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Warum Elvis Presley vor seinem Tod fast pleite war

Einblicke in die Finanzen von Elvis Presley

By Daniel Coughlin · September 20, 2026

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41 slides 17 min read
Michael Ochs Archives/Getty Images

Der „King of Rock ’n’ Roll“ im Finanzcheck

Elvis Presley, einer der erfolgreichsten Solomusiker aller Zeiten, verkaufte im Laufe seiner Karriere mehr als eine Milliarde Platten, spielte in 33 Hollywood-Filmen mit und stand unzählige Male auf der Bühne. Doch trotz seines weltweiten Ruhms war das Vermögen des „King of Rock ’n’ Roll“ vergleichsweise gering, als er 1977 starb. 

Hier nehmen wir die Finanzen des Weltstars genauer unter die Lupe. Wie wurde der legendäre Musiker reich, wofür gab er sein Geld aus – und warum hätte er eigentlich viel mehr Geld auf dem Konto haben müssen? Das erfahren Sie hier ...

Adaptiert von Astrid Hofer, Tascha Walker Dean und Jasmin Moore

Mario Tama/Gettty Images

Bescheidene Anfänge

Elvis Presley wurde am 8. Januar 1935 in Tupelo im US-Bundesstaat Mississippi geboren. Er kam aus „bettelarmen“ Verhältnissen, wie er selbst sagte. In seiner frühen Kindheit steckte die Welt mitten in den dunkelsten Tagen der Weltwirtschaftskrise. 

Elvis’ Vater Vernon verlor 1938 das kleine Familienhaus, nachdem er wegen Scheckbetrugs verurteilt worden war. Zusammen mit seiner Mutter Gladys zog der spätere Weltstar zu Verwandten, während sein Vater acht Monate im Gefängnis saß.

Michael Ochs Archive/Getty Images

Leben am finanziellen Limit

GBB Archive/Alamy

Alles andere als geizig

Elvis teilte schon immer gerne mit anderen. Mit neun Jahren entdeckte er bei einer Sonntagsmesse die Religion für sich. Inspiriert, gute Taten zu vollbringen, verschenkte der spätere Chartstürmer seine Comic-Sammlung an Kinder in der Nachbarschaft – es war das einzig Wertvolle, das er besaß. 

TIMOTHY A. CLARY/AFP via Getty Images

Die erste Gitarre

RB/Getty Images

Umzug nach Memphis

Robert Alexander/Getty Images

Die erste Platte

Robert Alexander/Getty Images

Erste Fans

Marion Keisker, die Assistentin von Sun-Records-Chef Sam Phillips, war begeistert von Elvis und schwärmte im Büro ständig von dem jungen Künstler. 

Michael Ochs Archives/Getty Images

Perfektes Gesamtpaket

Michael Ochs Archives/Getty Images

Bühnendebüt

Im Juli 1954 trat Elvis erstmals vor Publikum auf und wurde gleich nach der Premiere für regelmäßige Shows im Overton Park Shell Theater in Memphis gebucht. Das Publikum dort war das erste, das seinen eigenwilligen Tanzstil live erlebte. 

Michael Ochs Archives/Getty Images

Tournee durch die Südstaaten

Der Hype um Elvis beschränkte sich nicht lange nur auf Memphis. Immer mehr Buchungen auch aus anderen Städten trudelten ein und so ging Elvis schließlich auf Südstaaten-Tournee – für eine angemessene Gage, versteht sich. Zusammen mit seinen Backup-Sängern, den Jordanaires, verdiente er pro Tag rund 200 Dollar, nach heutigen Maßstäben umgerechnet rund 2.100 Euro!

Im Februar 1955 lag die Gage des Musikers bei 350 Dollar (heute rund 3.700 Euro) für eine Matinee-Show. Dazu kassierte er 850 Dollar (heute rund 9.000 Euro) für eine viertägige Tour mit Sänger Hank Snow. 

Elizabeth Leyden/Alamy

Die ersten Cadillacs

Im März 1955 kaufte Elvis einen gebrauchten rosafarbenen Cadillac aus der „Fleetwood 60“-Serie, das erste von vielen Luxusautos. 

Als der Wagen nur drei Monate später ausbrannte, ersetzte der Rocker ihn gegen einen blauen Neuwagen von 1955 und ließ ihn in sein Lieblingsrosa umpinseln – die Farbe wurde später als „Elvis Rose“ bekannt.

Elvis erfüllte ein lang gehegtes Versprechen und schenkte das Auto seiner Mutter, obwohl diese gar nicht fahren konnte. 

Michael Ochs Archives/Getty Images

Der erste Hit

Im August 1955 veröffentlichte Elvis bei Sun Records „I Forgot to Remember to Forget“ und landete damit seinen ersten Hit. Der Song kletterte bis auf Platz eins der „Billboard Country Charts“. 

Was damals noch niemand ahnte: Es war gleichzeitig der letzte Track, den Elvis für Sun Records aufnehmen sollte. Die großen Plattenfirmen überboten sich damit, den erfolgreichen Newcomer abzuwerben. 

Bill Waterson/Alamy Stock Photo

Zusammenarbeit mit Colonel Parker

Einen Monat nach Erscheinen des Songs wandte sich Elvis’ damaliger Manager Tom Neal an den Talentmanager Colonel Tom Parker, den er für einen der besten Promoter der Branche hielt.

Es dauerte nicht lange, bis dieser als Berater für Elvis tätig wurde. Parker machte es zu seiner Mission, für den Musiker einen möglichst lukrativen Plattendeal an Land zu ziehen und verhandelte mit einigen großen Labels, darunter RCA Victor. 

Pictorial Press Ltd/Alamy

Lukrativer Plattenvertrag

Im November 1955 erklärte sich Sam Phillips von RCA Victor schließlich bereit, Elvis für 35.000 Dollar aus dem Vertrag mit Sun Records abzulösen. Zu dieser Zeit war dies die höchste Summe, die jemals für einen Musiker bezahlt worden war. Nach heutigem Geldwert würde die Rekordsumme rund 371.000 Euro entsprechen. 

Elvis erhielt zudem 5.000 Dollar (heute 53.000 Euro) für bereits verkaufte Platten – sein erster großer Gehaltsscheck. 

Michael Ochs Archives/Getty Images

Erste Fernsehauftritte

RCAs Neuzugang machte sich Anfang 1956 an die Arbeit, neues Material für das Label aufzunehmen. Der erste Track war „Heartbreak Hotel“. 

Die Single erschien am 27. Januar 1956. Tags darauf gab Elvis in der „Stage Show“ auf CBS sein US-weites Fernsehdebüt. Der Rock’n’Roll-Star zog das jugendliche Publikum sofort in seinen Bann und trat in den darauffolgenden zwei Monaten sechsmal in der Show auf. Dafür flossen insgesamt 8.000 Dollar (auf heute umgerechnet 84.000 Euro) auf sein Konto. 

Everett Collection Inc/Alamy Stock Photo

Neuer Manager

Im März 1956 setzte Elvis Tom Neal vor die Tür und ernannte Colonel zu seinem Manager. Dieser ließ sich satte 25 Prozent der Einnahmen des Musikers vertraglich zusichern. 

Zwei Monate später hatte Colonel Elvis überzeugt, bei der William Morris Agency zu unterschreiben, die ihn für eine Provision von zehn Prozent als Tournee-Künstler und Schauspieler vermarktete. 

Michael Ochs Archives/Getty Images

Blitzschneller Aufstieg

Elvis legte einen kometenhaften Aufstieg hin. Im März 1956 veröffentlichte der aufstrebende Megastar sein Debütalbum „Elvis“ und absolvierte sein erstes Casting in Hollywood. 

Colonel hatte sein Leinwand-Potenzial erkannt und wusste, dass die großen Studios um den neuen Star der Teenie-Generation buhlen würden. 

Boulevard/Corbis via Getty Images

Der erste Hollywood-Vertrag

Elvis' Schauspieltalent überzeugte und so unterschrieb er im April 1956 einen Filmvertrag mit Paramount. 

Es folgten zwei Kinostreifen, „Gold aus heißer Kehle“ (1957) und „Mein Leben ist der Rhythmus“ (1958), für die Elvis 165.000 Dollar (heute rund 1,7 Millionen Euro) kassierte, abzüglich der Provisionen für seinen Manager und die Vermittlungsagentur. 

Michael Ochs Archives/Getty

Dauergast im TV

Im April 1956 trat Elvis in der TV-Sendung „Milton Berle Show“ auf. Einen Monat später war er erneut zu Gast, zudem sorgte er für Rekordquoten in der „Steve Allen Show“ und der „Ed Sullivan Show“. Für Letztere schalteten unglaubliche 60 Millionen Zuschauer ein, um den Auftritt von Elvis zu sehen.

Für seine TV-Auftritte kassierte Elvis 59.900 Dollar (heute wären das rund 623.000 Euro). 

Don Cravens/Getty

Nummer eins der US-Charts

Am 6. Mai 1956 landete „Heartbreak Hotel“ auf dem ersten Platz der späteren „Billboard Hot 100“-Charts. Auch Elvis’ Debütalbum kletterte bis an die Spitze. 

Die Single verkaufte sich in dem Jahr mehr als eine Million Mal und bescherte dem Musiker seine erste Goldene Schallplatte. Auch die Alben gingen weg wie warme Semmeln. Elvis Presley wurde zum ersten Rock’n’Roll-Musiker, der die Millionengrenze überschritt. 

Bitterer Wermutstropfen: Der Amerikaner erhielt nur elf Prozent aus den Albumverkäufen. 

Everett Collection Inc/Alamy

Hollywood-Debüt

Finanzielle Sorgen hatte Elvis dennoch keine. Im August 1956 schloss Colonel einen Vertrag mit dem Hollywood-Studio 20th Century Fox ab. Ergebnis war Elvis’ Debütfilm „Pulverdampf und heiße Lieder“, im Original benannt nach seiner fünften Nummer-eins-Single „Love Me Tender“. 

Elvis verdiente mit dem Film, der im November 1956 Premiere feierte, 100.000 Dollar (heute über eine Million Euro).

Michael Ochs Archives/Getty Images

Die Geldmaschine rollt

Doch Elvis verdiente nicht nur an seinen vielen Singles und Alben, seinen Film-Deals, Konzerten und TV-Auftritten. 1956 gingen auch die Einnahmen mit Fanartikeln durch die Decke. 

Stets darauf bedacht, mit seinem Star möglichst viel Geld zu machen, hatte Manager Parker Elvis’ Namen und Foto an 18 Unternehmen lizenziert, die im September 1956 insgesamt 30 Fanartikel auf den Markt brachten. 

Skurrilerweise machte Parker selbst mit jenen Geld, die Elvis nicht ausstehen konnten. Er verkaufte eine ganze Reihe von verschiedenen „Ich hasse Elvis”-Abzeichen. 

Joe Corrigan/Getty Images

Mit Fanartikeln zum Millionär

Bis Ende 1956 hatte das Elvis-Merchandise laut dem „Wall Street Journal“ unglaubliche 22 Millionen Dollar (heute 228,5 Millionen Euro) eingebracht. 

Elvis selbst kassierte davon nur einen Bruchteil, häufte aber dennoch ein stattliches Vermögen an. Noch vor Jahresende kürte das Magazin „Variety“ ihn zum Millionär. 

Phillip Harrington/Alamy

Neues Luxusleben

Als frisch gebackener Weltstar mit prall gefülltem Bankkonto genoss Elvis sein Leben in vollen Zügen. Er kaufte mehrere Cadillacs, Schmuck und wertvolle Immobilien. 

Anfang 1956 erstand er etwa ein Haus im Ranch-Stil mit vier Schlafzimmern in einem noblen Vorort von Memphis für 40.000 Dollar (heute rund 416.000 Euro). Das Geld stammte aus den Verkäufen von „Heartbreak Hotel“. 

 

PictureLux/The Hollywood Archive/Alamy

Graceland als neuer Wohnsitz

1957 tauschte Elvis die Immobilie gegen Graceland, ein Herrenhaus im Kolonialstil mit 23 Zimmern, für das er 102.500 Dollar (heute 994.000 Euro) auf den Tisch legte. 

Dazu gab er weitere 500.000 Dollar (heute fünf Millionen Euro) aus, um es nach seinen Wünschen umzugestalten. Das weitläufige Anwesen in Memphis war bis zu Elvis’ Tod 1977 sein Hauptwohnsitz. 

Während sein Bekanntheitsgrad und sein Vermögen immer weiter stiegen, musste Elvis seine Karriere 1958 unterbrechen, um den Militärdienst abzuleisten. 

Movie Poster Image Art/Getty Images

Hollywood-Karriere

Im März 1960 durfte Elvis, der auf die heutige Zeit umgerechnet inzwischen 49,5 Millionen Euro im Jahr verdiente, die US-Armee verlassen und wandte sich wieder Hollywood zu. Dazu nahm er mehrere Soundtracks auf. 

Die Kritiker verrissen seine Filme wie seine Songs, doch die breite Öffentlichkeit liebte sie und so erzielte Elvis erneut Millioneneinnahmen. Doch auch diesmal ging der Großteil seines Geldes an sein Management und seine Agentur. 

Lee Lockwood/Getty Images

Manager verdiente mehr als Elvis

1967 erhöhte Colonel Parker sein Honorar auf stolze 50 Prozent von Elvis’ Einnahmen. Die William Morris Agency kassierte weiter zehn Prozent und durch die Steuern blieben Elvis selbst am Ende gerade einmal 20 Prozent. 

Obwohl Parker für den Musiker einige gute Deals an Land gezogen hatte, ging beim Management damit insgesamt einiges ordentlich schief. 

Alan Band/Keystone Features/Getty Images

Ein Wolf im Schafspelz?

Was das ganze noch schlimmer machte: Parker war nicht der, der er vorgab, zu sein. Obwohl er immer wieder behauptete, aus West Virginia zu stammen, war „Colonel Tom“, so sein Spitzname, tatsächlich Holländer. Sein Geburtsname lautete Andreas Cornelis van Kujik. 

Die Vorwürfe häuften sich, dass er in den Niederlanden in einen Mord verwickelt gewesen und als illegaler Einwanderer in die USA geflohen sei, um der Justiz zu entgehen. Nachdem er drei Jahre der US-Armee gedient hatte, nahm van Kujik den Namen seines ehemaligen Offiziers Thomas Parker an, um seine wahre Identität zu verschleiern. 

Don Cravens/Getty Images

Keine Konzerte im Ausland

Der problematische Visastatus seines Managers wirkte sich negativ auf Elvis’ Karriere aus. Da er keinen US-amerikanischen Reisepass besaß, fürchtete Parker, so hieß es, dass sein Geheimnis gelüftet werden könnte, sollte er jemals das Land verlassen. 

In der Folge hinderte er Elvis daran, im Ausland auf Tournee zu gehen – und brachte ihn so um Unmengen an Geld. Elvis trat insgesamt nur drei Mal außerhalb der USA auf, allesamt 1957 in Kanada.

Michael Ochs Archives/Getty Images

Weitere Management-Fehler

Parker soll zudem Hauptrollen für Elvis in Kultfilmen wie „Die Katze auf dem heißen Blechdach“, „Asphalt-Cowboy“ und „A Star is Born“ abgelehnt und ihn stattdessen für minderwertigere Streifen verpflichtet haben, weil diese schneller Geld einbrachten. 

Und obwohl er immerhin durchsetzte, dass Elvis ein Drittel der Autorenrechte für die von ihm aufgenommenen Songs bekam, versäumte er es, seinen Klienten bei den relevanten Organisationen zu registrieren. Ihm entgingen damit Lizenzgebühren in Millionenhöhe. 

Keystone/Getty Images

Luxus-Immobilien

Trotz Parkers vieler Fauxpas genoss Elvis ein Leben im Luxus. Nach seiner Hochzeit mit Priscilla Beaulieu 1967 baute er sein Immobilien-Portfolio weiter aus.

Er erstand ein Herrenhaus in Beverly Hills, das heute 3,5 Millionen Euro wert wäre, sowie eine Ranch in Mississippi (heutiger Preis: 3,9 Millionen Euro). Dazu investierte der „King of Rock ’n’ Roll“ in weitere teure Eigenheime in Palm Springs und Holmby Hills in Los Angeles. 

Michael Ochs Archives/Getty Images

Comeback mit Überraschung

1968 meldete sich Elvis mit einem sensationellen TV-Special auf NBC zurück, für das er nach heutigem Geldwert umgerechnet rund 10,4 Millionen Euro kassierte. 

Doch Elvis war ein völlig anderer Mann als jener, in den sich ganz Amerika verliebt hatte. Er war zu diesem Zeitpunkt tablettenabhängig, nahm unter anderem verschreibungspflichtige Arzneimittel wie starke Opiate, Amphetamine und Barbiturate. Dazu war er stark übergewichtig. Auf dem Höhepunkt seiner Essstörung nahm Elvis Berichten zufolge bis zu 20.000 Kalorien pro Tag zu sich. 

Grant Goddard/Redferns/Getty Images

Schwer medikamentensüchtig

1970 soll der Sänger fast 500.000 Dollar für verschreibungspflichtige Medikamente und Gebühren für mehr als 100 Ärzte ausgegeben haben. In der heutigen Zeit wären dies unglaubliche 3,6 Millionen Euro gewesen.

Gegen Ende seines Lebens soll sich Elvis jährlich für mehr als eine Million Dollar betäubt haben. 

GABRIEL BOUYS/AFP via Getty Images

Millionenausgaben für andere

Zu Weihnachten 1970 spitzte sich die Lage weiter zu. Priscilla und ihr Schwiegervater Vernon kritisierten Elvis’ verschwenderischen Umgang mit Geld, nachdem er nach heutigem Wert 750.000 Euro für zehn Mercedes-Benz, 32 Waffen für Freunde und ein Haus für einen Bekannten bezahlt hatte. 

Doch Elvis hörte nicht auf die beiden und gab sein Geld weiter aus. 

ZUMA Press, Inc./Alamy

Luxusgeschenke und Privatflugzeuge

Elvis verwöhnte seine Familie, Freunde und sogar völlig Fremde mit Häusern, Luxusautos, Harley Davidsons, Nerzmänteln und anderen teuren Geschenken. Dazu unterstützte der Musiker verschiedene Wohltätigkeitsorganisationen und spendete großzügig. 

Er gab auch gerne Geld für sich selbst aus und kaufte alles, von Schmuck bis hin zu Schnellbooten, Rennpferden und Privatjets. Ein Privatflugzeug, das er nach seiner – mittlerweile ebenfalls verstorbenen – Tochter Lisa Marie Presley benannte, ließ er sich 1968 nach heutigem Wert 4,6 Millionen Euro kosten.

Michael Ochs Archives/Getty Images

Teure Scheidung

Elvis und Priscilla ließen sich 1973 scheiden. Der Rock’n’Roll-Star zahlte seiner Ex-Frau 750.000 Dollar, heutiger Wert 4,8 Millionen Euro. Dazu erhielt sie monatlich mehrere tausend Dollar Kindesunterhalt und eine fünfprozentige Beteiligung an zwei Musiklabels. 

Auch seinem Vater zahlte Elvis pro Jahr knapp 72.500 Dollar, was in der heutigen Zeit fast eine halbe Million Euro wären, und übernahm die Kosten in Höhe von 250.000 Dollar für dessen zweite Scheidung. Das entspricht einer heutigen Summe von etwa 1,5 Millionen Euro. 

Michael Ochs Archives/Getty Images

Die Elvis-Mafia

Elvis Mitläufer, die sogenannte „Memphis-Mafia“, lebte bestens auf seine Kosten. 1973 verkaufte Tom Parker die Masterbänder für 700 Elvis-Songs für 5,4 Millionen Dollar (heute 34,4 Millionen Euro) an RCA, was weit unter ihrem eigentlichen Wert lag. 

Wieder einmal wurde Elvis um sein Geld gebracht – und das war nicht seine einzige Sorge. Mit der Gesundheit des Megastars ging es rapide bergab. Im selben Jahr nahm er zweimal eine Überdosis Barbiturate. 

Bettmann/Getty Images

Anfang vom Ende

Trotz seines schlechten körperlichen Zustands produzierte Elvis weiter Platten und trat in ausverkauften Hallen auf. Und das, obwohl er die Konzerte und die Studioaufnahmen nur unter Schmerzen durchstehen konnte.

Am 16. August 1977 hätte Elvis erneut auf Tournee gehen sollen. Doch er verließ sein heiß geliebtes Graceland nie wieder. 

 

Texas Country/Alamy

Tragischer Tod

Der Rockstar starb in seinem Badezimmer an einem Herzinfarkt. Berichten zufolge soll dieser durch seinen massiven Medikamentenkonsum ausgelöst worden sein. Elvis war gerade einmal 42 Jahre alt. 

Schätzungen zufolge verdiente der Weltstar während seines kurzen Lebens zwischen 100 Millionen und einer Milliarde Dollar, was nach heutigem Geldwert zwischen 483 Millionen und 4,9 Milliarden Euro entspricht.  

Robert Emerson/Alamy

Schulden und Millionen für die Erben

Doch der „King of Rock ’n’ Roll“ hinterließ seiner Familie, was das Wirtschaftsmagazin „Forbes“ als „bargeldarmes“ Erbe im Wert von nur fünf Millionen Dollar (heute 24,3 Millionen Euro) bezeichnete – und obendrein jede Menge Schulden. Elvis’ Luxusleben und seine enorme Großzügigkeit, gepaart mit dem schlechten Einfluss seines Managers und diverser Mitläufer hatten sein Vermögen massiv geschröpft. 

Doch sein künstlerisches Vermächtnis lebt weiter. Jahrzehnte nach seinem frühen Tod gilt Elvis weiter als einer der besten Entertainer der Welt, dessen Musik von immer neuen Fangenerationen entdeckt wird. Bis heute fließen Millionen auf das Konto seiner Erben. 

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