit dem Bus oder dem Auto vom Flughafen Bhopal aus zu erreichen. Die Stätte befindet sich in einem erstaunlich guten Zustand. Besucher können den „Großen Stupa“ sowie zwei weitere Tempel, 50 andere Monumente und ein Kloster besichtigen. Seit 1989 zählt Sanchi zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Vacclav/Shutterstock

Pompeji, Italien

1748 ließ der Herzog von Neapel 24 Kilometer südlich von Neapel einen Sommerpalast errichten. Bei der Legung des Fundaments stießen Arbeiter auf die verschollenen Häuser und Straßen einer ganzen Stadt, was Schatzsucher und Kunstsammler auf den Plan rief. Schnell dämmerte es den Menschen, dass dies die weitgehend vergessene römische Stadt Pompeji sein musste – zerstört durch den Ausbruch des Vesuvs im Jahr 79 n. Chr.

Hulton Archive/Getty

Pompeji, Italien

Bereits im 19. Jahrhundert, als dieses Bild aufgenommen wurde, strömten die Menschen nach Süditalien, um die mysteriöse Ruinenstadt zu sehen. Archäologen legten nach und nach weitere Gebäude frei, darunter ein riesiges Amphitheater, ein Forum und zahlreiche Villen und Geschäfte. Am Tag des Vulkanausbruchs waren Tausende Menschen ums Leben gekommen. Die Körper der Verstorbenen hinterließen Hohlräume in der Lava, die später als Gipsabdrücke sichtbar gemacht wurden.

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BlackMac/Shutterstock

Pompeji, Italien

Pompeji gehört zu den meistbesuchten Touristenattraktionen der Welt mit über zwei Millionen Besuchern pro Jahr. Viele der Mosaike und Wandmalereien von damals wirken so frisch, als wären sie gerade erst entstanden. Und die Ausgrabungen dauern bis heute an: Ein Großteil der antiken Stadt, die seit 1997 zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt, liegt noch immer verschüttet und wartet darauf, entdeckt zu werden.

SAFIN HAMED/Getty

Qalatga Darband, Irakisch-Kurdistan

Mithilfe von freigegebenen Spionageaufnahmen und Drohnenfotos wird im kurdischen Teil des Iraks langsam eine verlorene Stadt ausgegraben. Um 331 v. Chr. erbaut, soll Qalatga Darband von Alexander dem Großen gegründet worden sein. Experten gehen davon aus, dass sich die befestigte Stadt auf einer früheren Route zwischen dem Iran und dem Irak befindet.

SAFIN HAMED/Getty

Qalatga Darband, Irakisch-Kurdistan

Die Ausgrabungsstätte wurde entdeckt, als Experten 1996 freigegebenes Spionagematerial aus der Zeit des Kalten Kriegs sichteten. Doch wegen der politischen Spannungen in der Gegend konnte zunächst nichts unternommen werden. 2017 gelang es einem Team aus irakischen und britischen Archäologen unter der Leitung des British Museum die Ruinen freizulegen. Bisher wurden griechische und römische Statuen ausgegraben, darunter eine, die die Göttin Aphrodite darstellt.

beibaoke/Shutterstock

Shangdu, China

Als der britische Diplomat Stephen Bushell 1872 auf der Suche nach Shangdu in die Innere Mongolei wanderte, war er nicht der Erste, der von der verlorenen Stadt aus dem 13. Jahrhundert fasziniert war. 75 Jahre zuvor hatte der englische Schriftsteller Coleridge ein Gedicht verfasst, das auf einer historischen Beschreibung der sagenumwobenen Metropole basiert. Doch erst Bushell entdeckte die Ruinen etwa 350 Kilometer nördlich von Peking wieder. Was er fand, waren zerstörte Paläste, die von steinernen Löwen und Drachen geziert wurden. Das Stadttor unter einem sechs Meter hohen Bogen war noch intakt.

Everett Historical/Shutterstock

Shangdu, China

Bushell war der erste Europäer, der den Ort seit dem angeblichen Besuch Marco Polos im Jahr 1275 zu Gesicht bekam. Der venezianische Abenteurer hatte Shangdu als Sommerresidenz des chinesischen Kaisers beschrieben, der aus Marmor und vergoldeten Sälen bestanden habe. Marco Polo zufolge streiften auch wilde Tiere auf dem Gelände umher und es soll einen Bambuspalast gegeben haben, der abgebaut und woanders wieder aufgestellt werden konnte.

Yavuz Sariyildiz/Shutterstock

Shangdu, China

Um 1430 wurde Shangdu aufgegeben. Vieles von dem, was Bushell fand, ist inzwischen verschwunden, doch wurden mehr als 1.000 Gebäude ausgegraben und die Ruinen unter Schutz gestellt. Das 25.000 Hektar große Gelände wurde 2011 für Besucher geöffnet. Etwa 60.000 freigelegte Objekte, darunter Keramiken, Jadeskulpturen und Münzen, gibt es in einem Museum sieben Kilometer südlich der Ausgrabungsstätte zu sehen. Seit 2012 zählt Shangdu zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Standret/Shutterstock

Troja, Türkei

Als der deutsche Archäologe und Abenteurer Heinrich Schliemann 1868 an der türkischen Ägäisküste mit Ausgrabungen begann, war er überzeugt, Troja gefunden zu haben – die Stadt, die durch Homers Epos „Ilias“ berühmt wurde. Zwar hatte Schliemann tatsächlich eine prächtige antike Stadt gefunden, aber einen eindeutigen Beweis dafür, dass es sich bei den Ruinen wirklich um das in den antiken Erzählungen erwähnte Troja handelt und hier wirklich ein Trojanischer Krieg stattgefunden hat, gibt es nicht. Die archäologische Fundstätte wird heute Hisarlik Tepe genannt.

Ali Yalcin_Seamann/Shutterstock

Troja, Türkei

Der Legende nach wurde Troja zehn Jahre lang von den Griechen belagert, nachdem Paris von Troja Königin Helena von Sparta entführt hatte. Dies soll um 1200 v. Chr. geschehen sein. Aber die von Schliemann entdeckte Stätte, die seit 1998 zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt, war ab etwa 4000 v. Chr. für rund 3.000 Jahre besiedelt. Insgesamt wurden sieben verschiedene Siedlungen freigelegt.

Anton_Ivanov/Shutterstock

Machu Picchu, Peru

1911 machte der amerikanische Historiker Hiram Bingham eine Tour durch mehrere antike Inka-Siedlungen in Peru. Er befand sich in der Nähe der Stadt Cusco, als ihm ein Bauer von Ruinen auf einem Berg erzählte, die seine Leute „Machu Picchu“ („Alter Gipfel“) nannten. Bingham und sein Team wagten den Aufstieg auf Maultieren, um sich selbst davon zu überzeugen. Was sie fanden, war eine terrassenartig angelegte alte Stadt von einmaligem Ausmaß.

Russell Johnson/Shutterstock

Machu Picchu, Peru

Wissenschaftler gehen davon aus, dass Machu Picchu um 1450 als Sommerresidenz für den Herrscher der Inka erbaut wurde, vor den spanischen Eroberern aber verborgen blieb. In den rund 200 Häusern lebten etwa 750 Menschen, vermutlich königliche Gefolgsleute. Zu den Trockensteingebäuden, die ohne Mörtel erbaut wurden, gehören die Inti Watana, eine Art Sonnenuhr, der halbkreisförmige Sonnentempel und der Tempel der drei Fenster. 1550 wurde die Stadt aufgegeben, womöglich aufgrund einer von den Spaniern eingeschleppten Krankheit.

Jerome Stubbs/Shutterstock

Machu Picchu, Peru

Heute kann die Ruinenstadt mit dem Zug von Cusco und dann mit dem Bus erreicht werden. Die Alternative ist ein anstrengender 90-minütiger Fußmarsch bergauf von der Kleinstadt Aguas Calientes aus. Die Anzahl der Besucher pro Tag ist jedoch auf etwa 4.500 begrenzt, weshalb Besichtigungen unbedingt im Voraus gebucht werden sollten. Die Ausgrabungen dauern bis heute an und da Pfade von der Weltkulturerbestätte aus in den Dschungel führen, sind weitere Entdeckungen wahrscheinlich. Machu Picchu wurde 1983 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt.

 

Jawwad Ali/Shutterstock

Mohenjo-Daro, Pakistan

1922 untersuchte der indische Archäologe R. D. Banerji ein seiner Meinung nach buddhistisches Denkmal in der Provinz Sindh im heutigen Pakistan. Den Vermutungen des Experten nach wurde die Stätte um 500 v. Chr. gegründet, aber als er einige Probegräben anlegte, stellte er fest, dass die Ausgrabungen viel älter waren. Banerjis Chef John Marshall führte in den 1920er- und 1930er-Jahren weitere Ausgrabungen durch und fand heraus, dass die Stadt tatsächlich aus der Zeit um 2500 v. Chr. stammt.

Jawwad Ali/Shutterstock

Mohenjo-Daro, Pakistan

Mohenjo-Daro war eine der größten Siedlungen des alten Industals und Heimat von 50.000 Menschen. Zu den freigelegten Gebäuden gehören ein Großes Bad, ein ausgeklügeltes Abwassersystem mit 700 Brunnen und ein Raster aus Häusern. Bisher wurden keine Tempel, Königsgräber oder Regierungsgebäude gefunden. Die unbekannte Zivilisation war jedoch wohlhabend, da Artefakte aus Elfenbein und Gold zum Vorschein kamen. Zudem müssen die Menschen mit Siegeln und Gewichten gehandelt haben.

Suronin/Shutterstock

Mohenjo-Daro, Pakistan

Die Stadt wurde um 1900 v. Chr. aufgegeben. Obwohl sie 1980 zum Unesco-Weltkulturerbe ernannt wurde, sind die Lehmziegelgebäude noch immer gefährdet, vor allem durch das salzige Wasser des nahegelegenen Indus.

LouieLea/Shutterstock

Skara Brae, Orkney-Inseln, Schottland

Im Winter 1850 wurde Schottland von einem gewaltigen Sturm heimgesucht, bei dem rund 200 Menschen ums Leben kamen. Am Tag darauf entdeckten Dorfbewohner auf den Orkney-Inseln, dass der Sturm einen Teil einer Klippe gelöst hatte, hinter der sie eine versteckte Ruinensiedlung fanden. Der örtliche Gutsbesitzer William Watt legte vier der Häuser frei. Als das Dorf im darauffolgenden Jahrhundert erneut von einem Sturm bedroht wurde, entschied man sich, die Stätte unter besonderen Schutz zu stellen.

MikhailBerkut/Shutterstock

Skara Brae, Orkney-Inseln, Schottland

Untersuchungen zufolge stammt die Siedlung aus der Zeit zwischen 3200 und 2200 v. Chr. und war 600 Jahre lang bewohnt. Sie bestand aus zehn runden Steinhäusern, die eine Kochstelle in der Mitte mit Schlafplätzen drumherum hatten. Die Dächer bestanden vermutlich aus Walknochen und Torf. Unter einer Überdachung konnten die Menschen auch bei schlechtem Wetter von Haus zu Haus gehen. Dass alle Häuser gleich gebaut waren, deutet darauf hin, dass es keine Hierarchien gab, sondern die Dorfgemeinschaft aus Bauern, Hirten und Händlern friedlich existierte.

Lillian 16/Shutterstock

Skara Brae, Orkney-Inseln, Schottland

Die jungsteinzeitliche Siedlung liegt in der Bucht von Skaill, der größten der schottischen Orkney-Inseln, und ist mit der Fähre von John O’Groats aus zu erreichen. Obwohl die Stätte sehr klein ist, sind die alten Häuser bemerkenswert gut erhalten. Um sie zu schützen, dürfen sie allerdings nicht betreten werden. Dafür gibt ein nachgebautes Haus einen umfassenden Einblick in das damalige Leben auf der Insel. Skara Brae zählt seit 1999 zum UNESCO-Weltkulturerbe.

ScottBiales/Shutterstock

Ciudad Perdida, Kolumbien

Mehr als 300 Jahre lang war Kolumbiens Ciudad Perdida („Verlorene Stadt“) vor der Außenwelt verborgen. Nur diejenigen, die tief in den Bergen der Sierra Nevada de Santa Marta lebten, wussten um ihre Existenz. Doch dann, im Jahr 1972, passierte eine Gruppe von Vogeljägern eine moosbewachsene Steintreppe. Als sie sich bis zum Ende der Stufen durch den Dschungel vorgekämpft hatten, fanden sie die Ruinen einer riesigen Stadt, die unter dichtem Laub begraben lag.

Picture4you/Shutterstock

Ciudad Perdida, Kolumbien

Die um 800 n. Chr. erbaute Ciudad Perdida (auch Teyuna genannt) war das Zuhause mehrerer Tausend Menschen vom Volk der Tairona. Nach der Ankunft der spanischen Eroberer im späten 16. Jahrhundert wurde die Siedlung jedoch aufgegeben und nach und nach vom schnell wachsenden Dschungel zurückerobert.

JessKraft/Shutterstock

Ciudad Perdida, Kolumbien

Heute sind rund 4.000 Quadratmeter der Verlorenen Stadt für Besucher zugänglich, ein weitaus größerer Teil der alten Siedlung wird noch immer von dichtem Laub verdeckt. Der einzige Weg zur Ausgrabungsstätte beinhaltet eine anstrengende fünftägige Wanderung, die mit einem Aufstieg über rund 1.200 Stufen endet. Wer sich bis hierher vorwagt, bekommt einen einmaligen Ort im Dschungel mit alten Steinpfaden zu sehen und hat einen unglaublichen Ausblick.

SylvainB/Shutterstock

Sigiriya, Sri Lanka

Der Dschungel im Zentrum von Sri Lanka ist äußerst dicht. 1831 hatte der britische Kolonialherr Jonathan Forbes deshalb Schwierigkeiten, sich zu Pferd durch den Regenwald zu kämpfen. Als er es aber endlich aus dem Dickicht geschafft hatte, bot sich ihm ein erstaunlicher Anblick: ein bewaldeter Felsen, geschmückt mit bunten Fresken, die aussahen, als wären sie gerade erst gemalt worden. Forbes hatte eine legendenumwobene Stadt wiederentdeckt, die seit dem 14. Jahrhundert verschollen war.

Dmitry Chulov/Shutterstock

Sigiriya, Sri Lanka

Sigiriya leitet sich vom Wort „Singha Giri“ ab und bedeutet „Löwenfelsen“. Denn der Eingang der Stadt wird von einer riesigen Löwenstatue bewacht, von der heute allerdings der Kopf fehlt. Sigiriya wurde auf einem Monolith 200 Meter über dem Dschungeldach errichtet, ursprünglich als buddhistisches Kloster im 3. Jahrhundert v. Chr. 800 Jahre später baute König Kassapa darauf eine opulente Festung mit einem Palast. Dieser war von Gärten, Teichen und einer Spiegelwand umgeben. Letztere war so hochglanzpoliert, dass der König sein Gesicht darin sehen konnte.

Radchuk O. S./Shutterstock

Sigiriya, Sri Lanka

Die 1.200 Stufen zur Spitze des Felsens zu erklimmen, dauert etwa eine Stunde. Doch der anstrengende Aufstieg wird mit einer unglaublichen Aussicht belohnt – Gärten, Teiche, Wassergräben und farbenfrohe Fresken inklusive. Sigiriya wird von manchen als das achte Weltwunder bezeichnet und zählt seit 1982 zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Mahmoud Khaled/Getty Images

Aton, Ägypten

Im September 2020 begannen der ägyptische Archäologe Zahi Hawass und sein Team mit der Suche nach einem Tempel in der Nähe der Stadt Luxor am Westufer des Nils. Was sie fanden, war mehr, als sie erwartet hatten. Am 8. April 2021 gaben die Forscher die Entdeckung einer ganzen 3.000 Jahre alten Stadt bekannt, die seit Jahrtausenden unter Sand begraben lag. Die sogenannte „verlorene goldene Stadt“ Aton gilt als die größte antike Siedlung, die jemals in Ägypten entdeckt wurde. Die Bedeutung des Fundes wurde mit der Entdeckung des Grabes von Tutanchamun verglichen.

KHALED DESOUKI/AFP via Getty Images

Aton, Ägypten

Die Stadt stammt aus der Regierungszeit von Amenophis III. zwischen 1391 und 1353 v. Chr., einer der wohlhabendsten Perioden der ägyptischen Geschichte. Dies konnten die Forscher eindeutig zuordnen, da sie Lehmziegel mit dem königlichen Siegel aus der Zeit entdeckten. Laut den Archäologen ist die Ruinenstadt bemerkenswert gut erhalten, mit Räumen voller Tontöpfe, Spinn- und Webwerkzeugen, Schmuck und Skarabäen.

KHALED DESOUKI/AFP via Getty Images

Aton, Ägypten

Es gibt auch Hinweise auf das Arbeitsleben: von einer Bäckerei mit Öfen bis hin zu einer Brennerei für Lehmziegel, die für den Bau von Tempeln und Gräbern verwendet wurden. Formen zur Herstellung von Amuletten wurden ebenfalls gefunden. Allerdings stehen die Forscher noch vor einigen Rätseln: So wurde beispielsweise ein Skelett mit seitlich ausgestreckten Armen und um die Knie gewickelte Seilreste gefunden. Weitere Untersuchungen sollen Aufschluss über die Geschichte der alten Stadt geben.

Saiko3p/Shutterstock

Vijayanagara, Indien

1799 stieß der schottische Armeeoffizier Colin Mackenzie im Deccan Plateau im Süden Indiens auf antike Ruinen. Er hatte Gerüchte über die verschollene Stadt Vijanyangara gehört, war sich aber nicht sicher, was er da entdeckt hatte. Dass er tatsächlich die Überreste eines großen Reiches aus dem 14. Jahrhundert vor sich hatte, war Mackenzie nicht bewusst.

Pikoso.Kz/Shutterstock

Vijayanagara, Indien

Das Vijanyangara-Reich war bekannt für Effizienz, internationale Verbindungen und großartige Architektur. Die Tempel und Steinmetzarbeiten, die das hinduistische Königreich geschaffen hat, sind unglaublich: riesige Steinwagen, 2,40 Meter hohe Steinpferde und eine Reihe von Elefantenställen. Ein Zeitzeuge berichtete von dem Reichtum der Stadt und, dass die Menschen auf dem Markt mit Diamanten und Saphiren gehandelt hätten, als wären sie Gemüse.

Romtea/Shutterstock

Vijayanagara, Indien

1565 zerstörte ein Krieg die Stadt, die daraufhin aufgegeben wurde. Heute zählen die restaurierten Monumente zur Weltkulturerbestätte Hampi der UNESCO, die in Vijayanagara im indischen Bundesstaat Karnataka zu finden ist. Der Treppenaufgang zum Audienzsaal und die unterirdischen Gänge aus grünem Speckstein zu den Elefantenställen gehören zu den beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten der Stätte.

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